Krypto-News 25. Mai 2026
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Krypto-News 25. Mai 2026
Krypto-News 25. Mai 2026
Bitcoin stabil bei 66.597 Euro. Die SPD will Kryptogewinne höher besteuern. Michael Saylor bricht erstmals mit dem „Never Sell“-Dogma. Und der GENIUS Act geht weiter. Die fünf wichtigsten Meldungen heute.
Was passiert ist: Die SPD hat sich öffentlich dafür ausgesprochen, Kryptogewinne künftig stärker zu besteuern. Konkrete Zahlen nennt die Koalition noch nicht — aber die Richtung ist klar: Die bisherige Regelung, nach der Bitcoin und andere Kryptowährungen nach einer Haltedauer von einem Jahr steuerfrei verkauft werden können, steht unter politischem Druck. Der Finanzminister will nach Berichten mehr von Kryptogewinnen abschöpfen. Wirtschaftswoche, 25.05.2026
Hintergrund: Deutschland hat mit der Jahres-Haltefrist eine der anlegerfreundlichsten Krypto-Steuerregeln weltweit. Wer Bitcoin länger als ein Jahr hält, zahlt keine Steuer auf den Gewinn — egal wie hoch. Das ist im europäischen Vergleich außergewöhnlich. Gleichzeitig: Kryptogewinne aus dem Bullenmarkt 2024/25 haben das Steueraufkommen deutlich erhöht — und die Koalition hat Bedarf an neuen Einnahmen.
Was noch offen ist: Konkrete Gesetzesentwürfe liegen noch nicht vor. Die Opposition signalisiert laut Berichten Alternativvorschläge. Es ist unklar ob die Haltefrist komplett abgeschafft, verkürzt oder durch einen Freibetrag ersetzt wird. Die aktuelle Rechtslage gilt weiterhin — bis ein Gesetz beschlossen ist.
Was du jetzt tun solltest: Alle Coins die bereits über ein Jahr gehalten werden dokumentieren — Kaufdatum, Kaufpreis, Börse. Falls du planst Gewinne zu realisieren: Die aktuelle steuerfreie Regelung gilt solange kein neues Gesetz verabschiedet ist. Wer sicher gehen will, sollte einen Steuerberater konsultieren.
Was passiert ist: Strategy hält inzwischen Hunderttausende Bitcoin in seiner Unternehmensbilanz. Neue Aussagen von Michael Saylor über mögliche Verkäufe sorgen deshalb für Aufmerksamkeit. Strategy lockert ihre bislang strikt vertretene Haltung zum Verkauf von Bitcoin. Saylor bestätigte im Rahmen der Q1-Quartalszahlen: Unter bestimmten Bedingungen — konkret zur Erfüllung finanzieller Verpflichtungen und Dividendenzahlungen — könnte Strategy Bitcoin verkaufen. BTC-ECHO, Investing.com, Mai 2026
Was das bedeutet: Saylor hatte jahrelang öffentlich verkündet Bitcoin niemals zu verkaufen — „Never Sell“ war das Markenzeichen seiner Strategie. Die neue Aussage ist kein Ankündigung eines Verkaufs — es ist eine Änderung der offiziellen Unternehmensposition. Strategy hält über 843.000 Bitcoin im Wert von rund 63 Milliarden Dollar. Selbst ein kleiner Teilverkauf zur Schuldentilgung würde Milliarden in den Markt bringen.
Einordnung: Das ist keine Panikbotschaft. Strategy hat im letzten Quartal noch weitere 24.869 BTC für rund 2 Milliarden Dollar zugekauft. Die neue Aussage ist eher ein Zugeständnis an die Realität: Ein Unternehmen das mit Wandelanleihen finanziert ist, kann nicht in jeder Marktlage kompromisslos halten. Was passiert wenn das schiefgeht, haben wir gestern am Trump-Media-Beispiel erklärt.
Kurzfristiger Markteffekt: Die Ankündigung selbst hat Bitcoin nicht nennenswert bewegt. Der Markt preist ein: Strategy verkauft vielleicht irgendwann etwas — aber nicht sofort und nicht alles. Langfristig ist die Positionsveränderung bedeutsamer als die kurzfristige Kursbewegung.
Was passiert ist: Der aktuelle Bitcoin-Kurs liegt heute, am 25.05.2026 bei 66.597,16 Euro und ist zum vorherigen Tag, dem 24.05.2026 von 66.308,44 Euro um 0,43 Prozent gestiegen. Damit bleibt Bitcoin in einer engen Seitwärtsrange zwischen 65.000 und 68.000 Euro.
Technisches Bild: Der RSI liegt bei 49 Punkten und generierte ein bärisches Crossover. Auch der MACD bestätigte das Verkaufssignal und deutet auf weiteren Verkaufsdruck bei BTC hin. Analysten beobachten die Zone um 70.000 Euro als nächsten wichtigen Widerstand. Fällt Bitcoin darunter, rückt die Unterstützung bei 60.000 Euro in den Fokus.
Einordnung: Pfingstmontag bedeutet dünne Handelsliquidität in Europa — große Kursbewegungen in ruhigen Märkten können irreführend sein. Institutionelle Investoren, ETF-Zuflüsse und die wachsende Akzeptanz von Bitcoin sorgen dafür, dass die Kryptowährung weiterhin als wichtiger Bestandteil moderner Investmentstrategien angesehen wird. Wer einen langen Zeithorizont hat, braucht sich von kurzfristigen Chartmustern nicht leiten lassen.
Stand heute: Der GENIUS Act — das erste eigenständige Krypto-Stablecoin-Gesetz der USA — hat den Senat mit 68:30 Stimmen passiert. Jetzt liegt er beim Repräsentantenhaus, das eine eigene Version (STABLE Act) eingebracht hat. BTC-ECHO, Blocktrainer
Was noch kommt: Das Repräsentantenhaus wird den GENIUS Act entweder unverändert annehmen — dann wird er sofort Gesetz — oder Änderungen vornehmen. In diesem Fall müssen beide Kammern einen Kompromiss finden. Die US-Bankenlobby macht im Streit um den Clarity Act Druck auf den Senat. Ähnliche Auseinandersetzungen sind beim GENIUS Act zu erwarten — Banken wollen striktere Regeln für private Stablecoin-Emittenten.
Was auf dem Spiel steht: Stablecoins wie USDT und USDC stellen rund 60 Prozent des globalen Krypto-Handelsvolumens. Ein klarer Rechtsrahmen würde institutionelle Adoption massiv beschleunigen — und den US-Dollar in seiner digitalen Dominanz stärken. Für europäische Anleger ist die MiCA-Verordnung der wichtigere Rahmen — der ist bereits in Kraft.
Die wichtigsten Ereignisse dieser Woche:
Hyperliquid (HYPE) bleibt der heimliche Outperformer 2026 — unter den Top 5 Kryptowährungen mit einer Marktkapitalisierung von über 1 Milliarde Dollar, die den Markt im Jahr 2026 anführen. Der Bitwise BHYP ETF läuft an der NYSE und bringt institutionelles Kapital in die dezentrale Derivate-Börse.
Trump Media hat diese Woche 2.650 Bitcoin auf Crypto.com transferiert — ein starkes Signal für einen bevorstehenden Teilverkauf. Die Bitcoin-Position ist nach dem Kauf nahe dem Allzeithoch rund 455 Millionen Dollar im Minus. Die vollständige Analyse haben wir gestern veröffentlicht.
GENIUS Act passiert den Senat — historisch. Institutionelle Adoption läuft parallel zum schwachen Retail-Markt weiter.
Ausblick nächste Woche: Entscheidend wird sein ob Bitcoin die 70.000-Euro-Marke zurückerobert. Die FOMC-Sitzung der Fed Ende Juni rückt näher — Zinssenkungserwartungen könnten Risk-On-Assets wie Bitcoin positiv beeinflussen. Das politische Risiko in Deutschland (SPD-Steuervorschläge) bleibt ein Thema das wir weiter verfolgen.
Für langfristige Anleger: Trotz der Kurskorrektur bleibt die Stimmung unter langfristigen Anlegern vergleichsweise stabil. Wer DCA betreibt und einen Zeithorizont von 3+ Jahren hat, sollte die aktuelle Phase als Gelegenheit sehen — nicht als Warnsignal.
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