LIVE
Seit 1. Juli 2026 in Kraft Der MiCA-Stichtag ist vorbei: über 1.700 Anbieter müssen den EU-Betrieb einstellen — ist deine Börse noch zugelassen? Börsen prüfen →

Ethereum 2026: Warum Glamsterdam eine strategische Kehrtwende ist – und was das über die Wertfrage verrät

Coin Analyse
Hand holding a silver Ethereum coin with a computer screen displaying Ethereum price charts and trading data
Inhaltsverzeichnis (24)
  1. Ethereum 2026: Warum Glamsterdam eine strategische Kehrtwende ist – und was das über die Wertfrage verrät
  2. Das Problem, das Glamsterdam lösen soll
  3. Was Glamsterdam technisch bringt
  4. Die Fragen, die ETH-Halter wirklich stellen
  5. „Brauche ich 32 ETH, um zu staken?“
  6. „Wie hoch ist die Staking-Rendite?“
  7. „Sollte ich mein ETH auf ein Layer-2-Netzwerk bringen?“
  8. „Was passiert mit meinem ETH beim Hard Fork?“
  9. „Was ist MEV, und betrifft es mich?“
  10. „Warum schwanken die Gasgebühren so stark?“
  11. Der Denkfehler, vor dem man sich hüten sollte
  12. Was Glamsterdam für die Layer-2-Netzwerke bedeutet
  13. Die Angebotsseite: Staking
  14. „Wird Ethereum von Solana überholt?“
  15. „Ist Ethereum ein sicherer Hafen im Kryptomarkt?“
  16. „Was, wenn Glamsterdam sich verzögert?“
  17. „Was müsste passieren, damit ich meine These überdenke?“
  18. Ethereum im Vergleich der Netzwerk-Analysen
  19. Was du selbst verfolgen kannst
  20. Was das für dich als deutschen Anleger bedeutet
  21. Fazit
  22. Häufige Fragen zu Ethereum und Glamsterdam
  23. Weiterführende Artikel
  24. Ähnliche Beiträge
Coin-Analyse · Aktualisiert am 4. September 2026

Ethereum 2026: Warum Glamsterdam eine strategische Kehrtwende ist – und was das über die Wertfrage verrät

Jahrelang lautete Ethereums Plan: Basisschicht schlank halten, Skalierung an Layer-2-Netzwerke abgeben. Technisch hat das funktioniert. Wirtschaftlich hatte es eine Nebenwirkung, die kaum jemand aussprach: Die täglichen L1-Gebühren fielen von rund 30 Millionen Dollar in den Jahren 2021 und 2022 auf einstellige Millionenbeträge. Glamsterdam ist die Antwort darauf – und damit mehr als ein Upgrade. Es ist eine Korrektur der Strategie.

✍️ Felix Rieger 🗓️ Veröffentlicht: 17. April 2026 🔄 Aktualisiert: 4. September 2026 ⏱️ ca. 40 Min. ⚠️ Keine Anlageberatung
Die kurze Antwort

Die Wertfrage: Wenn Rollups die Nutzer und die Gebühren übernehmen, was bleibt für das Basis-Asset? Genau diese Frage hängt seit Jahren über ETH – und der Rückgang der Verbrennung durch EIP-1559 hat sie verschärft.

Die Antwort des Protokolls: Glamsterdam kehrt zur Skalierung der Basisschicht zurück. Das Gasslimit soll von 60 auf 200 Millionen je Block steigen, die Gebühren um bis zu 78 Prozent fallen, der Durchsatz Richtung 10.000 Transaktionen pro Sekunde gehen.

Der Vorbehalt: Günstigere und größere Blöcke senken den Preis je Transaktion. Ob dadurch die Gesamtnachfrage nach Blockraum so wächst, dass die Gebühreneinnahmen steigen, ist die offene Frage – und keineswegs ausgemacht.

~2.510 $Kurs
−49 %unter dem Rekord von 2025
−83 %L1-Gebühren gegenüber 2021/22
35 %der Menge gestaked
3,3×geplantes Gaslimit
Q3/Q4 2026Zielfenster Glamsterdam
Zur Einordnung vorweg: Dieser Beitrag nennt kein eigenes Kursziel. Wer die Rechenmethodik hinter Kurszielen sucht, findet sie im Beitrag Kann Ethereum 10.000 Dollar erreichen? – hier geht es um die Fundamentaldaten.

Das Problem, das Glamsterdam lösen soll

Um das Upgrade zu verstehen, muss man das strategische Problem kennen – und es ist wirtschaftlicher, nicht technischer Natur.

EntwicklungWirkung
Rollup-zentrierte Strategietechnisch erfolgreich – Aktivität wanderte auf Layer-2-Netzwerke
Folge für die BasisschichtGebühreneinnahmen und Verbrennung nach EIP-1559 fielen deutlich
Tägliche L1-Gebühren 2021/2022nahe 30 Mio. $
Tägliche L1-Gebühren 2026überwiegend im einstelligen Millionenbereich
Folge für die Erzählungdie These vom „Ultraschall-Geld“ verlor an Substanz

Hochgerechnet entspricht der Rückgang einer Veränderung von rund 10,9 auf etwa 1,8 Milliarden Dollar Jahresgebühren – eine eigene Näherungsrechnung aus den genannten Tageswerten, die tatsächliche Schwankungen nicht abbildet.

Die Frage, die über ETH hängt

Wenn Rollups die Nutzer und die Gebühren nehmen – was fließt dann dem Basis-Asset zu?

Das ist keine Kritikerfrage, sondern eine, die aus dem Projekt selbst kommt. Vitalik Buterin stellte Anfang 2026 öffentlich das Tempo des reinen Rollup-Ansatzes infrage und wies darauf hin, dass nur wenige große Layer-2-Netzwerke eine nennenswerte Dezentralisierung erreicht hätten.

Die strategische Reaktion

Die Ethereum Foundation ordnete ihre Prioritäten für 2026 in drei Bereiche: Skalieren, Nutzererfahrung verbessern und die Basisschicht härten. Glamsterdam ist die Umsetzung dieser Neuausrichtung.

Der Kern: nicht mehr nur Rollups skalieren, sondern die Basisschicht selbst – damit wieder Wert dort anfällt, wo ETH liegt. Das ist eine Kehrtwende gegenüber dem Kurs der vergangenen Jahre.

Was Glamsterdam technisch bringt

Der Name setzt sich zusammen aus Gloas für die Konsensschicht und Amsterdam für die Ausführungsschicht – Ethereum benennt Hard Forks traditionell nach einem Stern und der Stadt der letzten Entwicklerkonferenz.

ÄnderungKennungWirkung
Verankerte Trennung von Vorschlagendem und BauendemEIP-7732verlagert den Blockbau ins Protokoll selbst
Zugriffslisten auf BlockebeneEIP-7928ermöglicht parallele Ausführung
Gaslimit je Block—von 60 auf 200 Mio. – etwa das 3,3-Fache
Blob-Kapazität—auf 72 oder mehr je Block
Datenverbreitungsfenster—von 2 auf rund 9 Sekunden
Günstigere einfache ÜberweisungenEIP-2780senkt die Grundgebühr für ETH-Transfers
Durchsatzziel—Richtung 10.000 Transaktionen pro Sekunde
Gebührensenkung—Schätzungen zwischen etwa 65 und 78 Prozent

Angaben aus der Ethereum-Dokumentation und Berichten zum Entwicklungsstand. Die genannten Zielwerte sind Entwicklungsziele, keine Zusagen – der endgültige Umfang kann sich im Testbetrieb ändern.

Was die beiden Haupt-EIPs praktisch bedeuten

EIP-7732 holt den Blockbau ins Protokoll. Bisher verwalten Validatoren über eine externe Architektur Verbindungen zu Vermittlern, bewerten Gebote und entscheiden binnen Sekunden, welchen Block sie vorschlagen. Künftig läuft das protokollintern – das reduziert Abhängigkeiten und potenziell auch den Wert, der über die Reihenfolge von Transaktionen abgeschöpft wird.

EIP-7928 legt vorab fest, auf welche Daten ein Block zugreift. Damit lassen sich Transaktionen parallel statt nacheinander verarbeiten – die Grundlage für den angestrebten Durchsatzsprung.

Zum Zeitpunkt: Die Angaben widersprechen sich

Wir haben für die Aktivierung Angaben von der ersten Jahreshälfte 2026 über das dritte Quartal – häufig als „Ende August“ beschrieben – bis zum vierten Quartal gefunden. Ein Anbieter nennt ausdrücklich ein internes Arbeitsziel Ende August 2026 und bezeichnet es als angestrebt und abhängig von der Testnetzreife.

Die finalen Entwicklungstests wurden im Juni 2026 erreicht. Ein verbindliches Hauptnetzdatum war zum Redaktionsschluss nicht festgelegt – prüfe den Stand in den offiziellen Kanälen, bevor du dich auf einen Termin verlässt.

Die Fragen, die ETH-Halter wirklich stellen

„Brauche ich 32 ETH, um zu staken?“

Für einen eigenen Validator ja – das ist die Mindesteinlage. Für die Teilnahme am Staking nein.

WegMindestmengeWas du abgibst
Eigener Validator32 ETHnichts – volle Kontrolle, aber technischer Aufwand
Staking über einen Anbietermeist deutlich wenigerGegenparteirisiko und eine Gebühr
Liquide Staking-Tokenkein Mindestbetragdu hältst einen Anspruch, nicht das ETH selbst
Staking über eine Börsekein MindestbetragVerwahrung und Gegenpartei liegen beim Anbieter

Der Unterschied, der bei liquiden Staking-Token zählt

Wer einen liquiden Staking-Token hält, hält nicht ETH, sondern einen Anspruch darauf. Der Kurs dieses Anspruchs kann vom ETH-Kurs abweichen – in Stressphasen deutlich.

Das ist kein Argument dagegen, aber ein Risiko, das man kennen sollte. Steuerlich kommt hinzu: Der Tausch von ETH in einen solchen Token kann ein Veräußerungsvorgang sein. Das sollte im Einzelfall geprüft werden.

„Wie hoch ist die Staking-Rendite?“

Sie schwankt und hängt an zwei Größen: der Zahl der Validatoren und dem Gebührenaufkommen. Je mehr Validatoren teilnehmen, desto kleiner der Anteil des Einzelnen – und wenn die Netzwerkgebühren fallen, sinkt der Anteil, der aus Gebühren stammt.

Der Zusammenhang, den man kennen sollte

Bei rund 35 Prozent Staking-Quote und stark gefallenen L1-Gebühren stammt die Rendite überwiegend aus der Neuausgabe neuer Token, nicht aus Gebühren.

Das bedeutet: Sie verteilt zwischen Stakern und Nicht-Stakern um, statt Wert zu schaffen. Wer nicht staked, wird verwässert. Das ist einer der Gründe, warum die Staking-Quote so hoch ist – es ist auch eine Verteidigungsmaßnahme.

„Sollte ich mein ETH auf ein Layer-2-Netzwerk bringen?“

Das hängt davon ab, was du vorhast.

AnwendungsfallEmpfehlung
Kaufen und langfristig haltenauf der Basisschicht oder in der eigenen Wallet – kein Grund für eine Brücke
Regelmäßige Nutzung von AnwendungenLayer 2 kann erheblich günstiger sein
Große Beträge parkenBasisschicht – höhere Sicherheitsgarantie

Was viele unterschätzen

Ein Layer-2-Netzwerk hat eine eigene Sicherheitsarchitektur. Vitalik Buterin selbst wies darauf hin, dass nur wenige große Rollups eine nennenswerte Dezentralisierung erreicht haben.

Für den täglichen Gebrauch ist das meist unproblematisch. Für die Verwahrung größerer Bestände bleibt die Basisschicht die konservativere Wahl – und nach Glamsterdam mit deutlich niedrigeren Gebühren möglicherweise auch die praktischere. Details zur Verwahrung im Beitrag Cold vs. Hot Wallet.

„Was passiert mit meinem ETH beim Hard Fork?“

Nichts, wenn du es einfach hältst. Bei einem geplanten Protokoll-Upgrade wie Glamsterdam bleibt dein Bestand unverändert – es entsteht kein neuer Token und kein Anspruch, den du geltend machen müsstest.

Wer tatsächlich handeln muss

Staker und Knotenbetreiber. Sie müssen sowohl den Konsens- als auch den Ausführungsclient vor der Aktivierung aktualisieren. Wer über einen Anbieter oder eine Börse staked, muss sich in der Regel nicht selbst kümmern.

Für reine Halter gilt: Nichts tun. Und misstrauisch werden, wenn dich jemand auffordert, wegen eines Upgrades irgendetwas zu „migrieren“ oder eine Wallet zu verbinden – das ist eine bekannte Betrugsmasche. Muster im Leitfaden Krypto-Sicherheit 2026.

„Was ist MEV, und betrifft es mich?“

Der Wert, der sich aus der Reihenfolge von Transaktionen in einem Block abschöpfen lässt. Wer entscheidet, welche Transaktion zuerst ausgeführt wird, kann daraus Gewinn ziehen – etwa indem er sich vor eine große Order setzt.

Für dich als Privatanleger äußert sich das als schlechterer Ausführungskurs, wenn du auf einer dezentralen Börse handelst. Glamsterdam soll diesen Effekt nach Schätzungen um bis zu 70 Prozent reduzieren, indem der Blockbau ins Protokoll wandert.

„Warum schwanken die Gasgebühren so stark?“

Weil Blockraum knapp ist und versteigert wird. Bei hoher Nachfrage steigen die Gebühren, bei niedriger fallen sie. Genau hier setzt Glamsterdam an: Mehr Kapazität bedeutet weniger Knappheit und damit stabilere, niedrigere Gebühren.

Die praktische Konsequenz

Wer nicht dringend handeln muss, kann Zeiten niedriger Auslastung abwarten – Gebühren sind an Wochenenden und in den europäischen Nachtstunden typischerweise niedriger.

Nach Glamsterdam dürfte dieser Unterschied kleiner werden. Bis dahin bleibt es ein einfacher Weg, Kosten zu sparen.

Der Denkfehler, vor dem man sich hüten sollte

Hier liegt der wichtigste analytische Punkt dieses Beitrags – und er wird in fast allen Glamsterdam-Berichten übersprungen.

Die Erzählung lautet: Glamsterdam senkt die Gebühren, holt Aktivität von den Layer-2-Netzwerken zurück auf die Basisschicht, dort fallen wieder Gebühren an, die Verbrennung steigt – und damit der Wert von ETH.

Warum diese Kette nicht zwingend funktioniert

Gebühreneinnahmen sind das Produkt aus Preis je Transaktion und Anzahl der Transaktionen. Glamsterdam senkt den Preis um geschätzte 65 bis 78 Prozent. Damit die Einnahmen steigen, müsste die Menge um mehr als das Drei- bis Vierfache zunehmen.

Das ist möglich – die Kapazität wächst schließlich um etwa das 3,3-Fache. Es ist aber keine Automatik: Blockraum, den niemand nachfragt, erzeugt keine Gebühren, egal wie viel davon verfügbar ist.

SzenarioPreis je TransaktionMengeGebühreneinnahmen
Kapazität wächst, Nachfrage nicht−78 %unverändertdeutlich niedriger
Nachfrage wächst proportional zur Senkung−78 %+355 %etwa unverändert
Nachfrage wächst überproportional−78 %stärkerhöher als heute

Vereinfachte Modellrechnung zur Veranschaulichung des Zusammenhangs – keine Prognose. Sie unterstellt einen linearen Zusammenhang, den es in der Praxis so nicht gibt.

Warum das dritte Szenario nicht abwegig ist

Niedrigere Gebühren erschließen Anwendungsfälle, die vorher unwirtschaftlich waren – Kleinbetragszahlungen, häufige Interaktionen, Anwendungen mit vielen kleinen Transaktionen. Nachfrage kann bei stark fallenden Preisen überproportional wachsen.

Zusätzlich könnte Aktivität von Layer-2-Netzwerken zurückwandern: Chains wie Arbitrum, Optimism und Base gewannen Nutzer auch deshalb, weil L1-Gebühren zu hoch waren. Sinkt dieser Nachteil, verschiebt sich das Kalkül – zumal die Basisschicht die höhere Sicherheitsgarantie bietet.

Der ehrliche Schluss

Glamsterdam schafft die Voraussetzung für höhere Gebühreneinnahmen, nicht die Einnahmen selbst. Es ist eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung.

Das ist übrigens dieselbe Struktur wie bei Solana: Dort senkten Firedancer und Alpenglow Latenz und Ausfallrisiko – während der Netzwerkumsatz 93 Prozent unter seinem Hoch lag. Technische Verbesserungen erzeugen keine Nachfrage. Vergleich im Beitrag Solana (SOL) 2026.

Was Glamsterdam für die Layer-2-Netzwerke bedeutet

Ein zweischneidiger Teil, der selten sauber dargestellt wird.

WirkungFür Layer 2
Blob-Kapazität steigt auf 72 oder mehr je Blockgünstigere Datenverfügbarkeit – Transaktionen auf Arbitrum, Optimism, Base und zkSync werden billiger
L1-Gebühren fallen um 65 bis 78 Prozentder Kostenvorteil gegenüber der Basisschicht schrumpft
Nettohängt davon ab, welcher Effekt überwiegt

Die widersprüchliche Logik

Glamsterdam macht Layer-2-Netzwerke gleichzeitig günstiger und weniger notwendig. Mehr Blobs senken deren Kosten, günstigere L1-Gebühren senken ihren Existenzgrund.

Für ETH-Halter ist beides nicht eindeutig gut oder schlecht: Mehr L2-Aktivität bedeutet mehr Blob-Gebühren, mehr L1-Aktivität bedeutet mehr Verbrennung. Welcher Weg mehr zum Tokenwert beiträgt, ist eine offene Frage – und sie wird sich erst über Quartale beantworten.

Die Angebotsseite: Staking

KennzahlStand
Gestakte Mengerund 42,34 Mio. ETH
Anteil der Umlaufmengerund 35 Prozent
Validatorenüber eine Million
Sicherheitenwertüber 70 Mrd. $
Warteschlange für den Einstiegzeitweise über 3 Mio. ETH und mehrere Wochen Wartezeit

Die Angaben stammen aus Erhebungen unterschiedlicher Zeitpunkte im Jahr 2026 – frühere Berichte nannten rund 37 Millionen ETH und 30,6 Prozent. Die Staking-Quote ist im Jahresverlauf gestiegen.

Was daran strukturell wichtig ist

Über 70 Milliarden Dollar an Validator-Sicherheiten und mehr als eine Million Validatoren bedeuten ein Sicherheitsniveau, das kein Rollup erreicht. Genau das ist Ethereums verbleibender Vorsprung, wenn der Geschwindigkeitsvorteil anderer Ketten schrumpft.

Für Anleger heißt das: Ethereums Argument ist nicht mehr primär Technik, sondern Sicherheit, Dezentralisierung und die Tiefe des Ökosystems. Grundlagen im Beitrag Was ist Staking?

Und der Vorbehalt, der auch hier gilt

Eine hohe Staking-Quote verknappt nicht dauerhaft das Angebot. Gestaktes ETH ist abhebbar, liquide Staking-Token bieten Zweitmarktliquidität, und eine höhere Beteiligung erhöht zugleich die Ausgabe neuer Token durch das Protokoll.

Die Formel „mehr Staking gleich höherer Preis“ beschreibt eine Tendenz, keine Mechanik.

„Wird Ethereum von Solana überholt?“

Die Frage kommt bei jeder Analyse – und sie verdient eine Antwort, die weder abwiegelt noch übertreibt.

KriteriumEthereumSolana
Geschwindigkeit heutedeutlich langsamerFinalität im Bereich von Sekunden, Ziel 150 Millisekunden
Sicherheitsbudgetüber 70 Mrd. $ Validator-Sicherheitendeutlich niedriger
Validatorenüber eine Milliondeutlich weniger, historisch hohe Client-Konzentration
Ökosystemtiefemit Abstand größtes DeFi-Volumenwachsend
Netzwerkstabilitätkeine Ausfällemehrfach Ausfälle in der Vergangenheit
Umsatzlage 2026L1-Gebühren rund 80 % unter dem HochNetzwerkumsatz 93 % unter dem Hoch

Vereinfachte Gegenüberstellung ohne Empfehlung. Ausführlich zu Solana im Beitrag Solana (SOL) 2026.

Die ehrliche Antwort

Beim Tempo hat Solana den Vorsprung, und Glamsterdam wird ihn verkleinern, aber nicht aufholen. Bei Sicherheit, Dezentralisierung und Ökosystemtiefe liegt Ethereum vorn – und diese Vorteile lassen sich nicht durch ein Upgrade nachbauen.

Bemerkenswert ist etwas anderes: Beide Netzwerke haben dasselbe Problem. Ethereums L1-Gebühren liegen rund 80 Prozent unter ihrem Hoch, Solanas Netzwerkumsatz 93 Prozent. Die Konkurrenzfrage lenkt davon ab, dass in beiden Fällen die Nachfrage eingebrochen ist – nicht die Technik versagt hat.

Was das für die Frage bedeutet

„Wer überholt wen?“ ist die falsche Frage, solange bei beiden der Umsatz fehlt. Die bessere lautet: Welches Netzwerk gewinnt zuerst wieder Nachfrage – und aus welcher Quelle?

Bei Solana wäre es die Verlagerung von Memecoin-Handel zu Zahlungen und Tokenisierung. Bei Ethereum die Rückwanderung von Aktivität auf die Basisschicht. Beides ist offen, und beides zeigt sich in denselben Kennzahlen: den Gebühreneinnahmen.

„Ist Ethereum ein sicherer Hafen im Kryptomarkt?“

Eine Frage, die häufig gestellt wird – und deren Antwort differenziert ausfällt.

Innerhalb des Kryptomarkts gilt ETH neben Bitcoin als etablierter Wert mit dem größten Ökosystem und dem höchsten Sicherheitsbudget nach Bitcoin. Gegenüber dem Gesamtmarkt ist es aber ein Risikowert, der in Stressphasen mitfällt.

Die Einordnung, die dazugehört

ETH notiert rund die Hälfte unter seinem Allzeithoch. Wer im August 2025 nahe dem Hoch gekauft hat, sitzt auf einem erheblichen Verlust – trotz funktionierender Technik, wachsender Staking-Beteiligung und laufender Upgrades.

Das ist die Erinnerung daran, dass Fundamentaldaten und Kurs über längere Zeiträume auseinanderlaufen können. Wie stark, zeigt die Rechnung im Beitrag Kann Ethereum 10.000 Dollar erreichen?

„Was, wenn Glamsterdam sich verzögert?“

Eine berechtigte Frage, denn Ethereum hat eine Geschichte verschobener Meilensteine.

SzenarioWahrscheinliche Wirkung
Aktivierung wie angestrebtder Effekt ist teilweise eingepreist – die Wirkung zeigt sich erst in den Gebührendaten
Verzögerung um ein Quartalbei Ethereum historisch üblich, Kursreaktion meist begrenzt
Deutliche Verzögerung oder Abstriche am Umfangwürde die These der strategischen Kehrtwende schwächen

Warum eine Verzögerung nicht das Hauptrisiko ist

Das größere Risiko liegt nicht im Wann, sondern im Ob es wirkt. Ein Upgrade, das pünktlich kommt und die Gebühren senkt, ohne dass die Nachfrage entsprechend wächst, wäre für ETH-Halter das ungünstigere Ergebnis als eine Verschiebung um ein Quartal.

Deshalb ist der Termin die weniger wichtige Größe. Entscheidend sind die Gebührendaten in den Monaten nach der Aktivierung.

„Was müsste passieren, damit ich meine These überdenke?“

Eine Frage, die sich jeder Anleger stellen sollte – und die bei Ethereum präzise beantwortbar ist.

Wenn die Gebühren nach Glamsterdam nicht steigen

Sinkt der Preis je Transaktion wie geplant, ohne dass die Menge entsprechend zunimmt, fallen die Einnahmen weiter. Dann hätte die strategische Kehrtwende nicht funktioniert.

Wenn Aktivität nicht auf die Basisschicht zurückwandert

Bleiben Nutzer trotz gesunkener L1-Gebühren auf Layer 2, war die zentrale Annahme hinter dem Upgrade falsch.

Wenn die Staking-Quote deutlich fällt

Das wäre ein Zeichen, dass Validatoren die Rendite für unattraktiv halten – und es würde das Sicherheitsbudget senken, Ethereums stärkstes verbleibendes Argument.

Wenn ein Layer-2-Netzwerk sich abkoppelt

Ein großes Rollup, das die Abhängigkeit von Ethereums Sicherheit reduziert, würde die Wertfrage weiter verschärfen.

Wenn Konkurrenz die Sicherheitslücke schließt

Ethereums Vorsprung liegt bei Sicherheit und Ökosystemtiefe. Holt eine schnellere Kette hier auf, schrumpft das verbleibende Argument.

Und was umgekehrt für die These spräche

Steigende Gebühreneinnahmen bei gleichzeitig gesunkenen Gebühren je Transaktion. Das wäre der Beleg, dass die Nachfrage tatsächlich überproportional gewachsen ist – der einzige Weg, auf dem Glamsterdam wirtschaftlich aufgeht.

Diese eine Kombination ist der Prüfstein. Alles andere – Durchsatzrekorde, Validatorenzahlen, Ankündigungen – sagt darüber nichts aus.

Ethereum im Vergleich der Netzwerk-Analysen

Bei allen Netzwerken, die wir in dieser Reihe untersucht haben, stellt sich dieselbe Frage: Über welchen Mechanismus wird Nutzung zu Nachfrage nach dem Token?

NetzwerkWertfluss zum TokenDer jeweilige Engpass
EthereumVerbrennung über EIP-1559, Staking-ErträgeGebühren wanderten auf Layer 2 ab
SolanaStaking-Erträge, teils über ETFs weitergereichtNetzwerkumsatz 93 % unter dem Hoch
ChainlinkReserve wandelt Einnahmen in LINKGebührenvolumen klein gemessen am gesicherten Wert
CardanoStaking, Schatzkammer, EinnahmezielGovernance-Reibung und Umsetzungstempo
HederaGebühren an Validatoren, kein Rückflusskein Mechanismus vorgesehen
ToncoinGebühren gehen gegen nullkaum etwas zu verteilen
BittensorEmissionen an TeilnehmerEmissionen übersteigen externen Umsatz

Vereinfachte Gegenüberstellung ohne Empfehlung. Ausführlich in den Beiträgen zu Solana, Chainlink, Cardano, Hedera, Toncoin und Bittensor.

Ethereums Besonderheit im Vergleichsfeld

Bei Ethereum ist der Mechanismus vorhanden und funktionierte nachweislich – 2021 und 2022 flossen rund 30 Millionen Dollar täglich durch ihn. Das Problem ist nicht sein Fehlen, sondern dass die Aktivität woandershin gewandert ist.

Das ist eine grundsätzlich bessere Ausgangslage als bei Hedera oder Toncoin, wo der Mechanismus gar nicht vorgesehen ist beziehungsweise ins Leere läuft. Ein Kanal, der einmal funktioniert hat, lässt sich eher wiederbeleben als einer, den es nie gab.

Was du selbst verfolgen kannst

Die täglichen L1-Gebühren

Die entscheidende Größe. Von rund 30 Millionen Dollar in den Jahren 2021 und 2022 auf einstellige Millionenbeträge gefallen. Erholen sie sich nach Glamsterdam, funktioniert die Strategie.

Die Verbrennungsrate

Sie hängt direkt an den Gebühren. Eine steigende Verbrennung bei gleichzeitig hoher Staking-Ausgabe wäre das Szenario, das die alte Knappheitsthese wiederbeleben könnte.

Die Verteilung zwischen L1 und Layer 2

Wandert nach der Gebührensenkung Aktivität auf die Basisschicht zurück? Das ist die eigentliche These hinter Glamsterdam.

Der Aktivierungstermin

Die Angaben reichen von der ersten Jahreshälfte bis zum vierten Quartal 2026, ein Anbieter nennt Ende August als internes Arbeitsziel. Verzögerungen wirken bei erwartungsgetriebenen Thesen überproportional.

Die Blob-Auslastung

Steigt die Kapazität auf 72 oder mehr je Block, zeigt die tatsächliche Auslastung, ob Layer-2-Netzwerke den zusätzlichen Raum füllen – oder ob er ungenutzt bleibt.

Die eine Zahl, wenn du nur eine verfolgen willst

Die täglichen L1-Gebühren. Sie sind die einzige Größe, die zeigt, ob die strategische Kehrtwende funktioniert – und sie lassen sich nicht durch Ankündigungen erzeugen.

Der Maßstab ist klar benannt: rund 30 Millionen Dollar täglich in der Blütezeit gegenüber einstelligen Millionenbeträgen heute. Nähert sich der Wert wieder an, ist Glamsterdam aufgegangen. Bleibt er, wo er ist, war es ein technisches Upgrade ohne wirtschaftliche Wirkung.

Was das für dich als deutschen Anleger bedeutet

VorgangSteuerliche Einordnung
ETH kaufen und über ein Jahr haltenGewinn steuerfrei nach § 23 EStG
Verkauf innerhalb der Jahresfriststeuerpflichtig ab 1.000 € Gesamtgewinn
Staking-Erträgelaufende Einkünfte im Zeitpunkt des Zuflusses
Tausch ETH gegen einen anderen Coingilt als Verkauf plus Kauf
Brücke auf ein Layer-2-NetzwerkEinzelfallfrage – fachlich prüfen lassen
Transfer in die eigene Walletkein Verkauf, Haltefrist läuft weiter

Vereinfachte Darstellung, keine Steuerberatung. Details im Ratgeber Krypto-Steuern 2026.

Der Punkt, der bei Ethereum besonders zählt

Wer ETH über eine Brücke auf ein Layer-2-Netzwerk überträgt, sollte diesen Vorgang fachlich prüfen lassen. Je nach Ausgestaltung der Brücke kann ein steuerlich relevanter Tausch vorliegen – etwa wenn ein anderer Token ausgegeben wird.

Bei einfachen Transfers zwischen eigenen Adressen auf derselben Kette ist die Lage klar. Bei Brücken und liquiden Staking-Token ist sie es nicht. Was das Finanzamt erwartet, steht im Beitrag zum BMF-Schreiben zu Kryptowerten.

Zu Staking-Erträgen

Sie gelten als laufende Einkünfte im Zeitpunkt des Zuflusses – die einjährige Haltefrist greift für sie nicht. Wer über einen Anbieter staked, erhält häufig regelmäßige Ausschüttungen und damit entsprechend viele dokumentationspflichtige Vorgänge.

Dokumentiere Datum, Menge und Kurs jeder Ausschüttung. Ab etwa zwanzig Vorgängen im Jahr lohnt eine Steuersoftware.

„Der wichtigste Satz zu Ethereum im Jahr 2026 steht in keiner Upgrade-Ankündigung: Die täglichen Gebühren auf der Basisschicht fielen von rund dreißig Millionen Dollar in den Jahren 2021 und 2022 auf einstellige Millionenbeträge. Das ist die direkte Folge einer erfolgreichen Strategie – Aktivität wanderte auf Rollups, wie geplant. Nur floss der Wert dorthin mit. Genau deshalb ist Glamsterdam mehr als ein Upgrade: Es ist eine Korrektur der Strategie. — Felix Rieger · Gründer & Chefredakteur · KryptoZukunft.com · 4. September 2026
„Vor dem naheliegenden Denkfehler möchte ich warnen. Gebühreneinnahmen sind Preis mal Menge. Glamsterdam senkt den Preis um geschätzte fünfundsechzig bis achtundsiebzig Prozent – damit die Einnahmen steigen, müsste die Menge um mehr als das Drei- bis Vierfache zunehmen. Möglich ist das, die Kapazität wächst schließlich um etwa das Dreikommadreifache. Automatisch ist es nicht: Blockraum, den niemand nachfragt, erzeugt keine Gebühren, egal wie viel davon verfügbar ist. — Felix Rieger · Gründer & Chefredakteur · KryptoZukunft.com
„Im Vergleich der Netzwerke, die ich untersucht habe, steht Ethereum besser da, als der Kurs vermuten lässt. Bei Hedera ist ein Rückfluss zum Token gar nicht vorgesehen, bei Toncoin gehen die Gebühren gegen null. Bei Ethereum ist der Mechanismus vorhanden und hat nachweislich funktioniert – dreißig Millionen Dollar täglich sind kein theoretischer Wert. Das Problem ist nicht sein Fehlen, sondern dass die Aktivität woandershin gewandert ist. Ein Kanal, der einmal funktioniert hat, lässt sich eher wiederbeleben als einer, den es nie gab. — Felix Rieger · Gründer & Chefredakteur · KryptoZukunft.com · 4. September 2026

Fazit

Glamsterdam ist eine strategische Kehrtwende, kein gewöhnliches Upgrade. Jahrelang lautete der Plan, die Basisschicht schlank zu halten und die Skalierung an Rollups abzugeben. Das funktionierte technisch – und ließ die täglichen L1-Gebühren von rund 30 Millionen Dollar auf einstellige Millionenbeträge fallen.

Die Wertfrage kommt aus dem Projekt selbst. Vitalik Buterin stellte Anfang 2026 das Tempo des reinen Rollup-Ansatzes öffentlich infrage, und die Ethereum Foundation ordnete ihre Prioritäten neu: skalieren, Nutzererfahrung verbessern, Basisschicht härten.

Technisch ist das Paket erheblich. EIP-7732 holt den Blockbau ins Protokoll, EIP-7928 ermöglicht parallele Ausführung, das Gaslimit soll von 60 auf 200 Millionen steigen und die Blob-Kapazität auf 72 oder mehr je Block. Die Gebühren sollen um 65 bis 78 Prozent fallen.

Und genau darin liegt der Vorbehalt. Gebühreneinnahmen sind Preis mal Menge. Sinkt der Preis um bis zu 78 Prozent, muss die Menge um mehr als das Drei- bis Vierfache steigen, damit die Einnahmen wachsen. Glamsterdam schafft die Voraussetzung, nicht das Ergebnis.

Was du beobachten solltest, sind die täglichen L1-Gebühren. Der Maßstab ist benannt: rund 30 Millionen Dollar in der Blütezeit gegenüber einstelligen Millionenbeträgen heute. Nähert sich der Wert wieder an, ist die Kehrtwende aufgegangen – bleibt er, wo er ist, war es ein technisches Upgrade ohne wirtschaftliche Wirkung.

Häufige Fragen zu Ethereum und Glamsterdam

Was ist Glamsterdam?

Ethereums nächster Hard Fork nach Fusaka und der größte Umbau seit dem Merge. Der Name setzt sich zusammen aus „Gloas“ für die Konsensschicht und „Amsterdam“ für die Ausführungsschicht.

Warum heißt das Upgrade so?

Ethereum benennt Hard Forks traditionell nach einem Stern für die Konsensschicht und der Stadt der letzten Entwicklerkonferenz für die Ausführungsschicht.

Was ist das strategische Problem dahinter?

Jahrelang folgte Ethereum einem rollup-zentrierten Plan: Basisschicht schlank halten, Skalierung an Layer 2 abgeben. Das funktionierte technisch – ließ aber die Gebühreneinnahmen und die Verbrennung auf der Basisschicht deutlich fallen.

Wie stark fielen die L1-Gebühren?

Von rund 30 Millionen Dollar täglich in den Jahren 2021 und 2022 auf überwiegend einstellige Millionenbeträge im Jahr 2026 – ein Rückgang in der Größenordnung von rund 80 Prozent.

Was bedeutet das für die „Ultraschall-Geld“-These?

Sie verlor an Substanz. Die These beruhte darauf, dass die Verbrennung nach EIP-1559 die Menge verknappt – bei stark gefallenen Gebühren fällt entsprechend weniger weg.

Wer hat die Strategie infrage gestellt?

Vitalik Buterin selbst. Er stellte Anfang 2026 öffentlich das Tempo des reinen Rollup-Ansatzes infrage und wies darauf hin, dass nur wenige große Layer-2-Netzwerke eine nennenswerte Dezentralisierung erreicht hätten.

Was hat die Ethereum Foundation daraufhin geändert?

Sie ordnete ihre Prioritäten für 2026 in drei Bereiche: Skalieren, Nutzererfahrung verbessern und die Basisschicht härten. Glamsterdam ist die Umsetzung dieser Neuausrichtung.

Was ist EIP-7732?

Die verankerte Trennung von Vorschlagendem und Bauendem. Sie holt den Blockbau ins Protokoll, statt ihn über eine externe Architektur mit Vermittlern und Geboten abzuwickeln.

Was ist EIP-7928?

Zugriffslisten auf Blockebene. Sie legen vorab fest, auf welche Daten ein Block zugreift – damit lassen sich Transaktionen parallel statt nacheinander verarbeiten.

Wie stark steigt die Kapazität?

Das Gaslimit soll von 60 auf 200 Millionen je Block steigen – etwa das 3,3-Fache. Als Durchsatzziel wird die Größenordnung von 10.000 Transaktionen pro Sekunde genannt.

Wie stark sollen die Gebühren fallen?

Die Schätzungen liegen zwischen etwa 65 und 78 Prozent. Eine Quelle nennt konkret 78,6 Prozent für einfache Überweisungen und komplexe Vertragsaufrufe.

Was ändert sich bei den Blobs?

Die Kapazität soll von derzeit wenigen auf 72 oder mehr je Block steigen. Blobs sind der Mechanismus, über den Layer-2-Netzwerke ihre Daten auf Ethereum veröffentlichen.

Was ist das Datenverbreitungsfenster?

Es wächst von rund 2 auf etwa 9 Sekunden. Das ermöglicht höheren Durchsatz und mehr Blobs, ohne die Sicherheit zu gefährden.

Was ist EIP-2780?

Eine Änderung, die das intrinsische Gas für Transaktionen senkt – konkret die Grundgebühr für das Versenden von ETH. Das macht ETH für Alltagszahlungen deutlich günstiger.

Wann kommt Glamsterdam?

Die Angaben widersprechen sich: von der ersten Jahreshälfte 2026 über das dritte Quartal – oft als „Ende August“ beschrieben – bis zum vierten Quartal. Ein Anbieter nennt Ende August 2026 als internes Arbeitsziel und bezeichnet es ausdrücklich als angestrebt.

Ist der Termin verbindlich?

Nein. Die finalen Entwicklungstests wurden im Juni 2026 erreicht, ein verbindliches Hauptnetzdatum war zum Redaktionsschluss nicht festgelegt. Prüfe den Stand in den offiziellen Kanälen.

Muss ich als ETH-Halter etwas tun?

Nein. Halter müssen nicht aktiv werden. Staker und Knotenbetreiber müssen allerdings sowohl Konsens- als auch Ausführungsclients vor der Aktivierung aktualisieren.

Steigt der ETH-Kurs durch Glamsterdam automatisch?

Nein. Das Upgrade schafft die Voraussetzung für höhere Gebühreneinnahmen, nicht die Einnahmen selbst. Es ist eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung.

Warum ist das so?

Weil Gebühreneinnahmen das Produkt aus Preis je Transaktion und Anzahl der Transaktionen sind. Sinkt der Preis um bis zu 78 Prozent, muss die Menge um mehr als das Drei- bis Vierfache steigen, damit die Einnahmen wachsen.

Ist das realistisch?

Möglich ist es – die Kapazität wächst um etwa das 3,3-Fache. Niedrigere Gebühren erschließen zudem Anwendungsfälle, die vorher unwirtschaftlich waren. Automatisch ist es aber nicht: Blockraum, den niemand nachfragt, erzeugt keine Gebühren.

Könnte Aktivität von Layer 2 zurückwandern?

Das ist die These hinter dem Upgrade. Chains wie Arbitrum, Optimism und Base gewannen Nutzer auch deshalb, weil L1-Gebühren zu hoch waren. Sinkt dieser Nachteil, verschiebt sich das Kalkül – zumal die Basisschicht die höhere Sicherheitsgarantie bietet.

Ist Glamsterdam gut oder schlecht für Layer-2-Netzwerke?

Beides. Mehr Blobs senken deren Datenkosten und machen Transaktionen auf ihnen billiger. Gleichzeitig schrumpft ihr Kostenvorteil gegenüber der Basisschicht, wenn die L1-Gebühren um bis zu 78 Prozent fallen.

Was ist für ETH-Halter besser?

Das ist offen. Mehr Layer-2-Aktivität bedeutet mehr Blob-Gebühren, mehr L1-Aktivität bedeutet mehr Verbrennung. Welcher Weg mehr zum Tokenwert beiträgt, wird sich erst über Quartale zeigen.

Wie viel ETH ist gestaked?

Rund 42,34 Millionen ETH, etwa 35 Prozent der Umlaufmenge. Frühere Berichte im Jahr 2026 nannten rund 37 Millionen und 30,6 Prozent – die Quote ist im Jahresverlauf gestiegen.

Wie viele Validatoren gibt es?

Über eine Million, mit Sicherheiten im Wert von über 70 Milliarden Dollar. Zeitweise warteten über 3 Millionen ETH in der Einstiegs-Warteschlange.

Was ist Ethereums verbleibender Vorsprung?

Sicherheit, Dezentralisierung und die Tiefe des Ökosystems. Über 70 Milliarden Dollar an Validator-Sicherheiten und mehr als eine Million Validatoren erreicht kein Rollup und keine konkurrierende Kette.

Verknappt Staking dauerhaft das Angebot?

Nein. Gestaktes ETH ist abhebbar, liquide Staking-Token bieten Zweitmarktliquidität, und eine höhere Beteiligung erhöht zugleich die Ausgabe neuer Token. Die Formel „mehr Staking gleich höherer Preis“ beschreibt eine Tendenz, keine Mechanik.

Wie steht Ethereum im Vergleich zu Hedera oder Toncoin?

Besser, als der Kurs vermuten lässt. Bei Hedera ist ein Rückfluss zum Token gar nicht vorgesehen, bei Toncoin gehen die Gebühren gegen null. Bei Ethereum ist der Mechanismus vorhanden und hat nachweislich funktioniert.

Warum ist das relevant?

Weil ein Kanal, der einmal funktioniert hat, sich eher wiederbeleben lässt als einer, den es nie gab. 30 Millionen Dollar täglich sind kein theoretischer Wert.

Gibt es Parallelen zu Solana?

Ja, eine strukturelle. Dort senkten Firedancer und Alpenglow Latenz und Ausfallrisiko, während der Netzwerkumsatz 93 Prozent unter seinem Hoch lag. Technische Verbesserungen erzeugen keine Nachfrage.

Welche Kennzahlen sollte ich verfolgen?

Die täglichen L1-Gebühren, die Verbrennungsrate, die Verteilung der Aktivität zwischen Basisschicht und Layer 2, den Aktivierungstermin und die tatsächliche Blob-Auslastung.

Welche eine Zahl ist am wichtigsten?

Die täglichen L1-Gebühren. Sie zeigen als einzige, ob die strategische Kehrtwende funktioniert – und lassen sich nicht durch Ankündigungen erzeugen.

Was wäre der Maßstab für Erfolg?

Eine Annäherung an die rund 30 Millionen Dollar täglich aus der Blütezeit. Bleiben die Gebühren im einstelligen Millionenbereich, war Glamsterdam ein technisches Upgrade ohne wirtschaftliche Wirkung.

Wie werden ETH-Gewinne besteuert?

Nach über einem Jahr Haltedauer steuerfrei nach § 23 EStG, unabhängig von der Höhe. Innerhalb der Jahresfrist greift der persönliche Satz ab 1.000 Euro Gesamtgewinn. Keine Steuerberatung.

Wie werden Staking-Erträge behandelt?

Als laufende Einkünfte im Zeitpunkt des Zuflusses, nicht als Veräußerungsgewinne. Die einjährige Haltefrist gilt für sie nicht – dokumentiere Datum, Menge und Kurs jeder Ausschüttung.

Ist eine Brücke auf ein Layer-2-Netzwerk steuerpflichtig?

Das ist eine Einzelfallfrage und sollte fachlich geprüft werden. Je nach Ausgestaltung der Brücke kann ein steuerlich relevanter Tausch vorliegen, etwa wenn ein anderer Token ausgegeben wird.

Ist ein Transfer in meine eigene Wallet steuerpflichtig?

Nein. Bei einfachen Transfers zwischen eigenen Adressen auf derselben Kette findet kein Rechtsträgerwechsel statt, die Haltefrist läuft weiter.

Wo finde ich Kursziele für Ethereum?

Dieser Beitrag nennt bewusst keine. Die Rechenmethodik hinter Kurszielen und ihre Prüfung stehen im Beitrag „Kann Ethereum 10.000 Dollar erreichen?“ – dort geht es um Marktkapitalisierung, nötige Jahresrenditen und das ETH/BTC-Verhältnis.

Wo sollte ich ETH aufbewahren?

Was du nicht aktiv handelst oder staked, gehört in eine eigene Wallet mit offline verwahrter Seed-Phrase. Auf einer Börse sollte nur liegen, was du in den nächsten Wochen bewegen willst.

Ist dieser Beitrag eine Anlageberatung?

Nein. Er enthält kein eigenes Kursziel und keine Empfehlung. Er beschreibt die Fundamentaldaten und benennt die Kennzahl, an der sich die Strategie messen lässt.

Brauche ich 32 ETH zum Staken?

Für einen eigenen Validator ja – das ist die Mindesteinlage. Für die Teilnahme am Staking nein: Über Anbieter, liquide Staking-Token oder Börsen geht es auch mit deutlich kleineren Beträgen.

Was ist der Nachteil beim Staking über einen Anbieter?

Du gibst Gegenparteirisiko und eine Gebühr ab. Bei einem eigenen Validator behältst du die volle Kontrolle, trägst dafür aber den technischen Aufwand und musst Clients selbst aktualisieren.

Was sind liquide Staking-Token?

Ein Anspruch auf gestaktes ETH, der selbst handelbar ist. Wichtig: Du hältst damit nicht ETH, sondern einen Anspruch darauf – dessen Kurs kann in Stressphasen vom ETH-Kurs abweichen.

Ist der Tausch in einen liquiden Staking-Token steuerpflichtig?

Das kann ein Veräußerungsvorgang sein und sollte im Einzelfall fachlich geprüft werden. Es ist einer der Punkte, bei denen die Rechtslage nicht eindeutig ist.

Wie hoch ist die Staking-Rendite bei Ethereum?

Sie schwankt und hängt an der Zahl der Validatoren sowie am Gebührenaufkommen. Je mehr Validatoren teilnehmen, desto kleiner der Anteil des Einzelnen.

Woher stammt die Staking-Rendite?

Bei rund 35 Prozent Staking-Quote und stark gefallenen L1-Gebühren überwiegend aus der Neuausgabe neuer Token, nicht aus Gebühren. Sie verteilt damit zwischen Stakern und Nicht-Stakern um, statt Wert zu schaffen.

Werde ich verwässert, wenn ich nicht stake?

Ja, in dem Maß, in dem neue Token an Staker ausgegeben werden. Das ist einer der Gründe für die hohe Staking-Quote – sie ist auch eine Verteidigungsmaßnahme gegen Verwässerung.

Sollte ich mein ETH auf ein Layer-2-Netzwerk bringen?

Das hängt vom Anwendungsfall ab. Zum Kaufen und Halten gibt es keinen Grund für eine Brücke. Für regelmäßige Nutzung von Anwendungen kann Layer 2 erheblich günstiger sein. Größere Bestände gehören auf die Basisschicht.

Sind Layer-2-Netzwerke sicher?

Sie haben eine eigene Sicherheitsarchitektur, die nicht identisch mit der der Basisschicht ist. Vitalik Buterin wies darauf hin, dass nur wenige große Rollups eine nennenswerte Dezentralisierung erreicht haben.

Was passiert mit meinem ETH beim Hard Fork?

Nichts, wenn du es einfach hältst. Bei einem geplanten Upgrade wie Glamsterdam bleibt dein Bestand unverändert – es entsteht kein neuer Token und kein Anspruch, den du geltend machen müsstest.

Wer muss beim Upgrade tätig werden?

Staker und Knotenbetreiber. Sie müssen sowohl den Konsens- als auch den Ausführungsclient vor der Aktivierung aktualisieren. Wer über einen Anbieter staked, muss sich in der Regel nicht selbst kümmern.

Muss ich wegen des Upgrades etwas migrieren?

Nein. Wenn dich jemand auffordert, wegen eines Upgrades etwas zu migrieren oder eine Wallet zu verbinden, ist das eine bekannte Betrugsmasche – reagiere nicht darauf.

Was ist MEV?

Der Wert, der sich aus der Reihenfolge von Transaktionen in einem Block abschöpfen lässt. Wer entscheidet, welche Transaktion zuerst ausgeführt wird, kann daraus Gewinn ziehen – etwa indem er sich vor eine große Order setzt.

Betrifft MEV mich als Privatanleger?

Ja, in Form schlechterer Ausführungskurse beim Handel auf dezentralen Börsen. Glamsterdam soll diesen Effekt nach Schätzungen um bis zu 70 Prozent reduzieren, indem der Blockbau ins Protokoll wandert.

Warum schwanken die Gasgebühren so stark?

Weil Blockraum knapp ist und versteigert wird. Bei hoher Nachfrage steigen die Gebühren, bei niedriger fallen sie. Genau hier setzt Glamsterdam mit mehr Kapazität an.

Wie kann ich Gasgebühren sparen?

Wer nicht dringend handeln muss, kann Zeiten niedriger Auslastung abwarten – an Wochenenden und in den europäischen Nachtstunden sind die Gebühren typischerweise niedriger. Nach Glamsterdam dürfte dieser Unterschied kleiner werden.

Wird Ethereum von Solana überholt?

Beim Tempo hat Solana den Vorsprung, und Glamsterdam wird ihn verkleinern, aber nicht aufholen. Bei Sicherheit, Dezentralisierung und Ökosystemtiefe liegt Ethereum vorn – diese Vorteile lassen sich nicht durch ein Upgrade nachbauen.

Was ist an dem Vergleich bemerkenswert?

Dass beide Netzwerke dasselbe Problem haben. Ethereums L1-Gebühren liegen rund 80 Prozent unter ihrem Hoch, Solanas Netzwerkumsatz 93 Prozent. Die Konkurrenzfrage lenkt davon ab, dass in beiden Fällen die Nachfrage eingebrochen ist.

Was wäre die bessere Frage?

Welches Netzwerk zuerst wieder Nachfrage gewinnt – und aus welcher Quelle. Bei Solana wäre es die Verlagerung zu Zahlungen und Tokenisierung, bei Ethereum die Rückwanderung von Aktivität auf die Basisschicht.

Wie steht Ethereum bei der Netzwerkstabilität?

Ethereum hatte keine Netzwerkausfälle. Solana hat in der Vergangenheit mehrfach Ausfälle erlebt, was auf die historisch hohe Konzentration auf eine Client-Software zurückgeführt wird.

Ist Ethereum ein sicherer Hafen?

Innerhalb des Kryptomarkts gilt ETH neben Bitcoin als etablierter Wert mit dem größten Ökosystem. Gegenüber dem Gesamtmarkt ist es aber ein Risikowert, der in Stressphasen mitfällt.

Was zeigt der Abstand zum Allzeithoch?

Dass Fundamentaldaten und Kurs über längere Zeiträume auseinanderlaufen können. ETH notiert rund die Hälfte unter seinem Hoch – trotz funktionierender Technik, wachsender Staking-Beteiligung und laufender Upgrades.

Was, wenn Glamsterdam sich verzögert?

Verzögerungen um ein Quartal sind bei Ethereum historisch üblich und lösen meist begrenzte Kursreaktionen aus. Eine deutliche Verzögerung oder Abstriche am Umfang würden die These der strategischen Kehrtwende schwächen.

Ist der Termin das Hauptrisiko?

Nein. Das größere Risiko liegt nicht im Wann, sondern im Ob es wirkt. Ein pünktliches Upgrade, das die Gebühren senkt, ohne dass die Nachfrage wächst, wäre das ungünstigere Ergebnis als eine Verschiebung.

Wann sollte ich meine These überdenken?

Wenn die Gebühren nach Glamsterdam nicht steigen, wenn Aktivität nicht auf die Basisschicht zurückwandert, wenn die Staking-Quote deutlich fällt, wenn sich ein großes Layer-2-Netzwerk abkoppelt oder wenn Konkurrenz die Sicherheitslücke schließt.

Was spräche umgekehrt für die These?

Steigende Gebühreneinnahmen bei gleichzeitig gesunkenen Gebühren je Transaktion. Das wäre der Beleg, dass die Nachfrage überproportional gewachsen ist – der einzige Weg, auf dem Glamsterdam wirtschaftlich aufgeht.

Warum ist eine fallende Staking-Quote ein Warnsignal?

Weil sie zeigen würde, dass Validatoren die Rendite für unattraktiv halten – und weil sie das Sicherheitsbudget senken würde, Ethereums stärkstes verbleibendes Argument.

Sagen Durchsatzrekorde etwas über den Wert aus?

Nein. Durchsatzrekorde, Validatorenzahlen und Ankündigungen sagen nichts über die wirtschaftliche Wirkung. Der Prüfstein ist allein die Kombination aus gesunkenen Gebühren je Transaktion und gestiegenen Gesamteinnahmen.

Weiterführende Artikel

Quellen & Methodik (geprüft am 4. September 2026):

Methodik und eigene Berechnungen: Die Hochrechnung der Tagesgebühren auf Jahreswerte, der prozentuale Rückgang der Gebühreneinnahmen, der Faktor der Gaslimit-Erhöhung, die Ausweitung des Datenverbreitungsfensters als Vielfaches sowie die Modellrechnung zum Verhältnis von Preis und Menge sind eigene Berechnungen aus den zitierten Angaben. Die Modellrechnung unterstellt einen linearen Zusammenhang zwischen Preissenkung und Mengenwachstum, den es in der Praxis so nicht gibt – sie dient ausschließlich der Veranschaulichung. Die Angaben zum Aktivierungszeitpunkt widersprechen sich zwischen den Quellen erheblich (erste Jahreshälfte, drittes Quartal, viertes Quartal 2026); wir geben die Spanne wieder, statt uns auf einen Termin festzulegen, und weisen darauf hin, dass zum Redaktionsschluss kein verbindliches Hauptnetzdatum festgelegt war. Auch die Staking-Angaben stammen aus unterschiedlichen Erhebungszeitpunkten des Jahres 2026 – wir nennen den aktuelleren Wert und weisen den früheren aus. Dieser Beitrag nennt bewusst kein eigenes Kursziel; die Rechenmethodik zu Kurszielen behandeln wir in einem eigenen Beitrag.

⚠ Risiko- & Transparenzhinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Felix Rieger ist Krypto-Journalist und Fachautor, kein zugelassener Finanz-, Steuer- oder Rechtsberater. ETH oder ein anderer genannter Vermögenswert ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung, und dieser Beitrag enthält bewusst kein eigenes Kursziel. Sämtliche Angaben zu Kurs, Gebühren, Staking-Kennzahlen, technischen Zielwerten und Zeitplänen sind Momentaufnahmen der genannten Stichtage und können sich jederzeit ändern; verschiedene Quellen nennen erheblich abweichende Werte, insbesondere zum Aktivierungszeitpunkt und zu den Staking-Quoten, weil sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten erhoben wurden. Die genannten technischen Zielwerte – Gaslimit, Durchsatz, Gebührensenkung, Blob-Kapazität – sind Entwicklungsziele und keine Zusagen; der endgültige Umfang des Upgrades kann sich im Testbetrieb ändern, und ein verbindliches Hauptnetzdatum war zum Redaktionsschluss nicht festgelegt. Verzögerungen bei angekündigten Upgrades sind bei Ethereum historisch vorgekommen und können erhebliche Kursreaktionen auslösen. Die im Beitrag ausgewiesenen eigenen Berechnungen sind Rechengrößen und stammen nicht aus den zitierten Quellen; die Modellrechnung zum Verhältnis von Preis und Menge ist stark vereinfacht und keine Prognose. Ein technisches Upgrade schafft die Voraussetzung für höhere Gebühreneinnahmen, garantiert sie aber nicht – Blockraum ohne Nachfrage erzeugt keine Gebühren. Die steuerlichen Ausführungen beschreiben die allgemeine deutsche Rechtslage in stark vereinfachter Form und ersetzen keine Prüfung des Einzelfalls durch einen Steuerberater; insbesondere die Behandlung von Brückenvorgängen auf Layer-2-Netzwerke und von liquiden Staking-Token ist rechtlich einzelfallabhängig und sollte fachlich geprüft werden. Kryptowährungen sind hochvolatil; ETH notiert rund die Hälfte unter seinem Allzeithoch, und ein Totalverlust ist möglich. Investiere nur Beträge, deren Verlust du verkraften könntest. Dieser Beitrag enthält keine Affiliate-Links. Zuletzt geprüft: 4. September 2026.

Über den Autor
Felix Rieger 📖 Buchautor
Gründer & Chefredakteur · KryptoZukunft.com · Rheinmünster, Deutschland · seit 2021
5+ Jahre Erfahrung
12+ Börsen getestet
600+ Fachartikel
2021 Seit aktiv
Seit 2021 teste ich persönlich Kryptobörsen, analysiere Märkte und erkläre komplexe Themen verständlich — klar, ehrlich, ohne Hype. Als Gründer von KryptoZukunft.com habe ich über 12 Börsen getestet, mehr als 600 Fachartikel verfasst und mein Wissen zur Krypto-Besteuerung 2026 im Fachbuch „Krypto Steuern in Deutschland 2026″ gebündelt. Kein Finanzberater — aber jemand der die Fehler bereits gemacht hat und daraus gelernt hat.
Buchcover: Krypto Steuern in Deutschland 2026 von Felix Rieger
Autor des Fachbuchs
Krypto Steuern in Deutschland 2026
131 Seiten · 35 Kapitel · Staking, Mining, DeFi, NFTs & mehr · Amazon KDP, 2026
Expertise
📊 Marktanalysen 🏢 Börsen-Tests 📚 Blockchain-Grundlagen 💰 DeFi & Staking 🔒 Krypto-Sicherheit 🧾 Steuer Deutschland ⛓ On-Chain-Analyse
🤖 So arbeiten wir mit KI
🎨 Titelbilder
KI-generiert und redaktionell ausgewählt
✍️ Texte
Mit KI-Unterstützung überarbeitet und strukturiert
🔎 Recherche
KI-gestützt, alle Quellen manuell nachgeprüft

Immer unter menschlicher Kontrolle: Jede Zahl, jede Quelle und jede Einschätzung wird vor der Veröffentlichung persönlich geprüft. Kein Beitrag erscheint ungelesen, und die redaktionelle Verantwortung für alle Inhalte liegt bei Felix Rieger. KI beschleunigt die Arbeit — sie trifft keine Bewertungen und ersetzt keine eigenen Tests.

⚠️
Risikohinweis & Haftungsausschluss

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung dar. Kryptowährungen sind hochvolatile Anlageinstrumente — der Handel kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Investiere nur, was du bereit bist zu verlieren. KryptoZukunft.com übernimmt keine Haftung für Entscheidungen auf Basis dieser Inhalte. Bei steuerlichen Fragen wende dich an einen zugelassenen Steuerberater.

Entdecke mehr von Kryptozukunft

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen