Südkorea öffnet den Kryptomarkt für 3.500 Unternehmen – und baut die Kapitalmarkt-Ebene vor der Zahlungs-Ebene
Inhaltsverzeichnis (19)
- Südkorea öffnet den Kryptomarkt für 3.500 Unternehmen – und baut die Kapitalmarkt-Ebene vor der Zahlungs-Ebene
- Was genau ist geplant?
- Was bedeuten die Unternehmenskonten?
- Warum ist das mehr als eine technische Erleichterung?
- Was ändert das Wertpapiergesetz konkret?
- Welche Vermögenswerte profitieren am meisten?
- Was ist Project Hangang?
- Was ist ein Einlagen-Token?
- Warum hängt das Stablecoin-Gesetz?
- Wie unterscheidet sich der koreanische Weg?
- Wie verhält sich das zum europäischen Ansatz?
- Was heißt das für dich als deutscher Anleger?
- Wo die Entwicklung dich indirekt erreicht
- Was ist die Kimchi-Prämie?
- Wie geht es weiter?
- Fazit
- Häufige Fragen zur Reform in Südkorea
- Weiterführende Artikel
- Ähnliche Beiträge
Südkorea öffnet den Kryptomarkt für 3.500 Unternehmen – und baut die Kapitalmarkt-Ebene vor der Zahlungs-Ebene
Die südkoreanische Finanzaufsicht bereitet Konten für virtuelle Vermögenswerte für rund 3.500 börsennotierte Unternehmen und registrierte professionelle Anleger vor. Parallel läuft ein Rechtsrahmen an, der tokenisierte Wertpapiere legalisiert – verabschiedet allerdings bereits im Januar, wirksam erst im Februar 2027. Das Land verfolgt damit eine Reihenfolge, die dem Vorgehen Hongkongs genau entgegengesetzt ist: erst der Kapitalmarkt, dann die Zahlungen.
Eine Einordnung vorweg: Was daran neu ist – und was nicht
In mehreren Zusammenfassungen wird die Verabschiedung der Gesetzesänderungen als aktuelles Ereignis dargestellt. Das trifft nicht zu: Die Nationalversammlung hat die Änderungen am 15. Januar 2026 beschlossen, verkündet wurden sie am 3. Februar, in Kraft treten sie am 4. Februar 2027.
Aktuell ist etwas anderes: der Vorschlag der Finanzaufsicht zu Unternehmenskonten für virtuelle Vermögenswerte sowie die für Ende 2026 geplante zweite Testphase der Zentralbank. Wer die Meldung liest, sollte beides auseinanderhalten – sonst entsteht der Eindruck eines Gesetzes, das schon gilt.
Was genau ist geplant?
Drei Stränge, die zeitlich versetzt laufen und zusammen ein Bild ergeben.
| Strang | Inhalt | Status |
|---|---|---|
| Unternehmenskonten | Konten für virtuelle Vermögenswerte für rund 3.500 börsennotierte Unternehmen und registrierte professionelle Anleger | Rahmenwerk der FSC in Vorbereitung |
| Tokenisierte Wertpapiere | Änderungen am Elektronische-Wertpapiere-Gesetz und am Kapitalmarktgesetz | beschlossen 15.01.2026, wirksam 04.02.2027 |
| Project Hangang | Einlagen-Token der Zentralbank, Phase 1 abgeschlossen | Phase 2 für Ende 2026 geplant |
| Won-Stablecoin | Digital Asset Basic Act mit eigenem Regime | im Ausschuss blockiert |
| Spot-Krypto-ETFs | Teil der Wachstumsstrategie 2026 | angekündigt |
| Staatsanleihen-Tokenisierung | Pilot mit Anbindung an die Zentralbank-Infrastruktur | für 2027 vorgesehen |
Zusammenstellung nach crypto.news, The Block und Chambers and Partners. Termine können sich verschieben.
Was bedeuten die Unternehmenskonten?
Sie beenden eine Besonderheit, die Südkorea jahrelang von anderen Märkten unterschied.
Bislang war der koreanische Kryptomarkt fast ausschließlich ein Privatanlegermarkt – Unternehmen hatten praktisch keinen regulären Zugang zu Handelskonten. Das erklärt einen Teil des Phänomens, das als Kimchi-Prämie bekannt wurde: Preisaufschläge gegenüber dem Weltmarkt, getrieben von einer engen, überwiegend privaten Nachfragebasis.
Wer künftig Zugang bekommen soll
Nach dem Rahmenwerk der Finanzaufsicht rund 3.500 Einheiten: börsennotierte Unternehmen sowie registrierte professionelle Anleger. Das ist keine allgemeine Öffnung für jedes Unternehmen, sondern eine gestufte – der Kreis ist über Börsennotierung und Registrierung klar abgegrenzt.
Für institutionelle Akteure ändert das die Ausgangslage grundlegend: Verwahrung, Buchhaltung und Abwicklung werden erstmals in einem regulären Rahmen möglich, statt über Umwege oder gar nicht.
Warum ist das mehr als eine technische Erleichterung?
Weil institutionelle Beteiligung nicht am Interesse scheitert, sondern an der Infrastruktur.
Andrew Park, Geschäftsführer von Factblock und Organisator der Korea Blockchain Week, beschreibt die Verschiebung so: Anfragen aus dem Ausland drehten sich nicht mehr um Kurse und Listings, sondern um Verwahrung, Zahlungswege und regulatorischen Zugang. Banken und Verwahrer fragten vor allem, wie Systeme mit fehlgeschlagenen oder strittigen Transaktionen umgehen – und wer haftet, wenn etwas schiefgeht.
Die unspektakulären Fragen entscheiden
Rechtlich verbindliche Endgültigkeit einer Abwicklung, buchhalterische Definitionen, institutionelle Verwahrung: Das sind keine Themen, die Schlagzeilen machen. Aber sie entscheiden darüber, ob eine Bank teilnehmen darf oder nicht.
Südkorea löst diese Fragen der Reihe nach, statt auf ein einziges großes Digitalgesetz zu warten. Das ist ein anderer Weg als der europäische, wo mit MiCA ein umfassendes Regelwerk auf einmal geschaffen wurde.
Was ändert das Wertpapiergesetz konkret?
Es erkennt verteilte Register als rechtsgültiges Registrierungsbuch an – und das ist der eigentliche Kern.
Bisher mussten Wertpapiere in zentralen Systemen registriert werden, die von vertrauenswürdigen Mittlern betrieben wurden. Nach der Neufassung kann ein Distributed Ledger diese Funktion übernehmen. Das Gesetz definiert ihn als System, in dem Informationen von mehreren Teilnehmern nach festgelegten Standards erfasst werden und unbefugtes Löschen oder Verändern durch gemeinschaftliche Verwaltung und technische Vorkehrungen verhindert wird.
| Bereich | Vorher | Ab Februar 2027 |
|---|---|---|
| Registerführung | nur zentrale Systeme | auch verteilte Register |
| Rechtswirkung von Blockchain-Einträgen | keine Vermutung der Gültigkeit | Rechtswirkung, Vermutungswirkung |
| Fraktionale Beteiligungen | nur über Regulierungssandkasten | im regulierten Markt |
| Investmentvertrags-Wertpapiere | Vertrieb stark eingeschränkt | über lizenzierte Mittler handelbar |
| Registrierung | zentraler Verwahrer | weiterhin über Korea Securities Depository |
Der Punkt, der oft missverstanden wird
Ein Blockchain-Eintrag ersetzt nicht die Registrierung beim zentralen Verwahrer. Emittenten müssen weiterhin die Verfahren der Korea Securities Depository durchlaufen – Blockchain-Aufzeichnungen werden nicht als separates, unreguliertes Eigentumssystem behandelt.
Das entspricht der Linie, die auch die US-Aufsicht vertritt: Ein Finanzinstrument auf eine Blockchain zu bringen, nimmt es nicht aus dem Wertpapierrecht heraus. Die aktuelle US-Entwicklung ordnen wir im Beitrag SEC schlägt Krypto-Ausnahmen vor ein.
Welche Vermögenswerte profitieren am meisten?
Nicht Aktien und Anleihen – sondern das, was bisher kaum handelbar war.
Die Regierung nennt als Hauptnutznießer nicht standardisierte Investmentvertrags-Wertpapiere: Beteiligungen an gemeinsamen Projekten, bei denen Anleger Kapital einbringen und Erträge teilen. In der Praxis geht es um fraktionale Anteile an Immobilien, Kunstwerken, Musikrechten und geistigem Eigentum – Bereiche, die bisher nur über den Regulierungssandkasten zugänglich waren.
Warum gerade diese Kategorie
Weil sie ein Problem hat, das Blockchain tatsächlich löst: Teilbarkeit und Übertragbarkeit. Eine Immobilie lässt sich nicht in tausend Teile schneiden, ein Token schon. Was fehlte, war die rechtliche Anerkennung dieser Teile als Wertpapiere mit klaren Rechten.
Was Tokenisierung realer Vermögenswerte allgemein bedeutet, erklärt unser Beitrag zu Real-World-Assets.
Die Warnung der Aufsicht
Regulierer haben nach Branchenberichten Bedenken gegenüber tokenisierten Vermögenswerten geäußert, die durch illiquide und schwer bewertbare Güter gedeckt sind. Für solche Produkte sollen erweiterte Offenlegung, klare Risikohinweise und strengere Vertriebsregeln gelten.
Die frühe Phase dürfte sich deshalb auf Vermögenswerte mit vorhersehbaren Erträgen konzentrieren – etwa immobilienbesicherte Papiere und Projektfinanzierungen. Ein Token macht ein schwer bewertbares Gut nicht leichter bewertbar; er macht es nur leichter übertragbar. Das ist ein Unterschied, den Anleger kennen sollten.
Was ist Project Hangang?
Das Einlagen-Token-Projekt der Bank of Korea – und der Teil, der am weitesten in die Zukunft weist.
Die Zentralbank hat die erste Testphase für Einlagen-Token abgeschlossen und plant für Ende 2026 eine zweite, institutionelle Phase. Dabei geht es um Prototypen, die Transaktionen abwickeln und an operative Systeme angebunden werden können.
Der ungewöhnliche Teil: autonome KI-Agenten
Technische Versuche haben nach Branchenberichten Wholesale-Einlagen-Token getestet, die von autonomen KI-Agenten für bedingte Transaktionen genutzt werden – etwa zur Bezahlung von Daten oder Rechenleistung.
Das ist ein Anwendungsfall, über den viel geredet wird und der selten getestet wird: Maschinen, die eigenständig Zahlungen auslösen, wenn definierte Bedingungen erfüllt sind. Für Phase 2 sind Einlagen-Token in Verbindung mit solchen Agenten vorgesehen.
Was ist ein Einlagen-Token?
Nicht dasselbe wie ein Stablecoin, auch wenn beide ähnlich aussehen.
| Merkmal | Einlagen-Token | Stablecoin |
|---|---|---|
| Herausgeber | Bank, im Rahmen ihrer Einlagen | E-Geld-Institut oder Bank |
| Rechtsnatur | tokenisierte Bankeinlage | eigenständiger Kryptowert |
| Aufsicht | Bankenaufsicht, bestehende Struktur | eigenes Regime nötig |
| Einlagensicherung | in der Regel erfasst | nicht erfasst |
| Zielgruppe im Test | Banken und Institutionen | Endnutzer und Handel |
Warum dieser Weg regulatorisch einfacher ist
Ein Einlagen-Token bleibt eine Bankeinlage in anderer technischer Form. Die Aufsichtsstruktur existiert bereits, die Haftungsfragen sind geklärt, die Einlagensicherung greift. Ein Stablecoin dagegen braucht ein neues Regime – genau daran hakt es in Südkorea derzeit.
In Europa hat MiCA diesen Weg über das E-Geld-Token-Regime gelöst; die Details dazu stehen im Beitrag Krypto-Börsen mit Stablecoins.
Warum hängt das Stablecoin-Gesetz?
Wegen eines Zuständigkeitsstreits – und der ist grundsätzlicher, als er klingt.
Der Digital Asset Basic Act, der einen Rahmen für Krypto-Emission, Offenlegung, Lizenzierung von Dienstleistern und ein eigenes Regime für Won-gebundene Stablecoins schaffen soll, liegt weiterhin im Ausschuss. Fortschritte werden nicht erwartet, solange Zentralbank und Finanzaufsicht ihren Streit über die Zuständigkeit für Stablecoin-Emittenten nicht beigelegt haben.
Warum dieser Streit strukturell ist
Ein Stablecoin ist Geld, und Geld ist das institutionelle Terrain der Zentralbank. Die Bank of Korea gibt die Kontrolle darüber nicht ohne Weiteres an die Finanzaufsicht ab. Ein diskutierter Kompromiss sieht vor, dass Banken Mehrheitsbeteiligungen an Won-Stablecoin-Vorhaben halten müssen – das liest sich eher wie ein Friedensvertrag zwischen Behörden als wie ein Marktdesign.
Präsident Lee Jae-myung hat einen Won-Stablecoin als nationale Priorität bezeichnet, um die Dominanz dollargebundener Stablecoins abzuschwächen. Priorität allein hat aber noch kein Gesetz erzeugt.
Wie unterscheidet sich der koreanische Weg?
Durch die Reihenfolge – und die ist bemerkenswert, weil sie dem naheliegenden Weg widerspricht.
| Rechtsraum | Was zuerst kam | Ansatz |
|---|---|---|
| Südkorea | Kapitalmarkt-Ebene | schrittweise, Sektor für Sektor |
| Hongkong | Zahlungs-Ebene | Stablecoin-Lizenzen zuerst |
| Europäische Union | beides gleichzeitig | umfassende Verordnung |
| USA | Wertpapierrecht | Ausnahmen vom Bestehenden |
| Japan | beides getrennt | Security Token im Finanzinstrumentegesetz, Stablecoins im Zahlungsdienstegesetz |
Die Logik hinter der koreanischen Reihenfolge
Tokenisierte Immobilien und private Kredite haben identifizierbare Emittenten, identifizierbare Käufer und eine Aufsicht, die diesen Bereich bereits kennt. Die Verbraucherschutzfragen sind damit lösbar.
Ein Won-Stablecoin hat diesen klaren Zuständigen nicht – deshalb liegt er auf Eis, während der Wertpapierteil bereits beschlossen ist. Seoul verkabelt die Kapitalmarktebene, bevor es die Zahlungsebene angeht. Das ist die umgekehrte Reihenfolge zu Hongkong.
Wie verhält sich das zum europäischen Ansatz?
Gegensätzlich in der Methode, ähnlich im Ziel.
Die EU hat mit MiCA ein umfassendes Regelwerk auf einmal geschaffen – mit dem bekannten Ergebnis, dass nach dem Stichtag am 1. Juli 2026 zahlreiche Anbieter den Betrieb einstellen mussten. Die Einordnung dazu steht in unserem Beitrag Über 1.700 Kryptoplattformen müssen den EU-Betrieb einstellen.
Südkorea geht den umgekehrten Weg: einzelne Bausteine, jeweils mit eigener Vorlaufzeit. Der Wertpapierteil bekam ein volles Jahr Vorbereitungszeit zwischen Verkündung und Inkrafttreten.
Was die lange Vorlaufzeit bringt
Sie erlaubt, Infrastruktur zu bauen, bevor das Gesetz greift. Samsung SDS wurde beauftragt, eine Plattform für tokenisierte Wertpapiere zu entwickeln, die das bestehende elektronische Wertpapierkontensystem des zentralen Verwahrers mit Blockchain-Daten verbindet – Fertigstellung geplant für Februar 2027, also genau zum Inkrafttreten.
Zusätzlich soll bis Ende 2026 ein Abwicklungssystem für außerbörsliche Geschäfte mit nicht notierten Anteilen und bestimmten fraktionalen Produkten stehen. Das ist der Unterschied zwischen einem Gesetz und einem funktionierenden Markt – und ein Punkt, an dem der europäische Übergang mehr Reibung erzeugt hat.
Was heißt das für dich als deutscher Anleger?
Unmittelbar nichts – und diese Einordnung ist die wichtigste des Artikels.
Für dich gilt europäisches Recht. Der Rahmen heißt MiCA, die Aufsicht liegt bei BaFin und ESMA, die Besteuerung folgt deutschem Einkommensteuerrecht. Ein koreanisches Gesetz ändert daran nichts – auch nicht, wenn es 2027 in Kraft tritt.
| Bereich | Was für dich gilt | Ändert sich das? |
|---|---|---|
| Zulassung deiner Börse | MiCA-CASP-Lizenz, ESMA-Register | nein |
| Besteuerung | § 23 EStG, nach einem Jahr steuerfrei | nein |
| Anlegerschutz | Vermögenstrennung, Beschwerdestelle | nein |
| Zugang zu koreanischen Token | praktisch nicht gegeben | unwahrscheinlich |
Warum du an koreanischen Token-Wertpapieren kaum teilnehmen kannst
Tokenisierte Wertpapiere unterliegen dem Wertpapierrecht des Landes, in dem sie ausgegeben werden. Ein koreanisches Investmentvertrags-Wertpapier ist für ausländische Privatanleger typischerweise nicht ohne Weiteres zugänglich – es fehlt der Vertriebsweg, nicht die Technik.
Wer Angebote sieht, die genau das versprechen, sollte besonders vorsichtig sein: Grenzüberschreitender Vertrieb von Wertpapieren ohne Zulassung ist in praktisch allen Rechtsräumen unzulässig. Wie du typische Betrugsmuster erkennst, steht im Leitfaden Krypto-Sicherheit 2026.
Wo die Entwicklung dich indirekt erreicht
Über zwei Wege, die beide langfristig wirken.
Erstens über den Markt. Südkorea ist einer der aktivsten Kryptomärkte weltweit. Wenn dort institutionelles Kapital Zugang bekommt, verändert das die Nachfragestruktur – weg von einem reinen Privatanlegermarkt hin zu einer breiteren Basis. Ob das die Kimchi-Prämie dauerhaft verringert, wird sich zeigen.
Zweitens über den Regulierungswettbewerb. Wenn ein großer Markt zeigt, dass tokenisierte Wertpapiere in einem regulierten Rahmen funktionieren, erhöht das den Druck auf andere Rechtsräume. Genau diese Dynamik ist derzeit auch in den USA zu beobachten.
Was daraus nicht folgt
Keine Kursprognose. Aus einem Gesetz über Registerführung lässt sich keine Aussage über den Bitcoin-Kurs ableiten. Wer die Meldung als Kaufsignal liest, überdehnt sie erheblich.
Was ist die Kimchi-Prämie?
Ein Preisaufschlag koreanischer Kryptobörsen gegenüber dem Weltmarkt – über Jahre das Markenzeichen dieses Marktes.
Er entstand aus einer Kombination: hohe Nachfrage von Privatanlegern, strenge Kapitalverkehrskontrollen und begrenzte Arbitragemöglichkeiten. Wer den Preisunterschied ausnutzen wollte, konnte Kapital nicht ohne Weiteres über die Grenze bewegen – der Aufschlag blieb bestehen.
Warum sich das gerade ändert
Der Markt wird nach Einschätzung von Beobachtern zunehmend institutionell. Anfragen drehen sich um Verwahrung, Tokenisierung und Abwicklung statt um Kurse und Listings. Ein Markt mit institutionellen Teilnehmern und geregeltem Zugang verhält sich anders als einer, der von privaten Tageshändlern dominiert wird.
Die Kimchi-Prämie war nie ein Naturgesetz, sondern das Ergebnis einer bestimmten Marktstruktur. Ändert sich die Struktur, ändert sich auch das Phänomen.
Wie geht es weiter?
Nationalversammlung beschließt
Änderungen am Elektronische-Wertpapiere-Gesetz und am Kapitalmarktgesetz werden in der Plenarsitzung verabschiedet.
Verkündung
Die Gesetze werden promulgiert. Die einjährige Vorbereitungsfrist beginnt.
Konsultationsgremium startet
Die Finanzaufsicht bildet ein öffentlich-privates Gremium mit Finanzaufsichtsdienst, zentralem Verwahrer, Branchenverband, Marktteilnehmern und Fachleuten.
Abwicklungssystem und Hangang Phase 2
Ein Abwicklungssystem für außerbörsliche Geschäfte soll stehen; die Zentralbank startet die zweite Testphase für Einlagen-Token.
Inkrafttreten
Die Gesetzesänderungen werden wirksam. Zeitgleich soll die von Samsung SDS gebaute Plattform für tokenisierte Wertpapiere fertig sein.
Staatsanleihen-Pilot
Ein Pilotprojekt soll tokenisierte Staatsanleihen mit der Zentralbank-Infrastruktur verbinden. Parallel ist eine Reform des Staatsvermögensgesetzes von 1950 geplant.
Digital Asset Basic Act
Der Rahmen für Krypto-Emission und Won-Stablecoins bleibt im Ausschuss, solange der Zuständigkeitsstreit zwischen Zentralbank und Finanzaufsicht ungelöst ist.
Fazit
Neu ist der Zugang für Unternehmen, nicht das Gesetz. Die Änderungen am Wertpapier- und Kapitalmarktrecht wurden am 15. Januar 2026 beschlossen und treten am 4. Februar 2027 in Kraft. Aktuell ist das Rahmenwerk der Finanzaufsicht für rund 3.500 Unternehmenskonten sowie die für Ende 2026 geplante zweite Testphase der Zentralbank.
Der Kern der Reform ist unspektakulär und wirksam: Verteilte Register werden als rechtsgültiges Registrierungsbuch anerkannt. Das öffnet vor allem fraktionalen Beteiligungen an Immobilien, Kunst und Rechten den Weg in den regulierten Markt – nicht Aktien und Anleihen.
Die Reihenfolge ist die eigentliche Besonderheit. Südkorea baut die Kapitalmarkt-Ebene vor der Zahlungs-Ebene, weil dort die Zuständigkeiten klar sind. Der Won-Stablecoin bleibt blockiert, solange Zentralbank und Finanzaufsicht ihren Kompetenzstreit nicht lösen.
Für dich als deutschen Anleger ändert sich nichts. Es gilt weiterhin MiCA, die Aufsicht liegt bei BaFin und ESMA, die Besteuerung folgt § 23 EStG. Koreanische Token-Wertpapiere sind für ausländische Privatanleger typischerweise nicht zugänglich – wer Gegenteiliges verspricht, verdient besondere Skepsis.
Häufige Fragen zur Reform in Südkorea
Was hat Südkorea beschlossen?
Zwei Dinge, die zeitlich auseinanderliegen: Die Nationalversammlung verabschiedete am 15. Januar 2026 Änderungen am Elektronische-Wertpapiere-Gesetz und am Kapitalmarktgesetz. Aktuell bereitet die Finanzaufsicht zusätzlich Konten für virtuelle Vermögenswerte für rund 3.500 Unternehmen vor.
Wann wurden die Gesetzesänderungen verabschiedet?
Am 15. Januar 2026 in einer Plenarsitzung der Nationalversammlung. Verkündet wurden sie am 3. Februar 2026, in Kraft treten sie am 4. Februar 2027 nach einer einjährigen Vorbereitungsfrist.
Gilt das Gesetz also schon?
Nein. Zwischen Verkündung und Inkrafttreten liegt ein volles Jahr. Wer aus aktuellen Zusammenfassungen liest, in Korea gelte ab sofort neues Recht, liegt um über ein Jahr daneben.
Was ist dann aktuell neu?
Der Vorschlag der Finanzaufsicht zu Unternehmenskonten für virtuelle Vermögenswerte sowie die für Ende 2026 geplante zweite Testphase des Einlagen-Token-Projekts der Zentralbank.
Was bedeuten die 3.500 Unternehmenskonten?
Börsennotierte Unternehmen und registrierte professionelle Anleger sollen erstmals regulären Zugang zu Konten für virtuelle Vermögenswerte bekommen. Bislang war der koreanische Kryptomarkt fast ausschließlich ein Privatanlegermarkt.
Ist das eine allgemeine Öffnung für Unternehmen?
Nein, eine gestufte. Der Kreis ist über Börsennotierung und Registrierung als professioneller Anleger klar abgegrenzt – nicht jedes Unternehmen erhält Zugang.
Warum ist das mehr als eine technische Erleichterung?
Weil institutionelle Beteiligung nicht am Interesse scheitert, sondern an der Infrastruktur. Verwahrung, Buchhaltung und Abwicklung werden erstmals in einem regulären Rahmen möglich.
Welche Fragen stellen institutionelle Akteure?
Nach Branchenberichten nicht nach Kursen und Listings, sondern nach Verwahrung, Zahlungswegen und regulatorischem Zugang – vor allem, wie Systeme mit fehlgeschlagenen oder strittigen Transaktionen umgehen und wer haftet.
Was ändert das Wertpapiergesetz konkret?
Es erkennt verteilte Register als rechtsgültiges Registrierungsbuch an. Bisher mussten Wertpapiere in zentralen Systemen registriert werden; künftig kann ein Distributed Ledger diese Funktion übernehmen.
Wie definiert das Gesetz ein verteiltes Register?
Als System, in dem Informationen von mehreren Teilnehmern nach festgelegten Standards erfasst werden und unbefugtes Löschen oder Verändern durch gemeinschaftliche Verwaltung und technische Vorkehrungen verhindert wird.
Ersetzt ein Blockchain-Eintrag die zentrale Registrierung?
Nein. Emittenten müssen weiterhin die Verfahren der Korea Securities Depository durchlaufen. Blockchain-Aufzeichnungen werden nicht als separates, unreguliertes Eigentumssystem behandelt.
Wie verhält sich das zur US-Position?
Ähnlich. Auch die US-Aufsicht vertritt die Linie, dass ein Finanzinstrument nicht dadurch aus dem Wertpapierrecht herausfällt, dass es auf eine Blockchain gebracht wird.
Welche Vermögenswerte profitieren am meisten?
Nicht Aktien und Anleihen, sondern nicht standardisierte Investmentvertrags-Wertpapiere: fraktionale Anteile an Immobilien, Kunstwerken, Musikrechten und geistigem Eigentum, die bisher nur über den Regulierungssandkasten zugänglich waren.
Was ist ein Investmentvertrags-Wertpapier?
Eine Beteiligung, bei der Anleger Kapital in ein gemeinsames Projekt einbringen und die Erträge teilen. Diese Kategorie umfasst häufig fraktionales Eigentum an wertvollen Gütern.
Warum löst Tokenisierung hier ein echtes Problem?
Wegen Teilbarkeit und Übertragbarkeit. Eine Immobilie lässt sich nicht in tausend Teile schneiden, ein Token schon. Was fehlte, war die rechtliche Anerkennung dieser Teile als Wertpapiere mit klaren Rechten.
Welche Bedenken hat die Aufsicht?
Bedenken gegenüber tokenisierten Vermögenswerten, die durch illiquide und schwer bewertbare Güter gedeckt sind. Für solche Produkte sollen erweiterte Offenlegung, klare Risikohinweise und strengere Vertriebsregeln gelten.
Worauf konzentriert sich die frühe Phase?
Auf Vermögenswerte mit vorhersehbaren Erträgen – etwa immobilienbesicherte Papiere und Projektfinanzierungen. Ein Token macht ein schwer bewertbares Gut nicht leichter bewertbar, nur leichter übertragbar.
Was ist Project Hangang?
Das Einlagen-Token-Projekt der Bank of Korea. Die erste Testphase ist abgeschlossen, für Ende 2026 ist eine zweite, institutionelle Phase mit Prototypen geplant, die Transaktionen abwickeln und an operative Systeme angebunden werden können.
Was ist an Phase 2 besonders?
Technische Versuche haben Wholesale-Einlagen-Token getestet, die von autonomen KI-Agenten für bedingte Transaktionen genutzt werden – etwa zur Bezahlung von Daten oder Rechenleistung.
Was ist ein Einlagen-Token?
Eine tokenisierte Bankeinlage. Anders als ein Stablecoin bleibt sie rechtlich eine Einlage: Die Aufsichtsstruktur existiert bereits, Haftungsfragen sind geklärt, und die Einlagensicherung greift in der Regel.
Was ist der Unterschied zu einem Stablecoin?
Ein Einlagen-Token wird von einer Bank im Rahmen ihrer Einlagen ausgegeben und unterliegt der Bankenaufsicht. Ein Stablecoin ist ein eigenständiger Kryptowert und braucht ein eigenes Regime – genau daran hakt es in Südkorea.
Warum hängt das Stablecoin-Gesetz?
Wegen eines Zuständigkeitsstreits. Der Digital Asset Basic Act liegt im Ausschuss, solange Zentralbank und Finanzaufsicht sich nicht einig sind, wer für Stablecoin-Emittenten zuständig ist.
Warum ist dieser Streit strukturell?
Weil ein Stablecoin Geld ist und Geld das institutionelle Terrain der Zentralbank. Die Bank of Korea gibt die Kontrolle darüber nicht ohne Weiteres an die Finanzaufsicht ab.
Welcher Kompromiss wird diskutiert?
Dass Banken Mehrheitsbeteiligungen an Won-Stablecoin-Vorhaben halten müssen. Das liest sich eher wie ein Friedensvertrag zwischen Behörden als wie ein Marktdesign.
Was sagt die Regierung zum Won-Stablecoin?
Präsident Lee Jae-myung hat ihn als nationale Priorität bezeichnet, um die Dominanz dollargebundener Stablecoins abzuschwächen. Priorität allein hat aber noch kein Gesetz erzeugt.
Wie unterscheidet sich der koreanische Weg von Hongkong?
Durch die Reihenfolge. Hongkong hat zuerst Stablecoin-Lizenzen vergeben und die Tokenisierung nachziehen lassen. Südkorea macht es umgekehrt: erst die Kapitalmarkt-Ebene, dann die Zahlungs-Ebene.
Warum diese Reihenfolge?
Weil tokenisierte Immobilien und private Kredite identifizierbare Emittenten, identifizierbare Käufer und eine Aufsicht haben, die den Bereich bereits kennt. Die Verbraucherschutzfragen sind damit lösbar.
Wie unterscheidet sich das vom europäischen Ansatz?
Die EU hat mit MiCA ein umfassendes Regelwerk auf einmal geschaffen. Südkorea geht schrittweise vor, mit einzelnen Bausteinen und jeweils eigener Vorlaufzeit.
Was bringt die lange Vorlaufzeit?
Sie erlaubt, Infrastruktur zu bauen, bevor das Gesetz greift. Samsung SDS entwickelt eine Plattform für tokenisierte Wertpapiere mit Fertigstellung Februar 2027 – genau zum Inkrafttreten.
Was baut die Korea Securities Depository?
Ein Abwicklungssystem für außerbörsliche Geschäfte mit nicht notierten Anteilen und bestimmten fraktionalen Produkten, geplant bis Ende 2026.
Wer erarbeitet die Detailregeln?
Ein öffentlich-privates Konsultationsgremium, das die Finanzaufsicht im März 2026 gebildet hat – mit Finanzaufsichtsdienst, zentralem Verwahrer, Branchenverband, Marktteilnehmern und Fachleuten.
Was bedeutet das für mich als deutschen Anleger?
Unmittelbar nichts. Für dich gilt europäisches Recht: MiCA als Rahmen, BaFin und ESMA als Aufsicht, deutsches Einkommensteuerrecht für die Besteuerung.
Kann ich in koreanische Token-Wertpapiere investieren?
Typischerweise nicht. Tokenisierte Wertpapiere unterliegen dem Wertpapierrecht des Landes, in dem sie ausgegeben werden – es fehlt der Vertriebsweg, nicht die Technik.
Was ist, wenn mir jemand solche Anlagen anbietet?
Besondere Vorsicht. Grenzüberschreitender Vertrieb von Wertpapieren ohne Zulassung ist in praktisch allen Rechtsräumen unzulässig. Ein Angebot, das genau das verspricht, verdient Skepsis.
Wo erreicht mich die Entwicklung indirekt?
Über zwei Wege: über den Markt, weil institutionelles Kapital die Nachfragestruktur in einem der aktivsten Kryptomärkte verändert – und über den Regulierungswettbewerb, der den Druck auf andere Rechtsräume erhöht.
Ist das ein Kaufsignal?
Nein. Aus einem Gesetz über Registerführung lässt sich keine Aussage über Kursentwicklungen ableiten. Wer die Meldung so liest, überdehnt sie erheblich.
Was ist die Kimchi-Prämie?
Ein Preisaufschlag koreanischer Kryptobörsen gegenüber dem Weltmarkt. Er entstand aus hoher Privatanlegernachfrage, strengen Kapitalverkehrskontrollen und begrenzten Arbitragemöglichkeiten.
Verschwindet die Kimchi-Prämie jetzt?
Das lässt sich nicht vorhersagen. Sie war nie ein Naturgesetz, sondern das Ergebnis einer bestimmten Marktstruktur. Wird der Markt institutioneller, verändert sich auch das Phänomen – wie stark, ist offen.
Was plant Südkorea noch?
Spot-Krypto-ETFs als Teil der Wachstumsstrategie 2026, einen Pilot für tokenisierte Staatsanleihen mit Anbindung an die Zentralbank-Infrastruktur für 2027 und eine Reform des Staatsvermögensgesetzes von 1950.
Was hat das Staatsvermögensgesetz mit Krypto zu tun?
Es soll modernisiert werden, um Kryptowährungen und geistiges Eigentum in die Definition nationaler Vermögenswerte aufzunehmen. Geprüft wird auch die Tokenisierung von Staatsimmobilien.
Wann tritt was in Kraft?
Die Gesetzesänderungen am 4. Februar 2027. Das Abwicklungssystem für außerbörsliche Geschäfte und die zweite Hangang-Phase sind für Ende 2026 vorgesehen, der Staatsanleihen-Pilot für 2027. Der Digital Asset Basic Act bleibt ohne Termin.
Wird dieser Artikel aktualisiert?
Ja. Mehrere Stränge sind noch offen – insbesondere der Digital Asset Basic Act und die Detailregeln zum Wertpapierrahmen. Bei relevanten Entwicklungen wird der Beitrag fortgeschrieben.
Ist dieser Artikel eine Anlageberatung?
Nein. Er dient ausschließlich der Information und stellt keine Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen mit Stand 22. August 2026.
Weiterführende Artikel
- crypto.news – Unternehmenskonten für rund 3.500 Einheiten, Verkündung am 03.02.2026 und Inkrafttreten am 04.02.2027 nach einer Rechtszusammenfassung von Kim & Chang, Registrierungspflicht über die Korea Securities Depository, Einordnung zur US-Position (08/2026)
- The Block – Verabschiedung am 15.01.2026, Aussagen der Financial Services Commission zu Smart Contracts und Kontenführung, Nutzen für nicht standardisierte Investmentvertrags-Wertpapiere
- CoinMarketCap Academy – Einjährige Vorbereitungsfrist, Konsultationsgremium mit Finanzaufsichtsdienst, zentralem Verwahrer und Branchenverband, Bezug zu Immobilien-, Kunst- und Projektbeteiligungen
- Chambers and Partners – Juristische Einordnung: Vermutungswirkung von Registereinträgen, Status des Digital Asset Basic Act im Ausschuss, Vergleich zum japanischen Ansatz (06/2026)
- Global Insight – Analyse der Reihenfolge: Kapitalmarkt vor Zahlungsebene, Zuständigkeitsstreit zwischen Zentralbank und Finanzaufsicht, diskutierter Bankenkompromiss, Vergleich zu Hongkong (06/2026)
- news.bitcoin.com – Interview mit Andrew Park zur institutionellen Verschiebung, Hangang Phase 2 für Ende 2026, Einlagen-Token mit autonomen KI-Agenten
- gncrypto.news – Verschiebung der Anfragen von Kursen zu Verwahrung und Abwicklung, offene Fragen zu Haftung bei fehlgeschlagenen Transaktionen
- KuCoin – Samsung SDS als Auftragnehmer für die Plattform mit Fertigstellung Februar 2027, KSD-Abwicklungssystem bis Ende 2026, Konsultationsgremium seit März 2026 (06/2026)
- CoinDesk – Geplante Reform des Staatsvermögensgesetzes von 1950, Pilot für tokenisierte Staatsanleihen 2027 mit CBDC-Anbindung (07/2026)
- Coinspeaker – Geplante Spot-Krypto-ETFs als Teil der Wachstumsstrategie 2026 · MEXC News – Aufsichtsbedenken zu illiquiden Basiswerten, erwarteter Fokus auf immobilienbesicherte Papiere
⚠ Risiko- & Transparenzhinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Felix Rieger ist Krypto-Journalist und Börsen-Tester, kein zugelassener Finanz-, Steuer- oder Rechtsberater und kein Experte für südkoreanisches Recht. Zur zeitlichen Einordnung: Die Änderungen am Elektronische-Wertpapiere-Gesetz und am Kapitalmarktgesetz wurden am 15. Januar 2026 von der Nationalversammlung verabschiedet, am 3. Februar 2026 verkündet und treten nach den vorliegenden Angaben am 4. Februar 2027 in Kraft; sie gelten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags noch nicht. Das Rahmenwerk der Financial Services Commission zu Unternehmenskonten für virtuelle Vermögenswerte befindet sich nach den vorliegenden Informationen in Vorbereitung; Umfang, Bedingungen und Zeitplan können sich ändern. Angaben zu Zeitplänen, Projektständen und geplanten Vorhaben beruhen auf öffentlich zugänglicher Berichterstattung sowie auf Zusammenfassungen Dritter und wurden nicht anhand koreanischer Primärquellen verifiziert; maßgeblich sind ausschließlich die Veröffentlichungen der zuständigen koreanischen Behörden. Die Darstellung koreanischer Rechtsbegriffe erfolgt in sinngemäßer Übersetzung und ersetzt keine rechtliche Prüfung. Wiedergegebene Einschätzungen Dritter sind deren Meinung und keine Feststellungen der Redaktion oder einer Behörde. Für Anleger in Deutschland und der EU gilt unverändert die MiCA-Verordnung, die Aufsicht durch BaFin und ESMA sowie deutsches Steuerrecht; die koreanische Reform hat darauf keinen Einfluss. Tokenisierte Wertpapiere unterliegen dem Wertpapierrecht ihres Ausgabelandes und sind für ausländische Privatanleger typischerweise nicht ohne Weiteres zugänglich; Angebote, die einen solchen Zugang versprechen, sollten besonders kritisch geprüft werden. Aus diesem Beitrag lässt sich keine Aussage über die künftige Kursentwicklung von Kryptowährungen ableiten. Kryptowährungen sind hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich. Zuletzt aktualisiert: 22. August 2026.

Immer unter menschlicher Kontrolle: Jede Zahl, jede Quelle und jede Einschätzung wird vor der Veröffentlichung persönlich geprüft. Kein Beitrag erscheint ungelesen, und die redaktionelle Verantwortung für alle Inhalte liegt bei Felix Rieger. KI beschleunigt die Arbeit — sie trifft keine Bewertungen und ersetzt keine eigenen Tests.
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung dar. Kryptowährungen sind hochvolatile Anlageinstrumente — der Handel kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Investiere nur, was du bereit bist zu verlieren. KryptoZukunft.com übernimmt keine Haftung für Entscheidungen auf Basis dieser Inhalte. Bei steuerlichen Fragen wende dich an einen zugelassenen Steuerberater.