Ethereum 2026: Warum Glamsterdam eine strategische Kehrtwende ist – und was das über die Wertfrage verrät
Inhaltsverzeichnis (24)
- Ethereum 2026: Warum Glamsterdam eine strategische Kehrtwende ist – und was das über die Wertfrage verrät
- Das Problem, das Glamsterdam lösen soll
- Was Glamsterdam technisch bringt
- Die Fragen, die ETH-Halter wirklich stellen
- „Brauche ich 32 ETH, um zu staken?“
- „Wie hoch ist die Staking-Rendite?“
- „Sollte ich mein ETH auf ein Layer-2-Netzwerk bringen?“
- „Was passiert mit meinem ETH beim Hard Fork?“
- „Was ist MEV, und betrifft es mich?“
- „Warum schwanken die Gasgebühren so stark?“
- Der Denkfehler, vor dem man sich hüten sollte
- Was Glamsterdam für die Layer-2-Netzwerke bedeutet
- Die Angebotsseite: Staking
- „Wird Ethereum von Solana überholt?“
- „Ist Ethereum ein sicherer Hafen im Kryptomarkt?“
- „Was, wenn Glamsterdam sich verzögert?“
- „Was müsste passieren, damit ich meine These überdenke?“
- Ethereum im Vergleich der Netzwerk-Analysen
- Was du selbst verfolgen kannst
- Was das für dich als deutschen Anleger bedeutet
- Fazit
- Häufige Fragen zu Ethereum und Glamsterdam
- Weiterführende Artikel
- Ähnliche Beiträge
Ethereum 2026: Warum Glamsterdam eine strategische Kehrtwende ist – und was das über die Wertfrage verrät
Jahrelang lautete Ethereums Plan: Basisschicht schlank halten, Skalierung an Layer-2-Netzwerke abgeben. Technisch hat das funktioniert. Wirtschaftlich hatte es eine Nebenwirkung, die kaum jemand aussprach: Die täglichen L1-Gebühren fielen von rund 30 Millionen Dollar in den Jahren 2021 und 2022 auf einstellige Millionenbeträge. Glamsterdam ist die Antwort darauf – und damit mehr als ein Upgrade. Es ist eine Korrektur der Strategie.
Die Wertfrage: Wenn Rollups die Nutzer und die Gebühren übernehmen, was bleibt für das Basis-Asset? Genau diese Frage hängt seit Jahren über ETH – und der Rückgang der Verbrennung durch EIP-1559 hat sie verschärft.
Die Antwort des Protokolls: Glamsterdam kehrt zur Skalierung der Basisschicht zurück. Das Gasslimit soll von 60 auf 200 Millionen je Block steigen, die Gebühren um bis zu 78 Prozent fallen, der Durchsatz Richtung 10.000 Transaktionen pro Sekunde gehen.
Der Vorbehalt: Günstigere und größere Blöcke senken den Preis je Transaktion. Ob dadurch die Gesamtnachfrage nach Blockraum so wächst, dass die Gebühreneinnahmen steigen, ist die offene Frage – und keineswegs ausgemacht.
Das Problem, das Glamsterdam lösen soll
Um das Upgrade zu verstehen, muss man das strategische Problem kennen – und es ist wirtschaftlicher, nicht technischer Natur.
| Entwicklung | Wirkung |
|---|---|
| Rollup-zentrierte Strategie | technisch erfolgreich – Aktivität wanderte auf Layer-2-Netzwerke |
| Folge für die Basisschicht | Gebühreneinnahmen und Verbrennung nach EIP-1559 fielen deutlich |
| Tägliche L1-Gebühren 2021/2022 | nahe 30 Mio. $ |
| Tägliche L1-Gebühren 2026 | überwiegend im einstelligen Millionenbereich |
| Folge für die Erzählung | die These vom „Ultraschall-Geld“ verlor an Substanz |
Hochgerechnet entspricht der Rückgang einer Veränderung von rund 10,9 auf etwa 1,8 Milliarden Dollar Jahresgebühren – eine eigene Näherungsrechnung aus den genannten Tageswerten, die tatsächliche Schwankungen nicht abbildet.
Die Frage, die über ETH hängt
Wenn Rollups die Nutzer und die Gebühren nehmen – was fließt dann dem Basis-Asset zu?
Das ist keine Kritikerfrage, sondern eine, die aus dem Projekt selbst kommt. Vitalik Buterin stellte Anfang 2026 öffentlich das Tempo des reinen Rollup-Ansatzes infrage und wies darauf hin, dass nur wenige große Layer-2-Netzwerke eine nennenswerte Dezentralisierung erreicht hätten.
Die strategische Reaktion
Die Ethereum Foundation ordnete ihre Prioritäten für 2026 in drei Bereiche: Skalieren, Nutzererfahrung verbessern und die Basisschicht härten. Glamsterdam ist die Umsetzung dieser Neuausrichtung.
Der Kern: nicht mehr nur Rollups skalieren, sondern die Basisschicht selbst – damit wieder Wert dort anfällt, wo ETH liegt. Das ist eine Kehrtwende gegenüber dem Kurs der vergangenen Jahre.
Was Glamsterdam technisch bringt
Der Name setzt sich zusammen aus Gloas für die Konsensschicht und Amsterdam für die Ausführungsschicht – Ethereum benennt Hard Forks traditionell nach einem Stern und der Stadt der letzten Entwicklerkonferenz.
| Änderung | Kennung | Wirkung |
|---|---|---|
| Verankerte Trennung von Vorschlagendem und Bauendem | EIP-7732 | verlagert den Blockbau ins Protokoll selbst |
| Zugriffslisten auf Blockebene | EIP-7928 | ermöglicht parallele Ausführung |
| Gaslimit je Block | — | von 60 auf 200 Mio. – etwa das 3,3-Fache |
| Blob-Kapazität | — | auf 72 oder mehr je Block |
| Datenverbreitungsfenster | — | von 2 auf rund 9 Sekunden |
| Günstigere einfache Überweisungen | EIP-2780 | senkt die Grundgebühr für ETH-Transfers |
| Durchsatzziel | — | Richtung 10.000 Transaktionen pro Sekunde |
| Gebührensenkung | — | Schätzungen zwischen etwa 65 und 78 Prozent |
Angaben aus der Ethereum-Dokumentation und Berichten zum Entwicklungsstand. Die genannten Zielwerte sind Entwicklungsziele, keine Zusagen – der endgültige Umfang kann sich im Testbetrieb ändern.
Was die beiden Haupt-EIPs praktisch bedeuten
EIP-7732 holt den Blockbau ins Protokoll. Bisher verwalten Validatoren über eine externe Architektur Verbindungen zu Vermittlern, bewerten Gebote und entscheiden binnen Sekunden, welchen Block sie vorschlagen. Künftig läuft das protokollintern – das reduziert Abhängigkeiten und potenziell auch den Wert, der über die Reihenfolge von Transaktionen abgeschöpft wird.
EIP-7928 legt vorab fest, auf welche Daten ein Block zugreift. Damit lassen sich Transaktionen parallel statt nacheinander verarbeiten – die Grundlage für den angestrebten Durchsatzsprung.
Zum Zeitpunkt: Die Angaben widersprechen sich
Wir haben für die Aktivierung Angaben von der ersten Jahreshälfte 2026 über das dritte Quartal – häufig als „Ende August“ beschrieben – bis zum vierten Quartal gefunden. Ein Anbieter nennt ausdrücklich ein internes Arbeitsziel Ende August 2026 und bezeichnet es als angestrebt und abhängig von der Testnetzreife.
Die finalen Entwicklungstests wurden im Juni 2026 erreicht. Ein verbindliches Hauptnetzdatum war zum Redaktionsschluss nicht festgelegt – prüfe den Stand in den offiziellen Kanälen, bevor du dich auf einen Termin verlässt.
Die Fragen, die ETH-Halter wirklich stellen
„Brauche ich 32 ETH, um zu staken?“
Für einen eigenen Validator ja – das ist die Mindesteinlage. Für die Teilnahme am Staking nein.
| Weg | Mindestmenge | Was du abgibst |
|---|---|---|
| Eigener Validator | 32 ETH | nichts – volle Kontrolle, aber technischer Aufwand |
| Staking über einen Anbieter | meist deutlich weniger | Gegenparteirisiko und eine Gebühr |
| Liquide Staking-Token | kein Mindestbetrag | du hältst einen Anspruch, nicht das ETH selbst |
| Staking über eine Börse | kein Mindestbetrag | Verwahrung und Gegenpartei liegen beim Anbieter |
Der Unterschied, der bei liquiden Staking-Token zählt
Wer einen liquiden Staking-Token hält, hält nicht ETH, sondern einen Anspruch darauf. Der Kurs dieses Anspruchs kann vom ETH-Kurs abweichen – in Stressphasen deutlich.
Das ist kein Argument dagegen, aber ein Risiko, das man kennen sollte. Steuerlich kommt hinzu: Der Tausch von ETH in einen solchen Token kann ein Veräußerungsvorgang sein. Das sollte im Einzelfall geprüft werden.
„Wie hoch ist die Staking-Rendite?“
Sie schwankt und hängt an zwei Größen: der Zahl der Validatoren und dem Gebührenaufkommen. Je mehr Validatoren teilnehmen, desto kleiner der Anteil des Einzelnen – und wenn die Netzwerkgebühren fallen, sinkt der Anteil, der aus Gebühren stammt.
Der Zusammenhang, den man kennen sollte
Bei rund 35 Prozent Staking-Quote und stark gefallenen L1-Gebühren stammt die Rendite überwiegend aus der Neuausgabe neuer Token, nicht aus Gebühren.
Das bedeutet: Sie verteilt zwischen Stakern und Nicht-Stakern um, statt Wert zu schaffen. Wer nicht staked, wird verwässert. Das ist einer der Gründe, warum die Staking-Quote so hoch ist – es ist auch eine Verteidigungsmaßnahme.
„Sollte ich mein ETH auf ein Layer-2-Netzwerk bringen?“
Das hängt davon ab, was du vorhast.
| Anwendungsfall | Empfehlung |
|---|---|
| Kaufen und langfristig halten | auf der Basisschicht oder in der eigenen Wallet – kein Grund für eine Brücke |
| Regelmäßige Nutzung von Anwendungen | Layer 2 kann erheblich günstiger sein |
| Große Beträge parken | Basisschicht – höhere Sicherheitsgarantie |
Was viele unterschätzen
Ein Layer-2-Netzwerk hat eine eigene Sicherheitsarchitektur. Vitalik Buterin selbst wies darauf hin, dass nur wenige große Rollups eine nennenswerte Dezentralisierung erreicht haben.
Für den täglichen Gebrauch ist das meist unproblematisch. Für die Verwahrung größerer Bestände bleibt die Basisschicht die konservativere Wahl – und nach Glamsterdam mit deutlich niedrigeren Gebühren möglicherweise auch die praktischere. Details zur Verwahrung im Beitrag Cold vs. Hot Wallet.
„Was passiert mit meinem ETH beim Hard Fork?“
Nichts, wenn du es einfach hältst. Bei einem geplanten Protokoll-Upgrade wie Glamsterdam bleibt dein Bestand unverändert – es entsteht kein neuer Token und kein Anspruch, den du geltend machen müsstest.
Wer tatsächlich handeln muss
Staker und Knotenbetreiber. Sie müssen sowohl den Konsens- als auch den Ausführungsclient vor der Aktivierung aktualisieren. Wer über einen Anbieter oder eine Börse staked, muss sich in der Regel nicht selbst kümmern.
Für reine Halter gilt: Nichts tun. Und misstrauisch werden, wenn dich jemand auffordert, wegen eines Upgrades irgendetwas zu „migrieren“ oder eine Wallet zu verbinden – das ist eine bekannte Betrugsmasche. Muster im Leitfaden Krypto-Sicherheit 2026.
„Was ist MEV, und betrifft es mich?“
Der Wert, der sich aus der Reihenfolge von Transaktionen in einem Block abschöpfen lässt. Wer entscheidet, welche Transaktion zuerst ausgeführt wird, kann daraus Gewinn ziehen – etwa indem er sich vor eine große Order setzt.
Für dich als Privatanleger äußert sich das als schlechterer Ausführungskurs, wenn du auf einer dezentralen Börse handelst. Glamsterdam soll diesen Effekt nach Schätzungen um bis zu 70 Prozent reduzieren, indem der Blockbau ins Protokoll wandert.
„Warum schwanken die Gasgebühren so stark?“
Weil Blockraum knapp ist und versteigert wird. Bei hoher Nachfrage steigen die Gebühren, bei niedriger fallen sie. Genau hier setzt Glamsterdam an: Mehr Kapazität bedeutet weniger Knappheit und damit stabilere, niedrigere Gebühren.
Die praktische Konsequenz
Wer nicht dringend handeln muss, kann Zeiten niedriger Auslastung abwarten – Gebühren sind an Wochenenden und in den europäischen Nachtstunden typischerweise niedriger.
Nach Glamsterdam dürfte dieser Unterschied kleiner werden. Bis dahin bleibt es ein einfacher Weg, Kosten zu sparen.
Der Denkfehler, vor dem man sich hüten sollte
Hier liegt der wichtigste analytische Punkt dieses Beitrags – und er wird in fast allen Glamsterdam-Berichten übersprungen.
Die Erzählung lautet: Glamsterdam senkt die Gebühren, holt Aktivität von den Layer-2-Netzwerken zurück auf die Basisschicht, dort fallen wieder Gebühren an, die Verbrennung steigt – und damit der Wert von ETH.
Warum diese Kette nicht zwingend funktioniert
Gebühreneinnahmen sind das Produkt aus Preis je Transaktion und Anzahl der Transaktionen. Glamsterdam senkt den Preis um geschätzte 65 bis 78 Prozent. Damit die Einnahmen steigen, müsste die Menge um mehr als das Drei- bis Vierfache zunehmen.
Das ist möglich – die Kapazität wächst schließlich um etwa das 3,3-Fache. Es ist aber keine Automatik: Blockraum, den niemand nachfragt, erzeugt keine Gebühren, egal wie viel davon verfügbar ist.
| Szenario | Preis je Transaktion | Menge | Gebühreneinnahmen |
|---|---|---|---|
| Kapazität wächst, Nachfrage nicht | −78 % | unverändert | deutlich niedriger |
| Nachfrage wächst proportional zur Senkung | −78 % | +355 % | etwa unverändert |
| Nachfrage wächst überproportional | −78 % | stärker | höher als heute |
Vereinfachte Modellrechnung zur Veranschaulichung des Zusammenhangs – keine Prognose. Sie unterstellt einen linearen Zusammenhang, den es in der Praxis so nicht gibt.
Warum das dritte Szenario nicht abwegig ist
Niedrigere Gebühren erschließen Anwendungsfälle, die vorher unwirtschaftlich waren – Kleinbetragszahlungen, häufige Interaktionen, Anwendungen mit vielen kleinen Transaktionen. Nachfrage kann bei stark fallenden Preisen überproportional wachsen.
Zusätzlich könnte Aktivität von Layer-2-Netzwerken zurückwandern: Chains wie Arbitrum, Optimism und Base gewannen Nutzer auch deshalb, weil L1-Gebühren zu hoch waren. Sinkt dieser Nachteil, verschiebt sich das Kalkül – zumal die Basisschicht die höhere Sicherheitsgarantie bietet.
Der ehrliche Schluss
Glamsterdam schafft die Voraussetzung für höhere Gebühreneinnahmen, nicht die Einnahmen selbst. Es ist eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung.
Das ist übrigens dieselbe Struktur wie bei Solana: Dort senkten Firedancer und Alpenglow Latenz und Ausfallrisiko – während der Netzwerkumsatz 93 Prozent unter seinem Hoch lag. Technische Verbesserungen erzeugen keine Nachfrage. Vergleich im Beitrag Solana (SOL) 2026.
Was Glamsterdam für die Layer-2-Netzwerke bedeutet
Ein zweischneidiger Teil, der selten sauber dargestellt wird.
| Wirkung | Für Layer 2 |
|---|---|
| Blob-Kapazität steigt auf 72 oder mehr je Block | günstigere Datenverfügbarkeit – Transaktionen auf Arbitrum, Optimism, Base und zkSync werden billiger |
| L1-Gebühren fallen um 65 bis 78 Prozent | der Kostenvorteil gegenüber der Basisschicht schrumpft |
| Netto | hängt davon ab, welcher Effekt überwiegt |
Die widersprüchliche Logik
Glamsterdam macht Layer-2-Netzwerke gleichzeitig günstiger und weniger notwendig. Mehr Blobs senken deren Kosten, günstigere L1-Gebühren senken ihren Existenzgrund.
Für ETH-Halter ist beides nicht eindeutig gut oder schlecht: Mehr L2-Aktivität bedeutet mehr Blob-Gebühren, mehr L1-Aktivität bedeutet mehr Verbrennung. Welcher Weg mehr zum Tokenwert beiträgt, ist eine offene Frage – und sie wird sich erst über Quartale beantworten.
Die Angebotsseite: Staking
| Kennzahl | Stand |
|---|---|
| Gestakte Menge | rund 42,34 Mio. ETH |
| Anteil der Umlaufmenge | rund 35 Prozent |
| Validatoren | über eine Million |
| Sicherheitenwert | über 70 Mrd. $ |
| Warteschlange für den Einstieg | zeitweise über 3 Mio. ETH und mehrere Wochen Wartezeit |
Die Angaben stammen aus Erhebungen unterschiedlicher Zeitpunkte im Jahr 2026 – frühere Berichte nannten rund 37 Millionen ETH und 30,6 Prozent. Die Staking-Quote ist im Jahresverlauf gestiegen.
Was daran strukturell wichtig ist
Über 70 Milliarden Dollar an Validator-Sicherheiten und mehr als eine Million Validatoren bedeuten ein Sicherheitsniveau, das kein Rollup erreicht. Genau das ist Ethereums verbleibender Vorsprung, wenn der Geschwindigkeitsvorteil anderer Ketten schrumpft.
Für Anleger heißt das: Ethereums Argument ist nicht mehr primär Technik, sondern Sicherheit, Dezentralisierung und die Tiefe des Ökosystems. Grundlagen im Beitrag Was ist Staking?
Und der Vorbehalt, der auch hier gilt
Eine hohe Staking-Quote verknappt nicht dauerhaft das Angebot. Gestaktes ETH ist abhebbar, liquide Staking-Token bieten Zweitmarktliquidität, und eine höhere Beteiligung erhöht zugleich die Ausgabe neuer Token durch das Protokoll.
Die Formel „mehr Staking gleich höherer Preis“ beschreibt eine Tendenz, keine Mechanik.
„Wird Ethereum von Solana überholt?“
Die Frage kommt bei jeder Analyse – und sie verdient eine Antwort, die weder abwiegelt noch übertreibt.
| Kriterium | Ethereum | Solana |
|---|---|---|
| Geschwindigkeit heute | deutlich langsamer | Finalität im Bereich von Sekunden, Ziel 150 Millisekunden |
| Sicherheitsbudget | über 70 Mrd. $ Validator-Sicherheiten | deutlich niedriger |
| Validatoren | über eine Million | deutlich weniger, historisch hohe Client-Konzentration |
| Ökosystemtiefe | mit Abstand größtes DeFi-Volumen | wachsend |
| Netzwerkstabilität | keine Ausfälle | mehrfach Ausfälle in der Vergangenheit |
| Umsatzlage 2026 | L1-Gebühren rund 80 % unter dem Hoch | Netzwerkumsatz 93 % unter dem Hoch |
Vereinfachte Gegenüberstellung ohne Empfehlung. Ausführlich zu Solana im Beitrag Solana (SOL) 2026.
Die ehrliche Antwort
Beim Tempo hat Solana den Vorsprung, und Glamsterdam wird ihn verkleinern, aber nicht aufholen. Bei Sicherheit, Dezentralisierung und Ökosystemtiefe liegt Ethereum vorn – und diese Vorteile lassen sich nicht durch ein Upgrade nachbauen.
Bemerkenswert ist etwas anderes: Beide Netzwerke haben dasselbe Problem. Ethereums L1-Gebühren liegen rund 80 Prozent unter ihrem Hoch, Solanas Netzwerkumsatz 93 Prozent. Die Konkurrenzfrage lenkt davon ab, dass in beiden Fällen die Nachfrage eingebrochen ist – nicht die Technik versagt hat.
Was das für die Frage bedeutet
„Wer überholt wen?“ ist die falsche Frage, solange bei beiden der Umsatz fehlt. Die bessere lautet: Welches Netzwerk gewinnt zuerst wieder Nachfrage – und aus welcher Quelle?
Bei Solana wäre es die Verlagerung von Memecoin-Handel zu Zahlungen und Tokenisierung. Bei Ethereum die Rückwanderung von Aktivität auf die Basisschicht. Beides ist offen, und beides zeigt sich in denselben Kennzahlen: den Gebühreneinnahmen.
„Ist Ethereum ein sicherer Hafen im Kryptomarkt?“
Eine Frage, die häufig gestellt wird – und deren Antwort differenziert ausfällt.
Innerhalb des Kryptomarkts gilt ETH neben Bitcoin als etablierter Wert mit dem größten Ökosystem und dem höchsten Sicherheitsbudget nach Bitcoin. Gegenüber dem Gesamtmarkt ist es aber ein Risikowert, der in Stressphasen mitfällt.
Die Einordnung, die dazugehört
ETH notiert rund die Hälfte unter seinem Allzeithoch. Wer im August 2025 nahe dem Hoch gekauft hat, sitzt auf einem erheblichen Verlust – trotz funktionierender Technik, wachsender Staking-Beteiligung und laufender Upgrades.
Das ist die Erinnerung daran, dass Fundamentaldaten und Kurs über längere Zeiträume auseinanderlaufen können. Wie stark, zeigt die Rechnung im Beitrag Kann Ethereum 10.000 Dollar erreichen?
„Was, wenn Glamsterdam sich verzögert?“
Eine berechtigte Frage, denn Ethereum hat eine Geschichte verschobener Meilensteine.
| Szenario | Wahrscheinliche Wirkung |
|---|---|
| Aktivierung wie angestrebt | der Effekt ist teilweise eingepreist – die Wirkung zeigt sich erst in den Gebührendaten |
| Verzögerung um ein Quartal | bei Ethereum historisch üblich, Kursreaktion meist begrenzt |
| Deutliche Verzögerung oder Abstriche am Umfang | würde die These der strategischen Kehrtwende schwächen |
Warum eine Verzögerung nicht das Hauptrisiko ist
Das größere Risiko liegt nicht im Wann, sondern im Ob es wirkt. Ein Upgrade, das pünktlich kommt und die Gebühren senkt, ohne dass die Nachfrage entsprechend wächst, wäre für ETH-Halter das ungünstigere Ergebnis als eine Verschiebung um ein Quartal.
Deshalb ist der Termin die weniger wichtige Größe. Entscheidend sind die Gebührendaten in den Monaten nach der Aktivierung.
„Was müsste passieren, damit ich meine These überdenke?“
Eine Frage, die sich jeder Anleger stellen sollte – und die bei Ethereum präzise beantwortbar ist.
Wenn die Gebühren nach Glamsterdam nicht steigen
Sinkt der Preis je Transaktion wie geplant, ohne dass die Menge entsprechend zunimmt, fallen die Einnahmen weiter. Dann hätte die strategische Kehrtwende nicht funktioniert.
Wenn Aktivität nicht auf die Basisschicht zurückwandert
Bleiben Nutzer trotz gesunkener L1-Gebühren auf Layer 2, war die zentrale Annahme hinter dem Upgrade falsch.
Wenn die Staking-Quote deutlich fällt
Das wäre ein Zeichen, dass Validatoren die Rendite für unattraktiv halten – und es würde das Sicherheitsbudget senken, Ethereums stärkstes verbleibendes Argument.
Wenn ein Layer-2-Netzwerk sich abkoppelt
Ein großes Rollup, das die Abhängigkeit von Ethereums Sicherheit reduziert, würde die Wertfrage weiter verschärfen.
Wenn Konkurrenz die Sicherheitslücke schließt
Ethereums Vorsprung liegt bei Sicherheit und Ökosystemtiefe. Holt eine schnellere Kette hier auf, schrumpft das verbleibende Argument.
Und was umgekehrt für die These spräche
Steigende Gebühreneinnahmen bei gleichzeitig gesunkenen Gebühren je Transaktion. Das wäre der Beleg, dass die Nachfrage tatsächlich überproportional gewachsen ist – der einzige Weg, auf dem Glamsterdam wirtschaftlich aufgeht.
Diese eine Kombination ist der Prüfstein. Alles andere – Durchsatzrekorde, Validatorenzahlen, Ankündigungen – sagt darüber nichts aus.
Ethereum im Vergleich der Netzwerk-Analysen
Bei allen Netzwerken, die wir in dieser Reihe untersucht haben, stellt sich dieselbe Frage: Über welchen Mechanismus wird Nutzung zu Nachfrage nach dem Token?
| Netzwerk | Wertfluss zum Token | Der jeweilige Engpass |
|---|---|---|
| Ethereum | Verbrennung über EIP-1559, Staking-Erträge | Gebühren wanderten auf Layer 2 ab |
| Solana | Staking-Erträge, teils über ETFs weitergereicht | Netzwerkumsatz 93 % unter dem Hoch |
| Chainlink | Reserve wandelt Einnahmen in LINK | Gebührenvolumen klein gemessen am gesicherten Wert |
| Cardano | Staking, Schatzkammer, Einnahmeziel | Governance-Reibung und Umsetzungstempo |
| Hedera | Gebühren an Validatoren, kein Rückfluss | kein Mechanismus vorgesehen |
| Toncoin | Gebühren gehen gegen null | kaum etwas zu verteilen |
| Bittensor | Emissionen an Teilnehmer | Emissionen übersteigen externen Umsatz |
Vereinfachte Gegenüberstellung ohne Empfehlung. Ausführlich in den Beiträgen zu Solana, Chainlink, Cardano, Hedera, Toncoin und Bittensor.
Ethereums Besonderheit im Vergleichsfeld
Bei Ethereum ist der Mechanismus vorhanden und funktionierte nachweislich – 2021 und 2022 flossen rund 30 Millionen Dollar täglich durch ihn. Das Problem ist nicht sein Fehlen, sondern dass die Aktivität woandershin gewandert ist.
Das ist eine grundsätzlich bessere Ausgangslage als bei Hedera oder Toncoin, wo der Mechanismus gar nicht vorgesehen ist beziehungsweise ins Leere läuft. Ein Kanal, der einmal funktioniert hat, lässt sich eher wiederbeleben als einer, den es nie gab.
Was du selbst verfolgen kannst
Die täglichen L1-Gebühren
Die entscheidende Größe. Von rund 30 Millionen Dollar in den Jahren 2021 und 2022 auf einstellige Millionenbeträge gefallen. Erholen sie sich nach Glamsterdam, funktioniert die Strategie.
Die Verbrennungsrate
Sie hängt direkt an den Gebühren. Eine steigende Verbrennung bei gleichzeitig hoher Staking-Ausgabe wäre das Szenario, das die alte Knappheitsthese wiederbeleben könnte.
Die Verteilung zwischen L1 und Layer 2
Wandert nach der Gebührensenkung Aktivität auf die Basisschicht zurück? Das ist die eigentliche These hinter Glamsterdam.
Der Aktivierungstermin
Die Angaben reichen von der ersten Jahreshälfte bis zum vierten Quartal 2026, ein Anbieter nennt Ende August als internes Arbeitsziel. Verzögerungen wirken bei erwartungsgetriebenen Thesen überproportional.
Die Blob-Auslastung
Steigt die Kapazität auf 72 oder mehr je Block, zeigt die tatsächliche Auslastung, ob Layer-2-Netzwerke den zusätzlichen Raum füllen – oder ob er ungenutzt bleibt.
Die eine Zahl, wenn du nur eine verfolgen willst
Die täglichen L1-Gebühren. Sie sind die einzige Größe, die zeigt, ob die strategische Kehrtwende funktioniert – und sie lassen sich nicht durch Ankündigungen erzeugen.
Der Maßstab ist klar benannt: rund 30 Millionen Dollar täglich in der Blütezeit gegenüber einstelligen Millionenbeträgen heute. Nähert sich der Wert wieder an, ist Glamsterdam aufgegangen. Bleibt er, wo er ist, war es ein technisches Upgrade ohne wirtschaftliche Wirkung.
Was das für dich als deutschen Anleger bedeutet
| Vorgang | Steuerliche Einordnung |
|---|---|
| ETH kaufen und über ein Jahr halten | Gewinn steuerfrei nach § 23 EStG |
| Verkauf innerhalb der Jahresfrist | steuerpflichtig ab 1.000 € Gesamtgewinn |
| Staking-Erträge | laufende Einkünfte im Zeitpunkt des Zuflusses |
| Tausch ETH gegen einen anderen Coin | gilt als Verkauf plus Kauf |
| Brücke auf ein Layer-2-Netzwerk | Einzelfallfrage – fachlich prüfen lassen |
| Transfer in die eigene Wallet | kein Verkauf, Haltefrist läuft weiter |
Vereinfachte Darstellung, keine Steuerberatung. Details im Ratgeber Krypto-Steuern 2026.
Der Punkt, der bei Ethereum besonders zählt
Wer ETH über eine Brücke auf ein Layer-2-Netzwerk überträgt, sollte diesen Vorgang fachlich prüfen lassen. Je nach Ausgestaltung der Brücke kann ein steuerlich relevanter Tausch vorliegen – etwa wenn ein anderer Token ausgegeben wird.
Bei einfachen Transfers zwischen eigenen Adressen auf derselben Kette ist die Lage klar. Bei Brücken und liquiden Staking-Token ist sie es nicht. Was das Finanzamt erwartet, steht im Beitrag zum BMF-Schreiben zu Kryptowerten.
Zu Staking-Erträgen
Sie gelten als laufende Einkünfte im Zeitpunkt des Zuflusses – die einjährige Haltefrist greift für sie nicht. Wer über einen Anbieter staked, erhält häufig regelmäßige Ausschüttungen und damit entsprechend viele dokumentationspflichtige Vorgänge.
Dokumentiere Datum, Menge und Kurs jeder Ausschüttung. Ab etwa zwanzig Vorgängen im Jahr lohnt eine Steuersoftware.
Fazit
Glamsterdam ist eine strategische Kehrtwende, kein gewöhnliches Upgrade. Jahrelang lautete der Plan, die Basisschicht schlank zu halten und die Skalierung an Rollups abzugeben. Das funktionierte technisch – und ließ die täglichen L1-Gebühren von rund 30 Millionen Dollar auf einstellige Millionenbeträge fallen.
Die Wertfrage kommt aus dem Projekt selbst. Vitalik Buterin stellte Anfang 2026 das Tempo des reinen Rollup-Ansatzes öffentlich infrage, und die Ethereum Foundation ordnete ihre Prioritäten neu: skalieren, Nutzererfahrung verbessern, Basisschicht härten.
Technisch ist das Paket erheblich. EIP-7732 holt den Blockbau ins Protokoll, EIP-7928 ermöglicht parallele Ausführung, das Gaslimit soll von 60 auf 200 Millionen steigen und die Blob-Kapazität auf 72 oder mehr je Block. Die Gebühren sollen um 65 bis 78 Prozent fallen.
Und genau darin liegt der Vorbehalt. Gebühreneinnahmen sind Preis mal Menge. Sinkt der Preis um bis zu 78 Prozent, muss die Menge um mehr als das Drei- bis Vierfache steigen, damit die Einnahmen wachsen. Glamsterdam schafft die Voraussetzung, nicht das Ergebnis.
Was du beobachten solltest, sind die täglichen L1-Gebühren. Der Maßstab ist benannt: rund 30 Millionen Dollar in der Blütezeit gegenüber einstelligen Millionenbeträgen heute. Nähert sich der Wert wieder an, ist die Kehrtwende aufgegangen – bleibt er, wo er ist, war es ein technisches Upgrade ohne wirtschaftliche Wirkung.
Häufige Fragen zu Ethereum und Glamsterdam
Was ist Glamsterdam?
Ethereums nächster Hard Fork nach Fusaka und der größte Umbau seit dem Merge. Der Name setzt sich zusammen aus „Gloas“ für die Konsensschicht und „Amsterdam“ für die Ausführungsschicht.
Warum heißt das Upgrade so?
Ethereum benennt Hard Forks traditionell nach einem Stern für die Konsensschicht und der Stadt der letzten Entwicklerkonferenz für die Ausführungsschicht.
Was ist das strategische Problem dahinter?
Jahrelang folgte Ethereum einem rollup-zentrierten Plan: Basisschicht schlank halten, Skalierung an Layer 2 abgeben. Das funktionierte technisch – ließ aber die Gebühreneinnahmen und die Verbrennung auf der Basisschicht deutlich fallen.
Wie stark fielen die L1-Gebühren?
Von rund 30 Millionen Dollar täglich in den Jahren 2021 und 2022 auf überwiegend einstellige Millionenbeträge im Jahr 2026 – ein Rückgang in der Größenordnung von rund 80 Prozent.
Was bedeutet das für die „Ultraschall-Geld“-These?
Sie verlor an Substanz. Die These beruhte darauf, dass die Verbrennung nach EIP-1559 die Menge verknappt – bei stark gefallenen Gebühren fällt entsprechend weniger weg.
Wer hat die Strategie infrage gestellt?
Vitalik Buterin selbst. Er stellte Anfang 2026 öffentlich das Tempo des reinen Rollup-Ansatzes infrage und wies darauf hin, dass nur wenige große Layer-2-Netzwerke eine nennenswerte Dezentralisierung erreicht hätten.
Was hat die Ethereum Foundation daraufhin geändert?
Sie ordnete ihre Prioritäten für 2026 in drei Bereiche: Skalieren, Nutzererfahrung verbessern und die Basisschicht härten. Glamsterdam ist die Umsetzung dieser Neuausrichtung.
Was ist EIP-7732?
Die verankerte Trennung von Vorschlagendem und Bauendem. Sie holt den Blockbau ins Protokoll, statt ihn über eine externe Architektur mit Vermittlern und Geboten abzuwickeln.
Was ist EIP-7928?
Zugriffslisten auf Blockebene. Sie legen vorab fest, auf welche Daten ein Block zugreift – damit lassen sich Transaktionen parallel statt nacheinander verarbeiten.
Wie stark steigt die Kapazität?
Das Gaslimit soll von 60 auf 200 Millionen je Block steigen – etwa das 3,3-Fache. Als Durchsatzziel wird die Größenordnung von 10.000 Transaktionen pro Sekunde genannt.
Wie stark sollen die Gebühren fallen?
Die Schätzungen liegen zwischen etwa 65 und 78 Prozent. Eine Quelle nennt konkret 78,6 Prozent für einfache Überweisungen und komplexe Vertragsaufrufe.
Was ändert sich bei den Blobs?
Die Kapazität soll von derzeit wenigen auf 72 oder mehr je Block steigen. Blobs sind der Mechanismus, über den Layer-2-Netzwerke ihre Daten auf Ethereum veröffentlichen.
Was ist das Datenverbreitungsfenster?
Es wächst von rund 2 auf etwa 9 Sekunden. Das ermöglicht höheren Durchsatz und mehr Blobs, ohne die Sicherheit zu gefährden.
Was ist EIP-2780?
Eine Änderung, die das intrinsische Gas für Transaktionen senkt – konkret die Grundgebühr für das Versenden von ETH. Das macht ETH für Alltagszahlungen deutlich günstiger.
Wann kommt Glamsterdam?
Die Angaben widersprechen sich: von der ersten Jahreshälfte 2026 über das dritte Quartal – oft als „Ende August“ beschrieben – bis zum vierten Quartal. Ein Anbieter nennt Ende August 2026 als internes Arbeitsziel und bezeichnet es ausdrücklich als angestrebt.
Ist der Termin verbindlich?
Nein. Die finalen Entwicklungstests wurden im Juni 2026 erreicht, ein verbindliches Hauptnetzdatum war zum Redaktionsschluss nicht festgelegt. Prüfe den Stand in den offiziellen Kanälen.
Muss ich als ETH-Halter etwas tun?
Nein. Halter müssen nicht aktiv werden. Staker und Knotenbetreiber müssen allerdings sowohl Konsens- als auch Ausführungsclients vor der Aktivierung aktualisieren.
Steigt der ETH-Kurs durch Glamsterdam automatisch?
Nein. Das Upgrade schafft die Voraussetzung für höhere Gebühreneinnahmen, nicht die Einnahmen selbst. Es ist eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung.
Warum ist das so?
Weil Gebühreneinnahmen das Produkt aus Preis je Transaktion und Anzahl der Transaktionen sind. Sinkt der Preis um bis zu 78 Prozent, muss die Menge um mehr als das Drei- bis Vierfache steigen, damit die Einnahmen wachsen.
Ist das realistisch?
Möglich ist es – die Kapazität wächst um etwa das 3,3-Fache. Niedrigere Gebühren erschließen zudem Anwendungsfälle, die vorher unwirtschaftlich waren. Automatisch ist es aber nicht: Blockraum, den niemand nachfragt, erzeugt keine Gebühren.
Könnte Aktivität von Layer 2 zurückwandern?
Das ist die These hinter dem Upgrade. Chains wie Arbitrum, Optimism und Base gewannen Nutzer auch deshalb, weil L1-Gebühren zu hoch waren. Sinkt dieser Nachteil, verschiebt sich das Kalkül – zumal die Basisschicht die höhere Sicherheitsgarantie bietet.
Ist Glamsterdam gut oder schlecht für Layer-2-Netzwerke?
Beides. Mehr Blobs senken deren Datenkosten und machen Transaktionen auf ihnen billiger. Gleichzeitig schrumpft ihr Kostenvorteil gegenüber der Basisschicht, wenn die L1-Gebühren um bis zu 78 Prozent fallen.
Was ist für ETH-Halter besser?
Das ist offen. Mehr Layer-2-Aktivität bedeutet mehr Blob-Gebühren, mehr L1-Aktivität bedeutet mehr Verbrennung. Welcher Weg mehr zum Tokenwert beiträgt, wird sich erst über Quartale zeigen.
Wie viel ETH ist gestaked?
Rund 42,34 Millionen ETH, etwa 35 Prozent der Umlaufmenge. Frühere Berichte im Jahr 2026 nannten rund 37 Millionen und 30,6 Prozent – die Quote ist im Jahresverlauf gestiegen.
Wie viele Validatoren gibt es?
Über eine Million, mit Sicherheiten im Wert von über 70 Milliarden Dollar. Zeitweise warteten über 3 Millionen ETH in der Einstiegs-Warteschlange.
Was ist Ethereums verbleibender Vorsprung?
Sicherheit, Dezentralisierung und die Tiefe des Ökosystems. Über 70 Milliarden Dollar an Validator-Sicherheiten und mehr als eine Million Validatoren erreicht kein Rollup und keine konkurrierende Kette.
Verknappt Staking dauerhaft das Angebot?
Nein. Gestaktes ETH ist abhebbar, liquide Staking-Token bieten Zweitmarktliquidität, und eine höhere Beteiligung erhöht zugleich die Ausgabe neuer Token. Die Formel „mehr Staking gleich höherer Preis“ beschreibt eine Tendenz, keine Mechanik.
Wie steht Ethereum im Vergleich zu Hedera oder Toncoin?
Besser, als der Kurs vermuten lässt. Bei Hedera ist ein Rückfluss zum Token gar nicht vorgesehen, bei Toncoin gehen die Gebühren gegen null. Bei Ethereum ist der Mechanismus vorhanden und hat nachweislich funktioniert.
Warum ist das relevant?
Weil ein Kanal, der einmal funktioniert hat, sich eher wiederbeleben lässt als einer, den es nie gab. 30 Millionen Dollar täglich sind kein theoretischer Wert.
Gibt es Parallelen zu Solana?
Ja, eine strukturelle. Dort senkten Firedancer und Alpenglow Latenz und Ausfallrisiko, während der Netzwerkumsatz 93 Prozent unter seinem Hoch lag. Technische Verbesserungen erzeugen keine Nachfrage.
Welche Kennzahlen sollte ich verfolgen?
Die täglichen L1-Gebühren, die Verbrennungsrate, die Verteilung der Aktivität zwischen Basisschicht und Layer 2, den Aktivierungstermin und die tatsächliche Blob-Auslastung.
Welche eine Zahl ist am wichtigsten?
Die täglichen L1-Gebühren. Sie zeigen als einzige, ob die strategische Kehrtwende funktioniert – und lassen sich nicht durch Ankündigungen erzeugen.
Was wäre der Maßstab für Erfolg?
Eine Annäherung an die rund 30 Millionen Dollar täglich aus der Blütezeit. Bleiben die Gebühren im einstelligen Millionenbereich, war Glamsterdam ein technisches Upgrade ohne wirtschaftliche Wirkung.
Wie werden ETH-Gewinne besteuert?
Nach über einem Jahr Haltedauer steuerfrei nach § 23 EStG, unabhängig von der Höhe. Innerhalb der Jahresfrist greift der persönliche Satz ab 1.000 Euro Gesamtgewinn. Keine Steuerberatung.
Wie werden Staking-Erträge behandelt?
Als laufende Einkünfte im Zeitpunkt des Zuflusses, nicht als Veräußerungsgewinne. Die einjährige Haltefrist gilt für sie nicht – dokumentiere Datum, Menge und Kurs jeder Ausschüttung.
Ist eine Brücke auf ein Layer-2-Netzwerk steuerpflichtig?
Das ist eine Einzelfallfrage und sollte fachlich geprüft werden. Je nach Ausgestaltung der Brücke kann ein steuerlich relevanter Tausch vorliegen, etwa wenn ein anderer Token ausgegeben wird.
Ist ein Transfer in meine eigene Wallet steuerpflichtig?
Nein. Bei einfachen Transfers zwischen eigenen Adressen auf derselben Kette findet kein Rechtsträgerwechsel statt, die Haltefrist läuft weiter.
Wo finde ich Kursziele für Ethereum?
Dieser Beitrag nennt bewusst keine. Die Rechenmethodik hinter Kurszielen und ihre Prüfung stehen im Beitrag „Kann Ethereum 10.000 Dollar erreichen?“ – dort geht es um Marktkapitalisierung, nötige Jahresrenditen und das ETH/BTC-Verhältnis.
Wo sollte ich ETH aufbewahren?
Was du nicht aktiv handelst oder staked, gehört in eine eigene Wallet mit offline verwahrter Seed-Phrase. Auf einer Börse sollte nur liegen, was du in den nächsten Wochen bewegen willst.
Ist dieser Beitrag eine Anlageberatung?
Nein. Er enthält kein eigenes Kursziel und keine Empfehlung. Er beschreibt die Fundamentaldaten und benennt die Kennzahl, an der sich die Strategie messen lässt.
Brauche ich 32 ETH zum Staken?
Für einen eigenen Validator ja – das ist die Mindesteinlage. Für die Teilnahme am Staking nein: Über Anbieter, liquide Staking-Token oder Börsen geht es auch mit deutlich kleineren Beträgen.
Was ist der Nachteil beim Staking über einen Anbieter?
Du gibst Gegenparteirisiko und eine Gebühr ab. Bei einem eigenen Validator behältst du die volle Kontrolle, trägst dafür aber den technischen Aufwand und musst Clients selbst aktualisieren.
Was sind liquide Staking-Token?
Ein Anspruch auf gestaktes ETH, der selbst handelbar ist. Wichtig: Du hältst damit nicht ETH, sondern einen Anspruch darauf – dessen Kurs kann in Stressphasen vom ETH-Kurs abweichen.
Ist der Tausch in einen liquiden Staking-Token steuerpflichtig?
Das kann ein Veräußerungsvorgang sein und sollte im Einzelfall fachlich geprüft werden. Es ist einer der Punkte, bei denen die Rechtslage nicht eindeutig ist.
Wie hoch ist die Staking-Rendite bei Ethereum?
Sie schwankt und hängt an der Zahl der Validatoren sowie am Gebührenaufkommen. Je mehr Validatoren teilnehmen, desto kleiner der Anteil des Einzelnen.
Woher stammt die Staking-Rendite?
Bei rund 35 Prozent Staking-Quote und stark gefallenen L1-Gebühren überwiegend aus der Neuausgabe neuer Token, nicht aus Gebühren. Sie verteilt damit zwischen Stakern und Nicht-Stakern um, statt Wert zu schaffen.
Werde ich verwässert, wenn ich nicht stake?
Ja, in dem Maß, in dem neue Token an Staker ausgegeben werden. Das ist einer der Gründe für die hohe Staking-Quote – sie ist auch eine Verteidigungsmaßnahme gegen Verwässerung.
Sollte ich mein ETH auf ein Layer-2-Netzwerk bringen?
Das hängt vom Anwendungsfall ab. Zum Kaufen und Halten gibt es keinen Grund für eine Brücke. Für regelmäßige Nutzung von Anwendungen kann Layer 2 erheblich günstiger sein. Größere Bestände gehören auf die Basisschicht.
Sind Layer-2-Netzwerke sicher?
Sie haben eine eigene Sicherheitsarchitektur, die nicht identisch mit der der Basisschicht ist. Vitalik Buterin wies darauf hin, dass nur wenige große Rollups eine nennenswerte Dezentralisierung erreicht haben.
Was passiert mit meinem ETH beim Hard Fork?
Nichts, wenn du es einfach hältst. Bei einem geplanten Upgrade wie Glamsterdam bleibt dein Bestand unverändert – es entsteht kein neuer Token und kein Anspruch, den du geltend machen müsstest.
Wer muss beim Upgrade tätig werden?
Staker und Knotenbetreiber. Sie müssen sowohl den Konsens- als auch den Ausführungsclient vor der Aktivierung aktualisieren. Wer über einen Anbieter staked, muss sich in der Regel nicht selbst kümmern.
Muss ich wegen des Upgrades etwas migrieren?
Nein. Wenn dich jemand auffordert, wegen eines Upgrades etwas zu migrieren oder eine Wallet zu verbinden, ist das eine bekannte Betrugsmasche – reagiere nicht darauf.
Was ist MEV?
Der Wert, der sich aus der Reihenfolge von Transaktionen in einem Block abschöpfen lässt. Wer entscheidet, welche Transaktion zuerst ausgeführt wird, kann daraus Gewinn ziehen – etwa indem er sich vor eine große Order setzt.
Betrifft MEV mich als Privatanleger?
Ja, in Form schlechterer Ausführungskurse beim Handel auf dezentralen Börsen. Glamsterdam soll diesen Effekt nach Schätzungen um bis zu 70 Prozent reduzieren, indem der Blockbau ins Protokoll wandert.
Warum schwanken die Gasgebühren so stark?
Weil Blockraum knapp ist und versteigert wird. Bei hoher Nachfrage steigen die Gebühren, bei niedriger fallen sie. Genau hier setzt Glamsterdam mit mehr Kapazität an.
Wie kann ich Gasgebühren sparen?
Wer nicht dringend handeln muss, kann Zeiten niedriger Auslastung abwarten – an Wochenenden und in den europäischen Nachtstunden sind die Gebühren typischerweise niedriger. Nach Glamsterdam dürfte dieser Unterschied kleiner werden.
Wird Ethereum von Solana überholt?
Beim Tempo hat Solana den Vorsprung, und Glamsterdam wird ihn verkleinern, aber nicht aufholen. Bei Sicherheit, Dezentralisierung und Ökosystemtiefe liegt Ethereum vorn – diese Vorteile lassen sich nicht durch ein Upgrade nachbauen.
Was ist an dem Vergleich bemerkenswert?
Dass beide Netzwerke dasselbe Problem haben. Ethereums L1-Gebühren liegen rund 80 Prozent unter ihrem Hoch, Solanas Netzwerkumsatz 93 Prozent. Die Konkurrenzfrage lenkt davon ab, dass in beiden Fällen die Nachfrage eingebrochen ist.
Was wäre die bessere Frage?
Welches Netzwerk zuerst wieder Nachfrage gewinnt – und aus welcher Quelle. Bei Solana wäre es die Verlagerung zu Zahlungen und Tokenisierung, bei Ethereum die Rückwanderung von Aktivität auf die Basisschicht.
Wie steht Ethereum bei der Netzwerkstabilität?
Ethereum hatte keine Netzwerkausfälle. Solana hat in der Vergangenheit mehrfach Ausfälle erlebt, was auf die historisch hohe Konzentration auf eine Client-Software zurückgeführt wird.
Ist Ethereum ein sicherer Hafen?
Innerhalb des Kryptomarkts gilt ETH neben Bitcoin als etablierter Wert mit dem größten Ökosystem. Gegenüber dem Gesamtmarkt ist es aber ein Risikowert, der in Stressphasen mitfällt.
Was zeigt der Abstand zum Allzeithoch?
Dass Fundamentaldaten und Kurs über längere Zeiträume auseinanderlaufen können. ETH notiert rund die Hälfte unter seinem Hoch – trotz funktionierender Technik, wachsender Staking-Beteiligung und laufender Upgrades.
Was, wenn Glamsterdam sich verzögert?
Verzögerungen um ein Quartal sind bei Ethereum historisch üblich und lösen meist begrenzte Kursreaktionen aus. Eine deutliche Verzögerung oder Abstriche am Umfang würden die These der strategischen Kehrtwende schwächen.
Ist der Termin das Hauptrisiko?
Nein. Das größere Risiko liegt nicht im Wann, sondern im Ob es wirkt. Ein pünktliches Upgrade, das die Gebühren senkt, ohne dass die Nachfrage wächst, wäre das ungünstigere Ergebnis als eine Verschiebung.
Wann sollte ich meine These überdenken?
Wenn die Gebühren nach Glamsterdam nicht steigen, wenn Aktivität nicht auf die Basisschicht zurückwandert, wenn die Staking-Quote deutlich fällt, wenn sich ein großes Layer-2-Netzwerk abkoppelt oder wenn Konkurrenz die Sicherheitslücke schließt.
Was spräche umgekehrt für die These?
Steigende Gebühreneinnahmen bei gleichzeitig gesunkenen Gebühren je Transaktion. Das wäre der Beleg, dass die Nachfrage überproportional gewachsen ist – der einzige Weg, auf dem Glamsterdam wirtschaftlich aufgeht.
Warum ist eine fallende Staking-Quote ein Warnsignal?
Weil sie zeigen würde, dass Validatoren die Rendite für unattraktiv halten – und weil sie das Sicherheitsbudget senken würde, Ethereums stärkstes verbleibendes Argument.
Sagen Durchsatzrekorde etwas über den Wert aus?
Nein. Durchsatzrekorde, Validatorenzahlen und Ankündigungen sagen nichts über die wirtschaftliche Wirkung. Der Prüfstein ist allein die Kombination aus gesunkenen Gebühren je Transaktion und gestiegenen Gesamteinnahmen.
Weiterführende Artikel
- ethereum.org – offizielle Roadmap-Seite zu Glamsterdam: Herkunft des Namens aus „Gloas“ und „Amsterdam“, Ausweitung des Datenverbreitungsfensters von 2 auf rund 9 Sekunden und die Senkung des intrinsischen Transaktions-Gas über EIP-2780 (maßgebliche Primärquelle)
- Datawallet – zentrale Einordnung des strategischen Problems: Rückgang der täglichen L1-Gebühren von nahe 30 Mio. $ in den Jahren 2021 und 2022 auf einstellige Millionenbeträge im Jahr 2026, Schwächung der „Ultraschall-Geld“-These, Vitalik Buterins öffentliche Infragestellung des reinen Rollup-Ansatzes sowie die Neuordnung der Prioritäten der Ethereum Foundation in Skalieren, Nutzererfahrung und Härtung der Basisschicht
- Everstake – EIP-7732 und EIP-7928 als Haupt-Vorschläge, Einordnung als Schritt zu paralleler Ausführung und protokollinternen Builder-Verpflichtungen, Hinweis auf das interne Arbeitsziel Ende August 2026 sowie die Pflicht für Staker und Knotenbetreiber, beide Clients zu aktualisieren
- Phemex – Anhebung des Gaslimits von 60 auf 200 Mio. je Block, Durchsatzziel von 10.000 Transaktionen pro Sekunde, Gebührensenkung von 78,6 Prozent, MEV-Reduktion von bis zu 70 Prozent, Staking-Kennzahlen sowie die These zur möglichen Rückwanderung von Layer-2-Aktivität
- Chainlabo – Ausweitung der Blob-Kapazität auf 72 oder mehr je Block, Bedeutung für Arbitrum, Optimism, Base und zkSync sowie die Auswirkungen auf Validatoren und die bisherige MEV-Boost-Architektur
- CryptoDaily – Einordnung des Zeitfensters auf das dritte Quartal 2026, häufig als Ende August beschrieben, sowie geschätzte Gebührensenkungen im Bereich von etwa 65 bis knapp 80 Prozent und die zentrale Frage, ob günstigere und größere Blöcke die Gesamtgebührennachfrage steigern können
- Rechtsgrundlage: § 23 EStG zu privaten Veräußerungsgeschäften
Methodik und eigene Berechnungen: Die Hochrechnung der Tagesgebühren auf Jahreswerte, der prozentuale Rückgang der Gebühreneinnahmen, der Faktor der Gaslimit-Erhöhung, die Ausweitung des Datenverbreitungsfensters als Vielfaches sowie die Modellrechnung zum Verhältnis von Preis und Menge sind eigene Berechnungen aus den zitierten Angaben. Die Modellrechnung unterstellt einen linearen Zusammenhang zwischen Preissenkung und Mengenwachstum, den es in der Praxis so nicht gibt – sie dient ausschließlich der Veranschaulichung. Die Angaben zum Aktivierungszeitpunkt widersprechen sich zwischen den Quellen erheblich (erste Jahreshälfte, drittes Quartal, viertes Quartal 2026); wir geben die Spanne wieder, statt uns auf einen Termin festzulegen, und weisen darauf hin, dass zum Redaktionsschluss kein verbindliches Hauptnetzdatum festgelegt war. Auch die Staking-Angaben stammen aus unterschiedlichen Erhebungszeitpunkten des Jahres 2026 – wir nennen den aktuelleren Wert und weisen den früheren aus. Dieser Beitrag nennt bewusst kein eigenes Kursziel; die Rechenmethodik zu Kurszielen behandeln wir in einem eigenen Beitrag.
⚠ Risiko- & Transparenzhinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Felix Rieger ist Krypto-Journalist und Fachautor, kein zugelassener Finanz-, Steuer- oder Rechtsberater. ETH oder ein anderer genannter Vermögenswert ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung, und dieser Beitrag enthält bewusst kein eigenes Kursziel. Sämtliche Angaben zu Kurs, Gebühren, Staking-Kennzahlen, technischen Zielwerten und Zeitplänen sind Momentaufnahmen der genannten Stichtage und können sich jederzeit ändern; verschiedene Quellen nennen erheblich abweichende Werte, insbesondere zum Aktivierungszeitpunkt und zu den Staking-Quoten, weil sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten erhoben wurden. Die genannten technischen Zielwerte – Gaslimit, Durchsatz, Gebührensenkung, Blob-Kapazität – sind Entwicklungsziele und keine Zusagen; der endgültige Umfang des Upgrades kann sich im Testbetrieb ändern, und ein verbindliches Hauptnetzdatum war zum Redaktionsschluss nicht festgelegt. Verzögerungen bei angekündigten Upgrades sind bei Ethereum historisch vorgekommen und können erhebliche Kursreaktionen auslösen. Die im Beitrag ausgewiesenen eigenen Berechnungen sind Rechengrößen und stammen nicht aus den zitierten Quellen; die Modellrechnung zum Verhältnis von Preis und Menge ist stark vereinfacht und keine Prognose. Ein technisches Upgrade schafft die Voraussetzung für höhere Gebühreneinnahmen, garantiert sie aber nicht – Blockraum ohne Nachfrage erzeugt keine Gebühren. Die steuerlichen Ausführungen beschreiben die allgemeine deutsche Rechtslage in stark vereinfachter Form und ersetzen keine Prüfung des Einzelfalls durch einen Steuerberater; insbesondere die Behandlung von Brückenvorgängen auf Layer-2-Netzwerke und von liquiden Staking-Token ist rechtlich einzelfallabhängig und sollte fachlich geprüft werden. Kryptowährungen sind hochvolatil; ETH notiert rund die Hälfte unter seinem Allzeithoch, und ein Totalverlust ist möglich. Investiere nur Beträge, deren Verlust du verkraften könntest. Dieser Beitrag enthält keine Affiliate-Links. Zuletzt geprüft: 4. September 2026.

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