F2Pool 2026: Was kostet der Mining-Pool wirklich – und lohnt sich Bitcoin-Mining in Deutschland noch?
Inhaltsverzeichnis (30)
- F2Pool 2026: Was kostet der Mining-Pool wirklich – und lohnt sich Bitcoin-Mining in Deutschland noch?
- Was ist F2Pool – und wer steckt dahinter?
- Wie groß ist F2Pool im Oktober 2026?
- Welche Gebühren verlangt F2Pool 2026 für Bitcoin?
- FPPS oder PPLNS – welches Auszahlungsmodell passt zu mir?
- Warum sind Transaktionsgebühren 2026 für Miner fast bedeutungslos?
- Lohnt sich Bitcoin-Mining mit F2Pool in Deutschland noch?
- Ab welchem Strompreis lohnt sich ein Antminer S21 XP?
- Wie lange dauert es bis zur ersten Auszahlung bei F2Pool?
- Was ist Merge-Mining und was bringt es bei F2Pool wirklich?
- Welche Coins kann man 2026 bei F2Pool minen?
- Wie richte ich F2Pool ein?
- Schritt 1: Konto und Sicherheit
- Schritt 2: Auszahlungsadresse
- Schritt 3: Miner konfigurieren
- Schritt 4: Auszahlungsmodell und Benachrichtigungen
- Was ist Stratum V2 und nutzt F2Pool es schon?
- Hat F2Pool Transaktionen zensiert?
- Ist F2Pool zu groß für Bitcoins Dezentralisierung?
- Was bedeutet die Schließung von Binance Pool für F2Pool-Nutzer?
- Wie wirkt sich das Halving 2028 auf F2Pool-Miner aus?
- Wie werden Mining-Erträge aus F2Pool in Deutschland versteuert?
- F2Pool, Foundry, AntPool, ViaBTC, Braiins – welcher Pool passt zu wem?
- Ist F2Pool sicher – und was passiert mit meinem Guthaben im Pool?
- Was hat der F2Pool-Gründer mit einer Mars-Mission zu tun?
- Quiz: Wie gut kennst du F2Pool?
- Häufige Fragen zu F2Pool
- Weiterlesen auf KryptoZukunft.com
- Quellen
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F2Pool 2026: Was kostet der Mining-Pool wirklich – und lohnt sich Bitcoin-Mining in Deutschland noch?
F2Pool schürft im Oktober 2026 rund jeden sechsten Bitcoin-Block und verlangt für Bitcoin 4 % im FPPS- oder 2 % im PPLNS-Modell. Wir haben die echten Gebühren, die Hashrate-Daten und die Stromrechnung eines Antminer S21 XP nachgerechnet – und dabei auch Fehler aus unserer alten Version korrigiert.
Korrektur & was neu ist gegenüber der Version vom 14. März 2025 (zuletzt überarbeitet am 29. Mai 2026)
Wir müssen drei Dinge geraderücken. Erstens: In der alten Fassung stand, F2Pool berechne für Bitcoin standardmäßig 2,5 % im PPS+-Modell. Auf der offiziellen Pool-Seite werden für Bitcoin im Oktober 2026 nur FPPS mit 4,0 % und PPLNS mit 2,0 % geführt; PPS+ gibt es bei F2Pool aktuell nur für Zcash. Zweitens: Wir hatten geschrieben, Transaktionsgebühren machten 10 bis 30 % der Blockbelohnung aus. In der Woche bis zum 16. Oktober 2026 lagen sie laut mempool.space bei durchschnittlich 0,0216 BTC pro Block – das sind weniger als 0,7 %. Drittens: Der Hashprice liegt nicht bei 0,055 bis 0,065 Dollar je TH/s, sondern bei rund 0,039 Dollar. Ein Antminer S21 XP spielt damit gut 10 Dollar am Tag ein, nicht 12 bis 15. Neu sind außerdem die Schließung von Binance Pool, der aktuelle Stand zu Stratum V2, die Filter-Debatte, ein ehrlicher Rentabilitätscheck für deutsche Strompreise und drei Rechner.
Wenn du zum ersten Mal einen ASIC-Miner an die Steckdose hängst, triffst du eine Entscheidung, die viele unterschätzen: An welchen Pool schickst du deine Rechenleistung? Die Hardware bestimmt, wie viel du rechnest. Der Pool bestimmt, wie viel davon bei dir ankommt, wann es ankommt und unter welchen Regeln. F2Pool ist eine der ältesten Antworten auf diese Frage. Wie Bitcoin-Mining grundsätzlich funktioniert – Hashrate, Difficulty, ASICs – erklären wir in unserem Grundlagenartikel. Hier geht es um die praktische Seite: Gebühren, Auszahlung, Risiken und die nüchterne Frage, ob sich das in Deutschland 2026 überhaupt rechnet.
Was ist F2Pool – und wer steckt dahinter?
F2Pool ist ein 2013 in China gegründeter Mining-Pool, der die Rechenleistung tausender Miner bündelt und im Oktober 2026 laut f2pool.com rund 15 Proof-of-Work-Netzwerke von Bitcoin über Litecoin bis Kaspa unterstützt.
Ein Mining-Pool ist im Kern eine Abrechnungsstelle. Statt allein auf den seltenen Fall zu warten, dass dein Gerät einen ganzen Bitcoin-Block findet, rechnest du gemeinsam mit allen anderen Pool-Teilnehmern an denselben Blockvorlagen. Jede Teillösung, die du einreichst, heißt Share. Sie beweist, dass du gearbeitet hast – technisch ist das ein Hashwert, der zwar nicht die Schwierigkeit des Netzwerks erreicht, aber eine niedrigere Pool-Schwelle. Der Pool zählt deine Shares und verteilt die Einnahmen nach einem festen Schema. Das Prinzip dahinter ist Proof of Work: Wer nachweislich Energie in Rechenarbeit steckt, darf Blöcke anhängen.
Gegründet wurde F2Pool von Wang Chun und Mao Shixing. In frühen Coinbase-Signaturen taucht der chinesische Name 七彩神仙鱼 auf, auf Deutsch Diskusfisch – daher der Spitzname „Discus Fish“. Das Bitcoin-Wiki listet den Pool bis heute als aktiven Multi-Coin-Pool mit FPPS- und PPLNS-Auszahlung Bitcoin Wiki, abgerufen 16.10.2026. Für Schlagzeilen sorgte 2026 vor allem der Mitgründer: CoinDesk berichtete am 22. Mai 2026, dass Wang Chun als Kommandant einer kommerziellen SpaceX-Mission zum Mars vorgesehen ist und sich dafür zwei Jahre aus seiner bisherigen Rolle zurückzieht CoinDesk, 22.05.2026.
Aus der Praxis: Für dich als Miner ist F2Pool ein Dienstleister, kein Verwahrer im klassischen Sinn – aber eben doch einer, bei dem sich bis zur Auszahlung Guthaben ansammelt. Dazu später mehr.
Wie groß ist F2Pool im Oktober 2026?
F2Pool hat in der Woche bis zum 16. Oktober 2026 laut mempool.space 173 Bitcoin-Blöcke gefunden, was 16,05 % aller Blöcke und Platz drei hinter Foundry USA (25,42 %) und AntPool (22,08 %) entspricht.
Die Zahlen schwanken je nach Messfenster deutlich, deshalb lohnt der Blick auf mehrere Quellen. Mempool.space zählt die tatsächlich gefundenen Blöcke der letzten Woche und schätzt die Netzwerk-Hashrate auf 1,02 ZH/s bei einer Difficulty von 140,58 T mempool.space, 16.10.2026. Hashrate Index weist F2Pool mit 16,17 % und rund 146 EH/s aus Hashrate Index, Oktober 2026. CoinDesk nannte im Mai noch 11,3 %, und Tech Times sprach am 14. Oktober von „etwa 10 bis 11 %“ Tech Times, 14.10.2026. Die Wahrheit liegt im Messfenster: Ein Pool mit 11 % Hashrate kann in einer glücklichen Woche 16 % der Blöcke finden. Bei rund 1.080 Blöcken pro Woche ist das kein Messfehler, sondern ganz normale Statistik.
| Pool | Blöcke (7 Tage) | Anteil Blöcke | Anteil Hashrate laut Hashrate Index |
|---|---|---|---|
| Foundry USA | 274 | 25,42 % | 25,60 % |
| AntPool | 238 | 22,08 % | 21,53 % |
| F2Pool | 173 | 16,05 % | 16,17 % |
| ViaBTC | 112 | 10,39 % | 10,81 % |
| Top 4 zusammen | 797 | 73,94 % | 74,11 % |
Quellen: mempool.space (1-Wochen-Fenster, Stand 16.10.2026), Hashrate Index (Stand Oktober 2026). Summenzeile: eigene Berechnung.
Unsere Rechnung: Bei 16,05 % Blockanteil findet F2Pool im Schnitt gut 23 Blöcke am Tag. Mit Blocksubvention von 3,125 BTC plus durchschnittlich 0,0216 BTC Gebühren sind das rund 72,7 BTC täglich, beim Kurs vom 16. Oktober 2026 knapp 6 Millionen Dollar Tagesumsatz für alle F2Pool-Miner zusammen. Davon behält der Pool je nach Modell 2 bis 4 % – grob überschlagen also 1,5 bis 2,9 BTC am Tag. Das ist ein solides Geschäft, aber keines mit üppigen Margen, denn FPPS-Pools tragen das Glücksrisiko selbst.
Welche Gebühren verlangt F2Pool 2026 für Bitcoin?
F2Pool berechnet im Oktober 2026 für Bitcoin laut eigener Website 4,0 % im FPPS-Modell oder 2,0 % im PPLNS-Modell; die Mindestauszahlung liegt bei 0,005 BTC.
Die Gebühr wird nicht separat in Rechnung gestellt, sondern direkt von deinem Ertrag abgezogen. Du siehst also nur den Nettobetrag im Dashboard. Für die anderen Netzwerke unterscheiden sich die Sätze stark: Litecoin kostet 4 % im PPS-Modell, Bitcoin Cash 3 %, Dash 2 %, und viele kleinere Netzwerke wie Kaspa, Ethereum Classic oder Nervos liegen bei 1 % f2pool.com, abgerufen 16.10.2026.
| Coin | Algorithmus | Auszahlungsmodell | Poolgebühr | Mindestauszahlung |
|---|---|---|---|---|
| Bitcoin (BTC) | SHA-256d | FPPS / PPLNS | 4,0 % / 2,0 % | 0,005 BTC |
| Bitcoin Cash (BCH) | SHA-256d | PPS | 3 % | 0,01 BCH |
| Litecoin (LTC) | Scrypt | PPS | 4 % | 0,02 LTC |
| Dogecoin u. a. (Merge) | Scrypt | PPLNS | 4 % | 40 DOGE |
| Zcash (ZEC) | Equihash | PPS+ | 3 % | 0,1 ZEC |
| Kaspa (KAS) | kHeavyHash | PPLNS | 1 % | laut Seite 15 bzw. 100 KAS |
| Ethereum Classic (ETC) | Etchash | PPS | 1 % | ab 0,1 ETC |
| Pearl (PRL) | PearlHash (GPU) | PPS bzw. PPLNS | 1 % | 1 PRL |
Quelle: f2pool.com, Gebührentabelle, Stand 16.10.2026. Bei Kaspa nennt die Seite zwei unterschiedliche Schwellen; bei Pearl nennt die Tabelle PPS, die Ankündigung vom 6. Juli 2026 PPLNS. Prüfe vor dem Start die aktuelle Angabe im Dashboard.
Unsere Einschätzung: 4 % FPPS ist im Bitcoin-Markt eher das obere Ende. Braiins Pool wirbt etwa mit 0 % Poolgebühr, sofern du die hauseigene Firmware Braiins OS nutzt Braiins, abgerufen 16.10.2026. Der Vergleich ist aber nicht ganz fair, weil Braiins einen Teil des Geschäfts über die Firmware verdient. Und F2Pool packt in die Bitcoin-Auszahlung zusätzliche Merge-Mining-Coins, die es anderswo nicht gibt. Ob die den Gebührenunterschied ausgleichen, ist allerdings eine offene Frage, auf die wir unten eingehen.
FPPS oder PPLNS – welches Auszahlungsmodell passt zu mir?
FPPS zahlt bei F2Pool für jeden gültigen Share sofort einen festen Betrag inklusive anteiliger Transaktionsgebühren und kostet 4 %, während PPLNS mit 2 % nur dann auszahlt, wenn der Pool tatsächlich Blöcke findet – im Oktober 2026 beträgt der Unterschied für einen Antminer S21 XP nach unserer Rechnung rund 69 € im Jahr.
FPPS steht für Full Pay Per Share. Der Pool schätzt, was dein Share im Mittel wert ist, und zahlt dir genau das – unabhängig davon, ob er an diesem Tag Glück oder Pech hat. Das Glücksrisiko liegt komplett beim Pool, und dafür nimmt er die höhere Gebühr. PPLNS bedeutet Pay Per Last N Shares. Wenn ein Block gefunden wird, verteilt der Pool die Belohnung auf die zuletzt eingereichten Shares. Findet der Pool zwei Tage lang wenig, bekommst du zwei Tage lang wenig. Findet er überdurchschnittlich viel, bekommst du mehr.
Ein Alltagsvergleich: FPPS ist wie ein Festgehalt, PPLNS wie eine Provision. Über ein Jahr landen beide im Erwartungswert ungefähr gleich, wenn der Pool fair rechnet – nur dass du bei PPLNS 2 Prozentpunkte weniger abgibst. Bei einem Pool mit 16 % der Blöcke ist die Schwankung überschaubar, denn 23 Blöcke am Tag glätten den Zufall schon recht gut. Ganz anders sähe das bei einem Pool aus, der nur einen Block pro Woche findet.
Unsere Rechnung für einen Antminer S21 XP mit 270 TH/s: Bei einem Hashprice von 39,23 Dollar je PH/s und Tag spielt das Gerät brutto 10,59 Dollar ein, umgerechnet zum EZB-Referenzkurs von 1,1253 Dollar vom 16. Oktober 2026 also 9,41 € EZB, 16.10.2026. Zwei Prozentpunkte Gebührenunterschied sind 0,19 € pro Tag oder 68,71 € pro Jahr. Das klingt wenig, ist aber bei knappen Margen manchmal genau der Betrag, der über schwarze oder rote Zahlen entscheidet.
Wann FPPS trotzdem sinnvoll ist: Wenn du mit einer festen Stromrechnung kalkulieren musst, eine kleine Firma betreibst oder einfach nicht nervös werden willst, wenn der Ertrag an einem Tag halb so hoch ist wie am Vortag. Wann PPLNS passt: Wenn du langfristig dabeibleibst, die Schwankungen aushältst und die 2 Prozentpunkte lieber selbst behältst. Wichtig ist nur, nicht ständig zu wechseln. Wer bei PPLNS nach drei Pechtagen zu FPPS springt, verkauft sich das Pech und verpasst die Glückstage.
Warum sind Transaktionsgebühren 2026 für Miner fast bedeutungslos?
In den 144 Bitcoin-Blöcken bis zum 16. Oktober 2026 lagen die Transaktionsgebühren laut mempool.space bei durchschnittlich 0,0216 BTC pro Block, was nach Berechnung von KryptoZukunft.com nur 0,69 % der gesamten Blockbelohnung von rund 3,147 BTC ausmacht.
Das ist eine der wichtigsten Korrekturen dieses Updates. Nach dem Halving 2024 wurde oft argumentiert, dass Gebühren einen immer größeren Teil der Miner-Einnahmen stellen und Auszahlungsmodelle mit Gebührenbeteiligung deshalb entscheidend würden. Das stimmte phasenweise, etwa während der Ordinals- und Runes-Wellen. Im Herbst 2026 ist davon wenig übrig: 468 Satoshi pro Transaktion sind ein Bruchteil dessen, was Nutzer in Hochphasen zahlten.
Was heißt das für dich? Erstens ist die Diskussion „PPS gegen PPS+ gegen FPPS“ derzeit vor allem eine Gebührendiskussion, keine Diskussion über Transaktionseinnahmen. Ob dein Pool die Gebühren mit ausschüttet, macht gerade weniger als 1 % aus. Zweitens hängt deine Einnahme fast vollständig an der Blocksubvention – und die halbiert sich 2028 erneut. Das ist der Grund, warum die Rentabilitätsfrage weiter unten so ernüchternd ausfällt.
Die Lage kann sich drehen. Steigt die Nachfrage nach Blockplatz, etwa durch neue Protokolle oder eine Kursrally mit viel Bewegung auf der Kette, springen die Gebühren schnell auf ein Vielfaches. Aber du solltest deine Kalkulation nicht auf ein Szenario bauen, das du nicht beeinflussen kannst.
Lohnt sich Bitcoin-Mining mit F2Pool in Deutschland noch?
Mit einem Antminer S21 XP (270 TH/s, 3.645 W) und dem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh laut BDEW entsteht im Oktober 2026 bei F2Pool-FPPS nach Berechnung von KryptoZukunft.com ein Verlust von etwa 23 € pro Tag; erst unter etwa 10,3 ct/kWh wird das Gerät profitabel.
Das ist die unbequemste Zahl in diesem Artikel, und wir wollen sie nicht weichzeichnen. Der S21 XP gehört mit 13,5 J/TH zu den effizienteren luftgekühlten Geräten Hashrate Index, Oktober 2026. Er verbraucht 87,5 kWh am Tag – etwa so viel wie ein deutscher Durchschnittshaushalt in drei bis vier Wochen. Laut BDEW zahlen Haushalte 2026 im Schnitt 37,0 ct/kWh, kleine und mittlere Industriebetriebe 17,2 ct/kWh BDEW-Strompreisanalyse, August 2026. Bei 37 ct kostet der Strom für einen Tag Mining also 32,37 €, während der Miner nach Poolgebühr 9,04 € einspielt.
Auch mit Gewerbestrom geht die Rechnung nicht auf: Bei 17,2 ct bleiben rund 6 € Verlust am Tag. Profitabel wird es erst bei Strompreisen, wie sie große Farmen in Texas, Paraguay oder Äthiopien bekommen. Hashrate Index rechnet in seinem Geräteprofil mit etwa 6 Cent je kWh – dort bleibt ein kleiner Gewinn. Wer in Deutschland eine eigene Photovoltaikanlage mit Überschussstrom betreibt, kann rechnerisch näher herankommen, weil die Alternative oft nur eine niedrige Einspeisevergütung ist. Aber dann läuft der Miner eben nur, wenn die Sonne scheint, und die Hardware amortisiert sich entsprechend langsamer.
Rechner 1: Was bringt dein Miner bei F2Pool pro Tag?
Poolgebühr: 0,38 € · Netto: 9,04 €
Strom: 87,48 kWh = 32,37 € pro Tag
Ergebnis: -23,33 € pro Tag · -699,94 € pro 30 Tage
Break-even-Strompreis: 10,33 ct/kWh
Standardwerte: Antminer S21 XP, BDEW-Haushaltspreis 2026, Hashprice laut Hashrate Index und EZB-Kurs vom 16.10.2026. Ohne Anschaffung, Kühlung, Wartung, Steuern und Merge-Mining-Boni. Keine Garantie für künftige Erträge.
Spiel ruhig mit den Werten. Setz den Strompreis auf 8 ct, und der Miner verdient rund 2 € am Tag. Setz den Hashprice auf 30 Dollar – das passiert schnell, wenn der Kurs fällt oder die Hashrate weiter steigt –, und schon 8 ct reichen nicht mehr. Genau diese Hebelwirkung ist das Wesen des Minings: Zwischen Gewinn und Verlust liegen oft nur ein paar Cent Strompreis oder ein paar Prozent Kursbewegung.
Ab welchem Strompreis lohnt sich ein Antminer S21 XP?
Ein Antminer S21 XP erreicht bei F2Pool im Oktober 2026 nach Berechnung von KryptoZukunft.com die Gewinnschwelle bei 10,33 ct/kWh im FPPS-Modell und bei 10,54 ct/kWh im PPLNS-Modell – Anschaffungskosten noch nicht eingerechnet.
Die Break-even-Rechnung ist simpel: Nettoertrag pro Tag geteilt durch die verbrauchten Kilowattstunden. Bei 9,04 € Netto und 87,48 kWh kommen 10,33 ct heraus. Diese Zahl ist aber geschönt, weil sie nur die laufenden Kosten betrachtet. Ein neuer S21 XP kostete in den vergangenen Monaten je nach Händler einen vierstelligen Eurobetrag. Wenn du die Hardware über drei Jahre abschreibst, muss dein Strompreis deutlich unter der Schwelle liegen, damit überhaupt ein Gewinn übrig bleibt. Hinzu kommen Lüftung, Lärm (ein S21 XP ist laut wie ein Staubsauger, rund um die Uhr) und das Risiko, dass das Gerät nach dem Halving 2028 nur noch die Hälfte einspielt.
Aus der Praxis: Die meisten deutschen Privatleute, die heute minen, tun das entweder aus Überzeugung – sie wollen das Netzwerk mit eigener Hashrate unterstützen –, mit Überschussstrom oder als Heizungsersatz im Winter. Alle drei Motive sind legitim. Nur sollte niemand glauben, damit verlässlich Geld zu verdienen.
Wie lange dauert es bis zur ersten Auszahlung bei F2Pool?
Ein Antminer S21 XP mit 270 TH/s erreicht die F2Pool-Mindestauszahlung von 0,005 BTC im Oktober 2026 nach Berechnung von KryptoZukunft.com nach etwa 41 Tagen, ein kleiner Heim-Miner mit 1,2 TH/s bräuchte dagegen rund 25 Jahre.
F2Pool zahlt automatisch aus, sobald dein Guthaben die Schwelle überschreitet. Bis dahin liegt der Betrag beim Pool. Die Schwelle entsprach am 16. Oktober 2026 rund 366 €. Für einen großen ASIC ist das unproblematisch. Für ein kleines Lotterie-Gerät wie einen Bitaxe, der mit gut einem Terahash läuft, ist ein Pool mit hoher Mindestauszahlung schlicht ungeeignet – das Geld käme rechnerisch erst nach Jahrzehnten an. Solche Geräte laufen sinnvoller im Solo-Mining, wo du mit winziger Wahrscheinlichkeit einen ganzen Block findest, oder bei Pools mit Auszahlung über das Lightning Network, wo auch Kleinstbeträge sofort ankommen.
Rechner 2: Wann erreichst du die 0,005-BTC-Schwelle?
Bis 0,005 BTC: 41 Tage (ca. 1,4 Monate)
Vereinfachte Rechnung: Hashprice in BTC umgerechnet, abzüglich Poolgebühr, ohne Merge-Mining-Coins. Bei PPLNS schwankt die tatsächliche Dauer.
Ein Detail, das Einsteiger überrascht: Eine Änderung der Auszahlungsadresse verlangt bei F2Pool eine Bestätigung, und Auszahlungen gehen ausschließlich an die hinterlegte Adresse. Leg vorher eine eigene Adresse in einer Wallet an, deren Schlüssel du selbst kontrollierst. Welche Varianten es gibt und worauf du achten musst, steht in unserem Überblick zu Krypto-Wallets. Eine Börsenadresse als Ziel funktioniert zwar technisch, bringt aber eine weitere Partei ins Spiel, die deine Coins halten und im Zweifel einfrieren kann.
Was ist Merge-Mining und was bringt es bei F2Pool wirklich?
Merge-Mining bedeutet, dass dieselbe Rechenarbeit gleichzeitig mehrere kompatible Blockchains absichert; F2Pool zahlt Bitcoin-Minern im Oktober 2026 laut eigener Website zusätzlich HTR, ELA, NMC, FB und NAT aus, Litecoin-Minern Dogecoin, BELLS, LKY, PEP und DINGO.
Technisch funktioniert das, weil manche Blockchains den Arbeitsnachweis einer anderen Kette akzeptieren. Wer einen Bitcoin-Share einreicht, liefert damit automatisch auch Arbeit für Namecoin oder Elastos. Du brauchst keinen zusätzlichen Strom und keine zusätzliche Hardware. Bei Bitcoin weist F2Pool die Boni als Paket aus: Der Rechner auf der Website schätzt pro TH/s und Tag etwa 0,00000045 BTC plus kleine Mengen Fractal Bitcoin (FB) und NAT. Insgesamt kommt F2Pool so auf eine Paketschätzung von 0,0366 Dollar je TH/s und Tag f2pool.com, 16.10.2026.
Unsere Einschätzung: Bei Bitcoin sind die Merge-Mining-Boni ein nettes Extra, aber kein entscheidender Faktor – sie ändern an der Rentabilitätsrechnung oben wenig, solange ihr Marktwert so klein bleibt. Außerdem musst du die Coins verkaufen können, und bei manchen Mini-Coins ist die Liquidität so dünn, dass der Verkauf mehr kostet, als die Coins wert sind. Spannender ist die Scrypt-Seite. Wer Litecoin schürft, bekommt Dogecoin dazu, und bei Scrypt-Minern macht der DOGE-Anteil traditionell einen spürbaren Teil des Gesamtertrags aus. Für Dogecoin und die kleineren Scrypt-Coins gilt bei F2Pool allerdings PPLNS mit 4 % Gebühr.
So aktivierst du Merge-Mining
Im Dashboard unter den Auszahlungseinstellungen für jeden Merge-Coin eine eigene Adresse hinterlegen. Ohne Adresse sammelt sich nichts an, und Erträge werden nicht rückwirkend gutgeschrieben. Prüfe nach ein paar Tagen, ob Guthaben auflaufen – und ob die jeweilige Mindestauszahlung realistisch erreichbar ist.
Welche Coins kann man 2026 bei F2Pool minen?
F2Pool listet im Oktober 2026 auf seiner Startseite 15 Haupt-Netzwerke, darunter Bitcoin, Bitcoin Cash, Litecoin, Zcash, Dash, Kaspa, Ethereum Classic, Alephium, Conflux, Aleo und seit Juli 2026 den GPU-Coin Pearl.
Die alte Werbeformel „über 40 Coins“ stammt aus Zeiten, in denen jeder zweite Monat ein neuer GPU-Coin dazukam. Zählt man die Merge-Mining-Coins mit, kommt man weiterhin auf eine lange Liste. Die Kernauswahl ist aber kleiner geworden – und das ist eher ein gutes Zeichen, weil viele der alten Mini-Netzwerke keine nennenswerte Hashrate mehr hatten.
Für SHA-256-Geräte gibt es neben Bitcoin nur Bitcoin Cash als nennenswerte Alternative, die auf derselben Hardware läuft. Equihash-Miner zielen auf Zcash, das 2026 durch die Privacy-Rally wieder Aufmerksamkeit bekam. Kaspa ist längst ein ASIC-Netzwerk, Grafikkarten haben dort keine Chance mehr. Neu ist Pearl (PRL): F2Pool hat den Pool am 6. Juli 2026 gestartet und beschreibt das Projekt als Layer-1 mit „Proof of Useful Work“, optimiert für Nvidia-Karten, mit einer Mindestauszahlung von 1 PRL F2Pool Help Center, 06.07.2026. Wie es um GPU-Mining in Deutschland insgesamt steht, haben wir separat durchgerechnet – auch dort ist der Strompreis der Spielverderber.
Wie richte ich F2Pool ein?
Die Einrichtung von F2Pool dauert etwa 15 Minuten: Konto anlegen, Auszahlungsadresse hinterlegen, im ASIC die Stratum-Adresse mit dem Benutzernamen im Format kontoname.workername eintragen, Auszahlungsmodell wählen und nach einigen Minuten prüfen, ob der Worker im Dashboard erscheint.
Schritt 1: Konto und Sicherheit
Registriere dich mit E-Mail-Adresse und aktiviere sofort die Zwei-Faktor-Authentifizierung über eine Authenticator-App. Ein Pool-Konto ist kein Börsenkonto, aber wer es übernimmt, kann deine Auszahlungsadresse ändern oder deine Hashrate umlenken. Nutze ein eigenes, nirgends sonst verwendetes Passwort.
Schritt 2: Auszahlungsadresse
Hinterlege eine Bitcoin-Adresse aus deiner eigenen Wallet. Wer Merge-Mining nutzen will, ergänzt die Adressen für die Zusatz-Coins. Notiere dir die erste Zeichenfolge und die letzte, und vergleiche sie nach dem Speichern noch einmal. Malware, die Adressen in der Zwischenablage austauscht, ist kein theoretisches Problem.
Schritt 3: Miner konfigurieren
In der Weboberfläche deines ASICs trägst du als Pool die Stratum-Adresse ein, die dir das F2Pool-Dashboard für deine Region anzeigt, als Benutzernamen deinen Kontonamen plus Punkt plus Worker-Namen, etwa felix.keller01. Das Passwortfeld wird bei den meisten Pools nicht geprüft. Trag zusätzlich mindestens eine Ausweichadresse ein – entweder einen zweiten F2Pool-Server oder einen anderen Pool. Fällt die Verbindung aus, wechselt der Miner automatisch.
Schritt 4: Auszahlungsmodell und Benachrichtigungen
Wähle FPPS oder PPLNS und aktiviere die Benachrichtigung bei ausgefallenen Workern. Ein ASIC, der unbemerkt einen Tag stillsteht, kostet bei einem S21 XP zwar nur rund 9 € Ertrag – aber oft steckt ein Hitzeproblem dahinter, das du lieber früh bemerkst.
Was ist Stratum V2 und nutzt F2Pool es schon?
Stratum V2 ist das verschlüsselte Nachfolgeprotokoll für die Kommunikation zwischen Miner und Pool; F2Pool ist der Stratum-V2-Arbeitsgruppe am 7. Mai 2026 beigetreten, ein produktiver V2-Betrieb für alle F2Pool-Kunden ist bis Oktober 2026 aber nicht öffentlich bestätigt.
Das alte Stratum-Protokoll stammt aus dem Jahr 2012. Es überträgt Daten unverschlüsselt und lässt den Pool allein entscheiden, welche Transaktionen in einen Block kommen. Stratum V2 ändert beides. Die Verbindung wird verschlüsselt und authentifiziert, und über das sogenannte Job-Declaration-Protokoll können Miner ihre eigenen Blockvorlagen bauen. Laut Bitcoin.com sinkt der Bandbreitenbedarf um rund 60 % auf Pool- und 70 % auf Miner-Seite, und Braiins nennt aus eigenen Tests bis zu 7,4 % höhere Profitabilität – eine Herstellerzahl, die du mit Vorsicht lesen solltest Bitcoin.com News, 09.05.2026.
Am 7. Mai 2026 begrüßte die Arbeitsgruppe ANTPOOL, Block, DMND, F2Pool, Foundry, die MARA Foundation und SpiderPool als neue Mitglieder. Die Gruppe wurde 2022 von Braiins und Spiral gegründet und versteht sich als herstellerneutraler Standard Stratum V2 Working Group, 07.05.2026. Das Bitcoin-Wiki weist zu Recht darauf hin, dass eine Mitgliedschaft noch keinen produktiven V2-Betrieb für Kunden bedeutet. Unsere Einschätzung: Der Beitritt ist ein wichtiges Signal, weil die großen Pools damit gemeinsam an einem offenen Standard arbeiten. Für deinen Alltag ändert sich im Moment nichts. Dein ASIC verbindet sich weiter über Stratum V1, und wer V2 heute nutzen will, landet eher bei Braiins oder DMND.
Hat F2Pool Transaktionen zensiert?
Ja: Im November 2023 hat F2Pool laut CoinDesk sechs Transaktionen von OFAC-sanktionierten Adressen nicht in seine Blöcke aufgenommen; Mitgründer Wang Chun kündigte nach öffentlicher Kritik an, den Filter vorerst abzuschalten.
Aufgedeckt hat das der Bitcoin-Entwickler 0xB10C mit seinem Projekt „miningpool-observer“, das Blöcke mit dem vergleicht, was ein Pool eigentlich hätte aufnehmen können. Wang Chun verteidigte zunächst auf X, keine Transaktionen von „Kriminellen, Diktatoren und Terroristen“ bestätigen zu wollen, löschte den Beitrag dann und erklärte, Zensurresistenz müsse im Protokoll selbst verankert sein. Wenige Stunden später ruderte er zurück CoinDesk, 22.11.2023. Tech Times schreibt im Oktober 2026, F2Pool habe auch 2025 sanktionierte Transaktionen gefiltert. Diese zweite Angabe konnten wir in einer Primärquelle nicht unabhängig prüfen.
Warum das für dich als Miner relevant ist: Wer einem Pool Hashrate liefert, liefert ihm auch Macht. Unter Stratum V1 entscheidet allein der Pool, welche Transaktionen in die Blöcke kommen, die mit deiner Rechenarbeit entstehen. Solange einzelne Pools filtern, landen gefilterte Transaktionen meist trotzdem im nächsten Block eines anderen Pools – es dauert nur länger. Kritisch wird es, wenn viele große Pools gleichzeitig filtern. Genau deshalb ist Stratum V2 mit eigenen Blockvorlagen mehr als ein technisches Detail.
Ist F2Pool zu groß für Bitcoins Dezentralisierung?
F2Pool allein ist mit rund 16 % der Blöcke im Oktober 2026 kein Mehrheitsrisiko, aber nach Berechnung von KryptoZukunft.com kommen die drei größten Pools Foundry USA, AntPool und F2Pool zusammen auf 63,55 % der Blöcke der letzten Woche – drei Akteure könnten also theoretisch eine Mehrheit bilden.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Pool und Miner. Ein Pool besitzt die Hashrate nicht, er koordiniert sie. Die einzelnen Miner können innerhalb von Minuten zu einem anderen Pool wechseln, und das ist in der Vergangenheit auch geschehen, wenn ein Pool zu groß wurde. Trotzdem ist die Konzentration ein reales Problem für die Dezentralisierung. Tech Times beziffert den Nakamoto-Koeffizienten von Bitcoin auf 3 und berichtet über eine Reorganisation von zwei Blöcken im März 2026. Wie sich längste Kette und Mehrheit der Rechenleistung zueinander verhalten, erklären wir beim Nakamoto-Konsens.
Dass Pools im Ernstfall Weichen stellen, hat 2026 der Streit um BIP-110 gezeigt. Als ein Durchsetzungszweig sich von der Hauptkette abspaltete, entschied faktisch die Pool-Hashrate darüber, welche Kette weiterläuft – unser Bericht zur Bitcoin-Kettenspaltung durch BIP-110 zeigt, wie schnell eine Minderheitskette zum Stillstand kommt. Ein Blick über den Tellerrand: Bei kleineren Netzwerken ist die Lage oft noch heikler, wie der Fall zeigt, in dem ein einzelnes Unternehmen 18 % der Zcash-Hashrate kontrolliert.
Aus der Praxis: Wenn dir Dezentralisierung wichtig ist, verteile deine Geräte auf zwei Pools oder wähle bewusst einen kleineren Pool. Bei FPPS kostet dich das im Erwartungswert nichts. Bei PPLNS nimmst du bei einem kleinen Pool mehr Schwankung in Kauf.
Was bedeutet die Schließung von Binance Pool für F2Pool-Nutzer?
Binance schließt seinen Mining-Pool am 10. November 2026 um 07:00 UTC endgültig; die freiwerdende Hashrate von geschätzt 0,7 bis 1,4 % des Netzwerks dürfte laut Tech Times vor allem zu den großen Pools wie F2Pool, AntPool und Foundry wandern.
Laut der Ankündigung vom 13. Oktober 2026 werden mit dem Pool auch Cloud Mining, Pool Savings und der Transaktionsbeschleuniger eingestellt. Wer noch Guthaben hat, muss bis zum 10. November um 23:59 UTC die Identitätsprüfung abschließen, und ab dem 24. November sind alle Abrechnungsseiten nicht mehr erreichbar. Tech Times nennt als Hintergrund unter anderem, dass Binance vor dem 1. Juli 2026 keine MiCA-Lizenz erhalten und damit den EU-Marktzugang verloren hat Tech Times, 14.10.2026. Was das Binance-Aus für deutsche Kunden insgesamt bedeutet, fassen wir in unseren FAQ zu Binance zusammen.
Für dich heißt das zweierlei. Wenn du selbst bei Binance Pool minst: Stratum-Adresse bis zum 10. November umstellen, Guthaben abziehen und unbedingt die Abrechnungen herunterladen – die brauchst du für die Steuer. Wenn du schon bei F2Pool bist: Die Gebühren ändern sich nicht. Allerdings verstärkt jeder Pool, der aufgibt, die Konzentration bei den verbleibenden Großen. OKX hat seinen Pool bereits im Januar 2024 geschlossen, BitMEX im September 2026, und Poolin hat laut Tech Times im Juli 2026 Gläubigerschutz beantragt.
Wie wirkt sich das Halving 2028 auf F2Pool-Miner aus?
Beim nächsten Bitcoin-Halving, das nach Berechnung von KryptoZukunft.com bei Block 1.050.000 voraussichtlich im Frühjahr 2028 stattfindet, sinkt die Blocksubvention von 3,125 auf 1,5625 BTC – bei unverändertem Kurs und gleicher Netzwerk-Hashrate halbiert sich damit der Ertrag jedes F2Pool-Miners.
Am 16. Oktober 2026 lag die Blockhöhe bei rund 971.740. Bis zu Block 1.050.000 fehlen also gut 78.000 Blöcke. Bei exakt zehn Minuten pro Block wären das 543 Tage, das Halving fiele damit auf etwa den 11. April 2028. Weil die Hashrate derzeit steigt und Blöcke etwas schneller kommen, kann es auch einige Wochen früher sein. Die Mechanik und die Geschichte der bisherigen Halvings findest du in unserem Artikel zum Bitcoin-Halving 2028.
Die Frage, die sich jeder Miner stellen muss, lautet: Welcher Kurs gleicht das Halving aus? Historisch hat sich die Hashrate nach Halvings zunächst abgeschwächt, weil ineffiziente Geräte abgeschaltet wurden, und ist dann mit dem Kurs wieder gestiegen. Eine Garantie gibt es dafür nicht. Der aktuelle Kurs von rund 82.400 Dollar liegt 34,7 % unter dem Allzeithoch vom 6. Oktober 2025 CoinMarketCap, 16.10.2026 – wie nervös der Markt gerade ist, zeigt unser Bericht darüber, wie Bitcoin kurz unter 80.000 Dollar fiel.
Rechner 3: Halving-Check – überlebt dein Miner 2028?
Nach dem Halving: -2,48 € pro Tag Ergebnis
Nötiger BTC-Kurs für Break-even nach dem Halving: 127.640 $
Basis: Hashprice 39,23 $ je PH/s und Tag bei 82.400 $ BTC, EZB-Kurs 1,1253, F2Pool FPPS 4 %. Transaktionsgebühren (aktuell unter 1 %) vereinfacht wie Subvention behandelt. Eigene Modellrechnung, keine Prognose.
Mit den Standardwerten – günstiger Strom von 8 ct, Kurs unverändert – rutscht ein S21 XP nach dem Halving ins Minus. Damit er bei 8 ct auch nach dem Halving noch die Stromkosten deckt, müsste Bitcoin nach unserer Rechnung auf rund 127.600 Dollar steigen, also etwas über das bisherige Allzeithoch. Das ist nicht unrealistisch, aber eben auch nicht sicher. Steigt die Netzwerk-Hashrate bis dahin weiter, verschiebt sich die Schwelle nach oben. Tipp: Setz die Hashrate-Veränderung im Rechner auf +20 %, dann siehst du, wie stark dieser Effekt ist.
Wie werden Mining-Erträge aus F2Pool in Deutschland versteuert?
Mining-Erträge aus F2Pool sind in Deutschland bei Zufluss mit ihrem Marktwert steuerpflichtig – je nach Umfang als gewerbliche Einkünfte oder als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG mit 256 € Freigrenze; maßgeblich ist das BMF-Schreiben vom 6. März 2025.
Das BMF-Schreiben zur ertragsteuerlichen Behandlung von Kryptowerten vom 6. März 2025 ersetzt das Vorgängerschreiben von 2022 und regelt unter anderem Bewertung und Mitwirkungspflichten PwC Steuern und Recht, 07.03.2025. Für Mining unterscheidet die Finanzverwaltung grob: Wer nachhaltig, mit Gewinnerzielungsabsicht und in größerem Umfang schürft, betreibt in der Regel ein Gewerbe. Gelegentliches Mining kann als sonstige Leistung unter § 22 Nr. 3 EStG fallen, wo eine Freigrenze von 256 € im Jahr gilt. Jede Auszahlung des Pools ist dabei mit dem Euro-Wert zum Zeitpunkt des Zuflusses anzusetzen. Wie die Abgrenzung im Einzelnen aussieht und welche Dokumentation das Finanzamt erwartet, steht in unserem Ratgeber Krypto-Steuern 2026.
Die geschürften Coins gelten als angeschafft. Verkaufst du sie später, läuft für den Kursgewinn die Einjahresfrist nach § 23 EStG. Stand 9. Oktober 2026 ist die Haltefrist weiterhin in Kraft. Ein Referentenentwurf sieht vor, Kryptogewinne künftig unabhängig von der Haltedauer als Kapitaleinkünfte zu besteuern, allerdings nur für Coins, die nach dem 31. Dezember 2026 angeschafft werden kleinstb.de, aktualisiert 09.10.2026. Was hinter dem Stichtag steckt, haben wir zu Klingbeils Krypto-Steuer ausführlich erklärt. Für Miner ist das heikel: Coins, die du ab 2027 schürfst, könnten unter die neue Regel fallen.
Ein Punkt, über den kaum jemand spricht: Wer zu deutschen Haushaltsstrompreisen dauerhaft Verlust macht, riskiert, dass das Finanzamt das Ganze als Liebhaberei einstuft – dann sind die Verluste steuerlich nicht nutzbar. Lade deshalb deine F2Pool-Auszahlungshistorie regelmäßig herunter, dokumentiere Stromverbrauch und Gerätekosten und rechne Veräußerungsgewinne mit unserem Krypto-Steuerrechner nach. Und rechne nicht damit, dass Pool-Erträge unbemerkt bleiben: Seit 2026 melden Anbieter im Zuge von DAC8 deutlich mehr Daten, wie wir unter „Kann das Finanzamt meine Wallet sehen?“ zeigen. Das hier ist eine allgemeine Einordnung; bei gewerblichem Mining führt an einer Steuerberatung kaum ein Weg vorbei.
F2Pool, Foundry, AntPool, ViaBTC, Braiins – welcher Pool passt zu wem?
Für Privatminer in Europa ist F2Pool im Oktober 2026 eine solide Wahl, wenn Multi-Coin- und Merge-Mining wichtig sind, während Braiins mit 0 % Gebühr bei eigener Firmware und Lightning-Auszahlung für reine Bitcoin-Kleinminer attraktiver sein kann.
| Pool | Blockanteil 7 Tage | Bitcoin-Modell | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|---|
| Foundry USA | 25,42 % | FPPS | Marktführer, auf institutionelle Miner ausgerichtet | für Privatleute wenig zugänglich |
| AntPool | 22,08 % | FPPS, PPLNS, Solo | Nähe zu Bitmain, große Infrastruktur | liefert laut Tech Times über Proxy-Pools Vorlagen für einen großen Teil der Hashrate |
| F2Pool | 16,05 % | FPPS 4 % / PPLNS 2 % | lange Historie, viele Netzwerke, Merge-Mining | vergleichsweise hohe FPPS-Gebühr, Filter-Vorfall 2023 |
| ViaBTC | 10,39 % | u. a. PPS+, PPLNS | einsteigerfreundliche Oberfläche | ebenfalls zentralisiert |
| Braiins Pool | unter 5 % | FPPS | 0 % mit Braiins OS, Lightning-Auszahlung, Stratum V2 im Einsatz | Gebührenvorteil an eigene Firmware gebunden |
Quellen: mempool.space (16.10.2026), f2pool.com, braiins.com, Bitcoin.com News, Tech Times. Bewertung der Stärken und Schwächen: eigene Einschätzung.
Unsere Einschätzung: Es gibt keinen objektiv besten Pool. Wer ein einzelnes Gerät betreibt und Bitcoin will, kann bei Braiins Gebühren sparen und kleine Beträge per Lightning abziehen. Wer verschiedene Algorithmen betreibt oder Scrypt-Geräte hat, findet bei F2Pool eine der breitesten Auswahlen. Wer Dezentralisierung priorisiert, wählt bewusst einen kleineren Pool. Ein Wechsel kostet dich nur ein paar Minuten in der Miner-Oberfläche – das ist die eigentliche Stärke des Pool-Markts.
Ist F2Pool sicher – und was passiert mit meinem Guthaben im Pool?
F2Pool ist seit 2013 ohne öffentlich bekannten großen Hack in Betrieb, doch Guthaben unterhalb der Mindestauszahlung von 0,005 BTC liegt beim Pool und ist damit – wie bei jedem Pool – ein Gegenparteirisiko ohne Einlagensicherung.
Das größte Risiko für dich ist selten ein Hack, sondern Bürokratie und Geschäftspolitik. Die Binance-Schließung zeigt, wie schnell ein Pool verschwinden kann und dass dann plötzlich Fristen und Identitätsprüfungen über dein Guthaben entscheiden. Deshalb gilt: Halte das Guthaben im Pool klein, also die Auszahlungsschwelle niedrig, sofern dein Gerät sie schnell erreicht. Sichere dein Konto mit Zwei-Faktor-Authentifizierung. Prüfe regelmäßig, ob die hinterlegte Auszahlungsadresse noch stimmt. Und lade Abrechnungen herunter, bevor du sie brauchst.
Ein weiterer Punkt ist die regulatorische Lage. F2Pool hat chinesische Wurzeln, operiert aber global. Ein Pool ist kein Kryptowerte-Dienstleister im Sinne von MiCA, solange er keine Coins verwahrt oder tauscht – in der Praxis hält er aber eben doch bis zur Auszahlung Guthaben. Wie sich das rechtlich entwickelt, ist offen. Mehr Hintergründe zu Halving-Folgen und der Branche findest du in unseren FAQ zu Mining und Staking.
Was hat der F2Pool-Gründer mit einer Mars-Mission zu tun?
F2Pool-Mitgründer Wang Chun wurde laut CoinDesk vom 22. Mai 2026 als Kommandant der ersten kommerziellen bemannten SpaceX-Mission zum Mars benannt und nimmt dafür eine zweijährige Auszeit von seiner bisherigen Rolle.
Laut CoinDesk soll die Mission zunächst den Mond in rund 200 Kilometern Abstand umrunden und dann an Mars vorbeifliegen; sie dient auch als Test für die Starship-Architektur. Für F2Pool-Nutzer ist das eine Randnotiz, aber keine ganz unwichtige: Wenn einer der prägenden Köpfe eines Pools für zwei Jahre ausfällt, kommt es auf die Organisation dahinter an. Bislang gibt es keine Hinweise auf Änderungen an Gebühren oder Betrieb. Wir behalten das im Auge.
Die wichtigsten Aussagen auf einen Blick
- Laut KryptoZukunft.com-Analyse (Felix Rieger, Oktober 2026) schürfte F2Pool in der Woche bis zum 16. Oktober 2026 16,05 % aller Bitcoin-Blöcke und ist damit der drittgrößte Pool hinter Foundry USA und AntPool.
- F2Pool verlangt im Oktober 2026 für Bitcoin 4,0 % Gebühr im FPPS-Modell und 2,0 % im PPLNS-Modell bei einer Mindestauszahlung von 0,005 BTC (ca. 366 €).
- Ein Antminer S21 XP macht bei F2Pool-FPPS und 37 ct/kWh Haushaltsstrom nach Berechnung von KryptoZukunft.com etwa 23 € Verlust pro Tag; die Gewinnschwelle liegt bei rund 10,3 ct/kWh.
- Transaktionsgebühren machten im Oktober 2026 laut mempool.space-Daten weniger als 0,7 % der Blockbelohnung aus, die Einnahmen hängen also fast vollständig an der Subvention, die sich 2028 halbiert.
- Foundry USA, AntPool und F2Pool kamen zusammen auf 63,55 % der Blöcke einer Woche; Binance Pool schließt am 10. November 2026.
Quiz: Wie gut kennst du F2Pool?
1. Welche Gebühr verlangt F2Pool im Oktober 2026 für Bitcoin im FPPS-Modell?
2. Wie hoch ist die Bitcoin-Mindestauszahlung bei F2Pool?
3. Welchen Coin bekommen Litecoin-Miner bei F2Pool per Merge-Mining dazu?
4. Welchen Anteil an der Blockbelohnung hatten Transaktionsgebühren Mitte Oktober 2026 ungefähr?
5. Was ändert Stratum V2 für Miner grundlegend?
Beantworte alle fünf Fragen, um dein Ergebnis zu sehen.
Häufige Fragen zu F2Pool
Was ist F2Pool?
Wie hoch sind die F2Pool-Gebühren für Bitcoin 2026?
Gibt es bei F2Pool noch PPS+ für Bitcoin?
Was ist der Unterschied zwischen FPPS und PPLNS?
Wie hoch ist die Mindestauszahlung bei F2Pool?
Wann zahlt F2Pool aus?
Lohnt sich Mining mit F2Pool in Deutschland?
Was ist Merge-Mining bei F2Pool?
Kann ich Litecoin und Dogecoin gleichzeitig bei F2Pool minen?
Welche Coins unterstützt F2Pool 2026?
Wie groß ist F2Pool im Vergleich zu Foundry und AntPool?
Nutzt F2Pool schon Stratum V2?
Hat F2Pool Transaktionen zensiert?
Ist F2Pool sicher?
Wie versteuere ich Mining-Erträge von F2Pool?
Was passiert mit F2Pool-Minern beim Halving 2028?
Was bedeutet das Ende von Binance Pool?
Für wen eignet sich F2Pool?
Wer hat F2Pool gegründet?
Kann ich bei F2Pool mit Grafikkarten minen?
Weiterlesen auf KryptoZukunft.com
Quellen
- mempool.space – Mining Dashboard (Pool-Ranking 1 Woche, Difficulty, Gebühren), abgerufen 16.10.2026
- Hashrate Index – Bitcoin Mining Pool Data, Oktober 2026
- Hashrate Index – Bitmain Antminer S21 XP, Oktober 2026
- F2Pool – Startseite mit Gebühren- und Auszahlungstabelle, abgerufen 16.10.2026
- F2Pool Help Center – Pearl (PRL) pool launched, 06.07.2026
- Bitcoin Wiki – F2Pool, abgerufen 16.10.2026
- CoinMarketCap – Bitcoin-Kurs und Allzeithoch, 16.10.2026
- Europäische Zentralbank – Euro-Referenzkurs USD, 16.10.2026
- BDEW – Strompreisanalyse, August 2026
- Stratum V2 Working Group – Neue Mitglieder, 07.05.2026
- Bitcoin.com News – Foundry, Antpool und F2pool signalisieren Stratum-V2-Wechsel, 09.05.2026
- Braiins – Braiins Pool, abgerufen 16.10.2026
- CoinDesk – F2Pool acknowledges filter, 22.11.2023
- CoinDesk – F2Pool founder to lead first SpaceX mission to Mars, 22.05.2026
- Tech Times – Binance Pool closes November 10, 14.10.2026
- PwC Steuern und Recht – BMF: Einzelfragen zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung bestimmter Kryptowerte, 07.03.2025
- kleinstb.de – Krypto-Haltefrist-Abschaffung: Stand und Zeitplan, aktualisiert 09.10.2026
Zitiervorschlag: Rieger, Felix (2026): F2Pool 2026: Was kostet der Mining-Pool wirklich – und lohnt sich Bitcoin-Mining in Deutschland noch? KryptoZukunft.com, aktualisiert am 16. Oktober 2026. https://kryptozukunft.com/2025/03/14/f2pool-erklarung/
Risikohinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Mining ist mit erheblichen Risiken verbunden: Strompreise, Hardware-Wertverlust, Kursschwankungen, Difficulty-Anstieg und das Halving können zu Verlusten führen. Alle Rechnungen sind Modellrechnungen auf Basis der genannten Stichtagsdaten und keine Ertragsprognose. Gebühren und Konditionen von Pools können sich jederzeit ändern – prüfe sie vor einer Entscheidung direkt beim Anbieter. KryptoZukunft.com erhält von F2Pool oder anderen genannten Pools keine Vergütung.