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Bitget oder KuCoin für passives Einkommen 2026: Was bleibt nach Hack, MiCA-Stichtag und FMA-Sperre wirklich übrig?

Kryptobörsen Gebühren Übersicht und Ratgeber
Bitget vs KuCoin – Passives Einkommen mit Krypto im Vergleich
Inhaltsverzeichnis (26)
  1. Bitget oder KuCoin für passives Einkommen 2026: Was bleibt nach Hack, MiCA-Stichtag und FMA-Sperre wirklich übrig?
  2. Bitget oder KuCoin: Wo bekommst du 2026 mehr passives Einkommen?
  3. Kann ich Bitget Earn oder KuCoin Earn aus Deutschland im Oktober 2026 noch nutzen?
  4. Was gilt für Bestandskunden mit einem alten Bitget- oder KuCoin-Konto?
  5. Welche Zinsen zahlen Bitget und KuCoin im Oktober 2026 wirklich?
  6. Warum sind 100 % APR auf USDT bei KuCoin kein echtes Angebot für dein Geld?
  7. Woher kommen die Zinsen bei Bitget und KuCoin überhaupt?
  8. Was bedeutet der Bitget-Hack vom 24. September 2026 für Earn-Guthaben?
  9. Wie sicher ist KuCoin nach FMA-Sperre und US-Verfahren?
  10. Lohnt sich 4 % Zins auf Stablecoins nach Inflation und Steuer?
  11. Wie hoch ist die Realrendite bei Bitget und KuCoin im Vergleich?
  12. Wie werden Earn- und Staking-Erträge in Deutschland 2026 versteuert?
  13. Was ist die 256-Euro-Falle bei Earn-Zinsen?
  14. Was ändert die geplante Krypto-Steuerreform ab 2027 für Earn-Erträge?
  15. Ist Tagesgeld 2026 die bessere Alternative zu Krypto-Earn?
  16. Wie viel Risikoaufschlag brauchst du, damit sich Earn bei einer Börse lohnt?
  17. Was ist mit dem Währungsrisiko bei USDT und USDC?
  18. Lohnt sich Staking von ETH oder SOL bei Bitget oder KuCoin?
  19. Was ist mit HodlerYield, GemPool, KCS-Bonus und Copy-Trading?
  20. Welche legalen Alternativen haben Deutsche 2026 für passives Krypto-Einkommen?
  21. Wie gehe ich als Bitget- oder KuCoin-Bestandskunde jetzt am besten vor?
  22. Für wen kann sich Bitget oder KuCoin Earn 2026 überhaupt noch lohnen?
  23. Häufige Fragen zu Bitget und KuCoin Earn 2026
  24. Weiterlesen
  25. Quellen
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Vergleich · Passives Einkommen · Stand 24. Oktober 2026

Bitget oder KuCoin für passives Einkommen 2026: Was bleibt nach Hack, MiCA-Stichtag und FMA-Sperre wirklich übrig?

Bitget zahlt im Oktober 2026 rund 4 % auf Stablecoins, KuCoin oft deutlich weniger. Klingt nach einem klaren Sieger. Ist es aber nicht – denn als Neukunde aus Deutschland kommst du an keines der beiden Angebote legal heran, und nach Steuer und Inflation bleibt selbst bei 4 % kaum etwas übrig. Wir haben beide Earn-Bereiche nebeneinandergelegt, nachgerechnet und sagen dir, was du als Bestandskunde jetzt tun solltest.

Erstveröffentlichung: 18. August 2025Aktualisiert: 24. Oktober 2026Von Felix RiegerLesezeit: ca. 30 Min.
4,00 %Bitget Cash Plus APR auf USDT/USDC (abgerufen 24.10.2026)
0,22–4 %KuCoin Referenz-APR USDC (Stand 16.10.2026)
3,3 %Inflation Deutschland, September 2026 (Destatis)
0legale Neukunden-Zugänge für Deutsche bei beiden Börsen
Was ist neu gegenüber der Version vom 18. August 2025?

Die alte Fassung dieses Vergleichs hatte ein klares Urteil: Bitget sei „sicher, einfach, flexibel“, KuCoin „renditestark“, und wer wolle, könne beide parallel nutzen. Drei Aussagen daraus waren entweder schon damals zu werblich oder sind heute falsch. Erstens nannten wir Bitget „regulierungssicherer“ – inzwischen hat Bitget die Registrierung für Deutsche am 16. Januar 2026 geschlossen und steht ohne MiCA-Zulassung da. Zweitens nannten wir den Sicherheitsfonds als Beleg für Sicherheit, ohne zu erwähnen, dass er nur hilft, wenn etwas schiefgeht – am 24. September 2026 ging dann tatsächlich etwas schief: rund 387,5 Mio. Dollar flossen aus Bitgets Hot Wallets ab. Drittens haben wir Renditen von „5–12 %“ und „bis 20 %“ beim KuCoin-Lending genannt, ohne Steuer, ohne Inflation und ohne die Frage, woher das Geld kommt. KuCoins Lending-Produkt „Crypto Lending Pro“ gibt es seit dem 1. August 2026 gar nicht mehr. Diese Seite ist deshalb komplett neu geschrieben – mit aktuellen Zinsen, drei Rechnern und einer klaren Einschätzung.

Wenn du nur eine Zahl aus diesem Artikel mitnimmst, dann diese: Bei 4 % Zins, 30 % persönlichem Steuersatz und 3,3 % Inflation verliert dein Geld real an Kaufkraft. Das gilt bei Bitget genauso wie bei einer deutschen Bank. Der Unterschied ist nur, dass du bei der Bank eine Einlagensicherung hast und bei der Kryptobörse nicht. Aus diesem Blickwinkel lesen sich die bunten Prozentzahlen in den Earn-Bereichen ganz anders.

Für die Details zu jeweils einer Börse haben wir eigene, ebenfalls im Oktober 2026 aktualisierte Ratgeber: unseren Bitget-Earn-Ratgeber nach dem Hack und die ausführliche Erklärung, was KuCoin Earn ist und warum es in Deutschland gerade nicht nutzbar ist. Hier geht es um den direkten Vergleich – und um die Frage, die in keinem Produktprospekt steht: Lohnt sich das Risiko überhaupt?

Bitget oder KuCoin: Wo bekommst du 2026 mehr passives Einkommen?

Bitget zahlt am 24. Oktober 2026 auf Stablecoins mit 4,00 % (Cash Plus) bis 7,19 % (Simple Earn) mehr als KuCoin mit 0,22 bis 4 % auf USDC; für Neukunden aus Deutschland ist aber keines der beiden Earn-Angebote legal zugänglich.

Rein nach Zahlen liegt Bitget vorn. Auf der Earn-Seite der Börse stehen für USDT ein Simple-Earn-Satz von 7,19 %, ein Aktionssatz von 5,50 % und der Cash-Plus-Satz von 4,00 %; für USDC 6,66 % im Simple Earn und ebenfalls 4,00 % in Cash Plus Bitget Earn, abgerufen 24.10.2026. KuCoin zeigt für USDC eine Referenzspanne von 0,22 bis 4 %, für BTC 0,02 bis 3 % und für ETH 0,15 bis 2,2 % KuCoin Earn, Stand 16.10.2026.

Diese Zahlen sind aber nur die halbe Wahrheit. Die hohen Bitget-Sätze gelten meist nur bis zu einem Höchstbetrag oder für einen begrenzten Zeitraum, und bei KuCoin entscheidet die obere Grenze einer Spanne fast nie darüber, was du tatsächlich bekommst. Wer 10.000 Euro anlegen will, landet bei beiden Börsen in der Regel beim Basissatz – und der liegt bei Bitget um 4 %, bei KuCoin für die großen Coins oft darunter.

Unsere Einschätzung: Die Frage „Wo bekomme ich mehr?“ ist 2026 die falsche Frage. Die richtige lautet: „Wo bekomme ich genug, damit sich Börsenrisiko, Steuer und Regulierungslücke lohnen?“ Darauf ist die Antwort bei beiden Börsen ernüchternd, wie die Rechnungen weiter unten zeigen.

Kann ich Bitget Earn oder KuCoin Earn aus Deutschland im Oktober 2026 noch nutzen?

Neukunden mit Wohnsitz in Deutschland können seit dem 16. Januar 2026 kein Bitget-Konto mehr eröffnen, und die österreichische FMA untersagt KuCoin EU seit dem 18. Februar 2026 die Aufnahme des Geschäftsbetriebs – damit gibt es am 24. Oktober 2026 bei keiner der beiden Börsen einen legalen Neukunden-Zugang zu Earn.

Bei Bitget ist die Lage eindeutig. Die Börse hat am 16. Januar 2026 mitgeteilt, dass Einwohner Deutschlands ab sofort kein neues Konto mehr eröffnen können; für bestehende deutsche Konten wurden keine Änderungen angekündigt, man werde Nutzer aber „vorab informieren“ Bitget Support, 16.01.2026. Hintergrund ist die MiCA-Verordnung: Die Übergangsregel für Anbieter, die schon vor dem 30. Dezember 2024 nach nationalem Recht tätig waren, galt höchstens bis zum 1. Juli 2026 ESMA, MiCA-Übersicht. Bitget hat in der EU bis heute keine Zulassung.

Bei KuCoin ist es verwirrender, weil KuCoin auf dem Papier eine MiCA-Lizenz besitzt. Die Tochter KuCoin EU Exchange GmbH in Wien wurde Ende 2025 von der österreichischen Finanzmarktaufsicht zugelassen. Dann kam der Februar 2026: Die FMA stellte fest, dass Geldwäsche- und Sanktionsbeauftragte nicht ordnungsgemäß besetzt waren, und verhängte ein Neugeschäftsverbot. Dieses Verbot wurde am 18. Mai 2026 wieder aufgehoben – das separate Verbot, den Geschäftsbetrieb überhaupt aufzunehmen, gilt laut FMA aber weiter, weil Anforderungen an Governance und Schlüsselfunktionen der Geschäftsleitung noch nicht erfüllt seien FMA, 18.05.2026. Eine neuere FMA-Mitteilung, die das ändert, haben wir bis zum 24. Oktober 2026 nicht gefunden.

Was heißt das im Alltag? Wenn du heute eine der beiden Apps herunterlädst und dich mit deutscher Adresse registrieren willst, kommst du nicht weit. Und von „Umwegen“ per VPN oder ausländischer Meldeadresse raten wir klar ab. Du verstößt damit gegen die Nutzungsbedingungen, und deine KYC-Verifizierung beruht dann auf falschen Angaben – im Streitfall, bei einer Kontosperre oder nach einem Hack stehst du damit deutlich schlechter da.

Was gilt für Bestandskunden mit einem alten Bitget- oder KuCoin-Konto?

Deutsche Bitget-Bestandskunden, die ihr Konto vor dem 16. Januar 2026 eröffnet haben, können Earn-Produkte nach Bitgets Angaben vom Januar 2026 weiter nutzen, genießen dabei aber keinen MiCA-Kundenschutz; KuCoin-Bestandskunden sollten Earn-Positionen als Altbestand behandeln.

Ein bestehendes Konto ist kein Verstoß. Du darfst dein Guthaben weiter halten, abheben und in vielen Fällen auch Earn-Produkte weiterlaufen lassen. Aber du tust das bei einem Anbieter, der in der EU nicht beaufsichtigt wird. Die europäischen Aufsichtsbehörden haben im Oktober 2025 ausdrücklich gewarnt, dass der rechtliche Schutz für Krypto-Nutzer je nach Anbieter und Dienst eingeschränkt sein kann, etwa durch fehlende Informationen oder ein fehlendes transparentes Beschwerdeverfahren ESAs-Warnung, 06.10.2025.

Aus der Praxis: Eine der häufigsten Leserfragen lautet, ob man nicht „erst mal abwarten“ könne, bis die Börse eine Lizenz bekommt. Das ist legitim, aber dann solltest du dir eine Obergrenze setzen, wie viel du dort maximal liegen lässt. Bei einer Börse ohne EU-Aufsicht würden wir persönlich nie mehr als einen kleinen Teil des Krypto-Vermögens parken – und schon gar nicht für 4 % Zins.

Zugangs-Check: Darfst du Earn bei Bitget oder KuCoin noch nutzen?

Ergebnis für Deutschland, Bitget, Neukunde: Kein legaler Zugang. Bitget nimmt seit dem 16. Januar 2026 keine Neukunden mit deutschem Wohnsitz mehr an. Schau dir lizenzierte Alternativen weiter unten an.

Vereinfachte Orientierung auf Basis der Angaben von Bitget (16.01.2026) und der FMA (18.05.2026), Stand 24.10.2026. Für Österreich und die Schweiz gelten eigene Regeln, die wir hier nur grob einordnen.

Welche Zinsen zahlen Bitget und KuCoin im Oktober 2026 wirklich?

Am 24. Oktober 2026 zeigt Bitget für USDT 4,00 bis 7,19 % und für BTC 1,88 % im Simple Earn, während KuCoin am 16. Oktober 2026 für USDC 0,22 bis 4 %, für BTC 0,02 bis 3 % und für ETH 0,15 bis 2,2 % als Referenzspanne angibt.

CoinBitget (Produkt, APR)KuCoin (Referenz-APR, flexibel/fest)Stichtag / Quelle
USDTSimple Earn 7,19 %; Aktion 5,50 %; Cash Plus 4,00 %; VIP 4,00 %0,46 % bis 100 % (VIP-Bonus)Bitget 24.10.2026; KuCoin 16.10.2026
USDCSimple Earn 6,66 %; Cash Plus 4,00 %; VIP 2,28 %0,22 % bis 4 %Bitget 24.10.2026; KuCoin 16.10.2026
BTCSimple Earn 1,88 %; VIP 0,15 %; Spanne 0,12–7,00 %0,02 % bis 3 % (VIP-Bonus)Bitget 24.10.2026; KuCoin 16.10.2026
ETHSpanne 1,00–7,00 %0,15 % bis 2,2 %Bitget 24.10.2026; KuCoin 16.10.2026
SOLSpanne 2,25–5,60 %0,03 % bis 4,5 %Bitget 24.10.2026; KuCoin 16.10.2026

Quellen: Bitget Earn, KuCoin Earn. APR = jährlicher Zinssatz ohne Zinseszins, variabel. Zusammenstellung: KryptoZukunft.com.

Zwei Dinge fallen sofort auf. Bitget ist bei Stablecoins großzügiger, KuCoin arbeitet mit sehr breiten Spannen. Und: Bei Bitcoin zahlen beide wenig, weil Bitcoin selbst keine Rendite erwirtschaftet. Jeder Prozentpunkt auf BTC muss irgendwo anders verdient werden – meist, indem die Börse deine Coins an Händler verleiht, die mit Hebel handeln.

Ein Rechenbeispiel macht die Unterschiede greifbar. Legst du 5.000 Euro in USDC an und bekommst ein Jahr lang konstant 4 %, sind das 200 Euro vor Steuern. Bei 0,22 % – dem unteren Ende der KuCoin-Spanne – wären es 11 Euro. Dazwischen liegt alles, was die Börse je nach Nachfrage, Betrag und Status festlegt. Planbar ist daran wenig.

Warum sind 100 % APR auf USDT bei KuCoin kein echtes Angebot für dein Geld?

Die von KuCoin am 16. Oktober 2026 genannte Obergrenze von 100 % APR auf USDT ist ein VIP- oder Aktionssatz, der typischerweise nur für einen sehr kleinen Betrag und kurze Zeit gilt; für eine normale Anlagesumme ist der Basissatz von unter 1 % bis wenigen Prozent maßgeblich.

Solche Lockvogel-Sätze kennst du aus dem Bankwesen: „5 % auf das Tagesgeld – für drei Monate und bis 5.000 Euro“. Bei Kryptobörsen ist das Prinzip dasselbe, nur extremer. Nimm an, ein Aktionssatz von 100 % gilt für 100 USDT über sieben Tage. Das bringt dir etwa 1,92 USDT – rund 1,70 Euro. Für den Rest deines Guthabens gilt der Normalsatz.

Wichtiger als die Aktion ist die Frage, was nach der Aktion passiert. Viele Festgeld-Produkte wandern nach Ablauf automatisch in ein flexibles Produkt mit niedrigerem Satz. Wer das übersieht, läuft monatelang zu einem Bruchteil des beworbenen Zinses. Unser Rat: Notier dir bei jedem Abo das Enddatum und den Folgesatz.

Woher kommen die Zinsen bei Bitget und KuCoin überhaupt?

Die Zinsen in den Earn-Bereichen von Bitget und KuCoin stammen je nach Produkt aus Staking-Belohnungen der Blockchain, aus dem Verleih an Hebel-Trader, aus Erträgen von US-Staatsanleihen (bei Bitget Cash Plus über den Token USDGO) oder aus Marketingbudgets der Börse und neuer Projekte.

Das ist der Teil, den die meisten Ratgeber überspringen, und er ist der wichtigste. Grob gibt es vier Quellen. Erstens Staking: Bei Proof-of-Stake-Coins wie Ethereum oder Solana zahlt das Netzwerk selbst eine Belohnung für die Absicherung der Blockchain. Die Börse stakt für dich und behält einen Anteil. Zweitens Verleih: Deine Coins werden an Trader verliehen, die damit Futures und andere Derivate mit Hebel handeln. Drittens reale Zinsen: Bitgets Cash Plus wandelt USDT und USDC in einen verzinsten Token um, hinter dem laut Bitget US-Staatsanleihen und Geldmarktinstrumente stehen. Viertens Marketing: Aktionszinsen und Launchpools werden aus Werbebudgets bezahlt.

Warum das wichtig ist? Weil jede Quelle ein anderes Risiko hat. Staking hängt am Netzwerk und an der Verwahrung durch die Börse. Verleih hängt daran, dass Trader ihre Kredite bedienen – und daran, dass die Börse ihr Risikomanagement im Griff hat. Bei Marketingzinsen gibt es kein Ausfallrisiko im engeren Sinn, aber sie enden plötzlich. Und bei allen gilt: Deine Coins liegen bei der Börse. Das ist eine zentrale Verwahrung, also CeFi mit allen Vor- und Nachteilen.

Bitget schreibt in seinem eigenen Leitfaden zu Simple Earn ausführlich, wann Zinsen gutgeschrieben werden – aber nicht, woher sie kommen. KuCoin hält es ähnlich. Das ist keine Besonderheit dieser beiden Börsen, sondern Branchenstandard. Es ist aber ein großer Unterschied zu einer deutschen Bank, die dir zwar auch nicht jedes Geschäft erklärt, aber einer strengen Aufsicht unterliegt.

Was bedeutet der Bitget-Hack vom 24. September 2026 für Earn-Guthaben?

Beim Bitget-Hack vom 24. September 2026 flossen rund 387,5 Mio. US-Dollar aus Hot und Warm Wallets ab; laut Bitget waren Kundensalden nicht betroffen, der Schaden wurde aus dem Schutzfonds gedeckt und Auszahlungen liefen zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober 2026 schrittweise wieder an.

Die Angreifer nutzten nach Bitgets Darstellung eine Zero-Day-Lücke in einem Sicherheitsprodukt eines Drittanbieters, verschafften sich interne Zugangsdaten mit hohen Rechten und schrieben gefälschte Auszahlungsbefehle, die die Risikoprüfung umgingen. Private Keys und Cold Wallets seien nicht kompromittiert worden Bitget Security Incident, Okt. 2026. Die Schadenssumme stieg im Lauf der Tage von zunächst 351,6 auf rund 387,5 Mio. Dollar, darunter etwa 103 Mio. XRP; Bitget-Chefin Gracy Chen nannte Nordkorea als wahrscheinlichen Urheber, Belege dafür wurden aber nicht veröffentlicht Decrypt, Sept. 2026. Unseren ursprünglichen Bericht findest du in der Eilmeldung zum Bitget-Hack vom September 2026.

Für Earn-Kunden ist eine Lehre besonders wichtig, die die Sicherheitsfirma BlockSec herausgearbeitet hat: Eine gültige Signatur beweist nur, dass der richtige Schlüssel unterschrieben hat – nicht, dass die Auszahlung legitim war BlockSec, 30.09.2026. Mit anderen Worten: Der Angriff lief nicht über die Blockchain, sondern über die internen Systeme der Börse. Genau dort liegen auch deine Earn-Guthaben, nur eben als Eintrag in einer Datenbank.

Nach Berechnung von KryptoZukunft.com entsprach der Schaden von 387,5 Mio. Dollar etwa 84 % des Schutzfonds, wenn man dessen von Bitget genannten Wert von über 464 Mio. Dollar zugrunde legt. Bitget nennt auf seiner Vorfallseite allerdings selbst widersprüchliche Fondsgrößen zwischen über 300 und über 464 Mio. Dollar. Das zeigt, wie dünn das Polster bei einem einzigen großen Angriff werden kann. Ein zweiter Vorfall dieser Größe in kurzer Folge wäre nicht mehr aus dem Fonds allein zu stemmen.

Wie sicher ist KuCoin nach FMA-Sperre und US-Verfahren?

KuCoin hatte 2026 keinen Hack in der Größenordnung von Bitget, steht aber regulatorisch schwächer da: Die FMA untersagt KuCoin EU weiterhin den Geschäftsbetrieb, und die US-Aufsicht CFTC erwirkte am 30. März 2026 eine dauerhafte Unterlassungsverfügung plus 500.000 Dollar Strafe gegen den Betreiber Peken Global.

Das US-Verfahren betraf den Vorwurf, US-Kunden ohne Registrierung handeln zu lassen. Peken Global, eine Gesellschaft auf den Turks- und Caicosinseln, wurde dauerhaft untersagt, gegen die entsprechenden Vorschriften zu verstoßen, und bekannte sich im parallelen Strafverfahren schuldig, ein nicht lizenziertes Geldübermittlungsgeschäft betrieben zu haben CFTC, 30.03.2026. Für deutsche Anleger ist das vor allem ein Signal zur Unternehmenskultur: Compliance war lange nicht die Stärke dieser Börse.

Technisch lässt sich zur Sicherheit von KuCoin wenig Neues sagen, was über die üblichen Reserve-Nachweise hinausgeht. Wichtig ist eher die Rechtsfrage. Wenn du bei einer Gesellschaft außerhalb der EU Coins in einem Earn-Produkt hältst und etwas schiefläuft, musst du deine Ansprüche im Zweifel dort durchsetzen. Wie du dein Risiko bei Börsen grundsätzlich klein hältst, steht in unserem Vergleich Cold Wallet oder Hot Wallet nach dem Bitget-Hack.

Lohnt sich 4 % Zins auf Stablecoins nach Inflation und Steuer?

Nach Rechnung von KryptoZukunft.com bleiben von 4,00 % Zins auf 10.000 Euro bei 30 % persönlichem Steuersatz 280 Euro netto, was bei 3,3 % Inflation im September 2026 einem realen Kaufkraftverlust von rund 48 Euro im Jahr entspricht.

Die Rechnung ist schnell gemacht. 10.000 Euro mal 4 % sind 400 Euro. Erträge aus Earn-Produkten werden in Deutschland nach heutiger Verwaltungspraxis meist als sonstige Einkünfte mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert – bei 30 % bleiben 280 Euro. Die Inflation lag im September 2026 bei 3,3 %, dem höchsten Wert seit Dezember 2023 Destatis, 13.10.2026. Real ist dein Geld nach einem Jahr also weniger wert als vorher, obwohl du Zinsen bekommen hast.

Bei einem Spitzensteuersatz von 42 % sieht es noch schlechter aus: 232 Euro netto, real rund minus 95 Euro. Nur wer den 7,19-%-Satz von Bitget dauerhaft für die ganze Summe bekäme, käme bei 30 % Steuern auf ein reales Plus von etwa 168 Euro. Dauerhaft und für die ganze Summe bekommt diesen Satz aber in der Praxis niemand.

Das ist übrigens kein Argument speziell gegen Krypto-Earn. Auch ein klassisches Tagesgeld verliert bei dieser Inflation real an Wert. Der Punkt ist ein anderer: Wenn ohnehin beide Varianten real verlieren, gibt es wenig Grund, für einen halben Prozentpunkt Mehrertrag das Risiko einer unregulierten Börse zu tragen.

Rechner: Was bleibt dir real von deinen Earn-Zinsen?

Brutto-Zins: 400 € · Steuer: 120 € · netto: 280 € · Kaufkraftverlust durch Inflation: 328 € · Wechselkurseffekt: 0 € · Reales Ergebnis: −48 € (−0,48 %)

Vereinfachte Jahresrechnung von KryptoZukunft.com: Zins ohne Zinseszins; Steuer auf den vollen Zins, wenn die Summe deiner sonstigen Einkünfte 256 € im Jahr erreicht. Keine Steuerberatung.

Wie hoch ist die Realrendite bei Bitget und KuCoin im Vergleich?

Bei 3,3 % Inflation und 30 % Steuersatz liegt die reale Rendite von Bitget Cash Plus mit 4,00 % brutto bei etwa minus 0,48 % pro Jahr, die von KuCoin USDC am unteren Ende der Spanne (0,22 %) bei rund minus 3,0 %.

Für KuCoin ist die Rechnung deshalb so schwer, weil du vorher nicht weißt, wo in der Spanne von 0,22 bis 4 % du landest. Rechnen wir das untere Ende: 10.000 Euro bringen 22 Euro brutto, nach 30 % Steuer gut 15 Euro – sofern die 256-Euro-Grenze überhaupt erreicht wird, sonst bleiben die 22 Euro steuerfrei. Gegen eine Inflation von 3,3 % ist das in beiden Fällen ein realer Verlust von rund 300 Euro im Jahr. Am oberen Ende wärst du gleichauf mit Bitget Cash Plus.

Ein Vorteil bleibt bei KuCoin: Wer kleine Beträge parkt, rutscht leichter unter die 256-Euro-Grenze. Das ist aber eher ein Argument für kleine Summen als für KuCoin.

Wie werden Earn- und Staking-Erträge in Deutschland 2026 versteuert?

Zinsen und Staking-Belohnungen aus Earn-Produkten gelten in Deutschland nach der Verwaltungspraxis des Bundesfinanzministeriums (BMF-Schreiben vom 6. März 2025) im Zeitpunkt des Zuflusses als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG und sind steuerfrei, wenn alle solchen Einkünfte im Kalenderjahr weniger als 256 Euro betragen.

Der Gesetzestext ist kurz: Solche Einkünfte sind „nicht einkommensteuerpflichtig, wenn sie weniger als 256 Euro im Kalenderjahr betragen haben“ § 22 EStG, gesetze-im-internet.de. Wichtig ist das Wort „weniger“: Bei 256 Euro oder mehr ist der gesamte Betrag steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber. Juristen nennen das eine Freigrenze, keinen Freibetrag.

Daneben läuft die zweite Steuerebene, die viele vergessen. Die Coins, die du als Zins erhältst, gelten als neu angeschafft. Verkaufst oder tauschst du sie innerhalb eines Jahres, ist ein Kursgewinn als privates Veräußerungsgeschäft steuerpflichtig; bleibt der Gesamtgewinn aus solchen Geschäften im Jahr unter 1.000 Euro, ist er steuerfrei § 23 EStG, gesetze-im-internet.de. Eine verlängerte Haltefrist von zehn Jahren durch Staking oder Verleih lehnt die Finanzverwaltung seit ihrem BMF-Schreiben ab. Alle Details mit Beispielen stehen in unserem Ratgeber zu den Staking-Steuern 2026.

Was ist die 256-Euro-Falle bei Earn-Zinsen?

Die 256-Euro-Falle bedeutet: Wer bei 4 % Zins mehr als 6.400 Euro anlegt, erreicht die Freigrenze von 256 Euro und muss dann die gesamten Zinsen versteuern; bei 7,19 % ist die Schwelle schon bei rund 3.560 Euro erreicht.

Unsere Rechnung: 256 Euro geteilt durch 4 % ergibt 6.400 Euro Kapital. Bleibst du knapp darunter, zahlst du null Steuern. Ein Euro mehr Zins, und auf einmal sind alle 256 Euro mit deinem persönlichen Satz zu versteuern – bei 30 % also rund 77 Euro. Ein Beispiel aus dem Alltag: Lisa hat 6.000 Euro in USDC bei 4 % und bekommt 240 Euro Zinsen, steuerfrei. Ihr Bruder legt 6.500 Euro an, bekommt 260 Euro und zahlt darauf 78 Euro Steuern. Er hat am Ende weniger als sie, obwohl er mehr angelegt hat.

Achtung: Die Grenze gilt für alle Einkünfte nach § 22 Nr. 3 zusammen, also auch für Airdrops, Staking anderswo oder gelegentliche Vermittlungsprovisionen. Wer mehrere Earn-Produkte auf verschiedenen Plattformen hat, muss alles zusammenrechnen.

Was ändert die geplante Krypto-Steuerreform ab 2027 für Earn-Erträge?

Nach dem Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums vom September 2026 sollen Kryptowerte, die ab 2027 angeschafft werden, der pauschalen Abgeltungsteuer unterliegen, während bis Ende 2026 angeschaffte Altbestände unter den bisherigen Regeln bleiben; der Entwurf ist noch kein Gesetz.

Für Earn-Kunden ist das eine zweischneidige Nachricht. Einerseits könnte ein pauschaler Satz für Menschen mit hohem persönlichem Steuersatz günstiger sein. Andererseits entfällt für neue Coins der Vorteil der steuerfreien Veräußerung nach einem Jahr. Was genau mit laufenden Erträgen aus Staking und Verleih passiert, hängt von der endgültigen Fassung ab. Den Stand des Entwurfs und die Stichtagsregel haben wir in unserem Beitrag zur Abschaffung der Einjahresfrist zusammengefasst, und mit dem Krypto-Steuerrechner 2026 kannst du beide Welten durchspielen.

Unsere Einschätzung: Wer heute über Earn nachdenkt, sollte die Reform nicht als Grund zum Handeln nehmen. Bis Ende 2026 angeschaffte Coins behalten nach dem Entwurf ihre alte Behandlung. Panik-Käufe im Dezember, nur um „noch reinzurutschen“, sind keine Strategie.

Ist Tagesgeld 2026 die bessere Alternative zu Krypto-Earn?

Bei einem EZB-Einlagensatz von 2,50 % seit dem 16. September 2026 bringt ein Tagesgeld in ähnlicher Höhe auf 10.000 Euro rund 250 Euro, die dank Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro meist steuerfrei bleiben und durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt sind.

Die Europäische Zentralbank hat ihre drei Leitzinsen am 10. September 2026 um 0,25 Prozentpunkte angehoben; die Einlagefazilität liegt seit dem 16. September bei 2,50 % EZB, 10.09.2026. Die nächste Entscheidung steht am 29. Oktober 2026 an. Gute Tagesgeldangebote orientieren sich an diesem Satz; wir rechnen hier vereinfacht mit 2,5 %.

Jetzt der direkte Vergleich, nach Berechnung von KryptoZukunft.com: 10.000 Euro bei 2,5 % Tagesgeld ergeben 250 Euro. Diese Zinsen sind Kapitalerträge, die bis zum Sparer-Pauschbetrag steuerfrei bleiben. Netto also 250 Euro. Bitget Cash Plus mit 4 % bringt nach 30 % Steuern 280 Euro. Der Vorsprung schrumpft damit auf 30 Euro im Jahr – 0,3 Prozentpunkte. Dafür tauschst du eine gesetzliche Einlagensicherung, deren Entschädigungsanspruch „auf den Gegenwert von 100 000 Euro“ begrenzt ist § 8 EinSiG, gegen das Versprechen einer Börse ohne EU-Lizenz.

Variante (10.000 €)Zins bruttoSteuer (Annahme)Netto pro JahrSchutz
Tagesgeld 2,5 %250 €0 € (Sparer-Pauschbetrag)250 €Einlagensicherung bis 100.000 €
Bitget Cash Plus 4,0 %400 €120 € (30 %)280 €Schutzfonds der Börse, keine EU-Aufsicht
Bitget Simple Earn 7,19 % (nur Aktion/Limit)719 €216 € (30 %)503 €wie oben, Satz nicht dauerhaft
KuCoin USDC 0,22 %22 €0 € (unter 256 €)22 €keine EU-Aufsicht im Betrieb

Eigene Berechnung KryptoZukunft.com, Stand 24.10.2026; Zinssätze laut Bitget/KuCoin, EZB-Einlagensatz laut EZB. Ohne Wechselkurseffekte und Kirchensteuer.

Wer seine Zinsen mit dem Sparer-Pauschbetrag schon anderweitig ausschöpft, muss beim Tagesgeld 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag einrechnen. Dann landet das Tagesgeld bei etwa 184 Euro netto, und der Krypto-Vorsprung wächst auf knapp 100 Euro. Auch das ist für das zusätzliche Risiko wenig.

Wie viel Risikoaufschlag brauchst du, damit sich Earn bei einer Börse lohnt?

Nach Berechnung von KryptoZukunft.com lohnt sich Bitget Cash Plus mit 4 % gegenüber einem steuerfreien Tagesgeld mit 2,5 % nach 30 % Steuern nur, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Totalverlusts bei der Börse unter etwa 0,3 % pro Jahr liegt.

Diese Rechnung ist der Kern des ganzen Vergleichs. Ein Mehrertrag ist nur dann ein Gewinn, wenn er das zusätzliche Ausfallrisiko bezahlt. Vor Steuern beträgt der Abstand zwischen 4 % und 2,5 % genau 1,5 Prozentpunkte. Daraus folgt eine Break-even-Ausfallwahrscheinlichkeit von rund 1,4 % pro Jahr. Nach Steuern schrumpft der Vorsprung auf 0,3 Punkte, und die tolerierbare Ausfallwahrscheinlichkeit sinkt auf etwa 0,29 %. Anders gesagt: Du müsstest überzeugt sein, dass eine Börse ohne EU-Aufsicht, die gerade 387,5 Mio. Dollar durch einen Hack verloren hat, mit über 99,7 % Wahrscheinlichkeit das nächste Jahr ohne Verlust für dich übersteht.

Niemand kann diese Wahrscheinlichkeit seriös beziffern. Aber das Bauchgefühl hilft schon. Wer in den letzten Jahren den Zusammenbruch großer Plattformen miterlebt hat, wird bei 0,3 % jährlicher Ausfallwahrscheinlichkeit für eine Offshore-Börse eher skeptisch sein. Die BaFin hat in einer Umfrage vom April 2026 festgestellt, dass gut die Hälfte der Krypto-Besitzer Stablecoins für geeignet zum Vermögensaufbau hält – nur 18 % aller Befragten wussten, dass sie dafür nicht gedacht sind BaFin, 25.08.2026.

Rechner: Lohnt sich der Zinsvorsprung für das Ausfallrisiko?

Netto-Börsenzins: 2,80 % · Netto-Vergleichszins: 2,50 % · Break-even-Ausfallwahrscheinlichkeit: 0,29 % pro Jahr · Bei deiner Annahme von 1 % liegt der erwartete Ertrag der Börse bei 1,77 % – schlechter als die sichere Alternative.

Modellannahme von KryptoZukunft.com: Im Ausfall verlierst du Kapital und Zins vollständig. Reale Insolvenzen enden oft mit Teilrückzahlungen – das Modell ist bewusst einfach gehalten.

Was ist mit dem Währungsrisiko bei USDT und USDC?

USDT und USDC sind an den US-Dollar gekoppelt, deshalb verliert ein Anleger aus Deutschland bei 4 % Zins und einer Euro-Aufwertung von 5 % gegenüber dem Dollar nach Berechnung von KryptoZukunft.com auf 10.000 Euro rund 95 Euro, bevor Steuern überhaupt abgezogen sind.

Diesen Punkt übersehen viele, weil die Earn-Seite nur in Dollar rechnet. Am 24. Oktober 2026 entsprach ein Euro laut den Bitcoin-Kursen auf CoinGecko etwa 1,12 Dollar CoinGecko, 24.10.2026. Steigt der Euro in einem Jahr um 5 %, sind deine Dollar-Stablecoins in Euro gerechnet 5 % weniger wert – und der Zins von 4 % ist komplett aufgefressen. Fällt der Euro, gewinnst du entsprechend. Das ist kein Zinsprodukt mehr, sondern eine Wette auf den Wechselkurs.

Euro-Stablecoins wie EURC wären die naheliegende Lösung, doch dafür bieten Bitget und KuCoin selten nennenswerte Zinsen. Welche Börsen in der EU überhaupt noch welche Stablecoins anbieten, zeigt unser Überblick Krypto-Börsen mit Stablecoins 2026. Grundsätzliches zu den Unterschieden zwischen USDT, USDC und EURC erklärt unser Ratgeber zu Stablecoins.

Lohnt sich Staking von ETH oder SOL bei Bitget oder KuCoin?

Das Ethereum-Netzwerk zahlt Validatoren laut validatorqueue.com im Oktober 2026 rund 2,46 % Staking-APR; KuCoin gibt für ETH maximal 2,2 % weiter, was nach Berechnung von KryptoZukunft.com einem Abschlag von etwa 11 % auf die Netzwerkrendite entspricht.

Beim Staking ist die Rechnung transparenter als bei Stablecoins, weil es eine Referenz gibt: die Rendite, die das Netzwerk selbst zahlt. Für Ethereum lag sie bei unserem Abruf bei 2,46 %, bei 44,1 Mio. gestakten ETH, also gut 36 % des Angebots validatorqueue.com, abgerufen 24.10.2026. Wenn eine Börse mehr zahlt als das Netzwerk – Bitget nennt für ETH Spannen bis 7 % –, muss die Differenz aus Aktionen oder anderen Geschäften kommen. Das ist kein Staking mehr im engeren Sinn.

Für Ethereum gilt außerdem: Bei 2,46 % Rendite und einer Kursschwankung von oft 50 % im Jahr spielt der Zins für dein Ergebnis kaum eine Rolle. ETH lag am 24. Oktober 2026 bei rund 2.320 Dollar und damit etwa 53 % unter seinem Allzeithoch von 4.946 Dollar CoinGecko, 24.10.2026. Wer ETH oder Solana ohnehin langfristig halten will, kann über Staking nachdenken – aber dann bei einem Anbieter mit EU-Zulassung oder selbst über Liquid Staking, nicht bei einer Börse ohne Lizenz.

Aus der Praxis: Nach dem Bitget-Hack waren Auszahlungen je nach Coin vom 24. September bis zum 2. Oktober 2026 eingeschränkt. Wer in dieser Zeit sein ETH aus einem Staking-Produkt holen wollte, hatte also bis zu gut eine Woche lang keinen Zugriff. Flexibel ist ein Produkt nur, solange die Börse normal arbeitet.

Was ist mit HodlerYield, GemPool, KCS-Bonus und Copy-Trading?

Die Sonderprogramme von Bitget (HodlerYield, Launchpool, Copy-Trading) und KuCoin (GemPool, KCS-Treueprogramm) sind 2026 für deutsche Neukunden ebenso wenig zugänglich wie die normalen Earn-Produkte und erzeugen ihre Erträge überwiegend aus Token-Ausschüttungen neuer Projekte, deren Wert stark schwankt.

In der alten Version dieses Artikels haben wir diese Programme als „innovativ“ und „exklusiv“ beschrieben. Das war zu freundlich. Bei Bitget HodlerYield und KuCoin GemPool erhältst du Belohnungen meist in neuen Token, die nach dem Listing oft stark fallen. Ein Airdrop von 50 Dollar Nennwert ist eine Woche später nicht selten nur noch 20 Dollar wert. Wie das Bitget-Programm im Detail funktioniert, erklärt unser Beitrag zu Bitget HodlerYield; für KuCoin GemPool und das KCS-Treueprogramm gilt dieselbe Logik.

Copy-Trading wiederum ist kein passives Einkommen, sondern aktives Trading mit fremden Entscheidungen. Die alte Aussage, Copy-Trading sei ein Alleinstellungsmerkmal von Bitget, war zudem nicht haltbar – mehrere Börsen bieten es an. Was Copy-Trading wirklich kostet und wie die Erfolgsquote aussieht, steht in unserem Ratgeber Was ist Copy Trading? Und für Grid- und DCA-Bots gilt dasselbe: Sie sind Werkzeuge zum Handeln, kein Zinsprodukt.

Welche legalen Alternativen haben Deutsche 2026 für passives Krypto-Einkommen?

Für Anleger in Deutschland sind im Oktober 2026 Staking-Angebote von Plattformen mit MiCA-Zulassung im ESMA-Register, eigenständiges Staking aus der eigenen Wallet und Liquid-Staking-Lösungen die legalen Wege zu passivem Krypto-Einkommen; Zinsen auf Stablecoins sind bei MiCA-lizenzierten Anbietern dagegen kaum verfügbar.

Bevor du eine Plattform wählst, prüfe, ob sie im ESMA-Register als Krypto-Dienstleister geführt wird. Börsen mit Sitz in der EU und Zulassung, etwa Bitpanda, bieten Staking für einige Coins an; wie es um Bitpanda nach Lizenz, Strafe und Führungswechsel steht, haben wir in Wie sicher ist Bitpanda 2026? geprüft. Einen breiteren Überblick über Börsen, die für Deutsche noch infrage kommen, findest du in unserem Beitrag Alternativen zu Binance. Auch die Sparkassen haben im Oktober 2026 einen Kryptohandel gestartet – allerdings ohne Zinsprodukte; über die Sparkassen-App lassen sich derzeit nur wenige Coins handeln.

Die ehrlichste Alternative ist manchmal gar keine Krypto-Rendite. Wer Stablecoins hält, weil er auf eine Kaufgelegenheit wartet, kann das Geld auch als Euro auf einem Tagesgeldkonto parken. Wer Bitcoin langfristig hält, braucht dafür keinen Zins, sondern eine sichere Verwahrung. Ob sich Staking für dich unterm Strich lohnt, haben wir mit Rechnern in Lohnt sich Staking als passives Einkommen 2026? durchgespielt.

Unsere Einschätzung: Passives Einkommen mit Krypto ist 2026 vor allem eines: weniger, als die Werbung verspricht. Die realistischen Renditen liegen nach Abzügen im niedrigen einstelligen Bereich, und sie kommen mit Risiken, die eine Bank nicht hat. Das muss nicht heißen, dass es sich nie lohnt. Aber es sollte eine bewusste Entscheidung sein, kein Reflex beim Anblick einer Prozentzahl.

Wie gehe ich als Bitget- oder KuCoin-Bestandskunde jetzt am besten vor?

Bestandskunden aus Deutschland sollten im Oktober 2026 ihre Earn-Positionen bei Bitget und KuCoin auflisten, die Abhängigkeit von nicht lizenzierten Börsen auf einen bewusst kleinen Anteil begrenzen und alle Zinszuflüsse mit Datum und Euro-Wert für die Steuer dokumentieren.

Das klingt banal, aber die meisten unterschätzen, wie verteilt ihre Positionen sind. Ein bewährter Ablauf in vier Schritten:

Schritt 1 – Bestandsaufnahme. Öffne die Earn-Übersicht beider Börsen und notiere für jedes Produkt Coin, Betrag, Laufzeit, Enddatum und aktuellen Satz. Feste Laufzeiten lassen sich oft nur mit Zinsverlust vorzeitig beenden.

Schritt 2 – Obergrenze festlegen. Entscheide, welchen Anteil deines Krypto-Vermögens du bei einer Börse ohne EU-Aufsicht maximal lassen willst. Alles darüber wanderst du nach Ablauf der Laufzeit ab – in eine eigene Wallet oder zu einem lizenzierten Anbieter. Welche Wallet-Art passt, erklärt unser Vergleich Custodial oder Non-Custodial Wallet.

Schritt 3 – Steuer dokumentieren. Exportiere die Zinshistorie. Für jeden Zufluss brauchst du den Euro-Wert zum Zeitpunkt der Gutschrift. Das ist bei täglichen Zinsen mühsam, aber ohne diese Daten kannst du weder die 256-Euro-Grenze prüfen noch spätere Verkäufe korrekt versteuern.

Schritt 4 – Auf Betrug achten. Nach jedem großen Vorfall tauchen falsche „Support-Mitarbeiter“ und Fake-Rückerstattungsseiten auf. Bitget und KuCoin fordern dich nie auf, deine Seed Phrase oder Zugangsdaten herauszugeben. Wie du Maschen erkennst, steht in unserem Ratgeber zu Krypto-Betrug 2026.

Für wen kann sich Bitget oder KuCoin Earn 2026 überhaupt noch lohnen?

Bitget oder KuCoin Earn kann sich im Oktober 2026 allenfalls für Bestandskunden lohnen, die ohnehin kleine Beträge unter der 256-Euro-Freigrenze dort halten und das Börsenrisiko bewusst in Kauf nehmen; für neue Anlagen aus Deutschland gibt es keinen legalen Weg.

Wenn du bei Bitget schon 2.000 USDT liegen hast, weil du dort früher gehandelt hast, ist es rational, sie in Cash Plus statt unverzinst liegen zu lassen – solange du ohnehin vorhast, sie dort zu halten. 80 Dollar im Jahr sind besser als null. Die Entscheidung, ob das Geld überhaupt dort liegen sollte, ist aber die wichtigere. Wie wir Bitget insgesamt einschätzen, steht im Bitget-Testbericht nach dem Hack, die Gesamtbewertung von KuCoin im KuCoin-Testbericht 2026.

Für alle anderen ist die Antwort ein klares Nein. Nicht weil 4 % schlecht wären, sondern weil das Gesamtpaket aus fehlender Lizenz, Hack-Erfahrung, Steuer, Inflation und Wechselkurs schlicht nicht aufgeht. Wer passives Einkommen will, sollte es dort suchen, wo er im Ernstfall einen Ansprechpartner in der EU hat.

Die wichtigsten Aussagen auf einen Blick
  • Laut KryptoZukunft.com-Analyse (Felix Rieger, Oktober 2026) zahlt Bitget mit 4,00 % (Cash Plus) bis 7,19 % (Simple Earn) auf Stablecoins mehr als KuCoin mit 0,22 bis 4 % auf USDC, doch für Neukunden aus Deutschland ist keines der beiden Angebote legal zugänglich.
  • Bitget nimmt seit dem 16. Januar 2026 keine deutschen Neukunden mehr an; die FMA untersagt KuCoin EU laut Mitteilung vom 18. Mai 2026 weiterhin die Aufnahme des Geschäftsbetriebs.
  • Beim Bitget-Hack vom 24. September 2026 flossen rund 387,5 Mio. US-Dollar aus Hot und Warm Wallets ab; Kundensalden waren laut Bitget nicht betroffen.
  • Von 4 % Zins auf 10.000 Euro bleiben bei 30 % Steuer und 3,3 % Inflation (September 2026) real rund minus 48 Euro im Jahr.
  • Gegenüber einem steuerfreien Tagesgeld mit 2,5 % lohnt sich Bitget Cash Plus nach Steuern nur, wenn das jährliche Totalverlustrisiko der Börse unter etwa 0,3 % liegt.

Ich habe die erste Fassung dieses Vergleichs im August 2025 selbst geschrieben, und beim Wiederlesen war mir das Ergebnis unangenehm. Ich hatte Produktnamen aufgezählt, Prozentspannen übernommen und am Ende empfohlen, beide Börsen parallel zu nutzen. Was fehlte, war die einfachste aller Fragen: Was bleibt dir nach Steuer und Inflation, und was passiert, wenn die Börse ausfällt? Diese Frage hätte ich damals stellen müssen, nicht erst nach einem Hack und einem Registrierungsstopp. Ein Vergleich, der nur Funktionen nebeneinanderstellt, hilft dir bei einer Geldentscheidung kaum weiter. Als ich die Zahlen für dieses Update durchgerechnet habe, hat mich vor allem ein Wert überrascht: 0,3 Prozentpunkte. So viel Vorsprung bleibt nach Steuern gegenüber einem Tagesgeld. Für eine Börse ohne EU-Aufsicht ist das kein fairer Ausgleich, jedenfalls nicht nach meinem Maßstab. Ich will niemandem verbieten, Earn zu nutzen, und ich weiß, dass manche Leser dort seit Jahren ohne Probleme Zinsen bekommen. Mir ist wichtig, dass du die Entscheidung mit offenen Augen triffst und nicht wegen einer grünen Prozentzahl in einer App. Wenn du etwas mitnimmst, dann diese Reihenfolge: zuerst Zugang und Aufsicht prüfen, dann Risiko, dann Steuer, und erst ganz am Ende den Zins. Und wenn der Zins dann immer noch überzeugt, ist das deine Entscheidung, nicht meine. Das hier ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Felix Rieger · Gründer & Chefredakteur · KryptoZukunft.com · 24. Oktober 2026

Quiz: Wie gut kennst du dich mit Krypto-Earn 2026 aus?

1. Seit wann kann man sich mit deutschem Wohnsitz nicht mehr bei Bitget registrieren?

Richtige Antwort: 16. Januar 2026 (Bitget Support).

2. Ab welchem Jahresbetrag werden sonstige Einkünfte wie Earn-Zinsen vollständig steuerpflichtig?

Richtige Antwort: 256 Euro – darunter steuerfrei, ab 256 Euro der ganze Betrag (§ 22 Nr. 3 EStG).

3. Was untersagt die FMA der KuCoin EU Exchange GmbH laut Mitteilung vom 18. Mai 2026 weiterhin?

Richtige Antwort: die Aufnahme des Geschäftsbetriebs.

4. Wie hoch war der Schaden beim Bitget-Hack im September 2026 nach finalen Angaben ungefähr?

Richtige Antwort: rund 387,5 Mio. Dollar.

5. Was frisst bei USDT-Zinsen für deutsche Anleger oft unbemerkt die Rendite auf?

Richtige Antwort: das Währungsrisiko – USDT ist an den Dollar gekoppelt.
Beantworte alle fünf Fragen, um dein Ergebnis zu sehen.

Häufige Fragen zu Bitget und KuCoin Earn 2026

Ist Bitget oder KuCoin besser für passives Einkommen?
Nach Zinssätzen liegt Bitget am 24. Oktober 2026 mit 4,00 % (Cash Plus) bis 7,19 % (Simple Earn) auf USDT vor KuCoin. Für Anleger aus Deutschland ist aber keine der beiden Börsen für Neukunden zugänglich, und nach Steuer und Inflation bleibt real bei beiden kaum etwas übrig.
Kann ich mich 2026 als Deutscher noch bei Bitget registrieren?
Nein. Bitget hat am 16. Januar 2026 die Registrierung für Einwohner Deutschlands geschlossen. Bestehende Konten laufen nach Bitgets Angaben vorerst weiter.
Darf KuCoin in der EU arbeiten, obwohl es eine MiCA-Lizenz hat?
Die KuCoin EU Exchange GmbH ist in Österreich zugelassen, die FMA untersagt ihr aber laut Mitteilung vom 18. Mai 2026 weiterhin die Aufnahme des Geschäftsbetriebs, weil Governance-Anforderungen nicht erfüllt sind.
Wie viel Zins zahlt Bitget Cash Plus?
Bitget nennt am 24. Oktober 2026 für Cash Plus auf USDT und USDC jeweils 4,00 % APR. Der Satz ist variabel und kann sich jederzeit ändern.
Was ist Bitget Cash Plus?
Cash Plus ist ein Bitget-Produkt, das USDT- und USDC-Guthaben in den verzinsten Token USDGO umwandelt; die Erträge stammen laut Bitget aus US-Staatsanleihen, Repo-Geschäften und Geldmarktinstrumenten.
Was ist aus KuCoin Crypto Lending Pro geworden?
KuCoin hat Crypto Lending Pro am 1. August 2026 eingestellt und die Guthaben automatisch in das zusammengelegte Produkt Simple Earn (Flexible) überführt.
Waren Earn-Guthaben beim Bitget-Hack betroffen?
Laut Bitget waren Kundensalden beim Hack vom 24. September 2026 nicht betroffen; der Schaden von rund 387,5 Mio. Dollar wurde aus dem Schutzfonds gedeckt. Auszahlungen waren aber bis zu gut einer Woche eingeschränkt.
Sind Krypto-Earn-Guthaben durch die Einlagensicherung geschützt?
Nein. Die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro nach § 8 EinSiG gilt für Bankeinlagen, nicht für Kryptowerte bei einer Kryptobörse.
Wie werden Earn-Zinsen in Deutschland versteuert?
Earn-Zinsen und Staking-Belohnungen gelten nach Verwaltungspraxis bei Zufluss als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG und werden mit dem persönlichen Steuersatz versteuert, wenn sie im Jahr insgesamt 256 Euro oder mehr betragen.
Was passiert, wenn meine Earn-Zinsen 256 Euro erreichen?
Dann ist der gesamte Betrag steuerpflichtig, nicht nur der Teil über 256 Euro. Bei 4 % Zins ist diese Grenze ab etwa 6.400 Euro Anlagebetrag erreicht.
Gilt für Coins aus Earn-Zinsen die Haltefrist?
Ja. Als Zins erhaltene Coins gelten als neu angeschafft; ein Verkauf innerhalb eines Jahres ist ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG, Gewinne bleiben unter 1.000 Euro im Jahr steuerfrei.
Was ändert die Krypto-Steuerreform 2027 für Earn?
Nach dem Referentenentwurf vom September 2026 sollen ab 2027 angeschaffte Kryptowerte der Abgeltungsteuer unterliegen, Altbestände bis Ende 2026 aber unter den bisherigen Regeln bleiben. Der Entwurf ist noch kein Gesetz.
Ist Tagesgeld 2026 besser als Krypto-Earn?
Bei einem EZB-Einlagensatz von 2,50 % bringt Tagesgeld auf 10.000 Euro etwa 250 Euro, oft steuerfrei. Bitget Cash Plus mit 4 % bringt nach 30 % Steuern 280 Euro – nur 30 Euro mehr, dafür ohne Einlagensicherung.
Wie hoch ist die Realrendite von 4 % Krypto-Zins?
Bei 30 % Steuersatz und 3,3 % Inflation im September 2026 liegt die Realrendite von 4 % brutto bei etwa minus 0,48 % pro Jahr.
Warum zeigt KuCoin bis zu 100 % APR auf USDT?
Die Obergrenze von 100 % ist ein VIP- oder Aktionssatz für kleine Beträge und kurze Zeit. Für normale Anlagesummen gilt der deutlich niedrigere Basissatz.
Lohnt sich ETH-Staking bei Bitget oder KuCoin?
Das Ethereum-Netzwerk zahlt im Oktober 2026 rund 2,46 % Staking-APR. KuCoin gibt maximal 2,2 % weiter. Für Deutsche ist Staking bei einem Anbieter mit EU-Zulassung oder aus der eigenen Wallet die sicherere Wahl.
Welches Währungsrisiko haben USDT- und USDC-Zinsen?
USDT und USDC sind an den US-Dollar gekoppelt. Steigt der Euro um 5 % gegenüber dem Dollar, frisst das einen Zins von 4 % komplett auf.
Sollte ich mein Bitget- oder KuCoin-Konto jetzt auflösen?
Das hängt von deiner Risikobereitschaft ab. Sinnvoll ist, Positionen aufzulisten, eine Obergrenze für Börsen ohne EU-Aufsicht festzulegen und den Rest nach Ablauf von Laufzeiten in eine eigene Wallet oder zu einem lizenzierten Anbieter zu übertragen.
Darf ich Bitget per VPN aus Deutschland nutzen?
Davon raten wir ab. Ein VPN oder eine falsche Adresse verstößt gegen die Nutzungsbedingungen und kann dich im Streitfall, bei Kontosperren oder nach einem Hack deine Rechtsposition kosten.
Welche legalen Alternativen gibt es für passives Krypto-Einkommen?
Staking bei Plattformen mit MiCA-Zulassung im ESMA-Register, eigenes Staking aus der Wallet oder Liquid Staking. Zinsen auf Stablecoins sind bei lizenzierten Anbietern kaum verfügbar.

Weiterlesen

Quellen

  1. Bitget: Earn-Übersicht mit aktuellen APR (abgerufen 24.10.2026)
  2. KuCoin: Earn-Übersicht mit Referenz-APR (Stand 16.10.2026)
  3. KuCoin: Zusammenlegung von Simple Earn und Ende von Crypto Lending Pro (29.07.2026)
  4. Bitget: Registrierungsstopp für Frankreich und Deutschland (16.01.2026)
  5. Bitget: Security Incident September 2026, Zeitleiste (Okt. 2026)
  6. Decrypt: Bitget hack losses climb to $387M (Sept. 2026)
  7. BlockSec: Bitget’s $387.5M Off-Chain Breach (30.09.2026)
  8. FMA: Neugeschäftsverbot für KuCoin EU aufgehoben, Geschäftsbetrieb bleibt untersagt (18.05.2026)
  9. CFTC: Press Release 9203-26 zu Peken Global (KuCoin) (30.03.2026)
  10. ESMA: Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCA)
  11. ESAs: Warnung zu Risiken und eingeschränktem Schutz bei Krypto-Werten (06.10.2025)
  12. Destatis: Inflationsrate September 2026: +3,3 % (13.10.2026)
  13. EZB: Geldpolitische Beschlüsse vom 10.09.2026
  14. § 22 EStG · § 23 EStG · § 8 EinSiG
  15. BaFin: Wissenslücken bei Krypto-Anlegerinnen und -Anlegern (25.08.2026)
  16. validatorqueue.com: Ethereum Staking APR und Queue (abgerufen 24.10.2026)
  17. CoinGecko: Bitcoin · CoinGecko: Ethereum (abgerufen 24.10.2026)

Zitiervorschlag: Rieger, Felix (2026): Bitget oder KuCoin für passives Einkommen 2026: Was bleibt nach Hack, MiCA-Stichtag und FMA-Sperre wirklich übrig? KryptoZukunft.com, aktualisiert am 24. Oktober 2026. https://kryptozukunft.com/2025/08/18/bitget-vs-kucoin-passives-einkommen-mit-krypto-im-vergleich/

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Kryptowerte sind hochvolatil, ein Totalverlust ist möglich. Zinssätze von Kryptobörsen ändern sich laufend; alle Angaben beziehen sich auf die genannten Stichtage. Für steuerliche Fragen wende dich an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater. KryptoZukunft.com erhält für diesen Artikel keine Vergütung von Bitget oder KuCoin.