Bitget Gebühren 2026: Was kostet der Handel wirklich – und was hat sich nach dem Hack geändert?
Inhaltsverzeichnis (31)
- Bitget Gebühren 2026: Was kostet der Handel wirklich – und was hat sich nach dem Hack geändert?
- Was kostet der Spot-Handel bei Bitget im Oktober 2026?
- Warum gilt beim Spot-Handel derselbe Satz für Maker und Taker?
- Wie hoch sind die Futures-Gebühren bei Bitget?
- Was ist der Unterschied zwischen Maker und Taker – und warum bist du fast immer Taker?
- Lohnt sich der BGB-Rabatt von 20 Prozent wirklich?
- Ab welchem Volumen rechnet sich BGB überhaupt?
- Wie funktionieren die VIP-Stufen bei Bitget?
- Was kostet es, eine gehebelte Position über Wochen offen zu halten?
- Kann ich durch Funding auch Geld verdienen?
- Was kosten Ein- und Auszahlungen bei Bitget?
- Warum waren Auszahlungen im September 2026 gesperrt?
- Gibt es bei Bitget versteckte Kosten wie Spread und Slippage?
- Was kosten Copy Trading und Trading-Bots bei Bitget?
- Wie teuer ist Bitget im Vergleich zu Bitvavo und Kraken?
- Was hat der Bitget-Hack vom 24. September 2026 mit den Gebühren zu tun?
- Sind meine Coins bei Bitget nach dem Hack sicher?
- Darf ich Bitget in Deutschland 2026 überhaupt nutzen?
- Was gilt für Bestandskunden mit altem Konto?
- Wie wirken sich Bitget-Gebühren auf meine Steuer aus?
- Bringt ein Bonuscode wirklich dauerhaft niedrigere Gebühren?
- Für wen lohnt sich Bitget trotz allem – und für wen nicht?
- Wie senke ich meine Handelskosten – bei Bitget und jeder anderen Börse?
- Warum sind weniger Trades der größte Sparhebel?
- Wann lohnt sich eine Limit-Order?
- Was ist beim Auszahlen zu beachten?
- Quiz: Wie gut kennst du die Bitget-Gebühren?
- Häufige Fragen zu den Bitget-Gebühren
- Weiterlesen
- Quellen
- Ähnliche Beiträge
Bitget Gebühren 2026: Was kostet der Handel wirklich – und was hat sich nach dem Hack geändert?
Bitget verlangt im Oktober 2026 für den Spot-Handel 0,10 Prozent pro Order und für Futures 0,02 Prozent (Maker) bzw. 0,06 Prozent (Taker). Auf dem Papier ist das günstig. Wie viel du tatsächlich zahlst, hängt aber an Dingen, die in keiner Gebührentabelle stehen: Funding Fees, Ordertyp, BGB-Kursrisiko – und seit dem 24. September 2026 an der Frage, wie viel Vertrauen eine Börse nach einem 388-Millionen-Dollar-Hack noch verdient.
Die erste Fassung dieses Beitrags vom 28. Mai 2025 war im Kern ein Werbetext: Sie empfahl einen Bonuscode, der heute nicht mehr der auf dieser Seite geprüfte Code ist, versprach „mehrere hundert Euro Ersparnis“ ohne Rechnung und verschwieg Funding Fees, Spread-Fragen und jedes Risiko. Außerdem stand dort, Bitget sei für Einsteiger eine naheliegende Wahl. Das sehen wir heute anders.
Neu in dieser Version: belegte Gebührensätze aus Bitgets eigenen Hilfeartikeln (Stand August 2026), drei Rechner mit Euro-Beispielen, der Hack vom 24. September 2026 mit allen Zahlen, der MiCA-Status für Deutschland und eine ehrliche Antwort auf die Frage, ob dir niedrige Gebühren etwas nützen, wenn du die Plattform hier gar nicht neu nutzen sollst.
Kurz vorweg, damit du weißt, worauf du dich einlässt: Wir haben die Gebühren von Bitget nicht schöngerechnet und nicht schlechtgerechnet. Die Sätze stammen aus den offiziellen Support-Artikeln der Börse, die Euro-Beträge rechnen wir mit dem EZB-Referenzkurs vom 12. Oktober 2026 um (1 Euro = 1,1181 US-Dollar) EZB, 12.10.2026. Wenn du einen breiteren Überblick über alle Börsen suchst, lies zusätzlich unseren großen Kryptobörsen-Gebührenvergleich 2026. Diese Seite hier geht bewusst tiefer – nur Bitget, dafür jede Kostenart einzeln.
Was kostet der Spot-Handel bei Bitget im Oktober 2026?
Der Spot-Handel bei Bitget kostet im Oktober 2026 standardmäßig 0,10 Prozent des Ordervolumens – gleich für Maker und Taker –, also 1 Euro je 1.000 Euro Kaufbetrag; wer die Gebühr in BGB bezahlt, zahlt 0,08 Prozent.
Das ist die Zahl, die du dir merken kannst. Bitget nennt sie in seinem Gebühren-FAQ ausdrücklich als Standardsatz vor VIP- und BGB-Rabatten Bitget Trading Fees FAQ, 20.08.2026. Im älteren Artikel zu den Spot-Regeln steht derselbe Satz, plus der Hinweis, dass die Zahlung in BGB aus dem Spot-Konto einen Rabatt von 20 Prozent auslöst Bitget Spot Trading Fees, 30.12.2024.
Was heißt das im Alltag? Angenommen, du kaufst einmal im Monat für 250 Euro Bitcoin. Bei 0,10 Prozent zahlst du 25 Cent. Im Jahr sind das 3 Euro. Selbst wenn du sehr aktiv bist und jeden Monat 5.000 Euro hin- und herschiebst, landest du bei 5 Euro im Monat. Das klingt nach wenig, und für den reinen Spot-Handel ist es das auch. Vergleichbar günstig sind nur wenige große Börsen, und viele Neobroker in Deutschland verlangen auf den ersten Blick „null Gebühren“, verdienen dafür aber über einen Aufschlag im Kurs – dazu gleich mehr.
Wichtig ist eine Kleinigkeit, die viele überlesen: Bitget unterscheidet beim Spot-Standardsatz nicht zwischen Maker und Taker. Bei anderen Börsen ist die Taker-Gebühr oft doppelt so hoch wie die Maker-Gebühr. Für Gelegenheitskäufer, die einfach auf „Kaufen“ drücken, ist das ein echter Vorteil, weil sie sowieso fast immer Taker sind.
Unsere Einschätzung: Beim reinen Spot-Kauf ist Bitget preislich vorne mit dabei. Die Gebühr ist aber nicht der Grund, warum du dich für oder gegen eine Börse entscheiden solltest – bei 250 Euro Sparplan reden wir über Cent-Beträge. Die großen Kostenhebel liegen woanders: bei Futures, bei der Haltedauer gehebelter Positionen und beim Risiko, dass du an dein Geld zeitweise nicht herankommst.
Warum gilt beim Spot-Handel derselbe Satz für Maker und Taker?
Bitget berechnet im Spot-Handel 2026 für Maker- und Taker-Orders einheitlich 0,10 Prozent, weil die Börse Einsteiger mit einem einfachen Preis gewinnen will; erst über VIP-Stufen spreizen sich Maker- und Taker-Satz auseinander.
Das ist eine Geschäftsentscheidung, keine technische Notwendigkeit. Börsen bezahlen Maker eigentlich gern günstiger, weil Maker-Orders das Orderbuch füllen und damit Liquidität schaffen. Bitget verzichtet in der Basisstufe darauf, um die Preisliste einfach zu halten. Für dich bedeutet das: Eine Limit-Order lohnt sich bei Bitget im Spot nicht wegen der Gebühr – sondern nur, weil du damit den Preis kontrollierst und keine böse Überraschung im Orderbuch erlebst.
Wie hoch sind die Futures-Gebühren bei Bitget?
Bei Bitget kosten Futures-Trades im Oktober 2026 standardmäßig 0,02 Prozent für Maker und 0,06 Prozent für Taker, gerechnet auf den vollen Positionswert inklusive Hebel – bei 10.000 Euro Positionsgröße also 2 bzw. 6 Euro pro Ausführung.
Die Sätze bestätigt Bitget in gleich zwei Hilfeartikeln vom 20. August 2026 Bitget Product Fees FAQ, 20.08.2026. Bitget rechnet dort selbst vor: Ein BTCUSDT-Kontrakt im Wert von 40.000 USDT kostet beim Schließen als Taker 24 USDT, als Maker 8 USDT. In Euro sind 24 USDT rund 21,46 Euro.
Der Haken steckt im Wort „Positionswert“. Die Gebühr wird nicht auf deinen Einsatz berechnet, sondern auf das, was du mit Hebel bewegst. Setzt du 500 Euro mit zehnfachem Hebel ein, steuerst du eine Position von 5.000 Euro. Öffnen und Schließen als Taker kosten dann zusammen 6 Euro – das sind 1,2 Prozent deines tatsächlichen Einsatzes, nicht 0,12 Prozent. Bei 20-fachem Hebel verdoppelt sich dieser Anteil. Wer täglich mehrfach rein und raus geht, zahlt so in einer Woche schnell einen zweistelligen Prozentsatz seines Kapitals an Gebühren, ohne einen einzigen Verlusttrade.
Aus der Praxis: Genau das unterschätzen die meisten, die mit Futures-Handel anfangen. Die Gebührensätze sehen winzig aus, weil sie so klein geschrieben sind. Die Rechnung kippt erst, wenn man Hebel und Handelsfrequenz dazunimmt. Ein ehrlicher Kostentest ist deshalb nicht „0,06 Prozent ist günstig“, sondern: Wie viel Prozent meines Kapitals verliere ich pro Monat an Gebühren, wenn ich so handle, wie ich tatsächlich handle?
Was ist der Unterschied zwischen Maker und Taker – und warum bist du fast immer Taker?
Ein Maker stellt eine Order ins Orderbuch, die nicht sofort ausgeführt wird; ein Taker nimmt eine bestehende Order sofort an – bei Bitget-Futures zahlt der Taker 2026 mit 0,06 Prozent dreimal so viel wie der Maker mit 0,02 Prozent.
Jede Market-Order ist eine Taker-Order. Jede Limit-Order, die sofort auf einen passenden Gegenkurs trifft, ebenfalls. Nur wer eine Limit-Order unterhalb des aktuellen Kaufkurses (bzw. oberhalb des Verkaufskurses) platziert und wartet, ist Maker. Stop-Loss-Orders werden in aller Regel als Market-Order ausgelöst und sind damit Taker.
Darum ist der realistische Durchschnittssatz für normale Trader nicht 0,02 Prozent, sondern irgendwo zwischen 0,04 und 0,06 Prozent. In unserem Rechner unten nehmen wir deshalb standardmäßig 70 Prozent Taker-Anteil an – das ergibt einen gemischten Futures-Satz von 0,048 Prozent. Wenn du ehrlich zu dir bist, liegt dein Anteil wahrscheinlich eher höher.
Futures-Gebühren: 4,80 € / Monat
Gesamt: 6,40 € / Monat · 76,80 € / Jahr
Ersparnis ggü. ohne Rabatte: 0,40 € / MonatBei diesem Profil machen Futures 75 % deiner Gebühren aus – dort, nicht beim Spot-Rabatt, liegt dein Sparpotenzial.
Lohnt sich der BGB-Rabatt von 20 Prozent wirklich?
Der BGB-Rabatt senkt die Bitget-Spot-Gebühr 2026 von 0,10 auf 0,08 Prozent und spart bei 2.000 Euro Monatsvolumen nur 40 Cent im Monat; weil BGB im Oktober 2026 rund 77 Prozent unter seinem Allzeithoch notiert, kann schon ein kleiner Kursrückgang des Tokens die Ersparnis mehrerer Jahre auffressen.
BGB ist der hauseigene Token von Bitget. Du kannst ihn auf dem Spot-Konto halten und in den Einstellungen festlegen, dass Gebühren damit bezahlt werden. Reicht dein BGB-Guthaben nicht, rechnet Bitget automatisch wieder normal ab Bitget Trading Fees FAQ, 20.08.2026. Der Mechanismus ist bequem. Die Frage ist, ob er sich rechnet.
Unsere Rechnung: Bei 2.000 Euro Spot-Volumen im Monat zahlst du ohne BGB 2,00 Euro, mit BGB 1,60 Euro. Du sparst 40 Cent im Monat, 4,80 Euro im Jahr. Um diese Gebühren in BGB zu zahlen, brauchst du einen Vorrat – sagen wir 100 Euro in BGB, damit du nicht ständig nachkaufen musst. Fällt BGB um 5 Prozent, verlierst du 5 Euro. Damit ist der Jahresvorteil weg. Fällt BGB um 20 Prozent, verlierst du die Ersparnis von gut vier Jahren.
Und BGB fällt. Laut CoinMarketCap steht der Token Mitte Oktober 2026 bei rund 1,94 US-Dollar, das sind etwa 1,74 Euro. Das Allzeithoch lag am 27. Dezember 2024 bei 8,49 US-Dollar CoinMarketCap, abgerufen 13.10.2026. Nach Berechnung von KryptoZukunft.com sind das 77,1 Prozent Abstand zum Hoch. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 1,36 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 1,22 Milliarden Euro, bei rund 700 Millionen umlaufenden Token.
Ein Plattform-Token ist am Ende eine Wette auf das Geschäft der Börse. Läuft es gut, profitiert der Token. Gerät die Börse unter Druck – regulatorisch, wie in der EU, oder durch einen Sicherheitsvorfall wie im September –, trifft es den Token direkt. Mehr zu den Hintergründen findest du in unserer Analyse zum Bitget Token (BGB).
Unsere Einschätzung: Für Privatanleger mit kleinem bis mittlerem Volumen ist der BGB-Rabatt kein Grund, den Token zu kaufen. Wenn du ohnehin BGB besitzt, schalte die Gebührenzahlung ruhig ein. Aber kauf ihn nicht, um 20 Prozent auf Cent-Beträge zu sparen. Das ist, als würdest du Aktien einer Tankstellenkette kaufen, um beim Tanken zwei Cent pro Liter zu sparen.
Ab welchem Volumen rechnet sich BGB überhaupt?
Nach Berechnung von KryptoZukunft.com gleicht der BGB-Rabatt bei einem BGB-Vorrat von 100 Euro einen Kursverlust von 10 Prozent erst ab rund 5.000 Euro Spot-Volumen pro Monat innerhalb eines Jahres aus (Stand Oktober 2026).
Die Formel ist simpel: Jährliche Ersparnis = Monatsvolumen × 0,02 Prozent × 12. Bei 5.000 Euro Monatsvolumen sind das 12 Euro im Jahr. Hast du dafür 100 Euro in BGB geparkt und fällt der Token um 10 Prozent, ist das ein Verlust von 10 Euro – die Rechnung geht knapp auf. Darunter nicht. Wer Hunderttausende im Monat umschlägt, für den sieht das anders aus, aber dann bist du sowieso in einer VIP-Stufe und verhandelst andere Konditionen.
Wie funktionieren die VIP-Stufen bei Bitget?
Bitget stuft Kunden 2026 nach 30-Tage-Handelsvolumen, Kontovermögen oder BGB-Bestand in VIP-Stufen ein, in denen Maker- und Taker-Gebühren schrittweise sinken; VIP- und BGB-Rabatt lassen sich laut Bitget kombinieren.
So beschreibt es Bitget im Gebühren-FAQ: Die Stufen richten sich nach Handelsvolumen, Vermögen auf dem Konto oder BGB-Bestand, und die Sätze fallen mit jeder Stufe Bitget Trading Fees FAQ, 20.08.2026. Konkrete Schwellen nennt der Artikel nicht, sondern verweist auf die laufend angepasste Gebührentabelle. Wir nennen deshalb bewusst keine Zahlen zu einzelnen Stufen – sie ändern sich zu oft, und wer die Schwellen erreicht, schaut ohnehin in sein Konto.
Für den Alltag reicht eine Faustregel: Die ersten VIP-Stufen beginnen bei Volumina, die ein normaler Privatanleger nur mit viel Hebel erreicht. Und genau da liegt die Falle. Wer seine Handelsfrequenz erhöht, um eine VIP-Stufe zu erreichen, zahlt in absoluten Euro fast immer mehr Gebühren als vorher – nur zu einem niedrigeren Satz. Ein niedrigerer Prozentsatz auf ein vielfach höheres Volumen ist kein Sparen.
Aus der Praxis: Wir haben in den letzten Jahren viele Leser-Mails bekommen, in denen jemand stolz von seiner VIP-Stufe berichtet und im selben Absatz fragt, warum das Konto trotzdem schrumpft. Die Antwort war jedes Mal dieselbe: Die Gebühren waren nicht das Problem, sondern die Zahl der Trades.
Was kostet es, eine gehebelte Position über Wochen offen zu halten?
Bei Bitget-Perpetual-Futures fällt 2026 alle acht Stunden eine Funding Fee an; bei einer Funding Rate von 0,01 Prozent kostet eine 5.000-Euro-Long-Position über 30 Tage rund 45 Euro – mehr als siebenmal so viel wie die Handelsgebühren für Öffnen und Schließen.
Die Funding Fee ist die Kostenart, die in fast jedem Gebührenvergleich fehlt – auch in der alten Version dieses Artikels. Sie ist keine Gebühr an Bitget, sondern eine Zahlung zwischen Long- und Short-Positionen. Bitget erklärt das Prinzip so: Funding Fee = Positionswert × Funding Rate, ausgetauscht alle acht Stunden; ist die Rate positiv, zahlen Longs an Shorts, ist sie negativ, umgekehrt Bitget Trading Fees FAQ, 20.08.2026.
In ruhigen Märkten liegt die Rate bei vielen Kontrakten um 0,01 Prozent pro Intervall. Das klingt nach nichts. Aber drei Intervalle am Tag, 365 Tage im Jahr ergeben rechnerisch knapp 11 Prozent pro Jahr auf den vollen Positionswert. Mit Hebel bezogen auf deinen Einsatz ist das ein Vielfaches. In euphorischen Phasen springen die Raten oft auf das Mehrfache, dann wird das Halten einer Long-Position richtig teuer. Wie das Zusammenspiel aus Funding, Hebel und Liquidation funktioniert, erklären wir ausführlich im Beitrag Bitcoin shorten: Perpetual Futures und Funding Rate.
Handelsgebühren (Öffnen + Schließen): 6,00 €
Gesamtkosten: 51,00 € = 10,20 % deines Einsatzes
Funding aufs Jahr gerechnet: 10,95 % des PositionswertsDie Haltekosten übersteigen die Handelsgebühren um das 7,5-Fache. Bei langen Haltedauern ist Funding der größte Kostenblock.
Der Rechner zeigt, warum Perpetual Futures für längere Positionen ein schlechtes Werkzeug sind. Wer Bitcoin für ein halbes Jahr halten will, kauft ihn im Spot und zahlt einmalig 0,10 Prozent. Wer dieselbe Meinung über eine gehebelte Long-Position ausdrückt, zahlt bei 0,01 Prozent Funding rund 5,5 Prozent des Positionswerts nur fürs Offenhalten – vorausgesetzt, die Rate bleibt so niedrig.
Unsere Einschätzung: Wenn du nicht genau weißt, warum du einen Hebel brauchst, brauchst du keinen. Für die allermeisten Leser ist der Spot-Kauf die bessere und günstigere Entscheidung. Für kurzfristige Absicherungen oder echte Trading-Strategien haben Futures ihren Platz – aber dann gehört die Funding Rate in jede Kalkulation.
Kann ich durch Funding auch Geld verdienen?
Ja: Wer bei Bitget-Perpetuals 2026 auf der Seite steht, die Funding empfängt – bei positiver Rate also Short –, bekommt die Zahlung gutgeschrieben, trägt dafür aber das volle Kursrisiko der Gegenposition.
Profis nutzen das in sogenannten Basis- oder Cash-and-Carry-Strategien: Sie kaufen Bitcoin im Spot und eröffnen gleichzeitig eine Short-Position in gleicher Höhe. Kursbewegungen gleichen sich aus, übrig bleibt die Funding-Zahlung. Das klingt nach Gratisgeld, ist es aber nicht. Die Rate kann negativ werden, du zahlst zweimal Handelsgebühren, du brauchst Kapital auf zwei Konten, und du trägst das Börsenrisiko doppelt – siehe September 2026. Für Privatanleger ist das ein Thema zum Verstehen, nicht zum Nachmachen.
Was kosten Ein- und Auszahlungen bei Bitget?
Krypto-Einzahlungen sind bei Bitget 2026 gebührenfrei, es fällt nur die Netzwerkgebühr der jeweiligen Blockchain an; Krypto-Auszahlungen kosten eine je nach Coin, Netzwerk und Auslastung variable Gebühr, die Bitget vor dem Bestätigen anzeigt.
Das steht so im offiziellen FAQ: Bitget erhebt keine Einzahlungsgebühren für Krypto, die Netzwerkgebühr geht an Miner oder Validatoren; bei Auszahlungen variiert die Gebühr je nach Kryptowährung, Netzwerk und Auslastung und wird auf der Bestätigungsseite angezeigt Bitget Trading Fees FAQ, 20.08.2026. Feste Beträge pro Coin nennt Bitget dort nicht. Die alte Angabe aus unserem Artikel von 2025 („0,0005 BTC pro Bitcoin-Auszahlung“) haben wir deshalb gestrichen – sie war nie belegt und ist bei schwankenden Netzwerkgebühren auch nicht dauerhaft gültig.
Der praktische Tipp: Wähle bei Stablecoins wie USDT oder USDC nach Möglichkeit ein günstiges Netzwerk. Eine Auszahlung über Ethereum kann ein Vielfaches dessen kosten, was über Tron, Solana oder ein Layer-2-Netzwerk fällig wird. Prüf aber vorher, ob deine Ziel-Wallet oder Ziel-Börse genau dieses Netzwerk unterstützt. Ein falsches Netzwerk ist der häufigste Grund für „verschwundene“ Coins. Wer sich mit den Unterschieden zwischen den Stablecoins befassen möchte, findet die Grundlagen im Beitrag Stablecoins 2026.
Zu Euro-Ein- und Auszahlungen: Unser Bitget-Testbericht hat im September 2026 SEPA-Einzahlungen als kostenlos und Fiat-Auszahlungen mit pauschal 1 Euro dokumentiert. Für deutsche Neukunden ist das allerdings aktuell eine eher theoretische Information, weil die Registrierung hier nicht vorgesehen ist (dazu weiter unten mehr).
Warum waren Auszahlungen im September 2026 gesperrt?
Bitget stoppte am 24. September 2026 alle Auszahlungen, nachdem Angreifer rund 388 Millionen US-Dollar aus Hot und Warm Wallets abgezogen hatten; die Börse gab Auszahlungen ab dem 28. September schrittweise wieder frei und meldete am 2. Oktober 2026 die vollständige Wiederherstellung.
Bitget hat einen ausführlichen Vorfallsbericht veröffentlicht und zuletzt am 12. Oktober 2026 aktualisiert. Danach liefen Bitcoin-Auszahlungen ab dem 28. September wieder, Ether ab dem 29. September, USDT ab dem 30. September; alle übrigen Token, Fiat und der C2C-Handel folgten am 2. Oktober Bitget Incident Report, akt. 12.10.2026. Gebühren hat Bitget in dieser Zeit nicht erhöht. Aber eine Auszahlung, die acht Tage lang gar nicht geht, ist teurer als jede Gebühr – dann nämlich, wenn du in dieser Zeit verkaufen oder umschichten willst und es nicht kannst.
Diese Erfahrung gehört in eine ehrliche Kostenrechnung. Darum widmen wir dem Hack in der zweiten Hälfte dieses Artikels einen eigenen Abschnitt.
Gibt es bei Bitget versteckte Kosten wie Spread und Slippage?
Bitget erhebt im Orderbuch-Handel 2026 keinen eigenen Kursaufschlag; versteckte Kosten entstehen trotzdem durch die Geld-Brief-Spanne und durch Slippage, wenn große Market-Orders mehrere Preisstufen im Orderbuch durchlaufen.
Bei einer Orderbuch-Börse gibt es immer zwei Preise: den höchsten Kaufpreis (Bid) und den niedrigsten Verkaufspreis (Ask). Der Abstand ist der Spread. Bei Bitcoin und Ether gegen USDT ist er bei großen Börsen meist winzig, oft nur ein Bruchteil eines Basispunkts. Bei kleinen Altcoins kann er dagegen leicht 0,5 Prozent und mehr betragen – also ein Vielfaches der eigentlichen Handelsgebühr. Was genau dahinter steckt, erklärt unser Ratgeber zum Spread im Krypto-Handel.
Dazu kommt Slippage: Kaufst du per Market-Order für 5.000 Euro einen Coin, auf dessen bestem Angebot nur 1.000 Euro liegen, wird der Rest zu schlechteren Preisen ausgeführt. Bei wenig gehandelten Coins kann das spürbar sein. Wie tief ein Orderbuch ist, hängt an der Liquidität des Handelspaars.
Anders sieht es bei der Funktion „Convert“ oder bei Sofortkäufen aus. Hier zeigt dir die Börse einen festen Kurs an, und in diesem Kurs kann ein Aufschlag enthalten sein, den du nicht als Gebühr siehst. Bitget nennt im Gebühren-FAQ keinen Satz für Convert; die alte Behauptung aus unserem Artikel, Convert sei „gebührenfrei“, ist so nicht belegbar. Wir haben sie entfernt.
Aus der Praxis: Vergleich den Convert-Kurs vor dem Bestätigen mit dem aktuellen Orderbuchkurs. Liegt der Unterschied über 0,1 Prozent, bist du mit einer Limit-Order im normalen Spot-Handel fast immer günstiger dran. Das kostet dich zehn Sekunden mehr Aufmerksamkeit und spart bei größeren Beträgen echtes Geld.
Was kosten Copy Trading und Trading-Bots bei Bitget?
Beim Copy Trading zahlst du bei Bitget 2026 zusätzlich zu den normalen Handelsgebühren typischerweise 10 bis 20 Prozent deines realisierten Gewinns an den Trader, dem du folgst; selbst konfigurierte Grid-Bots kosten keine Abo-Gebühr, nur die üblichen Spot- oder Futures-Gebühren.
So steht es im Produkt-FAQ von Bitget: Die Gewinnbeteiligung legt der Lead-Trader fest, sie fällt nur an, wenn ein kopierter Trade im Gewinn geschlossen wird Bitget Product Fees FAQ, 20.08.2026. Für Spot-Grid-, Futures-Grid- und Position-Grid-Bots gibt es keine separate Abo-Gebühr.
Eine Gewinnbeteiligung nur auf Gewinne klingt fair. Rechnen wir trotzdem kurz durch: Du kopierst einen Trader mit 1.000 Euro. Er macht im Monat drei Gewinntrades über je 100 Euro und zwei Verlusttrades über je 120 Euro. Unterm Strich bleiben 60 Euro Gewinn. Bei 15 Prozent Gewinnbeteiligung pro Gewinntrade zahlst du aber 45 Euro – berechnet auf die 300 Euro Gewinntrades, nicht auf den Nettogewinn. Dir bleiben 15 Euro. Zieh davon noch die Handelsgebühren ab, und je nach Volumen ist das Ergebnis null oder negativ.
Ob die Beteiligung pro Trade oder auf einen Nettozeitraum berechnet wird, hängt vom Produkt und den Einstellungen ab – prüfe das vor dem Kopieren. Die Grundidee bleibt: Gewinnbeteiligungen wirken asymmetrisch. Mehr dazu, wie Copy Trading funktioniert und wie selten es sich nachhaltig lohnt, findest du in unserem Ratgeber Copy Trading 2026 und speziell zu den Fallstricken in Copy Trading Risiken 2026.
Bei den Bots gilt: Ein Grid-Bot handelt viele kleine Beträge. Jede Ausführung kostet die normale Gebühr. Ein Grid mit 50 Stufen in einem Seitwärtsmarkt kann in einem Monat Hunderte Orders erzeugen. Der Bot ist „gratis“, das Volumen nicht. Wie die Bots bei Bitget im Detail aufgebaut sind, beschreibt unser Artikel zum Bitget Trading Bot.
Wie teuer ist Bitget im Vergleich zu Bitvavo und Kraken?
Bei einem Sparplan über 500 Euro im Monat kostet der Spot-Kauf als Taker im Jahr 2026 bei Bitget 6 Euro, bei Bitvavo 15 Euro und bei Kraken Pro in der Einstiegsstufe 48 Euro – Bitget ist also am günstigsten, aber im Gegensatz zu Bitvavo nicht MiCA-lizenziert.
Für den Vergleich haben wir die aktuellen Gebührentabellen der Anbieter abgerufen. Bitvavo verlangt in der niedrigsten Volumenstufe für Euro-Märkte 0,15 Prozent Maker und 0,25 Prozent Taker; SEPA-Einzahlungen sind kostenlos Bitvavo Fees, abgerufen 13.10.2026. Kraken Pro nennt für die Einstiegsstufe (30-Tage-Volumen ab 0 US-Dollar) 0,40 Prozent Maker und 0,80 Prozent Taker; Sofortkäufe in der App kosten 1 Prozent plus Spread Kraken Fee Schedule, abgerufen 13.10.2026. Bei Kraken-Futures liegen die Sätze in der untersten Stufe mit 0,02 Prozent Maker und 0,05 Prozent Taker sogar leicht unter Bitget.
Bitget: 6,00 € · Bitvavo: 15,00 € · Kraken Pro: 48,00 €Differenz günstigste vs. teuerste Option: 42,00 € (0,70 % des investierten Betrags).
| Kostenart | Bitget | Bitvavo | Kraken Pro |
|---|---|---|---|
| Spot Maker / Taker (Einstieg) | 0,10 % / 0,10 % | 0,15 % / 0,25 % | 0,40 % / 0,80 % |
| Futures Maker / Taker (Einstieg) | 0,02 % / 0,06 % | keine Krypto-Futures | 0,02 % / 0,05 % |
| SEPA-Einzahlung | kostenlos (Testbericht 09/2026) | kostenlos | abhängig von Methode |
| MiCA-Zulassung im ESMA-Register | nein | ja | ja |
Die Zahlen zeigen zweierlei. Erstens: Bei Gebühren gewinnt Bitget diesen Vergleich klar. Zweitens: Der Unterschied ist in Euro bei einem normalen Sparplan überschaubar. 42 Euro im Jahr zwischen günstigster und teuerster Variante sind ärgerlich, aber sie entscheiden nicht über deinen Anlageerfolg. Eine Börse, die acht Tage lang keine Auszahlungen zulässt oder für deutsche Neukunden gar nicht vorgesehen ist, kostet dich im schlechtesten Fall deutlich mehr.
Wer Kraken Pro nutzt, kann die Einstiegsstufe übrigens schnell verlassen: Ab 2.500 US-Dollar 30-Tage-Volumen sinken die Sätze laut Tabelle auf 0,30 bzw. 0,60 Prozent. Und bei OKX, der MiCA-lizenzierten Börse mit dem ähnlichsten Funktionsumfang zu Bitget, liegen die Spot-Sätze ebenfalls im Bereich von Bitget – Details in unserem Test Ist OKX seriös?. Wenn du vor allem einen soliden Einstieg suchst, hilft dir unser Ratgeber Was ist die beste Krypto-Börse in Deutschland für Anfänger?.
Was hat der Bitget-Hack vom 24. September 2026 mit den Gebühren zu tun?
Beim Bitget-Hack am 24. September 2026 erbeuteten Angreifer rund 388 Millionen US-Dollar aus Hot und Warm Wallets; die Gebühren blieben unverändert, doch der Schutzfonds der Börse schrumpfte von etwa 464 auf 309 Millionen US-Dollar und Kunden konnten bis zu acht Tage lang nicht alles auszahlen.
Wer eine Börse nach Gebühren auswählt, rechnet still mit einer Annahme: dass das Geld jederzeit verfügbar ist. Der September hat gezeigt, wie schnell diese Annahme wackelt. Laut dem Vorfallsbericht von Bitget begannen die unautorisierten Transfers am 24. September um 18:31 Uhr UTC; um 19:05 Uhr fiel eine Abweichung beim Abgleich auf, und die Risikosysteme blockierten Auszahlungen plattformweit Bitget Incident Report, akt. 12.10.2026. Als endgültig verifizierten Schaden nennt Bitget rund 388 Millionen US-Dollar aus zwölf Wallet-Adressen. Unsere Eilmeldung vom Folgetag nannte noch 351,6 Millionen – die Zahl wurde später nach oben korrigiert. Den Verlauf der ersten Stunden findest du in unserem Bericht zum Bitget-Hack vom September 2026.
Wie kamen die Angreifer hinein? Nach Bitgets Darstellung nutzten sie eine bis dahin unbekannte Schwachstelle in einem Sicherheitsprodukt eines Drittanbieters, erlangten Zugang zu internen Verwaltungssystemen samt hochprivilegierter Zugangsdaten und schleusten gefälschte Auszahlungsbefehle in die Wallet-Server ein. Die Systeme hielten diese für normale Auszahlungen. Private Keys wurden laut Bitget nicht kompromittiert, Cold Wallets waren nicht betroffen.
| Kennzahl | Wert | Stand / Quelle |
|---|---|---|
| Verifizierter Schaden | ca. 388 Mio. US-Dollar | Bitget-Bericht, 12.10.2026 |
| Schutzfonds vor dem Hack | ca. 464 Mio. US-Dollar | 24/7 Wall St., 03.10.2026 |
| Schutzfonds-Tiefpunkt | unter 200 Mio. US-Dollar | 24/7 Wall St., 03.10.2026 |
| Schutzfonds wieder aufgefüllt | 309 Mio. US-Dollar (3.705 BTC) | Stand 30.09.2026 |
| Reservedeckung gesamt | 131 % (BTC 142 %, ETH 110 %) | Proof of Reserves, 29.09.2026 |
| Eingefroren / sichergestellt | ca. 1,07 Mio. US-Dollar | BeInCrypto/Yahoo, 06.10.2026 |
| Netto-Abflüsse am ersten Auszahlungstag | ca. 463 Mio. US-Dollar | Bloomingbit/Bloomberg, 29.09.2026 |
Die Zahlen zum Schutzfonds und zu den Reserven stammen aus einer Zusammenfassung von 24/7 Wall St.: Der Fonds lag vor dem Hack bei rund 464 Millionen, fiel unter 200 Millionen und wurde bis zum 30. September auf 309 Millionen US-Dollar beziehungsweise rund 3.705 Bitcoin aufgestockt; der Reservenachweis vom 29. September zeigte 131 Prozent Deckung insgesamt 24/7 Wall St., 03.10.2026. Am ersten Tag nach der Wiedereröffnung zogen Kunden netto rund 463 Millionen US-Dollar ab – nach DefiLlama-Daten der größte Tagesabfluss in der Geschichte der Börse Bloomingbit, 29.09.2026.
Unsere Rechnung: Der Schaden entsprach etwa 84 Prozent des Schutzfonds vor dem Hack. Nach der Wiederauffüllung liegt der Fonds rund 33 Prozent unter dem alten Niveau. Sichergestellt wurden bislang etwa 1,07 Millionen US-Dollar, also 0,28 Prozent der Beute. CEO Gracy Chen räumte im Interview offen ein, dass sie nicht mit einer nennenswerten Rückholung rechnet, und betonte zugleich, Bitget halte außerhalb des Fonds „sicher mehr als eine Milliarde“ an eigenen Mitteln BeInCrypto via Yahoo Finance, 06.10.2026. Prüfen lässt sich diese Zahl von außen nicht.
Was das für deine Gebührenrechnung heißt: Gebühren sind planbar, Ausfallzeiten nicht. Wer im September eine gehebelte Position hatte, konnte weiter handeln, aber kein Geld abziehen. Wer Coins verkaufen und auf eine andere Börse umziehen wollte, saß fest. Solche Kosten tauchen in keiner Gebührentabelle auf.
Sind meine Coins bei Bitget nach dem Hack sicher?
Nach Angaben von Bitget waren beim Hack vom 24. September 2026 weder Kundenguthaben noch Cold Wallets betroffen und der Verlust wurde aus dem Schutzfonds gedeckt; absolute Sicherheit bietet aber keine Börse, und Coins, die du nicht aktiv handelst, gehören in eine eigene Wallet.
Fairerweise: Bitget hat nach allem, was öffentlich bekannt ist, ordentlich reagiert. Die Börse hat einen detaillierten Zeitplan veröffentlicht, Berichte von Mandiant und SlowMist angekündigt, den Fonds aus eigenen Mitteln aufgefüllt und Auszahlungen innerhalb von acht Tagen vollständig wiederhergestellt. Das ist deutlich besser als das, was Kunden bei FTX 2022 erlebt haben. Gracy Chen sagte selbst: Kein System und keine Sicherheitsinfrastruktur sei perfekt oder undurchdringlich.
Genau dieser Satz ist der Kern. Die Bedrohungslage ist ernst. Schon im ersten Halbjahr 2025 wurden laut Chainalysis über 2,17 Milliarden US-Dollar aus Krypto-Diensten gestohlen – mehr als im gesamten Jahr 2024 –, allein der Bybit-Hack machte 1,5 Milliarden aus Chainalysis Mid-Year Update, 17.07.2025. DefiLlama führt den Bitget-Vorfall mit rund 387 Millionen US-Dollar und weist für die Börse aktuell Vermögenswerte von etwa 6,2 Milliarden US-Dollar aus DefiLlama, abgerufen 13.10.2026.
Die Konsequenz ist unspektakulär, aber wirksam: Lass auf einer Börse nur liegen, was du in den nächsten Wochen handeln willst. Alles andere gehört in eine Wallet, deren Schlüssel du selbst kontrollierst. Wie du dabei zwischen App- und Hardware-Lösung abwägst, steht im Vergleich Cold Wallet vs. Hot Wallet. Was Reservenachweise leisten und wo ihre Grenzen liegen, erklären wir im Beitrag Was ist CeFi? – inklusive Proof of Reserves.
Darf ich Bitget in Deutschland 2026 überhaupt nutzen?
Bitget besitzt im Oktober 2026 keine MiCA-Zulassung und ist nicht im ESMA-Register eingetragen; seit dem Ende der Übergangsfristen am 1. Juli 2026 ist die Registrierung für deutsche Neukunden nach unserem Kenntnisstand nicht vorgesehen.
Die EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCA) verlangt, dass Anbieter von Krypto-Dienstleistungen eine Zulassung als CASP haben, wenn sie Kunden in der EU bedienen. Unternehmen, die schon vor dem 30. Dezember 2024 nach nationalem Recht tätig waren, durften laut ESMA höchstens bis zum 1. Juli 2026 weitermachen – oder bis über ihren MiCA-Antrag entschieden ist ESMA MiCA-Seite, akt. 07.10.2026. Bitget EU mit Sitz in Wien hat einen Antrag bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA gestellt. Eingetragen ist die Börse im ESMA-Register Stand 9. Oktober 2026 aber nicht CASP Tracker, 09.10.2026.
Ein laufender Antrag ist keine Erlaubnis. Für dich heißt das: Du hast als Kunde keinen der Schutzmechanismen, die MiCA vorsieht – etwa Vorgaben zur Verwahrung, zu Beschwerdeverfahren oder zur Trennung von Kundengeldern unter europäischer Aufsicht. Hintergründe zum Regelwerk liefert unser Ratgeber zur MiCA-Verordnung, den laufenden Stand speziell zu Bitget dokumentieren wir unter Ist Bitget MiCA-lizenziert?.
Unsere Einschätzung: Damit ist diese Gebührenseite für deutsche Leser in erster Linie ein Nachschlagewerk – für Bestandskunden, für Leser in anderen Regionen und für den Fall, dass die FMA den Antrag genehmigt. Wer heute in Deutschland neu einsteigt, sollte eine lizenzierte Börse wählen, auch wenn sie ein paar Cent mehr pro Order kostet.
Was gilt für Bestandskunden mit altem Konto?
Für bestehende Bitget-Konten aus Deutschland gibt es im Oktober 2026 keine öffentliche Garantie über den weiteren Funktionsumfang; Bestandskunden sollten ihre Kontoeinschränkungen in den Einstellungen prüfen und Guthaben, die sie nicht aktiv nutzen, abziehen.
Unsere Recherche hat keine verbindliche öffentliche Erklärung von Bitget gefunden, die für deutsche Bestandskunden einen bestimmten Zeitraum oder Umfang zusichert. Erfahrungsgemäß schränken Börsen in solchen Situationen schrittweise ein: zuerst neue Produkte, dann Derivate, zuletzt Einzahlungen. Wer dort noch Guthaben hat, sollte das nicht aussitzen. Achte außerdem darauf, dass deine Verifizierung vollständig ist – ohne abgeschlossenes KYC sind Auszahlungslimits oft niedriger, und das ist genau dann ärgerlich, wenn du schnell abziehen willst.
Wie wirken sich Bitget-Gebühren auf meine Steuer aus?
In Deutschland mindern Handelsgebühren 2026 den steuerpflichtigen Gewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften nach § 23 EStG, weil sie als Anschaffungsnebenkosten oder Werbungskosten abgezogen werden; Gewinne aus Krypto, die du länger als ein Jahr hältst, sind nach aktuellem Recht steuerfrei.
Das Einkommensteuergesetz rechnet so: Gewinn ist der Unterschied zwischen Veräußerungspreis und Anschaffungskosten, vermindert um die Werbungskosten; die Haltefrist für „andere Wirtschaftsgüter“ beträgt ein Jahr, und Gewinne bleiben steuerfrei, wenn die Summe aller privaten Veräußerungsgewinne im Kalenderjahr unter 1.000 Euro liegt § 23 EStG, dejure.org.
Rechenbeispiel: Du kaufst im Februar für 1.000 Euro Bitcoin und zahlst 1,00 Euro Gebühr. Im Oktober verkaufst du für 1.300 Euro und zahlst 1,30 Euro Gebühr. Dein Gewinn ist nicht 300 Euro, sondern 1.300 − 1,30 − 1.000 − 1,00 = 297,70 Euro. Liegt das insgesamt unter der Freigrenze von 1.000 Euro, zahlst du nichts. Liegt es darüber, wird der gesamte Betrag mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert. Die Gebühr spart dir also keine großen Summen, aber sie gehört sauber dokumentiert in die Rechnung – und genau deshalb lohnt sich ein vollständiger Transaktionsexport, solange das Konto noch ohne Einschränkungen läuft.
Bei Futures ist die Lage komplizierter. Gewinne aus Krypto-Derivaten werden steuerlich häufig anders behandelt als der Direktkauf, und die Einordnung ist teilweise umstritten. Hier solltest du dich unbedingt mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater abstimmen. Den Überblick über alle Fälle gibt unser Ratgeber Kryptowährungen versteuern 2026, und mit dem Krypto-Steuerrechner kannst du dein eigenes Jahr durchspielen. Außerdem plant die Bundesregierung Änderungen an der Krypto-Besteuerung; was der aktuelle Referentenentwurf für Altbestände bedeutet, steht in Klingbeils Krypto-Steuer: der Stichtag im Referentenentwurf.
Bringt ein Bonuscode wirklich dauerhaft niedrigere Gebühren?
Ein Bitget-Empfehlungscode wie krypto30 senkt laut Bitget-Bedingungen die Handelsgebühren dauerhaft, muss aber bei der Erstregistrierung eingegeben werden; für deutsche Neukunden ist er im Oktober 2026 praktisch irrelevant, weil die Registrierung hier nicht vorgesehen ist.
Die alte Version dieses Artikels hat einen Code beworben und dabei „bis zu 40 Prozent Gebührenersparnis“ in Aussicht gestellt. Rechnen wir das ehrlich: Bei 2.000 Euro Spot-Volumen pro Monat zahlst du 2 Euro Gebühren. Selbst 30 Prozent Rabatt sind 60 Cent im Monat. Spürbar wird ein Code-Rabatt erst bei viel Futures-Volumen – und viel Futures-Volumen ist, wie oben gezeigt, selten eine gute Idee. Welche Codes es gibt, was sie wirklich bringen und wie der Status nach dem Hack ist, haben wir in Die besten Bitget Bonuscodes 2026 zusammengetragen.
Transparenz-Hinweis (Werbelink): KryptoZukunft.com erhält eine Provision, wenn du dich über den folgenden Link registrierst. Für dich ändert sich am Preis nichts. Bitget besitzt keine MiCA-Zulassung, und die Registrierung ist für Neukunden aus Deutschland derzeit nicht vorgesehen. Der Link richtet sich an Leser in Regionen, in denen die Plattform verfügbar ist: Bitget-Registrierung mit Code krypto30.
Für wen lohnt sich Bitget trotz allem – und für wen nicht?
Bitget lohnt sich 2026 preislich für aktive Trader außerhalb der EU, die viele Coins, Copy Trading und Futures zu niedrigen Sätzen suchen; für deutsche Einsteiger und Langfristanleger ist eine MiCA-lizenzierte Börse die bessere Wahl, auch wenn sie etwas teurer ist.
Wir versuchen das ohne Schwarz-Weiß. Bitget hat ein starkes Produkt, ein sehr günstiges Grundmodell und ein großes Angebot. Der Gebührenvorteil ist echt. Er schrumpft aber in Euro gerechnet bei normalen Privatanlegern auf wenige Euro im Jahr, und dem stehen drei handfeste Nachteile gegenüber: keine EU-Zulassung, ein frischer Sicherheitsvorfall mit gesperrten Auszahlungen und ein Plattform-Token, der seit seinem Hoch drei Viertel seines Werts verloren hat.
Für dich passt Bitget eher, wenn du außerhalb der EU lebst, aktiv handelst, die Risiken von Hebel und Funding verstehst und nur Handelskapital auf der Börse hältst. Für dich passt Bitget eher nicht, wenn du in Deutschland neu einsteigst, einen Sparplan aufbauen willst, Wert auf europäischen Anlegerschutz legst oder Coins langfristig auf der Börse liegen lassen würdest.
Wie senke ich meine Handelskosten – bei Bitget und jeder anderen Börse?
Die wirksamsten Hebel gegen Handelskosten sind 2026 weniger Trades, Limit- statt Market-Orders bei illiquiden Coins, kein Hebel bei langen Haltedauern und günstige Netzwerke für Auszahlungen; Rabatt-Token und Codes wirken dagegen nur im Cent-Bereich.
Warum sind weniger Trades der größte Sparhebel?
Jede vermiedene Order spart 2026 bei Bitget die volle Gebühr von 0,10 Prozent im Spot oder bis zu 0,06 Prozent auf den gehebelten Positionswert – und vermeidet zusätzlich Spread und Slippage.
Der Satz klingt banal. Er ist es nicht. Wer seine Handelsfrequenz halbiert, halbiert seine Gebühren – keine Rabattaktion der Welt schafft das. Zudem zeigt fast jede Untersuchung zum Privatanlegerverhalten, dass häufiges Handeln die Rendite eher senkt als erhöht. Ein monatlicher Kauf über einen festen Betrag ist günstiger und meist auch erfolgreicher als zwanzig spontane Trades.
Wann lohnt sich eine Limit-Order?
Eine Limit-Order lohnt sich 2026 vor allem bei kleinen, wenig gehandelten Coins, wo Spread und Slippage oft mehr kosten als die eigentliche Bitget-Gebühr von 0,10 Prozent.
Bei Bitcoin oder Ether ist das Orderbuch so tief, dass eine Market-Order über ein paar hundert Euro praktisch zum angezeigten Kurs ausgeführt wird. Bei einem kleinen Altcoin kann dieselbe Order einen halben Prozentpunkt schlechter laufen. Dann ist eine Limit-Order knapp am aktuellen Kurs die günstigere Wahl, auch wenn sie im Spot bei Bitget keine niedrigere Gebühr bringt.
Was ist beim Auszahlen zu beachten?
Beim Auszahlen von Bitget sparst du 2026 am meisten, wenn du seltener und in größeren Beträgen über ein günstiges, vom Empfänger unterstütztes Netzwerk auszahlst, weil die Netzwerkgebühr pro Transaktion und nicht pro Euro anfällt.
Zehn Auszahlungen über je 100 Euro kosten zehnmal die Netzwerkgebühr; eine Auszahlung über 1.000 Euro kostet sie einmal. Prüfe außerdem vorher die Gebührenanzeige – Bitget zeigt den Betrag vor der Bestätigung an.
- Laut KryptoZukunft.com-Analyse (Felix Rieger, Oktober 2026) kostet der Spot-Handel bei Bitget 0,10 Prozent pro Order, mit BGB-Zahlung 0,08 Prozent; Futures kosten 0,02 Prozent (Maker) und 0,06 Prozent (Taker) auf den gehebelten Positionswert.
- Bei einer Funding Rate von 0,01 Prozent je acht Stunden kostet das 30-tägige Halten einer 5.000-Euro-Perpetual-Position rund 45 Euro – mehr als das Siebenfache der Handelsgebühren für Öffnen und Schließen.
- Ein Sparplan über 500 Euro im Monat kostet als Taker nach zwölf Monaten bei Bitget 6 Euro, bei Bitvavo 15 Euro und bei Kraken Pro in der Einstiegsstufe 48 Euro.
- Beim Hack am 24. September 2026 verlor Bitget rund 388 Millionen US-Dollar; Auszahlungen waren bis zu acht Tage eingeschränkt, der Schutzfonds liegt mit 309 Millionen US-Dollar rund ein Drittel unter dem Vorniveau.
- Bitget hat im Oktober 2026 keine MiCA-Zulassung; für deutsche Neukunden ist eine lizenzierte Börse die sinnvollere Wahl, auch bei leicht höheren Gebühren.
Ich muss ehrlich sein: Die erste Fassung dieses Artikels war schwach. Ich habe 2025 eine Gebührenliste abgeschrieben, einen Bonuscode hineingesetzt und das Ganze Ratgeber genannt. Keine Funding Fees, keine echte Rechnung, kein Wort zum Risiko. Das war bequem, und es war falsch. Beim Überarbeiten habe ich mir deshalb eine Frage gestellt, die ich mir damals hätte stellen sollen: Würde ich einem Freund diese Seite schicken, wenn er fragt, was Bitget kostet? Ab heute ja. Was mich bei der Recherche am meisten beschäftigt hat, war nicht der Gebührensatz, sondern die Woche nach dem 24. September. Bitget hat professionell reagiert, das gehört zur Fairness dazu. Aber acht Tage ohne volle Auszahlungsmöglichkeit sind für jemanden, der an sein Geld will, eine Ewigkeit – und eine Börse ohne europäische Zulassung ist für deutsche Neukunden schlicht nicht mehr die richtige Adresse, egal wie günstig sie ist. Ich verdiene an einem Werbelink auf dieser Seite, und genau deshalb habe ich ihn klein gehalten und mit allen Einschränkungen versehen. Wenn du nur eins mitnimmst: Die Gebühr ist fast nie dein größter Kostenpunkt. Hebel, Handelsfrequenz und der Ort, an dem dein Geld liegt, sind es. Das ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.
Quiz: Wie gut kennst du die Bitget-Gebühren?
1. Worauf wird die Futures-Gebühr bei Bitget berechnet?
2. Wie oft wird bei Bitget-Perpetuals die Funding Fee ausgetauscht?
3. Wie hoch war der von Bitget verifizierte Schaden beim Hack im September 2026?
4. Wie wirken Handelsgebühren in Deutschland auf die Steuer bei privaten Veräußerungsgeschäften?
5. Hat Bitget im Oktober 2026 eine MiCA-Zulassung?
Beantworte alle fünf Fragen – dein Ergebnis erscheint hier.
Häufige Fragen zu den Bitget-Gebühren
Wie hoch ist die Spot-Gebühr bei Bitget 2026?
Wie hoch sind die Futures-Gebühren bei Bitget?
Was ist der Unterschied zwischen Maker und Taker?
Lohnt sich der BGB-Rabatt?
Was ist die Funding Fee bei Bitget?
Wie viel kostet es, eine Futures-Position einen Monat zu halten?
Sind Einzahlungen bei Bitget kostenlos?
Was kostet eine Auszahlung bei Bitget?
Hat Bitget versteckte Gebühren?
Was kostet Copy Trading bei Bitget?
Kosten die Trading-Bots bei Bitget extra?
Ist Bitget günstiger als Bitvavo und Kraken?
Was ist beim Bitget-Hack im September 2026 passiert?
Kann ich bei Bitget wieder normal auszahlen?
Hat Bitget eine MiCA-Lizenz?
Kann ich mich aus Deutschland neu bei Bitget registrieren?
Kann ich Bitget-Gebühren von der Steuer absetzen?
Bringt ein Bitget-Bonuscode dauerhaft niedrigere Gebühren?
Wie senke ich meine Handelskosten am wirksamsten?
Weiterlesen
Quellen
- Bitget: Trading Fees FAQ (20.08.2026)
- Bitget: Product Fees FAQ – Copy Trading, Bots (20.08.2026)
- Bitget: Spot Trading Fees, Limits and Rules (30.12.2024)
- Bitget: Security Incident – Timeline, Impact and Response (akt. 12.10.2026)
- 24/7 Wall St.: Bitget Rebuilt a $309 Million Protection Fund (03.10.2026)
- Bloomingbit: Bitget Posts $463 Million in Net Outflows (29.09.2026)
- Yahoo Finance / BeInCrypto: Bitget CEO Talks About the $387 Million Hack (06.10.2026)
- DefiLlama: Bitget CEX-Übersicht (abgerufen 13.10.2026)
- Chainalysis: 2025 Crypto Crime Mid-Year Update (17.07.2025)
- CoinMarketCap: Bitget Token (BGB) (abgerufen 13.10.2026)
- EZB: Euro-Referenzkurs USD (12.10.2026)
- ESMA: Markets in Crypto-Assets Regulation (akt. 07.10.2026)
- CASP Tracker: Bitget MiCA-Status (09.10.2026)
- CASP Tracker: Kraken MiCA-Status (09.10.2026)
- Penning: Bitvavo im MiCA-CASP-Register (11.10.2026)
- Bitvavo: Fees (abgerufen 13.10.2026)
- Kraken: Fee Schedule (abgerufen 13.10.2026)
- § 23 EStG – Private Veräußerungsgeschäfte (dejure.org)
Zitiervorschlag: Rieger, Felix (2026): Bitget Gebühren 2026: Was kostet der Handel wirklich – und was hat sich nach dem Hack geändert? KryptoZukunft.com, aktualisiert am 13. Oktober 2026. https://kryptozukunft.com/2025/05/28/bitget-gebuehren/
Disclaimer: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Kryptowährungen und insbesondere gehebelte Derivate sind hochriskant und können zum Totalverlust führen. Gebührensätze, Verfügbarkeit und Regulierungsstatus können sich kurzfristig ändern; prüfe vor jeder Entscheidung die aktuellen Angaben beim Anbieter und im ESMA-Register. Der Beitrag enthält einen gekennzeichneten Werbelink.