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BitMart Gebühren 2026: Was hat dich die Börse wirklich gekostet – und was kostet die Abwicklung jetzt?

Kryptobörsen Gebühren Übersicht und Ratgeber
BitMart Gebühren
Inhaltsverzeichnis (28)
  1. BitMart Gebühren 2026: Was hat dich die Börse wirklich gekostet – und was kostet dich die Abwicklung jetzt?
  2. Was ist mit BitMart 2026 passiert?
  3. Kann ich bei BitMart heute noch handeln oder einzahlen?
  4. Wie hoch waren die BitMart-Gebühren vor der Abwicklung?
  5. Was hat der BMX-Rabatt am Ende wirklich gebracht?
  6. Waren die niedrigen BitMart-Gebühren das Risiko wert?
  7. Welche Gebühren fallen während der Abwicklung noch an?
  8. Was ist die BitMart-Verwahrgebühr für inaktive Konten?
  9. Wie bekomme ich mein Guthaben von BitMart zurück?
  10. Welche Prüfungen verlangt BitMart bei Auszahlungen?
  11. Was steht im vorläufigen Restrukturierungsplan von BitMart?
  12. Was sind Restitution Token und Continuum Token?
  13. Wie viel bekomme ich von meinem BitMart-Guthaben zurück?
  14. Warum ist BitMart gescheitert – war es der Hack von 2021?
  15. Warum spricht BitMart plötzlich von 319,5 statt 196 Millionen Dollar Hack-Schaden?
  16. Was haben die On-Chain-Daten vor der Schließung gezeigt?
  17. Hatte BitMart eine MiCA- oder BaFin-Lizenz?
  18. Welche Rolle spielt das Ende der MiCA-Übergangsfrist?
  19. Wie behandle ich BitMart-Verluste in der Steuererklärung?
  20. Welche Börse ist jetzt eine Alternative zu BitMart?
  21. Was lernst du aus dem BitMart-Fall für die Börsenwahl?
  22. Wie erkennst du Warnsignale bei einer Börse früh?
  23. Ist der BitMart Referralcode cCbQRu noch etwas wert?
  24. Quiz: Wie gut kennst du den BitMart-Fall?
  25. Häufige Fragen zu BitMart-Gebühren und Abwicklung 2026
  26. Weiterlesen auf KryptoZukunft.com
  27. Quellen
  28. Ähnliche Beiträge
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Update Oktober 2026 · Gebühren · Abwicklung

BitMart Gebühren 2026: Was hat dich die Börse wirklich gekostet – und was kostet dich die Abwicklung jetzt?

BitMart war jahrelang die Börse mit 0,10 % Spot-Gebühr, 25 % BMX-Rabatt und über 1.400 Altcoins. Seit dem 26. Juli 2026 wird sie abgewickelt, seit dem 26. August 2026 ist der Handel eingestellt, und Ende September hat BitMart eine Vermögenslücke eingeräumt. Wir rechnen nach, was die günstigen Gebühren unterm Strich wert waren, welche Kosten in der Abwicklung noch drohen und was du mit einem offenen Guthaben jetzt tun kannst.

Erstveröffentlichung: 9. Juli 2025Aktualisiert: 24. Oktober 2026Felix RiegerLesezeit: ca. 24 Min.
26.07.2026Abwicklung angekündigt, Einzahlungen gestoppt
26.08.2026Spot- und Futures-Handel beendet
319,5 Mio. $Hack-Lücke laut BitMart (Wert 4.12.2021)
−90,1 %BMX unter Allzeithoch (24.10.2026)
31.01.2027geplantes Betriebsende

Korrektur: Was an unserer alten Version nicht mehr stimmt

Dieser Ratgeber erschien am 9. Juli 2025 und wurde zuletzt am 1. Juni 2026 aktualisiert. Damals schrieben wir, BitMart bleibe „eine der günstigsten Offshore-Börsen“, empfahlen den BMX-Rabatt als wichtigsten Spar-Hebel und setzten einen Einladungslink. Das ist überholt: BitMart hat am 26. Juli 2026 die Abwicklung angekündigt, den Handel am 26. August 2026 eingestellt und am 30. September 2026 eine Vermögenslücke eingeräumt, die das Unternehmen selbst auf den Hack von 2021 mit 319,5 Millionen US-Dollar Schaden zurückführt – deutlich mehr als die bislang berichteten rund 196 Millionen. Den Einladungslink haben wir entfernt, weil er zu einer Plattform führt, die keine Neukunden mehr annimmt. Neu sind außerdem drei Rechner, die Kosten der Abwicklung und eine Einordnung des vorläufigen Rückzahlungsplans.

Kurz vorweg, damit du weißt, worauf du dich hier einlässt: Diese Seite ist kein Nachruf und kein Abgesang auf Offshore-Börsen im Allgemeinen. Sie ist eine nüchterne Kostenrechnung. Gebührenratgeber tun normalerweise so, als ob die Handelsgebühr die einzige Zahl wäre, die zählt. Der BitMart-Fall zeigt sehr konkret, warum das zu kurz greift. Wenn du die aktuellsten Status-Infos zum Code und zur Abwicklung suchst, findest du sie in unserem laufend gepflegten Beitrag BitMart wird abgewickelt – was Kunden jetzt tun sollten. Hier geht es um die Frage dahinter: Was haben dich die niedrigen Gebühren am Ende wirklich gekostet?

Was ist mit BitMart 2026 passiert?

BitMart hat am 26. Juli 2026 eine geordnete Abwicklung angekündigt, Registrierungen und Einzahlungen sofort gestoppt, den gesamten Handel am 26. August 2026 eingestellt und will den Plattformbetrieb am 31. Januar 2027 beenden.

Die Ankündigung kam an einem Sonntag per Post auf X. Ab 01:30 UTC nahm BitMart keine neuen Registrierungen, keine Krypto- und Fiat-Einzahlungen und keine neuen Orders mehr an; Futures-Konten wurden auf „reduce only“ umgestellt, Copy-, Grid- und API-Trading schrittweise abgeschaltet Bitcoin.com News, 26.07.2026. Als Grund nannte das Unternehmen nur eine Überprüfung der „Betriebsbedingungen, des Marktumfelds und der künftigen strategischen Ausrichtung“ – ein konkreter Auslöser fehlte PYMNTS, 26.07.2026. Bemerkenswert ist das Timing: Nur drei Tage vorher hatte BitMEX angekündigt, keine Neukunden mehr anzunehmen, und im Juni hatte BitMart noch eine australische Finanzdienstleistungslizenz gemeldet.

Danach änderte sich die Sprache mehrmals. Am 21. August 2026 brachte BitMart eine Restrukturierung als Alternative zur vollständigen Schließung ins Spiel und holte die Kanzlei White & Case dazu; die Rede war von einer „phasenweisen Wiederaufnahme bestimmter Geschäftsbereiche“ und erstmals auch von Gläubiger-Ausschüttungen CoinDesk, 22.08.2026. Am 9. September 2026 verpasste BitMart die selbst gesetzte Frist für einen Fahrplan und berief stattdessen Alvarez & Marsal als Finanzberater Crypto Economy, 09.09.2026. Am 30. September 2026 folgte das Eingeständnis einer Vermögenslücke samt vorläufigem Rückzahlungsplan ForkLog, 01.10.2026.

DatumEreignisBedeutung für Kunden
Mai 2026Auszahlungsbeschwerden, BitMart verweist auf 239 gesperrte, verknüpfte Kontenerstes Warnsignal
24.07.2026neue Verwahrgebühr-Regel für inaktive KontenKostenrisiko für Restguthaben
26.07.2026Abwicklung angekündigt, Einzahlungen und Neu-Orders gestopptnur noch Positionen schließen und auszahlen
26.08.2026, 01:00 UTCEnde von Spot-, Futures- und sonstigem Handeloffene Futures zum Mark-Preis abgerechnet
09.09.2026Alvarez & Marsal als FinanzberaterFahrplan verschoben
30.09.2026Vermögenslücke eingeräumt, drei RückzahlungsoptionenGuthaben wird zur Forderung
31.01.2027, 15:59 UTCgeplantes Betriebsendedanach nur noch befristeter Zugriff

Zeitleiste nach Bitcoin.com News, CryptoSlate, CoinDesk, Crypto Economy und ForkLog; Stand 24. Oktober 2026.

Kann ich bei BitMart heute noch handeln oder einzahlen?

Nein: Seit dem 26. Juli 2026 nimmt BitMart keine Einzahlungen und keine neuen Konten mehr an, und seit dem 26. August 2026 um 01:00 UTC ist jeder Handel beendet – möglich sind am 24. Oktober 2026 nur noch Auszahlungsanträge unter verschärften Prüfungen.

Das klingt banal, ist aber in der Praxis wichtig, weil im Netz noch massenhaft alte Gebührenvergleiche und Bonus-Seiten kursieren, die BitMart als aktive Börse darstellen. Wer heute Geld an eine BitMart-Einzahlungsadresse schickt, riskiert, dass es in einem System landet, das offiziell keine Einzahlungen mehr verbucht. BitMart hat Nutzern ausdrücklich geraten, keine Assets mehr zu senden. Falls du alte Einzahlungsadressen in deinem Wallet-Adressbuch gespeichert hast: Lösch sie jetzt. Aus der Praxis kennen wir genau diesen Fehler – jemand zahlt per gespeicherter Adresse „wie immer“ ein und merkt erst Tage später, dass die Börse gar nicht mehr annimmt.

Gleiches gilt für Phishing. Abwicklungen sind Hochsaison für gefälschte „Claim-Portale“ und angebliche Rückerstattungs-Helfer. Die Welle unlizenzierter Anbieter, die seit dem MiCA-Stichtag den EU-Markt verlassen müssen, wird gezielt von Betrügern ausgenutzt, wie wir in Über 1.700 Kryptoplattformen müssen den EU-Betrieb einstellen beschrieben haben. Die Faustregel bleibt: Niemand Seriöses braucht deine Seed-Phrase, um eine Forderung zu bearbeiten.

Wie hoch waren die BitMart-Gebühren vor der Abwicklung?

Bis Juli 2026 verlangte BitMart im Spot-Handel 0,10 % für Maker und Taker, mit BMX-Zahlung 0,075 %, und bei Perpetual Futures 0,02 % Maker sowie 0,06 % Taker – Werte, die im Branchenvergleich günstig waren.

Diese Zahlen haben wir im Juni 2026 aus mehreren Tests übernommen, und sie werden bis heute in Reviews so genannt Cryptoninjas, Stand Feb. 2026. Daneben gab es ein VIP-Stufensystem, das im April 2026 noch einmal umgebaut wurde, kostenlose Krypto-Einzahlungen und netzwerkabhängige Auszahlungsgebühren BitMart Support-Ankündigungen, abgerufen 24.10.2026. Für die Einordnung ist wichtig, wie Maker und Taker funktionieren: Maker-Orders liegen im Order Book und stellen Liquidität bereit, Taker-Orders räumen sie ab. Bei BitMart war der Unterschied im Spot-Markt null, im Futures-Markt dagegen dreifach.

Gebührenart (bis 26.07.2026)Standardmit BMXBeispiel: 10.000 € Monatsvolumen, 12 Monate
Spot Maker/Taker0,10 %0,075 %120 € bzw. 90 €
Perpetual Futures Maker0,02 %–24 €
Perpetual Futures Taker0,06 %–72 €
Krypto-Einzahlung0–0 €
Euro über Drittanbieterca. 1–3,5 %–stark abhängig vom Anbieter

Gebühren laut Cryptoninjas (Feb. 2026) und unserer Vorversion (Juni 2026); Euro-Beispiele: Rechnung KryptoZukunft.com.

Unsere Rechnung zeigt, wie klein die Beträge im Alltag waren: Wer jeden Monat 10.000 Euro Spot-Volumen umsetzte, sparte mit BMX gegenüber dem Standardtarif genau 30 Euro im Jahr. Für Vieltrader mit 100.000 Euro Monatsvolumen wären es 300 Euro gewesen. Das ist echtes Geld, aber eben keine Summe, die ein erhöhtes Plattformrisiko automatisch rechtfertigt. Und genau diese Abwägung haben wir – wie viele andere Gebührenratgeber – zu wenig betont.

Was hat der BMX-Rabatt am Ende wirklich gebracht?

Nach Berechnung von KryptoZukunft.com hat der BMX-Rabatt einem Trader mit 5.000 € Monatsvolumen 2026 nur rund 15 € Gebühren gespart, während ein BMX-Bestand von 500 € durch den Kursrückgang von etwa 83 % seit Jahresbeginn rund 415 € verlor.

Der BMX-Token war das Herzstück des BitMart-Gebührenmodells: Wer die Gebühren mit BMX zahlte, bekam 25 % Rabatt auf Spot-Trades. Die Logik solcher Börsen-Token ist bekannt – je mehr Nutzer Token für Rabatte halten, desto stabiler die Nachfrage. Die Kehrseite ist ein Klumpenrisiko, denn Rabatt und Plattform hängen an derselben Firma. Nach der Abwicklungsmeldung fiel BMX innerhalb von 24 Stunden um rund 58 %, der Rückgang seit Jahresbeginn erreichte etwa 83 % CoinDesk, 22.08.2026. Am 24. Oktober 2026 notiert BMX bei rund 0,0613 US-Dollar, das sind etwa 0,055 Euro, bei einer Marktkapitalisierung von 19,9 Millionen Dollar und einem praktisch nicht vorhandenen Handelsvolumen CoinMarketCap, 24.10.2026. Gegenüber dem Allzeithoch von 0,6203 Dollar vom 5. Juni 2024 sind das minus 90,1 %.

Mit dem Rechner kannst du deine eigene Bilanz nachvollziehen. Trag ein, wie viel BMX du zu Jahresbeginn gehalten hast und wie viel du im Monat gehandelt hast.

Rechner 1: Hat sich der BMX-Rabatt für dich gelohnt?

Rabatt = 25 % auf 0,10 % Spot-Gebühr. Kursveränderung frei wählbar (Standard: −83 % seit Jahresbeginn 2026 laut CoinDesk).
15,00 €gesparte Gebühren
−415,00 €Kursveränderung BMX
−400,00 €Netto-Bilanz
Der Kursverlust des Rabatt-Tokens war 27,7-mal so groß wie die Gebührenersparnis.

Unsere Einschätzung: Der BMX-Fall ist ein Lehrbuchbeispiel dafür, warum man Rabatt-Token als Werkzeug und nicht als Investment behandeln sollte. Eine kleine Menge, die gerade für die laufenden Gebühren reicht, war vertretbar. Wer dagegen höhere Beträge hielt, um in VIP-Stufen aufzusteigen, hat de facto auf die Börse selbst gewettet – ohne dafür eine Risikoprämie zu bekommen. Das ist der Punkt, den wir in der alten Fassung zwar erwähnt, aber viel zu weich formuliert hatten.

Waren die niedrigen BitMart-Gebühren das Risiko wert?

Nach Rechnung von KryptoZukunft.com lohnt sich eine Börse mit 0,075 % statt 0,25 % Gebühr bei 10.000 € Monatsvolumen nur, solange das dort liegende Guthaben unter etwa 8.400 € bleibt – angenommen, das Ausfallrisiko liegt bei 5 % pro Jahr mit 50 % Verlust im Ernstfall.

Hinter dieser Zahl steckt eine einfache Erwartungswert-Rechnung, die in kaum einem Gebührenvergleich auftaucht. Auf der einen Seite stehen die gesparten Gebühren pro Jahr. Auf der anderen der erwartete Verlust: Guthaben auf der Börse mal Ausfallwahrscheinlichkeit mal Verlustquote. Die Ausfallwahrscheinlichkeit kennt niemand genau, und genau deshalb solltest du sie selbst variieren. Für eine lizenzierte, beaufsichtigte Börse mit getrennter Kundenverwahrung ist sie niedriger, für eine Offshore-Plattform ohne veröffentlichten Reservenachweis höher. Die 0,25 % für die Vergleichsbörse sind ein Beispielwert – trag die Gebühr deiner Börse ein. Einen vollständigen Gesamtkostenvergleich mit Spread und Ein- und Auszahlung haben wir unter Bitget-Gebühren im Vergleich zu Bitvavo, Kraken, Coinbase und Bitpanda durchgerechnet.

Rechner 2: Gebührenersparnis gegen Ausfallrisiko

Erwartungswert-Modell, keine Prognose. Alle Werte frei anpassbar.
210,00 €gesparte Gebühren/Jahr
125,00 €erwarteter Verlust/Jahr
85,00 €Netto-Vorteil
Knapp positiv – aber nur, solange dein Guthaben unter 8.400,00 € bleibt. Darüber frisst das Ausfallrisiko die Ersparnis auf.

Spiel mit den Werten, dann siehst du schnell den Kern: Bei kleinen Guthaben und hohem Volumen konnte eine Offshore-Börse rechnerisch Sinn ergeben, wenn man nach jedem Trade konsequent abzog. Bei großen Guthaben, die „sowieso dort lagen“, war die Gebührenersparnis nie ein gutes Argument. Ein realer Wert aus der Vergangenheit hilft bei der Kalibrierung: Bei vergangenen Börsenpleiten wie Voyager gingen nach einer Studie der Chicago Fed rund 39 % der Kundengelder verloren, bei FTX zogen Kunden während des Bank-Runs etwa 37 % ab CryptoSlate, 27.07.2026. Das sind keine BitMart-Zahlen, aber sie zeigen die Größenordnung, über die man spricht.

Aus der Praxis: Die meisten Leser, die uns in den letzten Wochen geschrieben haben, hatten nicht viel auf BitMart – oft zwischen 200 und 3.000 Euro, gern in kleinen Altcoins, die es woanders nicht gab. Genau das ist das tückische Muster. Die Altcoin-Auswahl war der Grund, dort zu sein, und dieselben illiquiden Coins sind jetzt das Problem, weil BitMarts verbleibende Reserven laut Nansen-Daten genau in solchen Token liegen. Mehr dazu weiter unten.

Welche Gebühren fallen während der Abwicklung noch an?

Während der Abwicklung zahlst du bei BitMart keine Handelsgebühren mehr, aber weiterhin die netzwerkabhängige Auszahlungsgebühr und – bei Konten, die zwei Jahre oder länger inaktiv sind – eine Verwahrgebühr von 1 bis 2 % pro Monat, mindestens 10 USDT, nach der am 24. Juli 2026 veröffentlichten Regel.

Die Handelsgebühr ist mit dem Handelsende am 26. August 2026 schlicht verschwunden, weil es nichts mehr zu handeln gibt. Offene Futures-Positionen wurden zum jeweiligen Mark- oder Indexpreis abgerechnet, was für Trader, die nicht rechtzeitig geschlossen haben, eine eigene, oft unschöne Kostenposition war. Wer etwa mit Hebel auf Altcoin-Perpetuals saß, hat den Schlusskurs nicht mehr selbst gewählt. Wie Mark-Preis, Funding und Liquidation zusammenspielen, erklären wir ausführlich im Ratgeber zum Krypto-Futures-Handel.

Bleiben die Auszahlungsgebühren. Sie richten sich nach dem Netzwerk, nicht nach BitMart. Unsere alte Faustregel gilt weiter: USDT über TRC-20 kostet typischerweise rund 1 USDT, über ERC-20 oft 10 bis 20 USDT. Bei kleinen Restbeträgen ist das ein echter Unterschied – wer 40 USDT über Ethereum auszahlt, verliert womöglich ein Drittel an Gebühren. Prüf deshalb vor jedem Antrag, welches Netzwerk deine Zieladresse unterstützt, und nutze das günstigste kompatible. Ein Netzwerkfehler ist in einer Abwicklung doppelt ärgerlich, weil der Support ohnehin überlastet ist.

Was ist die BitMart-Verwahrgebühr für inaktive Konten?

Die BitMart-Verwahrgebühr ist eine am 24. Juli 2026 veröffentlichte Gebühr für Konten, die zum monatlichen Stichtag seit mindestens zwei Jahren ununterbrochen inaktiv sind: Sie beträgt 1 bis 2 % des Guthabens pro Monat, mindestens 10 USDT, und entfällt für einen Monat, wenn du dich vor dem Stichtag einloggst.

Diese Regel wurde zwei Tage vor der Abwicklungsmeldung veröffentlicht, was ihr einen schalen Beigeschmack gibt CryptoTicker, 2026. Betroffen sind ausgerechnet die Kunden, die am wenigsten mitbekommen: Menschen, die 2022 oder 2023 mal ein paar Altcoins gekauft und das Konto dann vergessen haben. Ein Login vor dem monatlichen Stichtag setzt die Gebühr für diesen Zyklus aus – aber dafür brauchst du funktionierende Zugangsdaten, deine Zwei-Faktor-Authentifizierung und eine aktuelle Identitätsprüfung. Wer das Handy mit dem Authenticator längst getauscht hat, steht vor einer echten Hürde.

Wie schnell die Mindestgebühr kleine Guthaben aufzehrt, zeigt der Rechner. Wir haben den ungünstigen Fall angenommen: Die Gebühr wird jeden Monat fällig und nie durch einen Login ausgesetzt.

Rechner 3: Was frisst die Verwahrgebühr von deinem Restguthaben?

Modell: monatlich max(Satz × Guthaben, 10 USDT), höchstens bis das Guthaben aufgebraucht ist. Ein Login vor dem Stichtag würde den Monat aussetzen.
120,00 USDTGebühren im Zeitraum
180,00 USDTverbleibendes Guthaben
30 Monatebis das Guthaben bei null ist
Das entspricht 107,21 € Gebühren – 40,0 % deines Guthabens in 12 Monaten.

Unsere Rechnung zeigt den Hebel der Mindestgebühr: Bei 300 USDT wären 2 % nur 6 USDT, fällig werden aber 10 USDT – effektiv 3,3 % im Monat. Bei 100 USDT sind es sogar 10 %. Ob BitMart diese Regel in der laufenden Restrukturierung tatsächlich anwendet oder aussetzt, ist öffentlich nicht klar dokumentiert; wir haben dazu keine verlässliche Bestätigung gefunden. Genau deshalb solltest du dich nicht darauf verlassen, dass es schon niemand merken wird. Logg dich ein, prüfe dein Guthaben, dokumentiere es mit Screenshots – auch wenn du dich entscheidest, die Forderung im Plan geltend zu machen statt auszuzahlen.

Wie bekomme ich mein Guthaben von BitMart zurück?

Am 24. Oktober 2026 kannst du bei BitMart weiterhin einen Auszahlungsantrag stellen, der aber zusätzliche Identitäts-, Herkunfts- und Sanktionsprüfungen durchläuft und für den es keine maximale Bearbeitungsfrist gibt; was nicht ausgezahlt wird, soll über den vorläufigen Restrukturierungsplan bedient werden.

BitMart hatte allen Nutzern geraten, ihre Identitätsprüfung abzuschließen, Positionen vor dem 26. August um 01:00 UTC zu schließen und Auszahlungen bis 05:00 UTC desselben Tages zu beantragen. Diese Uhrzeit war ausdrücklich eine Empfehlung, keine harte Frist: Spätere Anträge laufen in ein separates Verfahren CryptoSlate, 24.08.2026. Ein eingereichter Antrag bedeutet nicht, dass das Geld auf der Blockchain unterwegs ist. Viele Nutzer berichten von eingefrorenen, verzögerten oder ungeklärten Anträgen.

So gehst du praktisch vor, und zwar in dieser Reihenfolge. Erstens: Einloggen und den aktuellen Kontostand mit Datum und Uhrzeit sichern, am besten als Screenshot plus Export der Transaktionshistorie. Zweitens: Die KYC-Verifizierung auf den neuesten Stand bringen, denn ohne sie läuft nichts. Drittens: Eine Auszahlung an eine Adresse beantragen, die dir nachweislich gehört, idealerweise eine eigene Wallet und nicht eine andere Börse, die ihrerseits wieder Fragen zur Herkunft stellt. Viertens: Alle Antworten des Supports archivieren. Und fünftens: Den offiziellen Kanälen folgen, nicht Telegram-Gruppen, die „schnellere Auszahlung gegen Gebühr“ anbieten.

Wenn du wissen willst, welche Rechte du grundsätzlich hast, wenn eine Börse zahlungsunfähig wird – und warum sie bei einem lizenzierten Anbieter deutlich stärker sind –, lies unseren Ratgeber Was passiert mit meinen Coins, wenn die Krypto-Börse pleitegeht?. Er erklärt, wie MiCA und das deutsche KMAG die Kundenverwahrung regeln und warum das bei BitMart nicht greift.

Welche Prüfungen verlangt BitMart bei Auszahlungen?

BitMart prüft Auszahlungen in der Abwicklung nach eigener Ankündigung vom 26. Juli 2026 unter anderem anhand von KYC-Daten, Login-Geräten, IP-Adressen, Zieladressen, Blockchain-Risiko, Mittelherkunft, Handelshistorie, Sanktionslisten und Travel Rule und kann Adress- oder Wallet-Nachweise verlangen.

Diese Liste ist deutlich länger als bei einer gewöhnlichen Schließung, worauf auch mehrere Fachmedien hingewiesen haben CryptoSlate, 27.07.2026. Ein Teil davon ist regulatorisch gewollt: Auch die europäische Wertpapieraufsicht ESMA verlangt von nicht zugelassenen Anbietern, während des Rückzugs ihre Geldwäsche-Kontrollen voll aufrechtzuerhalten ESMA, 23.06.2026. Ein anderer Teil wirkt in der Summe wie ein Filter, der Auszahlungen verlangsamt. Wir können nicht beurteilen, welche Absicht dahintersteht. Für dich zählt die praktische Folge: Je sauberer deine Unterlagen, desto weniger Ansatzpunkte für Rückfragen.

Halte konkret bereit: einen aktuellen Ausweis, einen Adressnachweis, der nicht älter als drei Monate ist, Belege zur Herkunft der ursprünglich eingezahlten Mittel (Kontoauszug der Bank, Kaufbelege von der vorgelagerten Börse) und einen Nachweis, dass dir die Zieladresse gehört. Für Letzteres reicht bei vielen Prüfungen eine signierte Nachricht aus der Wallet oder ein Screenshot der Wallet-App mit Adresse. Was die Travel Rule dabei konkret verlangt, steht ebenfalls im KYC-Ratgeber.

Was steht im vorläufigen Restrukturierungsplan von BitMart?

Der am 30. September 2026 vorgestellte vorläufige Plan von BitMart rechnet jedes Kundenguthaben in einen US-Dollar-Betrag um, bewertet zu gewichteten Durchschnittskursen ab dem 26. Juli 2026, und lässt Kunden zwischen einer anteiligen Sofortausschüttung, einem Restitution Token und einem Continuum Token wählen; ein Gericht soll ihn Ende 2026 oder Anfang 2027 bestätigen.

Der Kern ist die sogenannte Dollarisierung. Dein Guthaben – egal ob BTC, ein kleiner Altcoin oder USDT – wird zu einem Dollar-Anspruch umgerechnet. Grundlage ist der gewichtete Durchschnittskurs vom 26. Juli 2026 bis zu einem noch nicht festgelegten Stichtag; bewerten soll eine vom Gericht bestellte Person Unchained, 01.10.2026. Das hat eine wichtige Konsequenz: Steigt Bitcoin bis zur Auszahlung, profitierst du davon nicht mehr. Fällt dein Altcoin weiter, ist das ebenfalls nicht mehr dein Problem. Du hältst dann keine Coins mehr, sondern eine Forderung in Dollar – und damit auch ein Währungsrisiko gegenüber dem Euro.

Der Zeitplan laut BitMart: drei bis vier Wochen Gespräche mit den 50 größten Kunden nach Guthaben, breitere Konsultation im Oktober, Anpassung im November, Antrag bei Gericht im Dezember 2026 oder Januar 2027 ForkLog, 01.10.2026. Welches Gericht in welchem Land zuständig sein soll, hat BitMart bisher nicht öffentlich genannt; auch eine Rückzahlungsquote fehlt. Dafür gibt es seit Oktober ein User-Engagement-Portal, über das Kunden Rückmeldungen geben können BitMart Support-Ankündigungen, abgerufen 24.10.2026. Wichtig: Dieses Portal ist ein Konsultationskanal, keine verbindliche Forderungsanmeldung und keine Gläubigerabstimmung.

Was sind Restitution Token und Continuum Token?

Restitution Token sind im BitMart-Plan vom 30. September 2026 Token im Verhältnis eins zu einem Dollar Guthaben, die nur an möglichen Rückgewinnungen aus dem Hack von 2021 beteiligen; Continuum Token sollen an dezentralen Börsen handelbar sein und an BitMarts Beteiligungen, dem Verkauf illiquider Assets und eventuell künftigen Gewinnen hängen.

Option eins, die Sofortausschüttung, ist am leichtesten zu verstehen: Du bekommst einen anteiligen Teil der liquiden Mittel – Fiat, Stablecoins wie USDC, PYUSD oder USDT oder große Coins wie Bitcoin, Ethereum und Solana PANews, 01.10.2026. Wie hoch dieser Anteil ist, weiß heute niemand. Option zwei, der Restitution Token, ist eine Wette darauf, dass BitMart gestohlene Gelder von 2021 zurückholt. Das Unternehmen verweist auf „gewisse Werte“, die bei bestimmten zentralisierten Börsen liegen sollen. Nach fast fünf Jahren ist das, vorsichtig gesagt, ein unsicherer Anker.

Option drei, der Continuum Token, ist am schwersten zu bewerten. Er soll an dezentralen Börsen handelbar sein und hängt an BitMarts Investments, an Erlösen aus schwer verkäuflichen Beständen und eventuell an künftigen Gewinnen, falls BitMart Geld einsammelt und den Betrieb wieder aufnimmt. Wirtschaftlich ist das eine Mischung aus Restwert-Anteil und Option auf ein Comeback. Unsere Einschätzung: Wer auf diese Token setzt, tauscht eine unklare Forderung gegen ein Wertpapier-ähnliches Instrument mit unklarer Bewertung, unklarer Liquidität und unklarer steuerlicher Behandlung. Das kann sinnvoll sein, wenn die Sofortquote miserabel ausfällt – aber es ist keine Entscheidung, die man ohne die angekündigten Quoten-Schätzungen treffen sollte.

OptionWas du bekommstWovon der Wert abhängtLiquidität
Sofortausschüttunganteilig Fiat, Stablecoins, BTC/ETH/SOLHöhe der liquiden Mittel im Verhältnis zu allen Forderungenhoch, sobald ausgezahlt
Restitution Token1 Token je 1 $ ForderungRückgewinnung von Hack-Geldern aus 2021unklar
Continuum Tokenhandelbarer Token an DEXsBeteiligungen, Asset-Verkäufe, mögliche künftige Gewinneunklar, abhängig vom DEX-Markt

Struktur nach dem vorläufigen Plan vom 30.09.2026 (Unchained, PANews, ForkLog); Quoten bisher nicht veröffentlicht.

Wie viel bekomme ich von meinem BitMart-Guthaben zurück?

Eine Rückzahlungsquote hat BitMart bis zum 24. Oktober 2026 nicht veröffentlicht; mit dem Rechner kannst du deine Dollar-Forderung zum EZB-Kurs vom 23. Oktober 2026 (1,1193 US-Dollar je Euro) in Euro umrechnen und eigene Quoten-Szenarien durchspielen.

Wir nennen hier bewusst keine eigene Quote. Jede Zahl wäre geraten, solange BitMart weder Aktiva noch Gesamtforderungen offenlegt. Was wir seriös tun können: dir zeigen, wie stark deine Euro-Position von der Quote und vom Wechselkurs abhängt. Trag deinen Dollar-Betrag ein – also den Wert deines Guthabens auf Basis der Kurse ab dem 26. Juli 2026, nicht den heutigen Kurs.

Rechner 4: Was ist meine BitMart-Forderung in Euro wert?

Quote ist ein Szenario, keine Prognose. Wechselkurs: EZB-Referenzkurs vom 23.10.2026.
1.786,83 €Forderung in Euro
714,73 €Rückzahlung im Szenario
−1.785,27 €Ergebnis ggü. Einzahlung
Bei 40 % Quote bekämst du 28,6 % deiner ursprünglichen Einzahlung zurück. Jeder Prozentpunkt Quote ist 17,87 € wert.

Warum ist BitMart gescheitert – war es der Hack von 2021?

BitMart selbst nennt am 30. September 2026 vier Ursachen: die Lücke aus dem Hack vom Dezember 2021 über 319,5 Millionen US-Dollar, sinkende Gebühren- und Listing-Erlöse im schwachen Kryptomarkt 2026, Verluste im Futures-Geschäft durch Wash-Trading-Gruppen, die Rabatt- und Zero-Slippage-Aktionen ausnutzten, und eine Welle panischer Auszahlungen seit Mai 2026.

Die Erzählung des Unternehmens geht so: Nach dem Hack habe man den Betrieb mit Einnahmen aus dem wachsenden Markt weitergeführt und die Lücke gewissermaßen über die Zeit tragen wollen ForkLog, 01.10.2026. 2026 seien die Gebühren- und Listing-Erlöse eingebrochen, und das Futures-Geschäft habe Verluste geschrieben, weil organisierte Gruppen Rabatte und die „Zero Slippage“-Subventionen beim Copy Trading ausnutzten. Tatsächlich hatte BitMart diese Zero-Slippage-Aktion schon am 24. Mai 2026 ausgesetzt, und kurz vor der Schließung wurden der Margin-Spot-Handel und der automatische Market-Making-Bot eingestellt.

Für Gebühren-Nerds ist das der interessanteste Teil der Geschichte. Ein Teil der günstigen Konditionen, die Gebührenvergleiche – auch unserer – gelobt haben, war offenbar nicht aus Effizienz, sondern aus Subventionen finanziert. Wenn eine Börse Volumen über Rabatte und Slippage-Garantien einkauft, sind niedrige Gebühren kein Zeichen von Stärke, sondern ein Kostenblock. Beim Copy Trading etwa wirkte „null Slippage“ für Kunden attraktiv, war aber für die Plattform eine offene Flanke, sobald jemand die Mechanik systematisch ausspielte. Unsere Einschätzung: Diese Erklärung ist plausibel, aber sie stammt vom Unternehmen selbst und ist nicht unabhängig geprüft. Ein Gläubigerausschuss rund um die Investmentfirma Echo Base prüft parallel rechtliche Schritte bis hin zu einem Insolvenzantrag.

Warum spricht BitMart plötzlich von 319,5 statt 196 Millionen Dollar Hack-Schaden?

BitMart beziffert den Schaden aus dem Hack vom 4. Dezember 2021 im Plan vom 30. September 2026 auf 319,5 Millionen US-Dollar – davon 164,1 Millionen in Ether, 96,5 Millionen in BNB, 51,5 Millionen in Bitcoin und 7,4 Millionen in anderen Assets –, während bisher rund 196 Millionen Dollar berichtet wurden.

Die Differenz beträgt nach unserer Rechnung 123,5 Millionen Dollar oder 63 % mehr als die öffentlich bekannte Zahl. In Euro zum heutigen EZB-Kurs sind das rund 285 Millionen statt 175 Millionen EZB-Referenzkurs, 23.10.2026. Allein der Ether-Anteil macht mit 51 % gut die Hälfte des Schadens aus. Woher die Abweichung kommt, hat BitMart nicht im Detail erklärt; denkbar sind unterschiedliche Bewertungszeitpunkte, zusätzliche betroffene Wallets oder schlicht, dass die damals kommunizierte Zahl zu niedrig war Unchained, 01.10.2026.

Der unangenehme Punkt: Im Dezember 2021 hatte BitMart erklärt, Kundengelder seien „sicher und unbeschadet“, und die Erstattung zugesagt. Wenn die Lücke tatsächlich fast fünf Jahre lang mitgeschleppt wurde, haben Kunden in dieser Zeit auf einer Börse gehandelt, deren Bilanz – nach eigener heutiger Darstellung – nicht gedeckt war. Genau diese Information hätte ein regelmäßiger, geprüfter Reservenachweis offenlegen müssen. BitMart hatte im Mai 2026 einen Proof of Reserves angekündigt, ihn aber vor der Schließung nicht veröffentlicht. Wie sich ein Hack auf Haftung und Kundengelder auswirkt, wenn die Börse dagegen reguliert ist, haben wir am Beispiel des BigONE-Hacks durchgespielt.

Was haben die On-Chain-Daten vor der Schließung gezeigt?

Laut Nansen floss in den Tagen vor der Abwicklungsmeldung vom 26. Juli 2026 ein großer Teil der ETH- und Stablecoin-Bestände aus den bekannten BitMart-Wallets ab, sodass die verbliebenen Reserven überwiegend aus weniger liquiden Token bestanden; Lookonchain zählte in den 24 Stunden danach 58 Wallets mit Auszahlungen von zusammen rund 805.000 US-Dollar.

Das sind, gemessen an einer Börse mit Hunderttausenden Kunden, auffällig kleine Summen. Unsere Rechnung: 805.000 Dollar auf 58 Wallets ergeben im Schnitt knapp 13.900 Dollar je Wallet, umgerechnet rund 12.400 Euro. Gleichzeitig meldete Onchain Lens für dieselben 24 Stunden keine einzige BTC-, Stablecoin- oder Altcoin-Auszahlung über 25.000 Dollar, und Lookonchain beobachtete ein Fenster von acht Stunden ganz ohne verarbeitete Auszahlungen CryptoSlate, 27.07.2026. Nansen betonte fairerweise, dass solche Transfers allein noch keinen Fehlbetrag beweisen. Börsen verschieben ständig Bestände zwischen Hot- und Cold-Wallets.

Was du daraus lernen kannst: On-Chain-Daten sind kein Röntgenbild der Bilanz, aber sie liefern Frühindikatoren. Wenn die liquiden Bestände einer Börse schrumpfen und der Rest aus Token besteht, die kaum jemand kaufen würde, ist das ein Signal – gerade wenn gleichzeitig Auszahlungsbeschwerden auftauchen. Wie Tools wie Nansen Börsen-Wallets labeln und was sie kosten, erklären wir unter Was ist Nansen?. Und warum illiquide Token im Ernstfall so wenig wert sind, zeigt der Ratgeber zur Liquidität bei Krypto: Ein Coin mit 19,9 Millionen Dollar Marktkapitalisierung und null Handelsvolumen ist auf dem Papier etwas wert, in der Praxis aber kaum verkäuflich.

Hatte BitMart eine MiCA- oder BaFin-Lizenz?

Nein: BitMart hatte am 24. Oktober 2026 weder eine BaFin-Erlaubnis noch eine MiCA-Zulassung als Kryptowerte-Dienstleister und taucht im ESMA-Register-Stand vom 6. Oktober 2026 nicht auf; die österreichische FMA warnte am 28. August 2026 ausdrücklich vor dem Betreiber.

Die österreichische Finanzmarktaufsicht hat am 28. August 2026 eine Warnung zu GBM Global Inc. veröffentlicht, die unter dem Namen „BitMart“ auftritt und auf den Marshallinseln registriert ist. Der Anbieter sei nicht berechtigt, in Österreich konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungen zu erbringen oder ein multilaterales Handelssystem zu betreiben FMA Österreich, 28.08.2026. Die französische AMF hatte BitMart bereits am 16. März 2026 auf ihre Schwarze Liste für Kryptoderivate gesetzt, und ein Abgleich mit dem ESMA-Register vom 6. Oktober 2026 zeigt keine MiCA-Zulassung EU MiCA Tracker, 14.10.2026. Gleichzeitig akzeptierten BitMarts Nutzungsbedingungen weiterhin Kunden aus den meisten EU-Staaten außer Frankreich und den Niederlanden.

Für deutsche Nutzer war die Nutzung nie strafbar – die fehlende Lizenz betrifft den Anbieter, nicht dich. Aber sie hat Folgen, die jetzt sichtbar werden: Kein MiCA-Schutz für Kundenvermögen, keine Pflicht zur getrennten Verwahrung nach EU-Recht, keine europäische Aufsicht, an die du dich wenden kannst. Welche Pflichten die MiCA-Verordnung lizenzierten Anbietern bei der Verwahrung auferlegt, steht in unserem Grundlagenartikel.

Welche Rolle spielt das Ende der MiCA-Übergangsfrist?

Mit dem Ende der MiCA-Übergangsfrist am 1. Juli 2026 durften nicht zugelassene Anbieter in der EU keine Neukunden mehr gewinnen und sollten ihr EU-Geschäft geordnet abwickeln; die ESMA riet Anlegern am 23. Juni 2026, Kryptowerte von nicht zugelassenen Anbietern zu einem zugelassenen Dienstleister oder in eine eigene Wallet zu übertragen.

Die ESMA-Erklärung ist erstaunlich konkret. Nicht zugelassene Anbieter sollen kein Onboarding und kein Marketing mehr in der EU betreiben, ihre Dienste auf das beschränken, was zum Verkauf, Übertrag oder Schließen von Positionen nötig ist, und Kundenvermögen nur so lange verwahren, wie es für einen geordneten Ausstieg erforderlich ist ESMA, 23.06.2026. Für Anleger heißt es dort klar: Kunden nicht zugelassener Anbieter profitieren nicht vom MiCA-Schutz, auch nicht beim Schutz von Kundenvermögen.

BitMart selbst veröffentlichte im Juni 2026 noch einen Marktbeitrag, wonach nicht lizenzierte Plattformen „beginnen werden, neue Einzahlungen zu blockieren“ und Nutzer zu lizenzierten Börsen schieben würden BitMart Insights, 16.06.2026. Ob der MiCA-Stichtag BitMarts globale Schließung ausgelöst hat, lässt sich nicht belegen – das Unternehmen nennt ihn nicht als Grund, und die Probleme reichen offenbar Jahre zurück. Aber er hat das Umfeld verengt: Ein großer Teil der europäischen Kundschaft, die gerade wegen niedriger Gebühren und exotischer Altcoins kam, war ab Juli faktisch nicht mehr ansprechbar.

Wie behandle ich BitMart-Verluste in der Steuererklärung?

Für Anleger in Deutschland ist am 24. Oktober 2026 nicht abschließend geklärt, wann ein Ausfall bei einer abgewickelten Börse wie BitMart als Verlust aus einem privaten Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG zählt; verlässlich wird ein Verlust meist erst greifbar, wenn tatsächlich etwas veräußert oder getauscht wird, etwa beim Erhalt und Verkauf von Ausschüttungen oder Token aus dem Plan.

Wir sind keine Steuerberater, und gerade hier lohnt sich professionelle Hilfe. Ein paar Punkte lassen sich trotzdem klar sagen. Erstens: Die Dollarisierung deines Guthabens im Plan ist ein Vorgang, bei dem deine Coins möglicherweise steuerlich gegen eine Forderung „getauscht“ werden – ob und wann das als Veräußerung gilt, hängt von der rechtlichen Ausgestaltung ab, die BitMart noch nicht veröffentlicht hat. Zweitens: Wählst du Restitution oder Continuum Token, entsteht womöglich ein neues Wirtschaftsgut mit eigenem Anschaffungszeitpunkt. Drittens: Seit 2024 gilt für private Veräußerungsgeschäfte eine Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr – bei kleinen Beträgen kann das eine Rolle spielen.

Was du in jedem Fall tun solltest: Dokumentiere Einstandspreise, den Kontostand zum 26. Juli 2026, alle Auszahlungsanträge und jede Mitteilung von BitMart. Ohne diese Belege wirst du einen Verlust später kaum nachweisen können, zumal BitMart als Offshore-Börse keine deutschen Steuerbescheinigungen liefert. Den Überblick über die Regeln 2026, inklusive DAC8-Meldepflicht, findest du in Krypto Steuern 2026; wie man Verluste konkret in der Anlage SO einträgt, steht in der Krypto-Steuer-Praxis 2026.

Welche Börse ist jetzt eine Alternative zu BitMart?

Als Alternative zu BitMart kommen für Anleger in Deutschland am 24. Oktober 2026 vor allem Börsen infrage, die im ESMA-Register als MiCA-Kryptowerte-Dienstleister eingetragen sind; die Altcoin-Auswahl ist dort kleiner, dafür gelten EU-Regeln zur getrennten Verwahrung von Kundenvermögen.

Ehrlich gesagt gibt es keinen 1:1-Ersatz. BitMarts Stärke waren über 1.400 handelbare Coins, viele davon klein, früh gelistet und anderswo nicht zu bekommen. Genau diese Auswahl wirst du bei regulierten Anbietern nicht finden – und ein Teil davon wird nach der Abwicklung auch nirgends mehr liquide handelbar sein. Wer trotzdem auf einen Offshore-Anbieter ausweicht, wiederholt das Risiko. Andere Börsen ohne EU-Lizenz, etwa MEXC, haben zwar günstige Gebühren, sind für deutsche Neukunden aber ebenfalls keine saubere Option; die Kosten dieser Abwägung haben wir in MEXC-Gebühren gegen MiCA-Börsen im Euro-Vergleich nachgerechnet. Auch bei HTX ist die Lage für EU-Kunden eingeschränkt, wie unser Beitrag zu den HTX-Gebühren 2026 zeigt.

Unsere aktuelle Übersicht, welche Anbieter nach dem MiCA-Stichtag für Deutsche überhaupt noch nutzbar sind, steht in Beste Kryptobörse in Deutschland 2026, ergänzt durch Alternativen zu Binance (Stand Oktober 2026). Lizenz ist allerdings keine Unverwundbarkeit: Auch große Anbieter können gehackt werden, wie der Bitget-Hack mit 351,6 Millionen Dollar im September 2026 gezeigt hat. Der Unterschied liegt darin, wer haftet, wer prüft und wie schnell du an dein Geld kommst.

Was lernst du aus dem BitMart-Fall für die Börsenwahl?

Die wichtigste Lehre aus BitMart ist nach Einschätzung von KryptoZukunft.com: Eine um 0,025 Prozentpunkte niedrigere Handelsgebühr spart bei 10.000 € Monatsvolumen 30 € im Jahr, während ein Plattformausfall das gesamte dort liegende Guthaben treffen kann – die Börsenwahl ist deshalb zuerst eine Verwahrfrage und erst danach eine Gebührenfrage.

Wir haben in diesem Ratgeber selbst jahrelang die Gebühr in den Vordergrund gestellt, weil Leser genau danach suchen. Das war nicht falsch, aber unvollständig. Heute würden wir jede Börse in drei Schritten bewerten. Schritt eins: Wer verwahrt mein Geld, nach welchem Recht, und kann ich das im ESMA-Register oder bei der BaFin prüfen? Schritt zwei: Gibt es einen regelmäßigen, nachvollziehbaren Reservenachweis, und wie liquide sind die Reserven? Schritt drei: Erst dann die Gebühren, inklusive Spread, Ein- und Auszahlung.

Und unabhängig von der Börse gilt die alte Regel, die bei BitMart viel Geld gerettet hätte: Was du nicht aktiv handelst, gehört nicht auf die Börse. Eine eigene Wallet ist kein Allheilmittel, sie verlagert das Risiko auf dich – aber sie macht dich unabhängig von der Zahlungsfähigkeit eines Dritten. Welche Variante für welchen Zweck passt, erklärt unser Vergleich Cold Wallet oder Hot Wallet 2026. Für Trading-Kasse gilt: so klein wie möglich, regelmäßig abziehen. Selbst Stablecoins, die auf einer Börse liegen, sind am Ende nur eine Forderung gegen diese Börse.

Wie erkennst du Warnsignale bei einer Börse früh?

Typische Frühwarnsignale, die bei BitMart zwischen Mai und Juli 2026 sichtbar waren, sind gehäufte Auszahlungsbeschwerden, angekündigte, aber nicht veröffentlichte Reservenachweise, plötzlich eingestellte Produkte, neue Gebühren für inaktive Konten und abfließende liquide Bestände in den On-Chain-Daten.

Keines dieser Signale beweist allein eine Schieflage. Zusammen ergeben sie aber ein Muster, das man ernst nehmen sollte. Bei BitMart kam im Mai 2026 die Erklärung, man habe 239 verknüpfte Konten wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Handelssubventionen gesperrt, verbunden mit der Ankündigung eines Reservenachweises. Ende Mai wurde die Zero-Slippage-Aktion ausgesetzt. Am 24. Juli folgte die Verwahrgebühr für inaktive Konten, kurz darauf das Ende von Margin-Spot und Market-Making-Bot – und zwei Tage später die Schließung. Wer diese Kette mitverfolgt hätte, hätte mindestens einige Wochen Vorlauf gehabt.

Aus der Praxis: Ein einfacher Test ist, regelmäßig eine kleine Auszahlung zu machen und die Bearbeitungszeit zu notieren. Wird sie plötzlich deutlich länger, ohne dass das Netzwerk verstopft ist, ist das ein Signal, nicht zu warten, bis andere es auch merken. Wer Futures oder Hebelprodukte auf Offshore-Börsen nutzt, sollte zusätzlich wissen, dass in einer Abwicklung offene Positionen zwangsweise geschlossen werden können.

Ist der BitMart Referralcode cCbQRu noch etwas wert?

Nein: Da BitMart seit dem 26. Juli 2026 keine Registrierungen mehr annimmt und der Handel seit dem 26. August 2026 eingestellt ist, bringt der Referralcode cCbQRu am 24. Oktober 2026 weder Rabatte noch Boni; wir haben den Einladungslink deshalb aus diesem Artikel entfernt.

Wir haben den Code in mehreren Beiträgen geführt, und es wäre unehrlich, so zu tun, als hätte es das nie gegeben. Was der versprochene Rabatt in Euro tatsächlich gebracht hätte, haben wir in einem eigenen Beitrag nachgerechnet: Was „20–40 % sparen“ bei BitMart in Euro gebracht hätte. Den historischen Komplett-Guide mit Gebühren, BMX und Sicherheit findest du unter BitMart Referralcode cCbQRu: der ehrliche Komplett-Guide. Einen Überblick, welche Codes anderer Börsen in Deutschland überhaupt noch funktionieren, gibt der Bonuscode-Vergleich von 8 Börsen.

Ein letzter Hinweis zu den Kursen, weil viele Leser fragen, ob sie ihre BitMart-Forderung „im Bitcoin-Kurs“ zurückbekommen: Nein. Bitcoin steht am 24. Oktober 2026 bei rund 81.540 US-Dollar, umgerechnet etwa 72.850 Euro, und damit 35,4 % unter dem Allzeithoch von 126.198 Dollar vom 6. Oktober 2025 CoinMarketCap, 24.10.2026. Für deine BitMart-Forderung ist das irrelevant, weil sie in Dollar zu Kursen ab dem 26. Juli 2026 festgeschrieben werden soll. Wie stark Kurse in solchen Zeiträumen schwanken, siehst du allein an der Spanne seit Juli: Wer damals Coins hielt, hätte bis heute sowohl kräftige Gewinne als auch Verluste mitnehmen können – mit der Dollarisierung ist diese Chance und dieses Risiko für dich vorbei.

Die wichtigsten Aussagen auf einen Blick

  • Laut KryptoZukunft.com-Analyse (Felix Rieger, Oktober 2026) sparte der BMX-Rabatt einem Trader mit 5.000 € Monatsvolumen 2026 rund 15 € Gebühren, während ein BMX-Bestand von 500 € durch den Kursrückgang von etwa 83 % rund 415 € verlor.
  • BitMart hat am 26. Juli 2026 die Abwicklung angekündigt, den Handel am 26. August 2026 beendet und will den Betrieb am 31. Januar 2027 einstellen.
  • Am 30. September 2026 räumte BitMart eine Vermögenslücke ein und bezifferte den Hack von 2021 auf 319,5 Millionen US-Dollar statt der bisher berichteten rund 196 Millionen.
  • Der vorläufige Plan wandelt Guthaben in Dollar-Forderungen um und bietet Sofortausschüttung, Restitution Token oder Continuum Token; eine Rückzahlungsquote war am 24. Oktober 2026 nicht veröffentlicht.
  • Für inaktive Konten gilt seit 24. Juli 2026 eine Verwahrgebühr von 1–2 % pro Monat, mindestens 10 USDT – bei 300 USDT Guthaben sind das nach unserer Rechnung 40 % in einem Jahr.
  • BitMart hatte keine MiCA- oder BaFin-Zulassung; die FMA warnte am 28. August 2026 vor dem Betreiber.

Ich muss bei diesem Artikel mit mir selbst ins Gericht gehen. Wir haben BitMart über Monate als günstige Börse für Altcoin-Jäger beschrieben, den BMX-Rabatt als Spar-Tipp empfohlen und einen Einladungslink gesetzt, an dem wir verdient hätten. Die Risiken standen zwar im Text: keine EU-Lizenz, kein SEPA, der Hack von 2021. Aber sie standen unter den Gebührentabellen, nicht darüber. Das war falsch gewichtet.

Was mich an diesem Fall am meisten beschäftigt, ist nicht die Schließung selbst. Börsen schließen. Es ist die Zahl von 319,5 Millionen Dollar, die fast fünf Jahre nach dem Hack auftaucht, nachdem damals von sicheren Kundengeldern die Rede war. Kein Gebührenvergleich der Welt hätte das sichtbar gemacht. Ein geprüfter Reservenachweis schon.

Deshalb ändern wir, wie wir Börsen bewerten: Verwahrung und Aufsicht kommen zuerst, Gebühren danach. Wenn du Geld auf BitMart hast, sichere deine Belege, prüfe jede Nachricht doppelt und gib niemandem deine Seed-Phrase, der dir eine schnelle Rückzahlung verspricht. Und wenn du auf einer anderen Offshore-Börse sitzt: Zieh ab, was du nicht aktiv handelst. Das ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

Felix Rieger · Gründer & Chefredakteur · KryptoZukunft.com · 24. Oktober 2026

Quiz: Wie gut kennst du den BitMart-Fall?

1. Seit wann ist der Handel auf BitMart vollständig eingestellt?

2. Wie hoch beziffert BitMart den Schaden des Hacks von 2021 im Plan vom 30. September 2026?

3. Was passiert mit deinem Guthaben im vorläufigen Plan zuerst?

4. Wie hoch ist die Mindest-Verwahrgebühr für lange inaktive BitMart-Konten pro Monat?

5. Welche Behörde warnte am 28. August 2026 ausdrücklich vor dem BitMart-Betreiber?

6. Was ist ein Restitution Token im BitMart-Plan?

Ergebnis: 0 von 6 richtig

Häufige Fragen zu BitMart-Gebühren und Abwicklung 2026

Gibt es BitMart noch?
BitMart existiert am 24. Oktober 2026 nur noch im Abwicklungsmodus. Registrierungen und Einzahlungen sind seit dem 26. Juli 2026 gestoppt, der Handel endete am 26. August 2026, und der Plattformbetrieb soll am 31. Januar 2027 enden. Parallel prüft BitMart eine Restrukturierung mit möglicher teilweiser Wiederaufnahme.
Wie hoch waren die BitMart-Gebühren vor der Schließung?
Bis Juli 2026 kostete der Spot-Handel 0,10 Prozent für Maker und Taker, mit BMX-Zahlung 0,075 Prozent. Bei Perpetual Futures lagen die Gebühren bei 0,02 Prozent Maker und 0,06 Prozent Taker. Krypto-Einzahlungen waren kostenlos, Auszahlungen kosteten die jeweilige Netzwerkgebühr.
Fallen bei BitMart noch Handelsgebühren an?
Nein. Seit dem Handelsende am 26. August 2026 gibt es keine Trades und damit keine Handelsgebühren mehr. Es bleiben Netzwerkgebühren bei Auszahlungen und für lange inaktive Konten die Verwahrgebühr.
Was kostet die BitMart-Verwahrgebühr für inaktive Konten?
Nach der am 24. Juli 2026 veröffentlichten Regel zahlen Konten, die zum Stichtag seit mindestens zwei Jahren inaktiv sind, 1 bis 2 Prozent des Guthabens pro Monat, mindestens 10 USDT. Ein Login vor dem monatlichen Stichtag setzt die Gebühr für diesen Monat aus.
Kann ich bei BitMart noch Geld auszahlen?
Auszahlungsanträge sind weiterhin möglich, durchlaufen aber zusätzliche Prüfungen zu Identität, Geräten, IP-Adressen, Mittelherkunft, Sanktionen und Travel Rule. Eine maximale Bearbeitungsdauer nennt BitMart nicht, und viele Nutzer berichten von verzögerten oder eingefrorenen Anträgen.
Was passiert mit Guthaben, das nicht ausgezahlt wird?
Nach dem vorläufigen Plan vom 30. September 2026 wird es in einen US-Dollar-Anspruch umgerechnet, bewertet zu gewichteten Durchschnittskursen ab dem 26. Juli 2026. Kunden sollen dann zwischen Sofortausschüttung, Restitution Token und Continuum Token wählen können.
Wie viel Prozent bekommen BitMart-Kunden zurück?
Eine Rückzahlungsquote hat BitMart bis zum 24. Oktober 2026 nicht veröffentlicht. Das Unternehmen hat angekündigt, nach Gesprächen mit den 50 größten Kunden Schätzungen für jede der drei Optionen vorzulegen.
Was ist ein Restitution Token?
Ein Restitution Token ist im BitMart-Plan ein Token im Verhältnis eins zu einem Dollar Forderung, dessen Wert nur von möglichen Rückgewinnungen aus dem Hack vom Dezember 2021 abhängt. Ob und wann solche Gelder zurückkommen, ist offen.
Was ist ein Continuum Token?
Ein Continuum Token soll an dezentralen Börsen handelbar sein und an BitMarts Beteiligungen, an Erlösen aus dem Verkauf schwer verkäuflicher Bestände und eventuell an künftigen Gewinnen beteiligen, falls BitMart neue Finanzierung findet und den Betrieb wieder aufnimmt.
Warum ist BitMart pleitegegangen?
BitMart nennt die Lücke aus dem Hack von 2021 über 319,5 Millionen US-Dollar, gesunkene Gebühren- und Listing-Erlöse 2026, Verluste im Futures-Geschäft durch Wash-Trading-Gruppen und panische Auszahlungen seit Mai 2026. Diese Darstellung stammt vom Unternehmen und ist nicht unabhängig geprüft.
Wie hoch war der BitMart-Hack wirklich?
Im Plan vom 30. September 2026 beziffert BitMart den Schaden des Hacks vom 4. Dezember 2021 auf 319,5 Millionen US-Dollar: 164,1 Millionen in Ether, 96,5 Millionen in BNB, 51,5 Millionen in Bitcoin und 7,4 Millionen in anderen Assets. Bisher war von rund 196 Millionen Dollar die Rede.
Was ist der BMX-Token heute noch wert?
Am 24. Oktober 2026 notiert BMX bei rund 0,061 US-Dollar, etwa 0,055 Euro, und damit rund 90 Prozent unter dem Allzeithoch von 0,6203 Dollar vom 5. Juni 2024. Das Handelsvolumen ist praktisch null, ein Verkauf ist entsprechend schwierig.
Hatte BitMart eine Lizenz in Deutschland oder der EU?
Nein. BitMart hatte weder eine BaFin-Erlaubnis noch eine MiCA-Zulassung und ist im ESMA-Register nicht eingetragen. Die österreichische FMA warnte am 28. August 2026 vor dem Betreiber GBM Global Inc.
Bringt der BitMart Referralcode cCbQRu noch Vorteile?
Nein. Weil BitMart keine Registrierungen mehr annimmt und keinen Handel mehr anbietet, bringt der Code weder Rabatte noch Boni. Wir haben den Einladungslink deshalb entfernt.
Kann ich BitMart-Verluste von der Steuer absetzen?
Das ist für Anleger in Deutschland am 24. Oktober 2026 nicht eindeutig geklärt. Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften setzen in der Regel eine Veräußerung oder einen Tausch voraus. Dokumentiere Einstandspreise und Kontostände und lass dich steuerlich beraten.
Was sollte ich jetzt mit meinem BitMart-Konto tun?
Einloggen, Kontostand und Transaktionshistorie sichern, KYC aktualisieren, eine Auszahlung an eine eigene Wallet beantragen und alle Nachrichten archivieren. Folge nur den offiziellen Kanälen und gib niemals deine Seed-Phrase heraus.
Gibt es eine Alternative zu BitMart mit ähnlich vielen Altcoins?
Einen gleichwertigen Ersatz mit über 1.400 Coins und EU-Lizenz gibt es nicht. Für Anleger in Deutschland sind Börsen sinnvoll, die im ESMA-Register als Kryptowerte-Dienstleister eingetragen sind, auch wenn die Coin-Auswahl dort kleiner ist.
Lohnen sich niedrige Gebühren bei Offshore-Börsen überhaupt?
Nur bei kleinen Guthaben, die nach dem Handel konsequent abgezogen werden. Nach unserer Beispielrechnung kippt der Vorteil bei 10.000 Euro Monatsvolumen schon ab etwa 8.400 Euro Guthaben, wenn man 5 Prozent Ausfallrisiko pro Jahr und 50 Prozent Verlust im Ernstfall annimmt.
Wann endet der BitMart-Betrieb endgültig?
Laut BitMart soll der Plattformbetrieb am 31. Januar 2027 um 15:59 UTC enden. Danach sollen Nutzer für einen befristeten Zeitraum noch Zugriff auf ihre Unterlagen haben und Auszahlungen beantragen können.
Ist dieser Artikel eine Anlageberatung?
Nein. Der Artikel dient ausschließlich der Information und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Maßgeblich sind die offiziellen Mitteilungen von BitMart und gegebenenfalls eines zuständigen Gerichts.

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Zitiervorschlag: Rieger, Felix (2026): BitMart Gebühren 2026: Was hat dich die Börse wirklich gekostet – und was kostet die Abwicklung jetzt? KryptoZukunft.com, aktualisiert am 24. Oktober 2026. https://kryptozukunft.com/2025/07/09/bitmart-gebuehren-2025/

⚠ Risiko- und Rechtshinweis: Kryptowährungen sind hochvolatil, ein Totalverlust ist möglich. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Angaben zur BitMart-Abwicklung beruhen auf öffentlichen Mitteilungen und Fachmedien mit Stand 24. Oktober 2026 und können sich jederzeit ändern; maßgeblich sind allein die offiziellen Mitteilungen von BitMart und gegebenenfalls eines zuständigen Gerichts. Die Rechner sind vereinfachte Modelle. Dieser Artikel enthält keine Affiliate-Links. Felix Rieger ist Krypto-Journalist, kein zugelassener Finanz-, Steuer- oder Rechtsberater.