LIVE
Seit 1. Juli 2026 in Kraft Der MiCA-Stichtag ist vorbei: über 1.700 Anbieter müssen den EU-Betrieb einstellen — ist deine Börse noch zugelassen? Börsen prüfen →

Ist BingX MiCA-lizenziert? Ja – BingX EU hat seit Oktober 2026 die FMA-Zulassung, aber deutsche Neukunden müssen noch warten

Krypto News - Nachrichten Portal Kryptobörsen Test - Die besten Kryptobörsen
BINGX REGULATORY COMPLIANCE STATUS; MiCA License, BingX, STATUS: FULLY LICENSED, Jurisdiction: European Union, APPROVED; FMA Application Status, FMA, STATUS: APPLICATION IN PROGRESS, Jurisdiction: Austria, UNDER REVIEW
Inhaltsverzeichnis (23)
  1. Ist BingX MiCA-lizenziert? Ja – BingX EU hat die FMA-Zulassung, deutsche Neukunden müssen trotzdem noch warten
  2. Was sagt BingX selbst dazu?
  3. Was steht in der Zulassung vom Oktober 2026?
  4. Warum „Tausch“ nicht dasselbe ist wie „Börse“
  5. Und die Futures?
  6. Kann ich mich jetzt als Deutscher bei BingX EU anmelden?
  7. Gilt der BingX-Referral-Code bei BingX EU?
  8. Wie lautet der Registerstand?
  9. Wie ist der Verlauf?
  10. Warum reichen die bestehenden Registrierungen nicht?
  11. Warum hat das Verfahren so lange gedauert?
  12. Beleg 1: Die FMA erteilt durchaus
  13. Beleg 2: Die FMA greift auch nach der Erteilung durch
  14. Was bedeutet das konkret für dich?
  15. Mache ich mich strafbar, wenn ich als Bestandskunde bleibe?
  16. Was solltest du als Bestandskunde vorbereiten?
  17. Wie prüfe ich den Status selbst?
  18. Wie standen die Chancen auf eine Zulassung?
  19. Wie sieht es bei den anderen Börsen aus?
  20. Fazit
  21. Häufige Fragen zum MiCA-Status von BingX
  22. Weiterführende Artikel
  23. Ähnliche Beiträge
Regulierung · Stand 31. Oktober 2026

Ist BingX MiCA-lizenziert? Ja – BingX EU hat die FMA-Zulassung, deutsche Neukunden müssen trotzdem noch warten

Die Antwort hat sich geändert. Am 14. Oktober 2026 hat BingX bekanntgegeben, dass seine Wiener Gesellschaft MEGE zweite GmbH (BingX EU) von der österreichischen Finanzmarktaufsicht als Krypto-Dienstleister nach MiCA zugelassen wurde. Einen Starttermin gibt es aber noch nicht, und die globale BingX-Plattform bleibt für Neukunden aus Deutschland gesperrt. Diese Seite dokumentiert den Verlauf seit dem Antrag im Juni, erklärt, was die Zulassung abdeckt und was nicht – und wird bei jeder Statusänderung aktualisiert.

✍️ Felix Rieger 🗓️ Aktualisiert: 31. Oktober 2026 ⏱️ ca. 17 Min. 🔄 Wird laufend fortgeschrieben
Ja, für BingX EU – Stand 31. Oktober 2026

BingX EU (MEGE zweite GmbH, Wien) hat eine MiCA-Zulassung der österreichischen FMA, bekanntgegeben am 14. Oktober 2026. Laut FMA-Liste umfasst sie Verwahrung, Tausch von Krypto gegen Fiat und gegen andere Kryptowerte sowie Transferdienste – nicht aber den Betrieb einer Handelsplattform. Einen Starttermin gibt es nicht. Neu ist: Laut CASP Tracker, der am 22. Oktober mit dem ESMA-Register abgeglichen hat, ist die MEGE zweite GmbH dort jetzt mit Zulassungsdatum 13. Oktober 2026 eingetragen. Für dich heißt das: Als Neukunde aus Deutschland kannst du dich heute weiterhin nicht registrieren – weder bei der globalen Plattform noch (noch) bei BingX EU.

Was ist neu seit dem letzten Update (14. August 2026)?

Korrektur der Kernaussage: In der Fassung vom 14. August stand hier „Nein – keine erteilte MiCA-Lizenz“. Das war damals richtig, ist aber seit dem 14. Oktober 2026 überholt. BingX meldet, dass die FMA die Wiener Gesellschaft MEGE zweite GmbH, die als BingX EU auftritt, als Krypto-Dienstleister (CASP) zugelassen hat.BingX Blog, 14.10.2026 Das österreichische Fachmedium Trending Topics nennt die Dienste aus der FMA-Liste: Verwahrung, Tausch Krypto gegen Fiat, Tausch Krypto gegen Krypto und Transfers im Auftrag von Kunden. Betrieb einer Handelsplattform und Anlageberatung stehen nicht darauf.Trending Topics, 15.10.2026

Was sich nicht geändert hat: Es gibt keinen Starttermin, keine Aussage dazu, ob Deutschland zu den ersten Ländern gehört, und keine Aussage zu Futures, Copy Trading oder Empfehlungscodes bei BingX EU.The Crypto Times, 15.10.2026 Die globale Plattform BingX steht laut CASP Tracker mit Stand 14. Oktober weiterhin nicht im ESMA-Register.CASP Tracker, Stand 14.10.2026 Wir haben deshalb die Tabellen, die Zeitleiste, den Börsenvergleich, das Fazit und die FAQ angepasst und sechs neue Fragen ergänzt – geprüft am 16. Oktober 2026.

Was ist neu seit dem letzten Update (16. Oktober 2026)?

BingX EU steht jetzt im ESMA-Register. Laut CASP Tracker, der seine Daten am 22. Oktober 2026 mit dem ESMA-Register abgeglichen hat, ist die MEGE zweite GmbH als zugelassener Krypto-Dienstleister eingetragen, mit Zulassungsdatum 13. Oktober 2026. Deutschland steht auf der Liste der Länder, für die der Pass gilt. Das beschreibt aber nur den rechtlichen Rahmen, nicht ein Angebot, das schon läuft.CASP Tracker, Abgleich 22.10.2026

Weiter kein Starttermin, keine Derivate. Der Start soll erst nach Abschluss der Passporting-Verfahren kommen. Derivate gehören nicht zum Umfang der Lizenz, abgedeckt sind Verwahrung, Tausch und Transfers.Traders Union, 23.10.2026 Für dich als deutscher Neukunde ändert sich damit heute noch nichts, und der Referral-Code NA4QYR bleibt vorerst nicht einlösbar.

Neues Produkt der globalen Plattform: Am 19. Oktober hat BingX BXUSD vorgestellt, ein verzinstes Guthaben auf Basis eines US-Geldmarktfonds von Franklin Templeton. Die Mitteilung spricht nur von „berechtigten Nutzern“ und erwähnt BingX EU nicht. Für deutsche Neukunden ist es deshalb kein Thema.PR Newswire, 19.10.2026 Geprüft am 23. Oktober 2026.

Was ist neu seit dem letzten Update (23. Oktober 2026)?

Am Lizenzstatus hat sich nichts geändert. CASP Tracker hat seine Daten am 30. Oktober 2026 erneut mit dem ESMA-Register abgeglichen: Die MEGE zweite GmbH steht dort weiter als zugelassener Krypto-Dienstleister, Zulassungsdatum 13. Oktober 2026, mit vier von zehn möglichen Diensten – Verwahrung, Tausch gegen Geld, Tausch gegen andere Kryptowerte und Transfers. Deutschland gehört zu den 29 Staaten, für die der Pass gilt.CASP Tracker, Abgleich 30.10.2026

Weiter kein Starttermin. Wir haben die Originalmitteilung und die Berichterstattung bis heute noch einmal durchgesehen. Die Pressemitteilung spricht nur davon, dass BingX EU den Start im EWR „vorbereitet“, vorbehaltlich laufender Passporting-Vereinbarungen. Ein Datum oder eine Anmeldeseite für Kunden aus Deutschland haben wir nicht gefunden.GlobeNewswire, 15.10.2026 Auch Finance Magnates nennt keinen Termin und ordnet BingX EU neben Bybit und KuCoin ein, die ihre Zulassung ebenfalls in Wien erhalten haben.Finance Magnates, 14.10.2026

Für dich heißt das: Als deutscher Neukunde kannst du dich heute weder bei der globalen Plattform noch bei BingX EU anmelden, und der Referral-Code NA4QYR bleibt bis auf Weiteres nicht einlösbar. Geprüft am 31. Oktober 2026.

Das Wichtigste in Kürze: BingX EU beantragte im Juni 2026 eine CASP-Zulassung bei der Finanzmarktaufsicht Österreich und erhielt sie nach eigener Mitteilung vom 14. Oktober 2026. Zum MiCA-Stichtag am 1. Juli 2026 hatte BingX Registrierungsbeschränkungen für EU-IP-Adressen eingeführt; sie gelten für die globale Plattform weiter. Der Start der regulierten EU-Dienste ist angekündigt, aber nicht terminiert. Bis dahin ist BingX für deutsche Neukunden keine Option, und auch danach ist offen, ob das Angebot dem entspricht, was du von BingX kennst – vor allem bei Futures und Copy Trading.

Was sagt BingX selbst dazu?

Ungewöhnlich klar – und das ist erwähnenswert, weil viele Anbieter in dieser Lage schweigen.

In einer Support-Mitteilung vom 16. Juni 2026 erklärt das Unternehmen, BingX EU habe einen Antrag auf Zulassung als Krypto-Dienstleister nach der Verordnung (EU) 2023/1114 bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht eingereicht. Der Antrag befinde sich in regulatorischer Prüfung und sei zu einem fortgeschrittenen Stadium des Zulassungsverfahrens vorangeschritten. Eine MiCAR-Zulassung sei zu diesem Zeitpunkt nicht erteilt worden; BingX EU arbeite eng mit der FMA zusammen, um offene Rückfragen zu beantworten.BingX Support, 16.06.2026

Warum diese Formulierung wichtig ist

Sie enthält drei Aussagen, die man auseinanderhalten sollte. Erstens: Es gibt einen Antrag – das ist mehr als bei manchen Wettbewerbern. Zweitens: Er ist fortgeschritten – eine Selbsteinschätzung, keine Bestätigung der Behörde. Drittens: Es gibt offene Rückfragen der FMA. Genau dieser dritte Punkt erklärt, warum das Verfahren seit Juni nicht abgeschlossen ist. Behörden stellen Rückfragen, wenn Unterlagen unvollständig sind oder Konzepte nicht überzeugen.

Was steht in der Zulassung vom Oktober 2026?

Vier Dienste, ein Land als Sitz, 29 EWR-Staaten als Ziel – Stand 31. Oktober 2026. Mehr gibt die Mitteilung nicht her, und genau diese Lücken sind für dich als Anleger der interessante Teil.

In der Pressemitteilung vom 14. Oktober schreibt BingX, die Zulassung ermögliche regulierte Krypto-Dienste in 29 Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums – ausdrücklich „vorbehaltlich laufender Passporting-Verfahren“. Gemeint ist der EU-Pass: Eine in Österreich zugelassene Gesellschaft darf nach einer Notifizierung auch in Deutschland tätig werden, muss diese Notifizierung aber erst durchlaufen.BingX Blog, 14.10.2026

PunktWas bekannt istQuelleStand
RechtseinheitMEGE zweite GmbH, Wien, Marke BingX EUBingX Blog14.10.2026
BehördeFMA ÖsterreichBingX Blog, Trending Topics15.10.2026
Dienste laut FMA-ListeVerwahrung, Krypto↔Fiat, Krypto↔Krypto, TransfersTrending Topics15.10.2026
Handelsplattformnicht auf der ListeTrending Topics15.10.2026
Futures / Copy Tradingnicht erwähntBingX Blog, The Crypto Times15.10.2026
Startterminnicht genanntThe Crypto Times15.10.2026
ESMA-Register (globale Marke BingX)kein EintragCASP Tracker14.10.2026
ESMA-Register (MEGE zweite GmbH)eingetragen, zugelassen am 13.10.2026CASP Tracker22.10.2026
Derivatenicht im LizenzumfangTraders Union23.10.2026

Warum „Tausch“ nicht dasselbe ist wie „Börse“

MiCA unterscheidet zwischen dem Betrieb einer Handelsplattform, auf der Käufer und Verkäufer im Orderbuch aufeinandertreffen, und dem Tausch von Kryptowerten auf eigene Rechnung des Anbieters – eher ein Broker-Modell. BingX selbst spricht in der Mitteilung von „regulierten Broker-Diensten“. Das passt zur FMA-Liste. Praktisch bedeutet das: Was BingX EU zum Start anbietet, könnte eher einer App mit Kauf- und Verkaufsbutton ähneln als der Orderbuch-Börse, die du von bingx.com kennst. Ob es so kommt, sagt BingX nicht.

Aus der Praxis: Bei Broker-Modellen steckt der Preis häufig im Spread und nicht in einer ausgewiesenen Gebühr. Wenn BingX EU startet, lohnt ein einfacher Test: 100 Euro in Bitcoin kaufen, sofort wieder verkaufen und schauen, wie viel übrig bleibt. Bleiben 98,50 Euro, hast du 1,5 Prozent Round-Trip-Kosten bezahlt – egal, was auf der Gebührenseite steht.

Und die Futures?

Derivate wie Perpetual Futures fallen in der EU nicht unter MiCA, sondern unter die Finanzmarktrichtlinie MiFID II. Eine MiCA-Zulassung allein erlaubt sie also nicht. BingX hat zu Derivaten bei BingX EU nichts angekündigt.The Crypto Times, 15.10.2026 Unsere Einschätzung: Wer BingX vor allem wegen Copy Trading und Hebelprodukten genutzt hat, sollte nicht davon ausgehen, dass BingX EU diese Lücke schließt. Für Spot-Käufe kann das Angebot interessant werden – mehr wissen wir erst zum Start. Wie Futures-Gebühren bei der globalen Plattform aussehen, steht in unserer Übersicht zu den BingX-Gebühren.

Kann ich mich jetzt als Deutscher bei BingX EU anmelden?

Nein, Stand 31. Oktober 2026 noch nicht. Es gibt weder einen Starttermin noch eine öffentliche Anmeldeseite für BingX EU, die Kunden aus Deutschland annimmt.

Die globale Plattform hat zum 1. Juli Registrierungen von EU-IP-Adressen gesperrt; das bestätigte damals auch ein Test des Branchendienstes Finance Magnates, auf den sich The Crypto Times beruft.The Crypto Times, 15.10.2026 An dieser Sperre ändert die neue Zulassung nichts, weil sie für die österreichische Gesellschaft gilt und nicht für die globale. Wenn BingX EU startet, wirst du ein Konto bei MEGE zweite GmbH eröffnen, mit eigener KYC-Prüfung und eigenen Geschäftsbedingungen.

Achtung bei „BingX EU“-Angeboten vor dem offiziellen Start

Nach solchen Meldungen tauchen erfahrungsgemäß Seiten auf, die eine „frühe Anmeldung“ oder einen Bonus für BingX EU versprechen. Melde dich nur über die offizielle Domain an, die BingX selbst kommuniziert, und gib nirgendwo Ausweisdaten ein, bevor es eine offizielle Ankündigung gibt. Wie du dich gegen solche Maschen schützt und was im Insolvenzfall einer Börse mit deinen Coins passiert, erklären wir im Ratgeber Was passiert mit meinen Coins, wenn die Börse pleite geht?

Gilt der BingX-Referral-Code bei BingX EU?

Das ist offen. Unser Code NA4QYR gilt für die globale Plattform, bei der deutsche Neukunden derzeit nicht registrieren können. Ob BingX EU ein Empfehlungsprogramm hat und ob bestehende Codes dort übernommen werden, hat BingX nicht gesagt. Wir tragen es nach, sobald es eine offizielle Aussage gibt. Den aktuellen Stand zum Code findest du im Artikel BingX Referralcode NA4QYR und im ausführlichen BingX-Bonuscode-Guide.

Wie lautet der Registerstand?

Für die globale Marke BingX weiterhin kein Eintrag, für die Wiener MEGE zweite GmbH (BingX EU) dagegen schon: Laut CASP Tracker ist sie seit dem Abgleich vom 22. Oktober 2026 im ESMA-Register gelistet, mit Zulassungsdatum 13. Oktober. Prüfe den Stand trotzdem selbst im ESMA-Register; es wird wöchentlich aktualisiert.

StichtagQuelleErgebnis
09.07.2026CASP Tracker, Abgleich mit ESMA-Registerkein Eintrag
27.07.2026CASP Tracker, erneute Auswertungkein Eintrag
14.10.2026CASP Tracker, Auswertung am Tag der BingX-Mitteilungkein Eintrag für „BingX“
22.10.2026CASP Tracker, Abgleich mit ESMA-RegisterEintrag für MEGE zweite GmbH (BingX EU), zugelassen am 13.10.2026

Auswertungen des CASP Tracker. Das ESMA-Register wird wöchentlich aktualisiert – prüfe den tagesaktuellen Stand selbst.

Auch die Auswertung vom 14. Oktober kommt für die Marke BingX zu diesem Ergebnis.CASP Tracker, Stand 14.10.2026 Die Auswertung vom 9. Juli hielt ausdrücklich fest: BingX erscheint nicht im offiziellen ESMA-Register MiCA-zugelassener Krypto-Dienstleister und ist damit nicht berechtigt, Kunden in der EU beziehungsweise im EWR unter MiCA zu bedienen.

Wie ist der Verlauf?

Vor Juli 2026

Nationale Registrierungen

BingX arbeitet unter anderem mit einer EU-MTR-Registrierung in Estland sowie Lizenzen in Australien (AUSTRAC) und Litauen. Unter der MiCA-Übergangsfrist genügt das für den EU-Betrieb.

16. Juni 2026

Antrag bei der FMA Österreich

BingX EU veröffentlicht die Mitteilung zum laufenden MiCAR-Zulassungsverfahren. Status: fortgeschritten, nicht genehmigt, offene Rückfragen der Behörde.

24. Juni 2026

Binance zieht Antrag zurück

Binance zieht seinen langjährigen MiCA-Antrag bei der griechischen Kapitalmarktkommission zurück – ein Signal, dass fortgeschrittene Verfahren scheitern können.

24. Juni 2026

WhiteBit erhält FMA-Lizenz

Die FMA erteilt WhiteBit kurz vor dem Stichtag eine MiCAR-Zulassung. Die Behörde genehmigt also – sie ist keine Blockadeinstanz.

1. Juli 2026

Stichtag erreicht ohne Zulassung

Die Übergangsfristen enden. BingX führt strikte Registrierungsbeschränkungen für EU-IP-Adressen ein. Neukunden aus dem EWR können sich nicht mehr anmelden.

09. und 27. Juli 2026

Zwei Registerprüfungen ohne Eintrag

Unabhängige Auswertungen bestätigen an beiden Stichtagen: kein ESMA-Eintrag für BingX.

14. August 2026

Stand unverändert

Keine öffentliche Mitteilung über eine erteilte Zulassung. Das Verfahren läuft seit rund zwei Monaten ohne bekanntgegebenen Abschluss.

14. Oktober 2026

BingX EU meldet die FMA-Zulassung

MEGE zweite GmbH (BingX EU) ist laut BingX als CASP zugelassen. Dienste: Verwahrung, Tausch, Transfers. 29 EWR-Staaten als Ziel, Passporting läuft, kein Starttermin.

16. Oktober 2026

Unser letzter Check

Kein Starttermin, keine Anmeldung für Deutsche, globale Marke BingX ohne ESMA-Eintrag. Nächste Prüfung spätestens in sieben Tagen.

23. Oktober 2026

Check vom 23. Oktober

MEGE zweite GmbH laut CASP Tracker im ESMA-Register (Abgleich vom 22. Oktober), Zulassungsdatum 13. Oktober. Weiter kein Starttermin, Derivate nicht im Lizenzumfang.

31. Oktober 2026

Unser aktueller Check

Registerstand unverändert (CASP-Tracker-Abgleich vom 30. Oktober): MEGE zweite GmbH zugelassen seit 13. Oktober, vier Dienste, Pass für 29 EWR-Staaten inklusive Deutschland. Weiter kein Starttermin und keine Anmeldeseite für deutsche Neukunden. Nächste Prüfung spätestens in sieben Tagen.

Warum reichen die bestehenden Registrierungen nicht?

Weil MiCA ein neues Zulassungsregime geschaffen hat, das nationale Vorgänger-Registrierungen ersetzt statt anerkennt.

Bis zum 30. Juni 2026 galten Übergangsfristen, in denen Anbieter mit nationalen Registrierungen weiterarbeiten durften. Seither zählt allein die CASP-Zulassung nach MiCA, die im zentralen ESMA-Register geführt wird. Eine estnische MTR-Registrierung, die vorher ausreichte, tut es nicht mehr.

Was auf dem Spiel steht

Nach MiCA muss ein Anbieter ohne vollständige CASP-Zulassung die Neukundenaufnahme unmittelbar einstellen und regionales Marketing beenden. Andernfalls drohen Verwaltungsstrafen von bis zu 15 Millionen Euro oder 12,5 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.BingX Learn, 03.07.2026 Genau deshalb hat BingX die IP-Beschränkungen eingeführt – es ist keine freiwillige Vorsichtsmaßnahme, sondern eine rechtliche Notwendigkeit.

Warum hat das Verfahren so lange gedauert?

Rund vier Monate vom öffentlich gemachten Antrag bis zur Zulassung – weil die österreichische FMA offenbar genau hinsieht. Dafür gibt es zwei aufschlussreiche Belege.

Beleg 1: Die FMA erteilt durchaus

WhiteBit erhielt kurz vor dem Stichtag eine MiCAR-Zulassung derselben Behörde. Auch KuCoin und Bybit haben ihre EU-Lizenzen über Österreich erhalten. Die FMA ist keine Blockadeinstanz – wer die Anforderungen erfüllt, wird zugelassen.

Beleg 2: Die FMA greift auch nach der Erteilung durch

Der aufschlussreichere Fall: Die FMA untersagte KuCoin EU im Februar 2026, neue Kunden aufzunehmen oder neue Produkte zu zeichnen – und verwies dabei auf Defizite bei Geldwäscheprävention, Terrorismusfinanzierungsbekämpfung und Sanktionskontrollen. Die Maßnahme folgte wenige Monate nach der Lizenzerteilung. KuCoin erklärte, die Neukundenaufnahme bereits ausgesetzt und mit der Wiederbesetzung wichtiger Compliance-Funktionen begonnen zu haben.Meldung vom Februar 2026

Was dieser Fall zeigt – in zwei Richtungen

Für BingX: Die FMA prüft die Geldwäsche-Architektur eines Antragstellers offenbar sehr genau. Nach dem KuCoin-Vorfall ist plausibel, dass die Behörde bei neuen Anträgen mit demselben Profil – hohe Coin-Zahl, Copy-Trading, globale Nutzerbasis – zusätzliche Nachweise verlangt. Das würde die „offenen Rückfragen“ erklären.

Für Anleger allgemein: Eine erteilte Lizenz ist kein Freifahrtschein. Sie bedeutet laufende Aufsicht – und genau die kann zu Auflagen führen. Das ist kein Argument gegen Lizenzen, sondern eines dafür: Der KuCoin-Fall wurde überhaupt nur öffentlich, weil eine Behörde zuständig war. Bei einem nicht lizenzierten Anbieter hätte niemand geprüft.

Was bedeutet das konkret für dich?

Das hängt davon ab, in welcher der drei Gruppen du dich befindest. Die Zulassung vom Oktober ändert an der Tabelle vorerst wenig – sie verschiebt nur die Perspektive vom „ob“ zum „wann“.

Du bist …Was giltWas zu tun ist
Neukunde in Deutschland/EWRRegistrierung noch nicht möglichStart von BingX EU abwarten oder lizenzierte Alternative wählen
Bestandskunde in DeutschlandKonto besteht, Zugang eingeschränktSteuerdaten sichern, Migrationsangebot von BingX EU abwarten
Nutzer außerhalb der EUkeine Einschränkungnichts

Mache ich mich strafbar, wenn ich als Bestandskunde bleibe?

Nein. MiCA reguliert Anbieter, nicht Privatpersonen. Strafbar ist das Erbringen von Kryptodienstleistungen ohne Erlaubnis – also das Geschäft der Börse, nicht deine Nutzung. Dein Recht, Kryptowerte zu besitzen, bleibt unangetastet.

Was du verlierst, ist der regulatorische Schutz: keine aufsichtsrechtlich durchsetzbare Vermögenstrennung, keine Kapitalreserven-Pflicht und keine nationale Beschwerdestelle. Das ist kein Strafrechtsthema, sondern eines der Absicherung.

Was solltest du als Bestandskunde vorbereiten?

Fünf Schritte in dieser Reihenfolge – und der erste ist der wichtigste, weil er sich nicht nachholen lässt.

  1. Steuerdaten exportieren. Transaktionshistorie als CSV sichern, solange der Zugang besteht. In der Schlussphase eines Wind-downs werden API-Zugänge deaktiviert – zehn Minuten Aufwand, danach unwiederbringlich weg.
  2. Gehebelte Positionen schließen. Futures und Margin sind nicht übertragbar. Sie existieren nur im Margin-System der Plattform.
  3. Copy-Trading-Abos beenden. Kopierte Positionen sind ebenfalls gehebelt und werden liquidiert, nicht übertragen.
  4. Zielort einrichten: eigene Wallet oder Konto bei einem im ESMA-Register gelisteten Anbieter.
  5. Spot-Bestände übertragen statt verkaufen. Ein Krypto-Transfer derselben Währung ist steuerlich keine Veräußerung – Anschaffungsdaten und Haltefrist nach § 23 EStG bleiben erhalten. Keine Steuerberatung.

Der Fehler, der am meisten kostet

Alles verkaufen, Euro auszahlen und anderswo neu kaufen. Das kostet Verkaufsgebühr, Kaufgebühr, möglicherweise Steuern auf Buchgewinne, die du gar nicht realisieren wolltest – und setzt die Haltefrist zurück. Übertragen ist in fast allen Fällen die bessere Variante. Details im Ratgeber Krypto-Steuern 2026.

Wie prüfe ich den Status selbst?

In zwei Minuten, und du solltest es tun – weder dieser Artikel noch die Startseite einer Börse sind tagesaktuell.

  1. Rechtseinheit ermitteln. Bei BingX ist das MEGE zweite GmbH, die als BingX EU auftritt – nicht „BingX“. Die Angabe findest du in den Nutzungsbedingungen.
  2. Im Interim MiCA Register der ESMA suchen. Es wird wöchentlich aktualisiert.
  3. Ergebnis lesen: Kein Eintrag bedeutet keine erteilte Zulassung – unabhängig davon, was auf der Startseite steht.

Warum die Rechtseinheit zählt und nicht die Marke

Der MiCA-Schutz gilt für die konkret zugelassene Gesellschaft, nicht für den Markennamen. Ein Anbieter kann unter derselben Marke über mehrere Gesellschaften auftreten – eine davon lizenziert, andere nicht. Wer nach „BingX“ statt nach „MEGE zweite GmbH“ oder „BingX EU“ sucht, findet möglicherweise das Falsche – das kann einer der Gründe sein, warum unabhängige Tracker am 14. Oktober für „BingX“ noch keinen Eintrag zeigten. Prüfe in deinen Vertragsbedingungen, mit welcher Gesellschaft du tatsächlich einen Vertrag hast.

Wie standen die Chancen auf eine Zulassung?

Die Frage hat sich am 14. Oktober 2026 erledigt – die Zulassung ist da. Wir lassen die Abwägung aus dem August stehen, weil sie zeigt, wie offen das Ergebnis damals war.

Im August ließ sich das nicht seriös beziffern – jede Prozentangabe wäre erfunden gewesen. Was sich sagen ließ, waren die Argumente in beide Richtungen:

Spricht dafürSpricht dagegen
Antrag existiert und ist öffentlich dokumentiertVerfahren läuft seit Juni ohne Abschluss
FMA hat WhiteBit, KuCoin und Bybit zugelassenFMA prüft AML-Architektur nachweislich streng
Unternehmen kommuniziert transparentEs gibt offene Rückfragen der Behörde
Etablierter Anbieter seit 2018Binance-Fall zeigt: Rückzug ist möglich

Warum wir keine Prognose abgeben

Wir haben es einmal getan – bei Bitget, mit der Erwartung einer Genehmigung bis Ende Q1 2026. Diese Prognose war falsch, und wir haben sie in einer eigenen Chronik dokumentiert statt sie stillschweigend zu löschen. Die Lehre daraus: Behördliche Verfahren lassen sich von außen nicht terminieren. Seither führen wir nur noch zwei Zustände – erteilt oder nicht erteilt. Bei BingX hat sich der Zustand am 14. Oktober 2026 geändert, ohne dass wir das vorhergesagt hätten. Offen ist jetzt der nächste Schritt: der tatsächliche Start.

Wie sieht es bei den anderen Börsen aus?

BörseRechtseinheitBehördeStatus
OKXOKX Europe LimitedMFSA Maltaerteilt 27.01.2025
eToroeToro (Europe) LtdCySEC Zypernerteilt 02/2025
BitvavoBitvavo B.V.AFM Niederlandeerteilt 06/2025
BybitBybit EU GmbHFMA Österreicherteilt 05/2025
KuCoinKuCoin EU Exchange GmbHFMA Österreicherteilt 11/2025, zwischenzeitliche Auflagen
WhiteBitWhiteBit EU-EinheitFMA Österreicherteilt 06/2026
BingXBingX EU (MEGE zweite GmbH)FMA Österreicherteilt 10/2026, Start offen
BitgetBitget EUFMA ÖsterreichAntrag offen
Binance—HCMC GriechenlandAntrag zurückgezogen

Momentaufnahme Oktober 2026; BingX-Zeile zuletzt geprüft am 31.10.2026, übrige Zeilen Stand August 2026. Der KuCoin-Status trägt einen Vorbehalt: Die Lizenz wurde erteilt, die FMA verhängte im Februar 2026 jedoch Auflagen zum Neugeschäft. Prüfe den aktuellen Stand vor einer Kontoeröffnung. Vollständiger Überblick im Börsenvergleich 2026.

Das Muster hinter der Tabelle

Alle Zulassungen in dieser Tabelle gingen an Anbieter mit einer eigenständigen EU-Rechtseinheit – GmbH, B.V., Limited. Wer eine europäische Gesellschaft mit lokalem Management, eigener Compliance und nachvollziehbarer Governance aufbaut, kommt durch. Wer versucht, eine globale Struktur unverändert nach Europa zu übertragen, offenbar nicht. Auch BingX und Bitget haben EU-Einheiten gegründet. BingX ist im Oktober 2026 durchgekommen – mit einer eigenen Wiener GmbH, genau nach diesem Muster. Bei Bitget dauert die Prüfung weiter; den aktuellen Stand dort findest du im Bitget-Bonuscode-Artikel.

Lizenzierte Alternative · für deutsche Nutzer verfügbar
OKX – MiCA und MiFID II lizenziert
CRYPTO2026

OKX Europe Limited hält seit dem 27. Januar 2025 eine MiCA-CASP-Lizenz der maltesischen MFSA und zusätzlich eine MiFID-II-Zulassung für Derivate. Den Stichtag hat die Börse ohne Betriebsunterbrechung überstanden. Mit dem Code gibt es bis zu 45 % dauerhaften Gebührenrabatt.

Zu OKX – Code CRYPTO2026 →

ⓘ Werbung / Affiliate-Link – Provision ohne Mehrkosten für dich. „Bis zu 45 %“ ist eine gestaffelte Obergrenze; maßgeblich ist der im Konto angezeigte Satz. Der Code wirkt nur bei Erstregistrierung. Eine MiCA-Lizenz ersetzt keine gesetzliche Einlagensicherung. Keine Anlageberatung.

„Was ich BingX zugutehalte: Das Unternehmen hat den Status selbst veröffentlicht, statt ihn zu verschweigen. In der Mitteilung vom 16. Juni steht wörtlich, dass keine Zulassung erteilt wurde und offene Rückfragen der FMA bestehen. Andere Anbieter haben zum Stichtag gar nichts gesagt. Das ändert nichts am Ergebnis – aber es macht die Lage prüfbar, und Prüfbarkeit ist bei Regulierungsfragen mehr wert als Beteuerungen. — Felix Rieger · Gründer & Chefredakteur · KryptoZukunft.com · 14. August 2026
„Der Fall, der mich bei der Recherche am meisten überrascht hat, betrifft nicht BingX, sondern KuCoin: Die FMA hat dort nach erteilter Lizenz das Neugeschäft gestoppt, wegen Mängeln bei der Geldwäscheprävention. Das erklärt einiges über die Dauer laufender Verfahren – und es zeigt, dass eine Lizenz kein Endzustand ist, sondern laufende Aufsicht. Genau deshalb ist sie wertvoll: Bei einem Anbieter ohne Zulassung hätte diese Prüfung nie stattgefunden. — Felix Rieger · Gründer & Chefredakteur · KryptoZukunft.com · 14. August 2026
Ich habe im August geschrieben, dass sich behördliche Verfahren von außen nicht terminieren lassen, und dabei bleibe ich. Jetzt ist die Zulassung da, und ich freue mich ehrlich darüber, weil sie BingX in Europa auf eine prüfbare Grundlage stellt. Trotzdem rate ich dir zur Geduld. Eine Pressemitteilung ist noch kein Produkt. Ich weiß heute nicht, wann BingX EU startet, ob Deutschland gleich dabei ist, welche Coins es geben wird und ob der Preis im Spread steckt. Und ich weiß, dass Futures und Copy Trading mit einer MiCA-Zulassung allein nicht abgedeckt sind. Wer BingX genau dafür geschätzt hat, sollte nicht erwarten, dass das alte Angebot einfach unter neuem Namen zurückkommt. Was mich an der Mitteilung stört, ist nicht der Inhalt, sondern was fehlt: kein Datum, keine Domain, keine Liste der ersten Länder. Das ist bei Zulassungsmeldungen üblich, heißt aber auch, dass du heute nichts verpasst, wenn du abwartest. Mein Vorschlag: Wenn du heute eine lizenzierte Börse brauchst, nimm eine, die schon läuft. Wenn du auf BingX EU warten willst, sichere vorher deine Steuerdaten bei der globalen Plattform und melde dich erst an, wenn BingX selbst die Domain und den Starttermin nennt. Wir prüfen den Stand weiter jede Woche und schreiben hier rein, was sich ändert. Das hier ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. — Felix Rieger · Gründer & Chefredakteur · KryptoZukunft.com · 16. Oktober 2026

Fazit

Ja – BingX EU ist seit Oktober 2026 MiCA-zugelassen, die globale Plattform nicht. Die Wiener Gesellschaft MEGE zweite GmbH hat nach Mitteilung vom 14. Oktober 2026 eine CASP-Zulassung der österreichischen FMA für Verwahrung, Tausch und Transfers. Der Antrag lief seit Juni, mit offenen Rückfragen der Behörde im Sommer; nach rund vier Monaten ist er durch.

Für Neukunden aus Deutschland ändert sich vorerst wenig: Es gibt keinen Starttermin, das Passporting in die anderen EWR-Staaten läuft noch, und die globale Plattform bleibt für EU-IP-Adressen gesperrt. Ob BingX EU Futures, Copy Trading oder ein Empfehlungsprogramm anbieten wird, ist offen; Derivate bräuchten ohnehin eine zusätzliche Zulassung nach MiFID II. Bestandskunden bleiben legal auf der globalen Plattform, aber ohne MiCA-Schutz – Steuerdaten sichern bleibt der wichtigste Schritt.

Unsere Einschätzung: Eine gute Nachricht mit offenem Ende. Wer heute handeln will, ist bei einer bereits laufenden lizenzierten Börse besser aufgehoben; wer auf BingX EU wartet, sollte nur über die offizielle Domain starten. Diese Seite wird bei jeder Statusänderung aktualisiert – spätestens alle sieben Tage. Prüfe den tagesaktuellen Stand im ESMA-Register unter MEGE zweite GmbH. Mehr zum Gesamtbild in unserem BingX-Testbericht und im Bonuscode-Vergleich von acht Börsen.

Häufige Fragen zum MiCA-Status von BingX

Wann wurde BingX EU zugelassen?

BingX hat die Zulassung am 14. Oktober 2026 bekanntgegeben. Ein genaues Datum der behördlichen Erteilung nennt die Mitteilung nicht; laut CASP Tracker, der die ESMA-Daten auswertet, ist die Zulassung auf den 13. Oktober 2026 datiert. Zuständig ist die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA, zugelassen ist die Wiener Gesellschaft MEGE zweite GmbH.

Welche Dienste deckt die Zulassung von BingX EU ab?

Laut der von Trending Topics am 15. Oktober 2026 zitierten FMA-Liste: Verwahrung, Tausch von Kryptowerten gegen Fiat, Tausch gegen andere Kryptowerte und Transfers im Auftrag von Kunden. Der Betrieb einer Handelsplattform und Anlageberatung gehören nicht dazu.

Wann startet BingX EU in Deutschland?

Das ist offen. BingX nennt keinen Starttermin und spricht von 29 EWR-Staaten vorbehaltlich laufender Passporting-Verfahren. Ob Deutschland zu den ersten Ländern gehört, ist nicht bekannt, Stand 31. Oktober 2026.

Gibt es bei BingX EU Futures und Copy Trading?

Davon ist in der Mitteilung keine Rede. Futures sind Derivate und fallen in der EU unter MiFID II, nicht unter MiCA. Eine MiCA-Zulassung allein reicht dafür nicht; eine zusätzliche Zulassung hat BingX EU nicht angekündigt. Auch Traders Union hält am 23. Oktober 2026 fest, dass Derivate nicht zum Umfang der Lizenz gehören.

Funktioniert der Referral-Code NA4QYR bei BingX EU?

Das ist nicht bekannt. NA4QYR gilt für die globale BingX-Plattform, bei der deutsche Neukunden derzeit nicht registrieren können. Ob BingX EU ein Empfehlungsprogramm anbietet, hat das Unternehmen bis zum 31. Oktober 2026 nicht mitgeteilt.

Muss ich als Bestandskunde jetzt etwas tun?

Nicht sofort. Sinnvoll ist, die Transaktionshistorie als CSV zu sichern und gehebelte Positionen nicht über Monate offen zu lassen. Ob BingX eine Migration bestehender EU-Konten zu BingX EU anbietet, ist noch nicht bekannt.

Ist BingX MiCA-lizenziert?

Teilweise. Die Wiener Gesellschaft MEGE zweite GmbH (BingX EU) hat laut BingX-Mitteilung vom 14. Oktober 2026 eine MiCA-Zulassung der österreichischen FMA. Die globale Plattform BingX ist nicht zugelassen und stand laut CASP Tracker am 14. Oktober 2026 nicht im ESMA-Register.

Woher stammt diese Information?

Von BingX selbst: aus der Support-Mitteilung vom 16. Juni 2026 zum laufenden Antrag und aus der Pressemitteilung vom 14. Oktober 2026 zur erteilten Zulassung. Die Liste der zugelassenen Dienste nennt das österreichische Fachmedium Trending Topics am 15. Oktober 2026. Unabhängige Registerauswertungen vom 9. Juli, 27. Juli und 14. Oktober zeigen für die Marke BingX keinen ESMA-Eintrag.

Bei welcher Behörde lief der Antrag?

Bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA, die ihn im Oktober 2026 positiv beschieden hat. BingX EU beantragte dort die Zulassung als Krypto-Dienstleister nach der Verordnung (EU) 2023/1114. Dieselbe Behörde hat auch Bybit, KuCoin und WhiteBit zugelassen.

Was bedeutete fortgeschrittenes Stadium im Juni?

Es war eine Selbsteinschätzung des Unternehmens, keine Bestätigung der Behörde. In derselben Mitteilung hieß es, BingX EU arbeite mit der FMA an offenen Rückfragen. Bis zur Zulassung vergingen danach rund vier Monate – sie wurde am 14. Oktober 2026 bekanntgegeben.

Wie heißt die richtige Rechtseinheit?

MEGE zweite GmbH mit Sitz in Wien, die als BingX EU auftritt. Der MiCA-Schutz gilt immer für die konkret zugelassene Gesellschaft, nicht für den Markennamen. Wer im ESMA-Register nur nach BingX sucht, findet möglicherweise nichts.

Reichen die bestehenden Registrierungen nicht aus?

Nein. BingX verfügt über eine EU-MTR-Registrierung in Estland sowie Lizenzen in Australien und Litauen. Bis zum 30. Juni 2026 genügte das unter der Übergangsfrist. Seit dem 1. Juli zählt allein die CASP-Zulassung nach MiCA.

Was passiert mit Anbietern ohne Zulassung?

Sie müssen die Neukundenaufnahme unmittelbar einstellen und regionales Marketing beenden. Andernfalls drohen Verwaltungsstrafen von bis zu 15 Millionen Euro oder 12,5 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Deshalb hat BingX Registrierungsbeschränkungen für EU-IP-Adressen eingeführt.

Kann ich mich als Deutscher noch bei BingX anmelden?

Nein, Stand 31. Oktober 2026. Die globale Plattform sperrt seit dem 1. Juli 2026 Registrierungen aus dem EWR. BingX EU ist zwar zugelassen, hat aber noch keinen Starttermin und keine Anmeldung für deutsche Kunden geöffnet.

Warum hat das Verfahren so lange gedauert?

Weil die FMA offenbar genau prüft. Zwei Belege stützen das: Die Behörde erteilt durchaus Lizenzen – WhiteBit erhielt kurz vor dem Stichtag eine. Gleichzeitig untersagte sie KuCoin EU im Februar 2026 nach erteilter Lizenz das Neugeschäft wegen Mängeln bei der Geldwäscheprävention.

Was war der KuCoin-Fall?

Die FMA untersagte KuCoin EU im Februar 2026, neue Kunden aufzunehmen oder neue Produkte zu zeichnen, und verwies auf Defizite bei Geldwäscheprävention, Terrorismusfinanzierungsbekämpfung und Sanktionskontrollen. Die Maßnahme folgte wenige Monate nach der Lizenzerteilung.

Was zeigt der KuCoin-Fall für BingX?

Dass die FMA die Geldwäsche-Architektur sehr genau prüft. Nach diesem Vorfall ist plausibel, dass die Behörde bei Anträgen mit ähnlichem Profil – hohe Coin-Zahl, Copy-Trading, globale Nutzerbasis – zusätzliche Nachweise verlangt. Das würde die offenen Rückfragen erklären.

Ist eine erteilte Lizenz eine Garantie?

Nein. Der KuCoin-Fall zeigt, dass eine Lizenz laufende Aufsicht bedeutet und zu Auflagen führen kann. Das ist allerdings kein Argument gegen Lizenzen, sondern eines dafür: Der Vorfall wurde überhaupt nur öffentlich, weil eine Behörde zuständig war.

Mache ich mich strafbar, wenn ich BingX als Bestandskunde nutze?

Nein. MiCA reguliert Anbieter, nicht Privatpersonen. Strafbar ist das Erbringen von Kryptodienstleistungen ohne Erlaubnis, also das Geschäft der Börse. Dein Recht, Kryptowerte zu besitzen, bleibt unangetastet.

Was verliere ich ohne Lizenz?

Den regulatorischen Schutz: keine aufsichtsrechtlich durchsetzbare Trennung von Kunden- und Betriebsvermögen, keine Kapitalreserven-Pflicht und keine nationale Beschwerdestelle im Streitfall. Das ist kein Strafrechtsthema, sondern eines der Absicherung.

Was sollte ich als Bestandskunde vorbereiten?

Fünf Schritte: Steuerdaten exportieren, gehebelte Positionen schließen, Copy-Trading-Abos beenden, Zielort einrichten und Spot-Bestände übertragen statt zu verkaufen. Der erste Schritt ist der wichtigste, weil er sich nicht nachholen lässt.

Warum übertragen statt verkaufen?

Ein Krypto-Transfer derselben Währung ist steuerlich keine Veräußerung – Anschaffungsdaten und die einjährige Haltefrist nach Paragraf 23 EStG bleiben erhalten. Alles zu verkaufen und anderswo neu zu kaufen kostet doppelte Gebühren und kann Steuern auf Buchgewinne auslösen. Keine Steuerberatung.

Wie prüfe ich den Status selbst?

In drei Schritten: Rechtseinheit in den Nutzungsbedingungen ermitteln – bei BingX EU ist das die MEGE zweite GmbH. Diese Einheit im Interim MiCA Register der ESMA suchen, das wöchentlich aktualisiert wird. Kein Eintrag bedeutet keine erteilte Zulassung.

Wie standen die Chancen auf eine Zulassung?

Im August ließ sich das nicht seriös beziffern. Dafür sprachen der dokumentierte Antrag, die Zulassungspraxis der FMA und die transparente Kommunikation, dagegen die Dauer, die offenen Rückfragen und der Binance-Rückzug. Am 14. Oktober 2026 meldete BingX die erteilte Zulassung.

Warum gebt ihr keine Prognose ab?

Weil wir es einmal getan haben und falsch lagen: Bei Bitget hatten wir eine Genehmigung bis Ende Q1 2026 erwartet. Diese Fehlprognose haben wir in einer eigenen Chronik dokumentiert statt sie zu löschen. Seither führen wir nur noch zwei Zustände – erteilt oder nicht erteilt. Bei BingX hat sich der Zustand am 14. Oktober 2026 geändert, ohne dass wir das vorhergesagt hätten. Offen ist jetzt der nächste Schritt: der tatsächliche Start.

Welche Börsen sind MiCA-lizenziert?

Unter anderem OKX über die maltesische MFSA seit Januar 2025, eToro über CySEC Zypern, Bitvavo über die niederländische AFM, Bybit und KuCoin über die österreichische FMA, WhiteBit über die FMA und seit Oktober 2026 auch BingX EU über die FMA. Bitget hat einen offenen Antrag, Binance zog seinen zurück.

Was haben die zugelassenen Anbieter gemeinsam?

Eine eigenständige EU-Rechtseinheit – GmbH, B.V. oder Limited – mit lokalem Management, eigener Compliance und nachvollziehbarer Governance. Wer eine globale Struktur unverändert nach Europa überträgt, kommt offenbar nicht durch.

Wann wurde diese Seite zuletzt geprüft?

Am 31. Oktober 2026. Sie wird bei jeder Statusänderung und spätestens alle sieben Tage aktualisiert. Weil das ESMA-Register wöchentlich fortgeschrieben wird, empfiehlt sich vor einer Kontoeröffnung stets eine eigene Prüfung unter MEGE zweite GmbH beziehungsweise BingX EU.

Ist dieser Artikel eine Rechts- oder Anlageberatung?

Nein. Er dient ausschließlich der Information und stellt keine Rechts-, Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung dar. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen mit Stand 31. Oktober 2026; maßgeblich sind allein das ESMA-Register und die offiziellen Mitteilungen der zuständigen Behörden.

Steht BingX EU inzwischen im ESMA-Register?

Ja, nach Angaben des CASP Tracker, der am 22. Oktober 2026 mit dem ESMA-Register abgeglichen hat. Eingetragen ist die MEGE zweite GmbH aus Wien mit Zulassungsdatum 13. Oktober 2026; Deutschland steht auf der Liste der Passport-Länder. Die globale Marke BingX hat weiterhin keinen Eintrag. Ein Eintrag bedeutet noch nicht, dass du dich schon anmelden kannst – einen Starttermin gibt es nicht.

Was ist BXUSD und kann ich es aus Deutschland nutzen?

BXUSD ist ein verzinstes Guthaben der globalen BingX-Plattform, vorgestellt am 19. Oktober 2026. Es basiert auf einem US-Geldmarktfonds von Franklin Templeton, die Rendite ist variabel und wird täglich ausgeschüttet. Die Mitteilung spricht nur von berechtigten Nutzern und erwähnt BingX EU nicht. Weil sich deutsche Neukunden bei der globalen Plattform nicht registrieren können, ist BXUSD für dich derzeit kein Thema.

Hat sich seit der Zulassung am Lizenzumfang von BingX EU etwas geändert?

Nein, Stand 31. Oktober 2026. Laut CASP Tracker, der die ESMA-Daten am 30. Oktober 2026 abgeglichen hat, umfasst die Zulassung der MEGE zweite GmbH weiterhin vier von zehn Diensten: Verwahrung, Tausch gegen Geld, Tausch gegen andere Kryptowerte und Transfers. Ein Handelsplatz-Betrieb oder Derivate sind nicht hinzugekommen.

Werden bei BingX EU dieselben Gebühren und Produkte gelten wie bei der globalen Plattform?

Das ist offen. BingX hat für BingX EU bisher weder eine Gebührentabelle noch eine Produktliste veröffentlicht. CASP Tracker weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die EU-Gesellschaft bei Bedingungen, Hebelgrenzen und Produktauswahl vom globalen Angebot unterscheiden kann. Rechne also nicht damit, dass Konditionen von bingx.com eins zu eins übernommen werden – Stand 31. Oktober 2026.

Sollte ich BingX bis zum EU-Start per VPN nutzen?

Nein. Die globale Plattform sperrt Registrierungen aus dem EWR seit dem 1. Juli 2026 bewusst. Wer die Sperre umgeht, verstößt gegen die Nutzungsbedingungen und riskiert, dass das Konto samt Guthaben eingefroren wird, wenn die Herkunft bei einer Prüfung auffällt. Außerdem hättest du keinen MiCA-Schutz. Warte auf den offiziellen Start von BingX EU oder nutze bis dahin eine in der EU zugelassene Börse.

Weiterführende Artikel

Quellen (Stand 31. Oktober 2026):

Hinweis: Mehrere Quellenlinks führen auf den Nachrichtenbereich von BingX. Es handelt sich dort um redaktionell übernommene Branchenmeldungen; die inhaltliche Bewertung erfolgt unabhängig. Maßgeblich sind stets das ESMA-Register und die Mitteilungen der zuständigen Behörden.

Zitiervorschlag: Rieger, Felix (2026): Ist BingX MiCA-lizenziert? Ja – BingX EU hat seit Oktober 2026 die FMA-Zulassung, aber deutsche Neukunden müssen noch warten. KryptoZukunft.com, aktualisiert am 31. Oktober 2026. https://kryptozukunft.com/2026/08/14/ist-bingx-mica-lizenziert-der-aktuelle-stand-zum-fma-antrag/

⚠ Rechtlicher Hinweis, Risiko- & Transparenzhinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Rechts-, Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung dar. Felix Rieger ist Krypto-Journalist und Börsen-Tester, kein Rechtsanwalt, Finanz- oder Steuerberater. Alle Angaben zu Lizenzstatus, Verfahrensstand, Fristen und behördlichen Maßnahmen beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen mit Stand 31. Oktober 2026 und können sich jederzeit ändern; das ESMA-Register wird wöchentlich aktualisiert, die Zulassung von BingX EU ist der Mitteilung des Unternehmens entnommen. Maßgeblich sind allein das offizielle ESMA-Register und die Mitteilungen der zuständigen Aufsichtsbehörden. Ein fehlender Registereintrag ist für sich genommen kein Nachweis rechtswidrigen Handelns durch den Anbieter. Angaben zu behördlichen Maßnahmen gegenüber Dritten geben den zum jeweiligen Zeitpunkt berichteten Stand wieder; ob Auflagen fortbestehen, ist gesondert zu prüfen. Dieser Beitrag ist ausdrücklich keine Anleitung zur Umgehung von Regionssperren, wovon wir abraten. Eine MiCA-Lizenz ersetzt keine gesetzliche Einlagensicherung für Kryptowerte; eine solche existiert für Kryptowerte generell nicht, und eine Lizenz schützt nicht vor Kursverlusten. Links zu Börsen sind Affiliate-/Referral-Links – KryptoZukunft kann eine Provision erhalten, ohne dass dir Mehrkosten entstehen; die redaktionelle Bewertung erfolgt davon unabhängig. Kryptowährungen sind hochvolatil; Verluste bis zum Totalverlust sind möglich. Zuletzt aktualisiert: 31. Oktober 2026.

Über den Autor
Felix Rieger 📖 Buchautor
Gründer & Chefredakteur · KryptoZukunft.com · Rheinmünster, Deutschland · seit 2021
5+ Jahre Erfahrung
12+ Börsen getestet
600+ Fachartikel
2021 Seit aktiv
Seit 2021 teste ich persönlich Kryptobörsen, analysiere Märkte und erkläre komplexe Themen verständlich — klar, ehrlich, ohne Hype. Als Gründer von KryptoZukunft.com habe ich über 12 Börsen getestet, mehr als 600 Fachartikel verfasst und mein Wissen zur Krypto-Besteuerung 2026 im Fachbuch „Krypto Steuern in Deutschland 2026″ gebündelt. Kein Finanzberater — aber jemand der die Fehler bereits gemacht hat und daraus gelernt hat.
Buchcover: Krypto Steuern in Deutschland 2026 von Felix Rieger
Autor des Fachbuchs
Krypto Steuern in Deutschland 2026
131 Seiten · 35 Kapitel · Staking, Mining, DeFi, NFTs & mehr · Amazon KDP, 2026
Expertise
📊 Marktanalysen 🏢 Börsen-Tests 📚 Blockchain-Grundlagen 💰 DeFi & Staking 🔒 Krypto-Sicherheit 🧾 Steuer Deutschland ⛓ On-Chain-Analyse
🤖 So arbeiten wir mit KI
🎨 Titelbilder
KI-generiert und redaktionell ausgewählt
✍️ Texte
Mit KI-Unterstützung überarbeitet und strukturiert
🔎 Recherche
KI-gestützt, alle Quellen manuell nachgeprüft

Immer unter menschlicher Kontrolle: Jede Zahl, jede Quelle und jede Einschätzung wird vor der Veröffentlichung persönlich geprüft. Kein Beitrag erscheint ungelesen, und die redaktionelle Verantwortung für alle Inhalte liegt bei Felix Rieger. KI beschleunigt die Arbeit — sie trifft keine Bewertungen und ersetzt keine eigenen Tests.

⚠️
Risikohinweis & Haftungsausschluss

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung dar. Kryptowährungen sind hochvolatile Anlageinstrumente — der Handel kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Investiere nur, was du bereit bist zu verlieren. KryptoZukunft.com übernimmt keine Haftung für Entscheidungen auf Basis dieser Inhalte. Bei steuerlichen Fragen wende dich an einen zugelassenen Steuerberater.